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KUR|land 01.06.2020

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6 | Kurseelsorge Wahre

6 | Kurseelsorge Wahre Größe Pfarrerin Verena Engels-Reiniger über Wegkreuze und „Passions-Oster-Pfingst-Gedanken“ Pfarrerin Verena Engels-Reiniger Kurseelsorgerin in Bad Waldsee Liebe Leserinnen und Leser! „Es bleiben mehr Leute stehen“ - so wurde das hierzulande seit Beginn der Coronakrise beobachtet. Wo? An vielen Wegkreuzen in unserer Gegend. Die meisten von ihnen sind altehrwürdig und ziemlich verwittert. Aber wie schön, dass manch‘ eines restauriert ist und sorgsam bepflanzt: Danke all denen, die das tun! Was bedeuten sie Ihnen, diese „DenkMale“ in freier Natur? Errichtet wurden sie ja als Zeichen für Glauben, für Ehrfurcht vor Gott. Zum Dank für erfahrene Bewahrung oder als Bitte um Segen. Und all‘ das sind wohl die Gründe dafür, dass jemand auch heute weder Kosten noch Mühe scheut, ein solches Kreuz neu zu errichten. Besonders einladend ist es, wenn daneben auch noch eine Bank zum Ausruhen einlädt - wie bei diesem schönen Kreuz in Wolpertsheim bei Bad Waldsee, das auf unserem Foto zu sehen ist. Die Rückenlehne trägt eine Tafel mit den Worten „Im schönen Garten der Natur siehst du des großen Gottes Spur, und willst du IHN noch größer sehn, so bleib bei diesem Kreuze stehn.“ Ja, bleib stehn und atme tief durch! Nimm Platz und schau in die herrliche Gegend! Da lässt sich anstimmen „Großer Gott, wir loben dich/Herr, wir preisen deine Stärke! Vor dir neigt die Erde sich/und bewundert deine Werke…“ Aber der Vers auf der Banklehne geht weiter und sagt etwas Paradoxes: Noch größer als in der Natur, dieser wunderbaren „Creation“, sei Gott durch‘s Kreuz gesehen! Das ist schwer zu fassen. Gott in tiefster Erniedrigung?! Dietrich Bonhoeffer drückte es so aus: „Menschen gehen zu Gott in seiner Not, finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot, seh‘n ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod; Christen stehen bei Gott in seinen Leiden.“ Vielleicht wendet jemand ein, jetzt sei doch Pfingstzeit, solche Gedanken gehörten in die Karwoche! Nein, nicht nur. Wie die Wegkreuze das ganze Jahr über Zeichen und Zuspruch sind, so ist das ganze Jahr über Passionszeit da, wo Mensch und Kreatur leiden. Beides gilt zu seiner Zeit: „Ehre sei Gott in der Höhe“ und „Aus der Tiefe rufe ich, Gott, zu dir“. Wahre Größe zeigt sich im Leiden. Da ist Gott auch: unten, wo Du am Boden zerstört bist. Wo es aus ist mit Wohlergehn und Sicherheit. Wo Dein Glück, gar Dein Leben bedroht ist. Wenn Du Angst hast, Dich schwach, ohnmächtig erlebst, bist Du „bei Gott in seinen Leiden“ und er bei Dir. Und seltsam - genau das tröstet. Und „Tröster“ ist der Inbegriff von Pfingsten. Gottes Geist- Kraft baut uns auf. Hilft zu vertrauen, dass es gegen den Augenschein der Aussichtslosigkeit eine „große segnende Macht in der Welt gibt“ (Martin Luther King). Die damals auf Golgatha beim Kreuz Jesu buchstäblich stehenblieben, erfuhren als erste, dass er auferstanden war. Dass nicht die Gewalten der Zerstörung siegten, sondern ein neues Leben. Mit diesen „Passions-Oster-Pfingst-Gedanken“ Ihnen weiter guten Weg! Ihre Pfarrerin Verena Engels-Reiniger Gottesdienstzeiten: Aufgrund der Corona-Krise kommt es zu Änderungen auch beim Gottesdienst-Angebot und Programm der Kur- & Reha- Seelsorge. Beachten Sie dazu bitte die aktuellen Hinweise in der Schwäbischen Zeitung, im Kirchenanzeiger und auf den Homepages sowie die Aushänge in den Rehakliniken. Kath. Pfarrkirche St. Peter: Eucharistiefeier: Samstag, 19 Uhr; Sonntag, 9:30 Uhr Ev. Kirche (Burghalde): Sonntag, 9:30 Uhr (wird auch per Livestream im Internet übertragen) Ökum. Gottesdienste: Wegen der besonderen Schutzbestimmungen in den Rehakliniken können dort vorläufig leider keine Gottesdienste stattfinden. Programm Kur- & Reha-Seelsorge: Seelsorge-Gespräche sind telefonisch und als Austausch per Email gerne möglich. Wegen der besonderen Schutzbestimmungen gibt es bis auf weiteres keine Gemeinschaftsveranstaltungen in den Rehakliniken. Durch Briefe und Kartengrüße wird zu den Reha-Patienten Kontakt gehalten. ___________________________ Die Kur- und Reha-Seelsorgenden: Katholisch: Pastoralreferent Egon Wieland Telefon 07524/4041-12 egonwieland@kurseelsorge-bw.de www.kurseelsorge-bw.de Klosterhof 1 (Eingang 4) Wegkreuze wie dieses schöne Exemplar in Wolpertsheim geben Kraft. Foto: Matthias Schmid Evangelisch: Pfarrerin Verena Engels-Reiniger Telefon 07524/4094022 Verena.engels-reiniger@elkw.de www.kurseelsorge-bw.de Finkenweg 9

Kurort | 7 Gelenkersatz wieder möglich Coronakrise: Auch das Waldseer Krankenhaus kehrt schrittweise zurück zur Normalität Bad Waldsee - Auch das Krankenhaus Bad Waldsee, das eng mit den örtlichen Rehakliniken kooperiert, kehrte Anfang Mai nach turbulenten Corona-Wochen schrittweise zur Normalität zurück. Sowohl in der Gelenkklinik Oberschwaben als auch in der Klinik für Innere Medizin wurden die Ambulanzen hochgefahren, wie die Oberschwabenklinik (OSK) informiert. Auch planbare Eingriffe, Behandlungen und Vorsorgeuntersuchungen außerhalb der Notfallversorgung sind möglich. Ganz wie vor der Pandemie seien die Verhältnisse in der Akutklinik zunächst allerdings noch nicht. „Sicherheit für Patienten und Beschäftigte“ stehe als Überschrift über allem, was im Krankenhaus geschieht. Mund-Nasen-Tuch und Desinfektion der Hände sind Pflicht und inallen Bereichen wird strikt auf die Einhaltung der Abstandsregeln geachtet. Im Wartezimmer der Chirurgie können sich deshalb jetzt nicht mehr als fünf Personen aufhalten, berichtet Chirurgie-Chefarzt Professor Dr. Andreas Suckel. „Die Patienten sind noch sehr verunsichert“, hat er festgestellt. Viele wollten planbare Eingriffe noch etwas verschieben. Operiert werde derzeit nur in einem der beiden Säle. Vermehrt setzt Suckel mit seinem Team auch wieder künstliche Gelenke ein. „Es gibt eine Vormerkliste für Patienten, die bis Ende Juni reicht. In der zweiten Junihälfte wird die Zahl der Patienten sicher wieder ansteigen“, erwartet der Chefarzt. Patienten, die an Gelenkproblemen leiden, die dringend versorgt werden sollten, sollten sich zeitnah in der Sprechstunde anmelden. Operationen könnten auf Wunsch auch bis Juli oder August aufgeschoben werden. Seit Anfang Mai herrsche in der Klinik wieder so etwas wie Viele Patienten, die im Waldseer Krankenhaus einen Gelenkersatz bekommen (Foto), gehen danach zur Anschlussheilbehandung (AHB) in die örtlichen Rehakliniken. Foto: Rolf Schultes „business as usual“, sagt Dr. Thomas Sapper, Chefarzt der Inneren Medizin. Notfälle hätten allerdings die ganze Zeit über versorgt werden können. Untersuchungen im Rahmen der Notfallversorgung, etwa bei Magen-Darmblutungen, seien trotz Corona vorgenommen worden. Inzwischen seien zudem Vorsorgeuntersuchungen, zum Beispiel rund um die Darmkrebsvorbeugung, wieder möglich. „Wenigstens halbwegs“ habe sich die Situation wieder normalisiert, so Sapper. Viele Menschen hätten zuvor Angst davor gehabt, ins Krankenhaus zu gehen. Die Folgen seien verschleppte Herzinfarkte oder Tumorerkrankungen gewesen. Auch die Schmerzambulanz konnte nur noch unerlässliche Behandlungen leisten. Das bedeutete etwa 70 Prozent weniger Patienten, berichtet Dr. Friedemann Reiser. Corona-Patienten wurden in der Kurstadt nur versorgt, wenn sie ohnehin bereits im Krankenhaus behandelt wurden und sich der Verdacht bestätigte. Ansonsten war die Klinik in den Krisenszenarien als „Ausweichkrankenhaus“ für andere Erkrankungen vorgesehen. Unterwegs im eigenen Heim* *Urlaub mit Abstand und Sicherheit: Im Reisemobil oder Wohnwagen fahren Sie der Krise davon und bleiben trotzdem in den eigenen vier Wänden. Neu oder gebraucht, gekauft oder zur Miete. Wir haben über 230 Modelle vor Ort und beraten Sie gern, auch zur Finanzierung. Der Oberschwabe für Reise und Freizeit www.hymer-waldsee.de | kontakt@hymer-waldsee.de | Tel. 07524 999-106