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KUR|land 01.06.2020

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12 | Kurort 2019 war ein

12 | Kurort 2019 war ein gutes Tourismusjahr Tourist-Information Bad Waldsee legt kurz vor der Coronokrise die Übernachtungsbilanz vor Bad Waldsee - Kurz vor der Coronakrise präsentierte der Fachbereich Wirtschafts- und Kulturraum Bad Waldsee seine Tourismusbilanz für 2019. Danach wurden im Vorjahr insgesamt knapp 393000 Übernach tungen registriert - eine Zahl, die im laufenden Jahr aufgrund der Pandemie-Einschränkungen bei Rehakliniken und anderen Gastgebern nicht mehr erreicht werden dürfte. Zugelegt haben im letzten Jahr Kliniken, Hotels und Vermieter von Ferienwohnungen, während die Bildungshäuser Federn lassen mussten. Auch der Wohnmobilstellplatz erreichte nicht mehr ganz die Auslastung der Vorjahre. KURLAND-Redakteurin Sabine Ziegler blickt zurück auf das Tourismusjahr 2019, als die Welt in Sachen Reha, Wellness und Tourismus trotz eines leichten Rückgangs von 0,1 Prozent noch in Ordnung war. Wie schon in den Vorjahren entfiel der Großteil der Übernachtungen in der oberschwäbischen Bäderstadt auch 2019 wieder auf die bestens ausgelasteten städtischen und privat geführten Rehakliniken. In diesen Häusern wurden exakt 266454 Übernachtungen registriert (2018: 265955), was einem leichten Plus von 0,2 Prozent entspricht. Die durchschnittliche touristische Übernachtungsdauer im Kneipp- Kur ort Bad Waldsee gibt der Leiter des Fachbereichs, Walter Gschwind, mit sechs Tagen an. In den Kliniken waren es im Die schöne Naturlandschaft rund um Bad Waldsee ist für Wanderer und Radfahrer ein attraktives Ziel. „Promobil“-Leser haben den Waldseer Wohnmobilstellplatz auf Platz 3 gewählt und damit dürfte die Anlage nach ihrer Wiedereröffnung noch begehrter sein. Fotos (4): Rolf Schultes vergangenen Jahr 18 Tage, in Ferienwohnungen sechs Tage und in Hotels, Bildungshäusern sowie auf dem Wohnmobilstellplatz lediglich zwei Tage. Mit 3,8 Prozent konnten die Vermieter von Ferienwohnungen im letzten Jahr den größten Zuwachs erzielen. Hier wurden 29674 Übernachtungen (2018: 28595) gezählt. „Diese positive Entwicklung setzt sich erfreulicherweise schon mehrere Jahre fort. Neue Kapazitäten an Ferienappartements und die intensive Betreuung der Gastgeber seitens der Tourist-Information scheinen Früchte zu tragen“, so Gschwind in seiner Bewertung. Voraussetzung für eine gute Belegung dieser attraktiven Unterkünfte ist nach seiner Einschätzung zudem die Werbung auf allen (Internet-) Kanälen. Die Hotels in der Kurstadt durften sich über 51904 Übernachtungen freuen (2018: 51877); dies bedeutet ein leichtes Plus von 0,1 Prozent. Gschwind: „Diese Zahlen weisen für uns daraufhin, dass die Gäste im vergangenen Tourismusjahr durchschnittlich etwas länger geblieben sind.“ Während die Bildungseinrichtungen im Kloster Reute und der Schwäbischen Bauernschule mit einem Minus von sechs Prozent 2019 deutlich eingebrochen sind auf 26156 Übernachtungen (2018: 27837), erwies sich der Reisemobilstellplatz weiterhin als stabiler Tourismusfaktor. Zwar wurden mit 18761 Übernachtungen die Ausnahmejahre 2017/18 nicht mehr ganz erreicht und es wurde ein Minus registriert von 2,3 Prozent. „Aber die Auslastung lag hier ja auch seit Jahren deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Plätze“, weiß der Fachbereichsleiter und gibt sich gelassen. Bei der Vorstellung der Tourismuszahlen im Verwaltungsausschuss des Gemeinderates vermeldete Walter Gschwind nämlich nicht ohne Stolz, dass die Leserschaft von „Promobil“ - Deutschlands größter Zeitschrift für Reisemobilisten - den Stellplatz beim Kurgebiet auf Platz 3 in der Kategorie „Stellplätze von 31 bis 50 Reisemobile“ gewählt hat. Aus

Kurort | 13 der großen Anzahl an Stellplätzen, die es in Deutschland mittlerweile gibt, nominierte das Magazin insgesamt 100 Anlagen für die Wahl zum „Stellplatz des Jahres 2020“. Insgesamt wurden mehr als 3700 Stimmen per Postkarte oder Online abgegeben. „Nach gründlichem Umbau schafft es der Stellplatz bei der Waldsee-Therme nach Jahren der Zurückhaltung nun auf den dritten Platz“, teilte die „Promobil“-Redaktion das Ergebnis dieses Rankings der Tourist-Information Bad Waldsee entsprechend mit. Da kommt es bei den Reisemobiltouristen sicherlich gut an, dass die Kurstadt die Infrastrukturqualität dieses „Top-Platzes“ kurz vor der Coronakrise im Frühjahr 2020 nochmals erhöht und mit kostenlosem WLAN ausgestattet hat. Einen solch zeitgemäßen Komfort gibt es deutschlandweit inzwischen auf immer mehr Wohnmobil- und Campingplätzen; zuletzt hatten sich dies immer mehr mobile Übernachtungsgäste auch für den örtlichen Stellplatz gewünscht. Und nachdem nun die behördlichen Einschränkungen beim Tourismus im Land wieder aufgehoben wurden, dürfte auch das Thema „WLAN“ wieder stark gefragt sein bei den Urlaubsgästen, die hier Station machen in ihren Freizeitfahrzeugen. In seiner Bewertung für die zurückliegende Tourismusbilanz 2019 hebt Gschwind erneut die große Bedeutung von Tourismus und Reha für Bad Waldsee hervor. In der Eine Kurstadt wie Bad Waldsee lebt von Rehapatienten, Wellnessurlaubern und Touristen, die sich hier wohl fühlen. Die Waldsee-Therme und die Saunawelt sind touristisch interessante Einrichtungen, die nach Abklingen der Coronapandemie hoffentlich bald wieder ihre Türen öffnen dürfen. Coronakrise bekam man einen Eindruck, was geschieht, wenn die Übernachtungszahlen plötzlich einbrechen. „Diese Umsätze stellen eine wichtige Einnahmequelle für uns dar: Jedes Jahr fließt aus diesen Branchen ein Bruttoumsatz von mehr als 60 Millionen Euro in die Kurstadt.“ Diese Einnahmen kamen in den letzten Jahren nach Einschätzung Walter Gschwinds insbesondere dem Gastgewerbe, den Dienstleistungsbetrieben sowie dem Einzelhandel zugute. „Außerdem wurden wichtige Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung geschaffen.“ Darüber hinaus ist Bad Waldsee vor allem in den Sommermonaten ein begehrtes Ziel von Tagestouristen, die mit Bussen anreisen und die Therme besuchen oder die Region mit dem Fahrrad erkunden. Gäste schätzen auch die historische Innenstadt mit den kleinen Fachgeschäften, die vielfältige Gastronomie und die schönen Freizeiteinrichtungen wie das Freibad oder das Naherholungsgebiet Tannenbühl. Für das Tourismusjahr 2020 bleibt zu hoffen, dass die Pandemie nun weiter abflaut und dass ab Juni Rehabilitation, Wellness und Tourismus wieder deutlich an Fahrt aufnehmen. Eine Stadt ohne Rehapatienten, Touristen und Tagesurlauber ist für das gästefreundliche Bad Waldsee jedenfalls kaum vorstellbar! Übernachtungszahlen 2019: Rehakliniken: 266454 (2018: 265955/+0,2%) Hotels: 51904 (2018: 51877/+0,1% Ferienwohnungen: 29674 (2018: 28595/+3,8%) Reisemobile: 18761 (2018: 19207/- 2,3%) Bildungshäuser: 26156 (2018: 27837/-6%) Insgesamt wurden 2019 in Bad Waldsee 392949 Übernachtungen gezählt (2018: 393471/-0,1%) Alle aktuellen Informationen über Reha, Wellness und Tourismus in Bad Waldsee nach der Coronakrise finden sich unter www.bad-waldsee.de.