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KUR|land 01.03.2021

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Wir sind weiterhin für Sie da! Bitte unterstützen Sie unsere lokalen Geschäfte. Kaufen Sie lokal ein. Dort wo es noch nicht geht, nutzen Sie Click & Collect (Bestellen über Internet oder telefonisch). Unsere Gastronomen unterstützen Sie mit food to go (Essen bestellen und liefern lassen oder abholen). Für nähere Informationen nutzen Sie bitte das Internet. #badwaldsee Bioqualität in der Innenstadt Lebensmittel und vieles mehr in der Wurzacher Straße 12 88339 Bad Waldee Tel.: 07524 - 2331 Wir vermissen euch, liebe Reha-Patienten, Waldseer und Geschäfte, Gaststätten, Läden, Museen, Sportanlagen und alles andere, was Spaß macht! Ohne euch ist alles leer: die Straßen, die Geschäfte, die Hotels, die Bänke im Biergarten... Wir hoffen alle auf ganz baldige Besserung …und Sonnenschein und Blumen und wärmere Temperaturen… Euer Kurland-Team

Kurseelsorge | 7 Geduld - (nicht) meine Stärke Pfarrerin Verena Engels-Reiniger über das eingeschränkte Leben in der Corona-Pandemie Pfarrerin Verena Engels-Reiniger Kurseelsorgerin in Bad Waldsee Liebe Leserinnen und Leser, wann kriegen wir eigentlich unser normales Leben zurück? Und können wieder sicher planen? „Braucht einfach noch ein bisschen Geduld“, die Untertreibung des Jahres! Oder eher: „Das Schwere leicht gesagt“ (Hans-Dieter Hüsch)? Geduld ist nicht grad‘ meine Stärke - auch ohne Lockdown - und für viele wurde sie längst überstrapaziert! Ihnen reißt bald der Geduldsfaden? Aber gegen wen aufbegehren? Gegen „die Natur“, die bei allem Wunderbaren auch so schreckliche Dinge wie das Corona-Virus hervorbringt? Gegen „das Schicksal“!?! Kriegt man ja nicht zu fassen, wer da die Fäden zieht... Ohnmächtige Empörung, man möchte Frust und Empörung jemandem hinschleudern! Darum kriegen die Politiker zurzeit ‘ne Menge ab. Sie sind um ihren Job nicht zu beneiden. Klar, es ist ein Manko, dass nicht viel mehr getestet wird. Und so manche Verfügung in Sachen „Lockdown“ ist fragwürdig bis angreifbar. Auch das Impfmanagement lässt sehr zu wünschen übrig. Bloß: Niemand konnte üben, Pandemie managen ist eben für alle neu. Also, was bleibt übrig? Sie wissen schon: das Beste aus der Situation machen - unter anderem mit Geduld. Warum fällt uns diese eigentlich so schwer? Ich denke, es geht unserem Lebensgefühl gegen den Strich, Dinge geschehen zu lassen. Abzuwarten. Sich zu fügen, statt zu bestimmen. Die meisten wollen lieber etwas tun, als etwas bleiben zu lassen. Aber verdammt einen Geduld zum Nichtstun? Ist es Schwäche, gar Resignation, alles passiv hinzunehmen? So denken viele Leute von heute, die ihre Termine unter Kontrolle und die Dinge im Griff haben. Dank Wissenschaft und Technik scheint alles beherrschbar. „Normalerweise“ kann man tun und lassen, was man will. Jetzt aber gibt‘s Vorschriften und Beschränkungen, die ans Eingemachte gehen. Dies akzeptieren zu müssen, erleben viele Bürger als demütigend, als Kränkung. Dem Schriftsteller Hermann Hesse ging‘s offenbar ähnlich. Er sagte: „Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was zu lernen sich lohnt. Alle Natur, alles Wachstum und Gedeihen, alles Schöne und der Friede in der Welt beruht auf Geduld. Braucht Zeit, braucht Stille, braucht Vertrauen.“ „…das Schwerste“, oh ja! Und doch ist sie so nötig. Wohl ein jeder hat schon erfahren, dass Ungeduld vieles gefährdet, ja zerstört. Hat Chancen verpasst mangels Geduld. Die wirklich wichtigen und wertvollen Dinge sind eben nur mit Geduld zu haben. Insofern zeugt sie von Maß und Realitätssinn. Übrigens steht auch in der Bibel die Geduld ganz hoch im Kurs - gerne zusammen mit Vertrauen plus Hoffnung. Die schenken Glauben, dass in dem Wirrwar der Welt dennoch „eine große, segnende Macht“ (Martin Luther King) am Werk ist. Außerdem wird Geduld häufig kombiniert mit Demut - also dem Blick dafür, dass das eigene Leben in einen viel größeren Zusammenhang verwoben ist. In dem das meiste nicht von mir abhängt, ja völlig ohne mein Zutun läuft, beispielsweise, dass die Erde sich dreht und dass die Flüsse fließen. Insofern bedeutet Geduld echte Entlastung von der Überforderung - dauernd machen, alles im Griff haben, bestimmen müssen. Tut gut, sich darin zu üben. Immer neu die Balance zu finden zwischen tun und lassen, Initiative ergreifen, auf sich zukommen lassen. Geduld - (nicht) meine Stärke? Doch! Ihre Pfarrerin Verena Engels-Reiniger Gottesdienstzeiten: Kath. Pfarrkirche St. Peter: Eucharistiefeier: Samstag, 19 Uhr; Sonntag, 9.30 Uhr und 11 Uhr; Rosenkranz: Sonntag, 17.30 Uhr Ev. Kirche (Burghalde): Sonntag, 9.30 Uhr Abendmahl jeden 3. Sonntag im Monat Ökum. Gottesdienste: Samstag: 17 Uhr, Maximilianbad (Kapelle); 19 Uhr, Klinik im Hofgarten (Säulenhalle); 19 Uhr Waldsee-Therme (Vortragsraum) ___________________________ Programm Kur- & Reha-Seelsorge: Montag: 16.30 Uhr Sinnvoll leben, Maximilianbad (Kapelle); 19.30 Uhr Meditation, Therme (Vortagsraum); 20 Uhr, Vortrag, Therme (Vortragsraum). Dienstag: 16.30 Uhr, Sinnvoll leben, Mayenbad (M1); 19.30 Uhr Meditation, Hofgarten (Säulenhalle); 20 Uhr Vortrag, Hofgarten (Säulenhalle). Mittwoch: 16.30 Uhr Sinnvoll leben, Hofgarten (Säulenhalle); 19.30 Uhr, Meditation, Maximilianbad (Kapelle); 20 Uhr Vortrag, Maximilianbad (Kapelle). ___________________________ Die Kur- und Reha-Seelsorger: Katholisch: Egon Wieland Kur- & Reha-Seelsorge Telefon 07524/4041-12 egonwieland@kurseelsorge-bw.de www.kurseelsorge-bw.de Klosterhof 1 (Eingang 4) 88339 Bad Waldsee Auch bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ging’s lange Zeit nur langsam vorwärts – auch jetzt ist dabei noch etwas Geduld gefragt. Foto: Rolf Schultes Evangelisch: Pfarrerin Verena Engels Finkenweg 9 88339 Bad Waldsee Telefon 07524/40940 – 22 Mail: Verena.Engels@elkw.de Telefax 07564/948786