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KUR|land 01.03.2020

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4 | Kurort Staatlich anerkanntes Heilbad Kurstadt Bad Waldsee tauscht 21 Ortstafeln aus - Werbekampagne des Heilbäderverbandes Bad Waldsee - Bad Waldsee darf seine Auszeichnung als höher prädikatisiertes Heilbad auch auf seinem Ortsschild kundtun. Ebenso wie 37 weitere Heilbäder und Kurorte im Land, die dieses Prädikat jetzt offiziell als Werbebotschaft an ihren Stadteinfahrten verwenden können. Symbolisch haben Bürgermeister Roland Weinschenk und Fritz Link vom Heilbäderverband Anfang Februar die erste neue Waldseer Ortstafel im Unterurbacher Weg beim Kurgebiet enthüllt. KUR- LAND-Redakteurin Sabine Ziegler berichtet. „Staatlich anerkanntes Heilbad - Stadt Bad Waldsee - Lkr. Ravensburg“ lautet die Inschrift auf den 21 neuen Ortstafeln in der Kernstadt. „Das Ortsschild ist so etwas wie die Visitenkarte einer Gemeinde und für Gäste ist klar erkennbar, um welche Art von Heilbad es sich im Falle Bad Waldsees handelt“, betonte das Stadtoberhaupt beim Ortstermin. Groß war die Freude über die erfolgreiche Marketingkampagne des Heilbäderverbandes auch bei dessen Präsident. „Zwei Jahre sind inzwischen seit unserer parlamentarischen Anfrage vergangen und viele bürokratischen Hindernisse mussten überwunden werden, Gute Visitenkarte: Neuerdings ist allen 21 Ortsschildern der Kernstadt zu entnehmen, dass es sich bei Bad Waldsee um ein „staatlich anerkanntes Heilbad“ handelt. Fotos (2): Rolf Schultes bis die Heilbäder und Kurorte ihre Infrastrukturqualität jetzt auch auf ihren Ortstafeln hervorheben können“, sagte Link. Für mehr als 70 Prozent der potentiellen Rehapatienten und Wellnessurlauber ist es nach dessen Einschätzung von Bedeutung, über welches „Prädikat“ das Heilbad ihrer Wahl verfüge. Deshalb habe der Roland Weinschenk, Fritz Link und Walter Gschwind (von links) bei der Enthüllung der ersten neuen Waldsee-Ortstafel. Heilbäderverband gemeinsam mit der Politik die „kommunalrechtliche Zusatzbezeichnung“ auf den Weg gebracht. „Diese Initiative haben wir gerne aufgegriffen. Damit können die Kurorte ihre Prädikate herausstellen und gegenüber Gästen und Bevölkerung vor Ort besser und noch sichtbarer werben“, sagte Innenminister Thomas Strobl dazu bei einer Feierstunde in Stuttgart zur Verleihung der entsprechenden Bezeichnungen an 38 Kurorte aus 16 Landkreisen. Die Landesregierung könne solche Zusatzbezeichnungen auf Antrag von Kommunen verleihen, wenn diese „auf der geschichtlichen Vergangenheit, der Eigenart oder der heutigen Bedeutung der Gemeinden oder ihrer Ortsteile beruhen“, so der Politiker dazu weiter. Nach Angaben des Waldseer Kurgeschäftsführers kommen die Schilder mit neuer Inschrift „exakt zum richtigen Zeitpunkt, da wir derzeit auch unsere ’Marke Bad Waldsee’ neu entwickeln. Auch mit diesen Tafeln setzen wir dabei eine ’Duftmarke’!“, merkte Walter Gschwind bei der Enthüllung an. Die Anschaffungs- und Montagekosten für die neuen Tafeln, die Anfang Februar in der Kernstadt ausgetauscht wurden, betragen für die Stadt insgesamt 3000 Euro. Heilbäder und Kurorte Die Heilbäder und Kurorte Baden-Württembergs sind mit fast 12,6 Mio. Übernachtungen (2018) ein starker Wirtschaftsfaktor. Sie erwirtschaften jährlich einen Bruttoumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro. Für die 56 höherprädikatisierten Heilbäder und Kurorte im Land ergibt sich ein theoretisches Beschäftigungsäquivalent von knapp 59000 Personen, die durch den Tourismus ein durchschnittliches Primäreinkommen von gut 30000 Euro pro Kopf beziehen. Weitere Infos dazu unter www. heilbaeder-bw.de.

Kurort | 5 „Neuanfang“ mit Matthias Henne Zwiefalter Schultes geht bei der Bürgermeisterwahl in Bad Waldsee als deutlicher Sieger hervor Bad Waldsee – Nach 16 Jahren kündigt sich an der Spitze der Kurstadt Bad Waldsee ein personeller Wechsel an: Matthias Henne (37) hat die Bürgermeisterwahl Ende Januar für sich entscheiden können und wird offiziell am 5. April die Nachfolge von Roland Weinschenk antreten. KURLAND-Redakteurin Sabine Ziegler blickt zurück auf einen spannenden Wahlsonntag und stellt Auszüge aus Hennes „Zwölf-Punkte-Programm“ vor. Nach einem engagiert geführten Wahlkampf holte der Zwiefalter Schultes gut 80 Prozent der Wählerstimmen. Nach Bekanntwerden des Ergebnisses zeigte er sich „überwältigt“ von diesem Vertrauensbeweis der Waldseer Bürgerschaft. Sein größter Konkurrent Bernhard Schultes musste sich trotz großer kommunalpolitischer Erfahrung in mehreren Gremien mit knapp 18 Prozent zufriedengeben. Drei weitere Bewerber kamen zusammen auf weniger als zwei Prozent. Entsprechend groß war die Freude über den Wahlausgang bei Matthias Henne und seiner Familie. Als Bürgermeister Roland Weinschenk am Wahlabend in der Stadthalle die Ergebnisse bekanntgab, brandete großer Beifall auf. Das neugewählte Stadtoberhaupt wurde von Stadtkapelle und Feuerwehr-Spielmannszug gebührend in der Bäderstadt willkommen geheißen. Der Wahlsieger gab zu Protokoll, dass er sich auf die großen Herausforderungen, die im Kurort anstehen, freue. Er sicherte den Bürgern zu, seine Aufgaben mit „viel Energie“ anzugehen. Sein Dank Die Bürgermeister Roland Weinschenk (Mitte) und Markus Ewald (Weingarten) gehören zu den ersten Gratulanten. So sehen Sieger aus: Der frischgewählte Bürgermeister Matthias Henne mit Ehefrau Sarah-Jane und ihren beiden Kindern am Wahlabend in der Stadthalle. Fotos (2): Rolf Schultes galt nicht nur seiner Familie, sondern auch den Mitbewerbern, denen er einen „fairen, respektvollen Wahlkampf“ attestierte. An die Adresse Bernhard Schultes‘ gewandt sagte er: „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen!“ Bekanntlich ist sein Konkurrent um das Amt des Stadtoberhauptes Mitglied des Gemeinderates, Fraktionssprecher der Freien Wähler und stellvertretender Bürgermeister im Ehrenamt. Im Wahlkampf hatte Henne mehrfach betont, dass er für die angehende Große Kreisstadt Bad Waldsee einen „Neuanfang“ wolle und dabei auf einen „bürgerschaftlichen Dialog“ setze. In seinem „Zwölf-Punkte-Programm“ bezog er Position zu den wichtigsten kommunalpolitischen Feldern, die er in den kommenden acht Jahren wird beackern müssen. In Sachen Fremdenverkehr sagte er den Betreibern der Tourismus-Einrichtungen die „volle Unterstützung der Verwaltung“ zu. Die Rehakliniken und das Krankenhaus seien unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung der Stadt sowie der Region und müssten weiter gestärkt werden. „Die Städtischen Rehakliniken sind nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sie haben auch enormen Einfluss auf den Handel und den Tourismus“, weiß der neue Mann an der Spitze des Rathauses. Am 6. April hat Henne hier seinen ersten Arbeitstag. Zur Person Matthias Henne ist gebürtiger Sigmaringer, katholisch und verheirateter Familienvater.Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann blieb er der Volksbank Bad Saulgau bis 2014 als Mitarbeiter erhalten. Von 2010 bis 2012 absolvierte er paralell dazu ein Studium zum Bankbetriebswirt an der „Frankfurt School of Finance & Management“. 2014 wurde er zum Bürgermeister der Albgemeinde Zwiefalten gewählt. 2016 bis 2017 schloss er noch ein Kontaktstudium Verwaltung an der Kehler Akademie - Hochschule für öffentliche Verwaltung an. (saz)