Aufrufe
vor 7 Monaten

Isny Aktuell 25.11.2020

  • Text
  • Isny
  • November
  • Dezember
  • Menschen
  • Advent
  • Isnyer
  • Stadt
  • Kirche
  • Beuren
  • Kinder

Isny

Isny aktuell Isny aktuell 25. November 2020 12 Graffiti-Workshop Sprühen im Stephanuswerk Isny ISNY - „La vie est belle“- ein Freiraum für sprühende Ideen und bunte Gestaltung des Lebensraums - gefördert durch Aktion Mensch. Farbharmonie entsteht beim Graffiti-Workshop Von August bis Oktober 2020 wurde der ehemalige Partykeller des Bildungszentrums zum offenen Atelier und der Container des Beachvolleyballplatzes auf dem Gelände des Stephanuswerkes zur Leinwand für kreative Ideen. In Zusammenarbeit mit Dipl.-Kunsttherapeutin und freischaffender Künstlerin Lucia Thanner durften sich junge Erwachsene in Kalliographie, Schablonenarbeit und Graffiti-Kunst ausprobieren. Begleitet wurde dies vom Projektteam Melanie Brunold, Sarah Fehr und Jürgen Miller. Im Bildungszentrum Stephanuswerk Isny werden seit Juni 2019 im Rahmen des Careleaver-Projekts der Aktion Mensch 14 junge Menschen unterschiedlicher Abstammung vom Projektteam im Alltag begleitet. Durch die finanzielle Hilfe von Aktion Mensch und der Stadt Isny ist bezahlbarer Wohnraum und die so wichtige, nachhaltige Begleitung möglich, auch durch integrative und gemeinschaftsfördernde Projekte. So entstand aus individuellen Arbeiten auf Papier ein „großes Ganzes“ auf dem Container mit dem stark diskutierten Titel „la vie est belle“. Können wir unser Leben als „schön“ betiteln? Fragten sich die jungen Künstler und sie kamen zur gemeinsamen Erkenntnis, dass dies eine Frage der Perspektive sei. Die Kombination aus der leicht verständlichen Symbolsprache der Kunst und dem geschriebenen Wort in Arabisch und Französisch war wichtig für die Teilnehmer, die ihr Werk mit Stolz betrachteten. Auf der Vorderseite des Containers sieht man ein Volleyballspiel mit einem bunt zusammengestellten Publikum aus Fantasiefiguren und Menschen. Geht man hinter den Container, wird man von einer abstrakten Farbenwelt umhüllt. Ein großes Dankeschön geht an Schulzdruck Hubert Jäger GmbH für die Papierspende. Für Lucia Thanner war dies eine spannende Arbeit. „Junge Männer gingen schüchtern ihre ersten Schritte im Zeichnen und Sprühen und saßen am Ende des Projekts wild diskutierend vor der „abstrakten Malerei“ und wurden zu Profis der harmonischen Farb- und Formsprache.“ Foto: Lucia Thanner Namen geändert ISNY (sts) - „Wir haben einen neuen, eingetragenen Vereinsnamen: „Frauenselbsthilfe Krebs“ – das Wort ’nach’ ist weggefallen“, erläutert Monika Zehrlaut, Leiterin der Isnyer Ortsgruppe im bundesweiten Zusammenschluss von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen in der Bewältigung von Auswirkungen und Folgen einer Krebserkrankung. Und die übrigens ebenso Angehörige und Männer willkommen heißt. „Das Wort ’nach’ war irreführend – manche Menschen dachten, sie dürften nur kommen, wenn sie eine Erkrankung überstanden haben“, erklärt Zehrlaut die Umbenennung. Am Konzept der regelmäßigen Treffen, deren Anzahl 2020 pandemiebedingt allerdings deutlich reduziert werden musste, habe sich gleichwohl nichts geändert. Es geht um gegenseitiges Mutmachen und Informieren, um Austausch und Trost. Monika Zehrlaut Schmid Archivfoto: Walter Weitere Informationen zur Selbsthilfegruppe gibt es bei Monika Zehrlaut unter Telefonnummer 07562 / 93518 sowie bei Ingrid Beutelspacher unter Telefon 08383 / 922185. Schwanenstadtbummel Das Isnyer Wassertor trägt seinen Namen, weil es durch den Torbogen dereinst aus der Altstadt hinaus ging zum Wasser – zur Isnyer Ach, ihrem Quelltopf und weiteren der zahlreichen Weiher und Bachläufe. Nicht verwundern darf daher, dass Bewohner dieser Wasserflächen hin und wieder den umgekehrten Weg gehen – zwar nicht gerade durchs Wassertor hinein ins belebte Stadtzentrum. Doch zumindest die Richtung hatten diese beiden Schwäne eingeschlagen, als SZ-Leserin Elke Rudhart sie jüngst beim abendlichen Stadtbummel mit der Kamera erwischt hat. Foto: Elke Rudhart

13 Isny aktuell 25. November 2020 Isny aktuell Projektwoche der Grundschule am Rain macht Literatur erlebbar ISNY (dk) – Eine ganze Woche im Zeichen der Baden-Württembergischen Literaturtage: Vom 2. bis 6. November drehte sich an der Isnyer Grundschule am Rain alles um das Motto „Rund ums Buch“. Im Rahmen der Projekttage lauschten die Schüler*innen Lesungen, lernten Autor*innen kennen und ließen zahlreiche Geschichten auf unterschiedlichste Art und Weise lebendig werden. Literatur in unzähligen Facetten – das boten in den vergangenen Wochen nicht nur die Landesliteraturtage in Isny, Leutkirch und Wangen, sondern auch die eigens dafür angesetzte Projektwoche der Grundschule am Rain, die trotz der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durchgeführt werden konnte. Abgesagt werden musste allerdings der ursprünglich geplante Tag der Offenen Tür. Ob lesen, erzählen, schreiben, illustrieren, basteln oder spielen – jede Klasse beschäftigte sich intensiv mit einem Buch oder einer Erzählung. Mithilfe vielfältiger Angebote und Herangehensweisen gelang es so, Verbindungen zwischen den fiktiven Geschichten und der Lebenswelt der Schüler*innen zu schaffen. Von Elmar und Frederick In Klasse 2b drehte sich beispielsweise alles um „Elmar, den bunten Elefanten“ von David McKee: Die Kinder stellten verschiedene Arbeitsblätter zu einem eigenen Elmar-Buch zusammen. Aus Toilettenpapierrollen entstand ein Stifte-Butler in Elefantenform, eine Stofftasche wurde mit Elmar bedruckt. Klasse 2d lernte Frederick und seine Mäusefamilie kennen. Die Schüler*innen erweckten das Elmar, der bunte Elefant stand im Fokus der Projektwoche in Klasse 2b. Foto: Brigitta Scheel bekannte Kinderbuch von Leo Lionni mittels Kamishibai (bildgestütztes Erzähltheater) zum Leben, gestalteten in Gruppenarbeit Plakate und stempelten sich den kleinen Mäusefreund als Erinnerung ebenfalls auf eine Baumwolltasche. Bereits seit Jahren begleitet die Schulsozialarbeit die ersten Klassen mit einem Erzähltheater in drei Teilen. Im Mittelpunkt steht eine ganz besondere Figur: Prinz Edmont, der sich in einem Schloss, in dem alle abgeschafft sind, auf die Suche nach Essen begibt. Begeistert tauchten die Kinder in die Geschichte ein, erfuhren dabei viel über den Umgang mit eigenen Gefühlen und denen anderer Menschen sowie das Lösen von Problemen. Auch die Schüler*innen der dritten Klasse beschäftigten sich mit Prinz Edmont und gestalteten ihr eigenes Buch mit zahlreichen Bildern: „Prinz Edmont hat’s geschafft!“. Theater, Lesungen und Autorenbegegnung Ein Lesetheater nach dem Taschenbuch „Die kleinen Wilden“ von Jackie Niebisch stand für Klasse 4d auf dem Programm: Bis zur Aufführung – leider ohne Publikum, dafür aber vor der Kamera – am Ende der Projektwoche übten die Kinder eifrig ihre Rollen, studierten passende Geräusche ein und gestalteten Masken, Kostümen sowie die erforderlichen Requisiten. Klasse 4b begab sich auf die Spuren der Gebrüder Grimm: Als Märchenexpertin und -erzählerin war Elfriede Jaschik zu Gast. Beim selbstgebastelten Märchen- und Schattentheater ließen die Kinder die Figuren lebendig werden, ein Erzähltheater (Kamishibai) entführte die Mädchen und Jungen in die Wunderwelt aus 1001 Nacht. Über den Besuch der Isnyer Autorin und Künstlerin Ute Hertfelder durfte sich die Klasse 3a freuen. Im Gepäck hatte sie nicht nur elf Originalbilder aus ihrem Bilderbuch „Der Kater mit den langen Beinen“, sondern auch ein Buch mit persönlicher Widmung für jedes Kind. Nach der Lesung setzten sich die Drittklässler fantasievoll mit der Geschichte vom gehänselten Kater Mikado auseinander, malten eigene Bilder mit Zuckerkreide und arbeiteten in der Schreibwerkstatt an Parallelgeschichten von vier anderen Bauernhoftieren, die ebenfalls ausgelacht werden. Zum Abschluss der Projektwoche entstanden aus vielen einzelnen Fotos vier kleine Filme zu den Geschichten. Am 9. November fand im Anschluss an die schulinternen Projekttage für die Klassen 3b und 4a noch eine Lesung zu Herburgers „Birne Büchern“ statt. Zu Gast waren Brigitte Blaschko und die Leiterin der Isnyer Museen, Ute Seibold, die die Geschichte „Birne im Museum“ aus dem Buch „Birne brennt durch“ des Isnyer Autors vorlas. Bereits im Rahmen der Projektwoche hatten die Kinder einige Erzählungen rund um die fliegende und sprechende Glühbirne kennengelernt und überreichten nun stolz ihre selbst erfundenen Birne-Geschichten als Comic- Version. Zusätzliche Infos zur Projektwoche an der Grundschule am Rain bietet der schuleigene Blog unter www.gs-amrain-isny.de/blog. Weitere Rück- und Einblicke zu den Baden- Württembergischen Literaturtagen gibt es auch unter www.bwlt2020.de. Im Kreuzthal brennen viele Lichter und Kerzen EISENBACH/KREUZTHAL (cno) – Eine Idee und zwei Initiatoren, Flyer in jedem Briefkasten und Idealismus – so entstand die Aktion „Kreuzthal leuchtet“ am Abend des Freitags, des Dreizehnten. Sogar „Länderübergreifend“, denn die Bürger von Eisenbach (Teilort Rohrdorf) und Kreuzthal (Gemeinde Buchenberg) waren sich natürlich einig und fanden die Idee toll. Tatsächlich sah man viele und vielerlei Lichtquellen, wenn man durch die beiden Ortsteile, diesseits und jenseits der Eschach wanderte. Klassische Laternen, selbstgebastelte Lampions, ein Tisch mit Wind- oder Teelichtern, eine Kerze im Kürbis oder eine bunte Lichterkette. Eine Hauswand voller Laserstrahlen, eine Hauswand mit dem Vor dem Haus Tanne leuchteten Teelichter in Herzform und an einem Tisch gab es eine Hefe-Martinsgans zum Mitnehmen, für alle, die den Lichterzauber im Kreuzthal genossen. Foto: Franz Renner Heiligen St. Martin im Spotlicht, eine Haustüre mit Stufen voller Kerzen und Laternen oder einfach eine Lampe hinterm Fenster – so vielfältig waren die Ideen der Bewohner. Martinsgänse to go Vor dem Haus Tanne war ein großes Herz mit Kerzen im Glas aufgestellt, zudem ein Tisch mit Gaben an der Straße. Denn: Christoph Eisele hatte 120 kleine Martinsgänse aus Hefe gebacken, eingetütet und jeder konnte sich eine Gans aus dem Korb nehmen. Was für eine schöne Überraschung für alle, die sich an diesem schönen, sternenklaren Abend auf den Weg durchs Dorf gemacht haben. Neben den Kerzen leuchteten vor allem die Kinderaugen.