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KUR|land 01.03.2021

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10| Städtische

10| Städtische Rehakliniken „Work-Life-Balance“ muss stimmen Markus Kaulingfrecks über die Gesundheitsförderung bei den Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee Markus Kaulingfrecks, Diplom-Sportlehrer, Städtische Rehakliniken Bad Waldsee Bad Waldsee - In vielen großen Unternehmen hat sich in den letzten Jahren nicht zuletzt aufgrund gesetzlicher Vorgaben der Gedanke des Betrieblichen Gesundheitsmanagements durchgesetzt. Den größten Anteil daran hat die Gesundheitsförderung in den Betrieben. Für KURLAND berichtet Diplom-Sportlehrer Markus Kaulingfrecks, Leiter der Sporttherapie bei den Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee. Diese Gesundheitsförderung soll helfen, auf die gesundheitlichen Beanspruchungen der Beschäftigten und die veränderten psychischen Belastungen - zum Beispiel durch den zunehmenden Umgang mit Informations- und Bei der Spiroergometrie in den Städtischen Rehakliniken gibt die ausgeatmete Luft auch Auskunft über die sich verändernde Stoffwechselsituation unter Belastung. Kommunikationstechnologien in Pandemie-Zeiten - angemessen zu reagieren. Auch die Lebenssituation im Sinne einer „Work-Life-Balance“ soll hierbei berücksichtigt werden, wie das Bundesministerium für Gesundheit aktuell hervorhebt. Neben den Pflichtaufgaben des Arbeitgebers in den Bereichen Prävention, Arbeitsschutz und betriebliches Eingliederungsmanagement, gibt es vielfältige weitere Möglichkeiten, die Mitarbeitenden Bei Rücken- und Schulterproblemen kann das medizinische Krafttraining im „MTrain“ unterstützend wirken und helfen. zu unterstützen. Als Beispiele genannt werden Vorsorge, Bewegung und Ernährung. Und genau hier setzen auch die Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee an, die neben ihrer Kernaufgabe im Bereich der Rehabilitation schon seit 20 Jahren als Dienstleister von Firmen und Institutionen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement tätig sind. Das Kundenprofil ist sehr vielfältig - angefangen von der Arztpraxis mit wenigen Mitarbeitern bis hin zum weltweit operierenden Unternehmen mit vielen tausend Beschäftigten. Die Grundidee ist, dass vor allem die persönliche Gesundheit der Mitarbeiter die Basis ist für ein selbstbestimmtes Leben und für eine beständig gute berufliche Leistungsfähigkeit. Besonders Vorsorgeuntersuchungen können dabei helfen, das individuelle Risikopotential zu erkennen und schwerwiegende Erkrankungen zu verhindern oder diese durch eine frühzeitige Behandlung möglichst zu heilen. Dafür ist ärztliches und therapeutisches Wissen gefragt, um mit Untersuchungen wie EKG, Blutbild, Spiroergometrie und Ultraschall wichtige Informationen über den jeweiligen Gesundheitszustand zu bekommen. Anders als dies im Hausarztpraxisalltag die Regel ist, können bei den Rehakliniken die erhobenen Werte und Ergebnisse als Gesamtpaket zusammengefasst und für die Patienten sowie Kunden verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Diese barrierefreie Dokumentation macht die Inhalte für die Teilnehmer auch nach längerer Zeit noch greifbar. Neben diagnostischen Belangen ist es auch möglich, die notwendigen medizinischen Untersuchungen für die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit einzusetzen. Hier ist es vor allem die Spiroergometrie, die neben Aussagen zur Funktion von Atmung und Herzarbeit zusätzlich Ideen und Vorgaben für das individuelle Training geben kann. Zu wissen, in welchen Bereichen der Körper besonders ökonomisch arbeitet und zum Beispiel Energie über Fettverbrennung bereitstellen kann, ist ein großer Vorteil für

Städtische Rehakliniken | 11 ein effektives und wirksames Training. Begleitende Praxisseminare zu Jogging, Walking und Radfahren helfen den Teilnehmern dabei, Erkenntnisse aus den Untersuchungen in den Trainingsalltag zu übertragen. Das geschieht zum Beispiel anhand eines pulsgesteuerten Trainings. Es ist für die Teilnehmer ein besonderes Erlebnis zu begreifen, dass Ausdauertraining nicht immer anstrengend sein muss, aber dennoch effektiv sein kann. Die Mischung macht es! Was im Leistungssport schon länger Grundwissen ist, wird nun auch für den Gesundheitssportler greifbar. Der ehemalige Radrennfahrer Jens Voigt erklärte das sehr eindrucksvoll in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“: „Wenn du schnell sein willst, musst du erst langsamer werden.“ Weitere Bewegungsschwerpunkte in der Betrieblichen Gesundheitsvorsorge sind unter anderem medizinisches Krafttraining, funktionelles Training sowie Dehnungsund Faszientraining. Gerade Rücken- und Schulterprobleme machen den oft sitzenden Arbeitsalltag schwierig. Ein gestärkter Rücken und gut stabilisierte Gelenke sowie bewegliche Muskeln und Sehnen helfen sehr gut dabei, Schmerzen zu verhindern oder zumindest zu lindern. Themen wie Taiji, Kommunikation und Improvisation sowie „Work-Life- Balance“ runden die Angebote ab. Gerade die „Work-Life-Balance“ erhält durch die aktuelle Situation ein besonderes Gewicht. Die Mitarbeiter werden durch die Veränderung der Arbeitswelt vor neue Herausforderungen gestellt, da die Trennung von Arbeit auf der einen Seite und Familie sowie Freizeit auf der anderen Seite in Zeiten der Pandemie in Schieflage geraten ist. Dadurch haben viele Teilnehmer das Problem, dass Arbeit immer daheim und damit auch zu jeder Zeit möglich ist. Eine klare Trennung zwischen Wer an seinem Arbeitsplatz Belastungen ausgesetzt ist, der sollte auf ausreichend körperliche Bewegung für den Stressabbau achten. Fotos: Rolf Schultes (2), Städtische Rehakliniken (2) Arbeit und Privatleben ist nicht mehr die Regel. An diesem Punkt werden Möglichkeiten und Methoden aufgezeigt, trotz der beruflichen Belastung ein zufriedenstellendes Privatleben zu führen und die tägliche Arbeitsbelastung in Grenzen zu halten. Von besonderer Bedeutung für die Gesundheitsvorsorge ist zudem das Thema Ernährung. Durch den Lockdown und die Ausweitung der Homeoffice-Möglichkeit ist bei einer großen Zahl von Vorsorgeteilnehmern zu beobachten, dass sie an Körpergewicht zugelegt haben. Das liegt zum einen an einer Verringerung von Bewegung, es hat aber auch mit den persönlichen Ernährungsgewohnheiten und dem Wissen über Nahrungsmittel und Ernährung zu tun. Sich über Defizite klar zu werden, ist eines der Ziele der betrieblichen Gesundheitsangebote der Städtischen Rehakliniken. Daher bekommen die Teilnehmer der Vorsorgeangebote einen Ernährungsfragebogen, anhand dessen Sie ihre Essgewohnheiten analysieren und reflektieren können. Zusammen mit den Ernährungstherapeuten werden die persönlichen Themen herausgearbeitet und theoretische wie praktische Empfehlungen erarbeitet. Die Betriebliche Gesundheitsvorsorge wird also weiterhin breiten Raum einnehmen. Besonders qualitativ hochwertige Angebote, die eine Vernetzung der verschiedenen wichtigen Gesundheitsthemen anbieten können, werden dabei eine Rolle spielen. Alles Wissenswerte über die Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee und ihr medizinisch-therapeutisches Angebot unter www.waldsee-therme.de. Auch eine gesunde Ernährung im Alltag ist ein wichtiger Baustein für die richtige Gesundheitsvorsorge.