Aufrufe
vor 4 Monaten

Kliniken magazin 2020/2021

  • Text
  • Klinik
  • Patienten
  • Chefarzt
  • Kliniken
  • Klinikum
  • Medizin
  • Behandlung
  • Telefon
  • Erkrankungen
  • Biberach
  • Magazin

40 Achtsamer Umgang mit

40 Achtsamer Umgang mit Patientinnen und Patienten Große Sprachenvielfalt ist im Umgang mit Patientinnen und Patienten aus aller Welt im Gesundheitswesen ein sehr großes Plus. „In unseren Häusern in Biberach und Laupheim werden insgesamt 26 verschiedene Sprachen gesprochen – von Albanisch bis Urdu, von Schwedisch bis Eritreisch. Diese Mitarbeiter werden in einer zentralen Dolmetscherliste geführt und stehen den Patienten bei Fragen und Anliegen sowie für Übersetzungen zur Verfügung“, sagt Dr. Ulrich Mohl. Die Mitarbeitenden des Klinikums Friedrichshafen können aus dem Stand in 19 verschiedene Sprachen übersetzen. Wichtig gerade in einer Urlaubsregion, wie am Bodensee, findet Boris Ebenthal: „Aus diesem Grund haben wir eine Dolmetscherliste zusammengestellt. Wenn wir kurzfristig jemanden brauchen, der im Gespräch mit einem fremdsprachigen Patienten oder Besucher übersetzt, können wir den Mitarbeiter im Dienst dazu rufen.“ Neben dem rein sprachlichen Austausch gilt es, im Umgang mit Patientinnen und Patienten auf Wünsche und Werte Rücksicht zu nehmen. „Die kulturelle Vielfalt der Mitarbeiter ist darüber hinaus auch bei der medizinischen Betreuung und Pflege von Vorteil. So besteht bei manchen Patienten der Wunsch, von Mitarbeitern aus dem gleichen Kulturkreis versorgt zu werden – wir versuchen diesem, soweit möglich, entgegenzukommen. Dasselbe gilt, wenn Patienten die Versorgung durch Personal eines anderen Geschlechts, beispielsweise aus religiösen Gründen, ablehnen“, berichtet Dr. Ulrich Mohl. Denn die Versorgung von Menschen mit unterschiedlichen Werten und Gewohnheiten kann in manchen Fällen Irritationen bis hin zu schwerwiegenden Konflikten auslösen. Verstärkt werden können diese bisweilen durch Bilder: Waldburg-Zeil Kliniken Zeitdruck im Umgang miteinander und die ohnehin emotional belastende Situation, der die Patientinnen und Patienten durch Krankheit oder Unfall ausgeliefert sind. „Wenn unsere Mitarbeitenden ein Verständnis für diese Hintergründe mitbringen, indem sie beispielsweise die kulturelle Einbettung einer Störung berücksichtigen, verbessert das die Behandlungsqualität enorm“, ist sich Dr. Dieter Grupp sicher. In Kursen und Seminaren mit dem Thema auseinandersetzen Auf ein geplantes Fortbildungsprogramm verweist Maximilian Bosch: „In der praktischen Umsetzung der kultursensiblen Pflege wird der Fokus auf die individuellen Bedürfnisse des zu Versorgenden gesetzt. Um auf die kulturellen Bedürfnisse in der Versorgung eingehen zu können, werden diese bei der stationären Aufnahme im Rahmen der Pflegeanamnese evaluiert. In der stationären Versorgung wird versucht, gleichgeschlechtliche Pflegepersonen in den Dienst zu nehmen und nach Möglichkeit Pflegende des gleichen Kulturkreises einzusetzen. Im nächsten Jahr wird es ein pflegerisches Fortbildungsprogramm geben, das genau diese Aspekte vertieft aufgreift.“ Bei den Waldburg-Zeil Kliniken gibt es bereits seit diesem Jahr im Rahmen der Personalentwicklung spezielle Seminare zur erfolgreichen Zusammenarbeit in multikulturellen Teams sowie zum kultursensiblen Umgang mit Patienten. So können die Mitarbeiter ihre interkulturelle Kompetenz sowie das Verständnis für kulturabhängige Einstellungen ihrer Kollegen und Patienten erweitern.

Anzeige St. Lukas-Klinik Ein besonderes Krankenhaus für besondere Menschen Die St. Lukas-Klinik ist auf Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen spezialisiert Die St. Lukas-Klinik im Verbund der Stiftung Liebenau ist eine hochspezialisierte Fachklinik mit angegliederten sozialtherapeutischen Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen und zusätzlichen psychischen Erkrankungen. Sie bietet psychiatrische, medizinische und therapeutische Versorgung. Unser Ziel ist eine individuelle, abgestimmte Therapie für jeden Menschen, der zu uns kommt. Dies gelingt, weil in unserer behütenden und stützenden Atmosphäre multiprofessionelle Teams aus Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Heilpädagogik, Krankengymnastik, Ergotherapie und Pflege zusammenarbeiten. Unsere Fachkräfte haben viel Erfahrung in der Betreuung und Behandlung von Menschen mit besonders herausforderndem Verhalten. Wir sehen es als unsere Aufgabe, einen differenzialdiagnostischen und interdisziplinären Prozess anzustoßen, um die Ursachen für eine körperliche oder psychische Erkrankung herauszuarbeiten. Besonderen Wert legen die MitarbeiterInnen auf die Zusammenarbeit mit Angehörigen und BetreuerInnen, mit anderen Einrichtungen und weiteren behandelnden ÄrztInnen. Unsere medizinische Versorgung umfasst: Somatische Medizin • Station für Allgemeinmedizin und Pflege (vollstationär) • MZEB Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderungen (ambulant) • Allgemeinmedizinische Ambulanz • Assoziierte Zahnarztpraxis Außerdem bieten wir: Psychiatrische Versorgung für Kinder und Jugendliche • Kinder- und Jugendpsychiatrie: – Kinder- und Jugendpsychiatrische Station (vollstationär) – Eltern-Kind-Station (vollstationär) – Tageskliniken (teilstationär) – Kinder- und Jugendpsychiatrische Institutsambulanz PIA (ambulant) Psychiatrische Versorgung für Erwachsene • Erwachsenenpsychiatrie – Erwachsenenpsychiatrische Station (vollstationär) – Erwachsenenpsychiatrische Institutsambulanz PIA (ambulant) Wohnen und Entwicklungsförderung in sozialtherapeutischen Heimen • Fach- und Kompetenzzentrum in Liebenau und Hegenberg • Dezentrale Standorte in Meckenbeuren-Weiler, Vogt und Stuttgart Das Team des MZEB (links unten) ist für die ambulante, medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderungen zuständig. Archivbilder: Stiftung Liebenau Behandlung als auch in der medizinischen Versorgung auf dieses Klientel spezialisiert. Bei Bedarf werden psychiatrische Behandlungen durch eine internistische Untersuchung begleitet. Auf diese Weise können mögliche körperliche Erkrankungen als Ursache psychiatrischer Symptome ausgeschlossen werden. Dasselbe gilt vice versa. Unsere Somatische Abteilung verfügt über eine Station für Allgemeinmedizin und Pflege sowie ein MZEB (Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderungen). ■ Kontakt 41 Menschen mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen brauchen ein Umfeld, in dem sie mit Verständnis und Kompetenz begleitet werden. Ganz besonders gilt dies, wenn diese Menschen zusätzlich körperlich oder psychisch erkranken. Das multiprofessionell arbeitende Team der St. Lukas-Klinik hat sich sowohl in der psychiatrischen Stiftung Liebenau Gesundheit St. Lukas-Klinik Liebenau Kliniken gemeinnützige GmbH Siggenweilerstraße 11 88074 Meckenbeuren Telefon 07542 10-5351 gesundheit@stiftung-liebenau.de www.stiftung-liebenau.de/gesundheit