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Kliniken magazin 2020/2021

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Oberschwabenklinik

Oberschwabenklinik Anzeige Minimalinvasive Hüftendoprothetik am EK Prof. Dr. Jörn Zwingmann und sein Team setzen auf modernste OP-Techniken 26 Prof. Dr. Jörn Zwingmann, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, etabliert am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg die minimalinvasive Implantation von Hüftprothesen. Durch den Einsatz dieser Technik verbessert sich die Lebensqualität der Patienten dank beschleunigter Erholungszeit nach der Operation. Mit einem speziell auf den minimalinvasiven Zugang ausgerichteten OP-Tisch optimiert die OSK auch ihre technische Ausstattung. Der von Prof. Zwingmann und seinem Team angewandte vordere minimalinvasive Zugang in der Hüftendoprothetik ermöglicht eine so genannte „atraumatische“ Operation, bei der Körpergewebe überhaupt nicht oder in nur sehr geringem Maße verletzt wird. Es ist laut Chefarzt eine Technik, welche intermuskuläre und intervenöse Ebenen berücksichtigt. Dadurch werde das Risiko, Muskeln, Sehnen, Gefäße und Nerven bei dem Eingriff zu verletzen, beträchtlich vermindert. Prof. Dr. Zwingmann beschreibt die Vorteile: „Im Rahmen der Operation werden keine Muskeln durchtrennt und geschädigt. Dies führt unter anderem zu einer schnelleren Rehabilitation. Auch sind in der Regel keine Bluttransfusionen notwendig, da der Blutverlust nur noch marginal ist. Die Patienten haben deutlich geringere postoperative Schmerzen, kleinere Narben und einen kürzeren Krankenhausaufenthalt. Die Nachbehandlung und Rückkehr in den Alltag verlaufen deutlich schneller.“ Durch einen speziellen Tisch, den „Rotex- Table“, optimiert die OSK ihre technische Ausstattung des EK als einem modern aufgestellten Zentrum minimalinvasiver Chirurgie. Bei dem Tisch handelt es sich um eine elektrisch bedienbare Lagerungshilfe für hüftarthroskopische, hüftendoprothetische und traumatologische Eingriffe. Damit wird die neue minimalinvasive OP-Methode technisch möglich. Das Besondere an dem Gerät ist, dass ein Operateur die Beinposition eigenständig justieren kann. Zu- Das OP-Team am speziellen Tisch für minimalinvasive Hüftprothesen (von links): Anne Scholz (OP-Koordination), Prof. Dr. Jörn Zwingmann (Chefarzt), Raymund Bay (Leitender Oberarzt), Julia Dammenmiller, Stefanie Hallmann und Manuela Dorner (Operationstechnische Assistentinnen). Bild: Oberschwabenklinik dem erhält er ein Feedback über die Gewebespannungen. „Das System ist ein wichtiger technischer Baustein zur Umsetzung des neuen Zugangs und damit in der minimalinvasiven und schonenden Behandlung unserer Patienten“, betont Prof. Zwingmann. „Davon profitieren alle Patienten, bei denen wir durch die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes, der Hüftendoprothese, die Lebensqualität deutlich steigern können.“ Der minimalinvasive Zugang wird jedoch nicht nur bei geplanten Operationen praktiziert. Darüber hinaus werden auch Patienten mit dieser Methode operiert, welche zum Beispiel wegen eines gebrochenen Schenkelhalses als Notfälle ins Klinikum kommen. „Diese Methode entspricht perfekt den Erfordernissen der modernen Medizin“, sagt der Leitende Oberarzt Raymund Bay, der als Hauptoperateur am zertifizierten Endoprothetikzentrum der OSK auch auf die Implantation von künstlichen Gelenken spezialisiert ist. Mit dem speziellen Operationstisch und dem schonenden Operationszugang habe die Klinik überregionale Bedeutung. Raymund Bay bezeichnet die Neuanschaffung als „weitere Investition in das Wohl der Patienten“. Das EK stehe seit jeher für hohe Qualität in der Versorgung der Patienten. „Ich freue mich, einmal mehr gemeinsam mit meinem Team einen Beitrag zur hohen Qualität der Patientenversorgung mit der minimalinvasiven Technik in der Hüftendoprothetik in der Region zu leisten“, so Prof. Dr. Jörn Zwingmann. ■ Kontakt Ambulante Medizinische Versorgungszentren (mit Überweisung Hausarzt oder ohne Überweisung): Ravensburg, Telefon 0751 87-3990 Wangen, Telefon 07522 96-3033 Isny, Telefon 07562 73241 Endoprothetikzentrum (mit Überweisung): St. Elisabethen-Klinikum, Ravensburg, Telefon 0751 87-2509 Westallgäu-Klinikum, Wangen, Telefon 07522 96-1241 Krankenhaus Bad Waldsee, Gelenkklinik Oberschwaben, Telefon 07524 997-241 www.oberschwabenklinik.de

Anzeige Oberschwabenklinik Wege gegen den Schmerz so vielfältig wie seine Ursachen Am Westallgäu-Klinikum in Wangen wird für jeden Patienten ein speziell auf ihn abgestimmtes Behandlungskonzept erstellt Schmerz kann viele Ursachen haben. Es wichtig, bei der Behandlung die individuellen Symptome der Krankheit zu erkennen. Körper, Seele und auch die Folgen von chronischem Schmerz sind zu behandeln. „Nicht von ungefähr spricht man heute über den Schmerz als einem bio-psycho-sozialen Problem“, sagt Dr. Stefan Locher, Leiter des Schmerzzentrums und Chefarzt der Klinik für Anästhesie am Westallgäu-Klinikum in Wangen. Für jeden Patienten wird ein speziell auf ihn abgestimmtes Behandlungskonzept erstellt. „Das geschieht gemeinsam mit dem Schmerzbetroffenen“, betont Dr. Locher. Rund zehn Millionen Menschen leiden in Deutschland unter chronischen Schmerzen. Jeder zweite von ihnen ist durch sein Leiden stark beeinträchtigt. Chronische Schmerzen können zu Veränderungen der Psyche führen. Betroffene ziehen sich zurück, meiden Kontakte, werden einsam. Schmerz kann körperlich zermürben und die Seele zerfressen. Die Patienten geraten in eine Spirale, Chefarzt Dr. Stefan Locher. Bild: Oberschwabenklinik die sich immer schneller nach unten dreht. „Spätestens jetzt sollten diese Menschen Kontakt zu einem erfahrenen Schmerztherapeuten suchen. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen“, sagt Helmut Beck, Oberarzt in Wangen. Oft lässt sich Schmerz durch eine Verletzung oder durch eine körperliche Fehlfunktion erklären. Führt die Ursachenforschung auf dieser Spur nicht weiter, steht oft eine psychosoziale Konfliktsituation in engem zeitlichem Zusammenhang mit dem Auftreten des Schmerzes. Kennzeichnend für das Schmerzzentrum ist deshalb die interdisziplinäre Ursachenforschung. Neben den Schmerztherapeuten kümmern sich Neurologen, Orthopäden und Psychologen um die Patienten. Mit den Pain Nurses Vesna Helf und Simone Barensteiner sind zwei speziell für die Betreuung von Schmerzpatienten ausgebildete Pflegekräften mit im Team. So vielfältig, wie sich Schmerzen äußern können, so vielschichtig muss die Therapie sein. Alle drei Dimensionen der Schmerzfolgen – die physische, die psychische und die soziale – sind im Blick. Es geht um eine Kombi-Strategie, die „multimodale Schmerztherapie“. „Multi bedeutet viel und modi steht für Arten – also viele Möglichkeiten, einen chronischen Schmerz zu behandeln“, erläutert Oberärztin Eva Huber. „Folglich gibt es auch kein Patentrezept für den Patienten.“ Medikamente oder Spritzen müssen nicht immer der richtige Weg sein. Deshalb beziehen die Schmerztherapeuten auch Psychsomatiker, Neurologen oder Physiotherapeuten in die Behandlung mit ein. „Ziel jeder Schmerztherapie ist es, die Schmerzen zu reduzieren, den Umgang mit dem Schmerz zu lernen und so für den Patienten eine bessere Lebensqualität zu erreichen“, fasst Eva Huber zusammen. Vor 25 Jahren gab es die Urkunde Die Betreuung von Patienten mit schweren akuten oder chronischen Schmerzen hat am Westallgäu-Klinikum in Wangen eine lange Tradition. Im Jahre 1995 sprach die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie dem Krankenhaus die Ankerkennung als Regionales Schmerzzentrum aus. Dies war sowohl ein Ausweis für die gebotene Qualität als auch ein entscheidender Punkt für die weitere Entwicklung des Zentrums. Als nächster Schritt erfolgte im Jahre 2004die Anerkennung als Teil des Regionalen Schmerzzentrums Ravensburg/Wangen. Unter der Leitung dieses Zentrums kooperieren die „Wangener“ mit der Schmerztherapie am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg sowie mit dem Zentrum für Psychiatrie. Heute ist das Schmerzzentrum Wangen mit 15 Betten das größte bettenführende Schmerzzentrum in ganz Baden-Württemberg. Die Wangener Schmerzmediziner versorgen aus einem weiten Einzugsgebiet pro Jahr rund 1900 Patienten, davon 400 stationär. ■ Kontakt Oberschwabenklinik Westallgäu-Klinikum Am Engelberg 29 88239 Wangen im Allgäu Telefon 07522 96-0 info@oberschwabenklinik.de www.oberschwabenklinik.de 27