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Isny Aktuell 24.03.2021

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Isny aktuell Isny aktuell 24. März 2021 12 Junge Naturforschende ausgezeichnet ISNY - Vieles musste im letzten Jahr coronabedingt ausfallen – der Naturtagebuch-Landeswettbewerb der BUNDjugend Baden-Württemberg gehörte nicht dazu. Schon zum 28. Mal waren Kinder zwischen acht und zwölf Jahren dazu aufgerufen, die Natur in ihrer Umgebunggenau unter die Lupe zu nehmen und so zu jungen Naturforschern zu werden. Die Ergebnisse ihrer Forschung halten die Kinder in einem Naturtagebuch fest, mit dem sie dann am Wettbewerb teilnehmen. Die eingereichten Tagebücher beschäftigen sich in diesem Jahr zum Beispiel mit dem Leben in und um heimischen Gewässern, mit der Lebensweise der Gallischen Feldwespe oder mit verschiedenen Kompostiermethoden. Insgesamt erhalten 49 Kinder im Einzel-, Gruppen- und Klassenwettbewerb einen ersten Preis. Aus Gründen des Infektionsschutzes findet keine Preisverleihung statt, weshalb die Gewinner ihre Preise per Post erhielten. Über 700 Kinder haben bei der 28. Ausgabe des Naturtagebuch-Landeswettbewerb der BUNDjugend Baden-Württemberg aktiv mitgemacht. Für viele Kinder ist das intensive Beobachten, Erforschen und Dokumentieren von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen etwas besonders Faszinierendes. In Zeiten von Homeschooling ist es zudem ein wichtiger Gegenpol zu den vielen digitalen Angeboten. Zwei Erstplatzierungen aus Isny Isny kann sich in diesem Jahr über zwei Erstplatzierungen freuen: Philipp Wolf, 11 Jahre alt, hat mit seinem Naturtagebuch zum Walnussbaum einen ersten Platz im Einzelwettbewerb belegt. Und im Gruppenwettbewerb waren Mirja Schättiger (8) und Greta Hege (9) erfolgreich: Mit ihrem gemeinsamen Naturtagebuch, in dem sie sich mit verschiedenen Gewässern in Isny beschäftigen, holten sie sich ebenfalls einen ersten Platz. Der Walnussbaum hat es Philipp Wolf besonders angetan: Er beobachtete ihn ganz genau, dokumentierte, welche Vögel wann in ihm unterwegs sind, beschrieb den Vorgang, wie ein Eichhörnchen eine Walnuss knackt, und reicherte das alles mit tollen Fotos und Zeichnungen an. In einem Experiment fand er heraus, wie lange es dauert, bis aus einer eingepflanzten Walnuss ein neues Bäumchen wächst. Philipp Wolf (11) sowie Greta Hege (9) und Mirja Schättiger (8) aus Isny erreichen im Naturtagebuch-Landeswettbewerb der BUNDjugend Baden-Württemberg je einen ersten Platz. Mirja Schättiger (8 Jahre) und Greta Hege (9 Jahre) Maskottchen Manfred Mistkäfer freut sich über die vielen Einsendungen Foto: BUND haben für ihr Naturtagebuch, passend zum Jahresthema „Gewässer – von der Quelle bis zum Meer“, zwei Weiher und einen Bach am Stadtrand von Isny erforscht. Sie dokumentierten über fast ein Jahr hinweg die Veränderungen an den dort wachsenden Pflanzen, sie beobachteten die Entwicklungsphasen von Froschlaich, und sie veranstalteten mit ihren Familien eine Müllsammelaktion. „Echte Umweltschützerinnen!“, lobt die Jury die beiden Mädchen und verleiht ihnen einen ersten Platz im Gruppenwettbewerb. Denn, so haben es auch Mirja und Greta geschrieben: „Trotz Corona ist es gut geworden.“ Auch die promovierte Biologin und Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg, Brigitte Dahlbender, ist begeistert über die Ergebnisse der Kinder: „Tausende Naturtagebücher sind seit dem Start 1993 entstanden. Die Kinder kommen früh und intensiv mit der Natur in Berührung. Das macht sie später als Erwachsene zu verantwortungsvollen Naturschützern. Die BUNDjugend Baden- Württemberg leistet somit einen immens wichtigen Beitrag für die Umweltbildung und den Naturschutz in unserem Land.“ Kinder raus in die Natur – nicht trotz, sondern gerade wegen Corona Die Leiterin des Naturtagebuchs, Ladi Oblak ist sich sicher: „2020 war für alle, aber ganz besonders für Kinder ein hartes Jahr. Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade jetzt, wo Kinder noch mehr Zeit mit digitalen Geräten verbringen, das unmittelbare Naturerleben wichtiger ist denn je. Das bestätigen uns auch Zuschriften von Eltern und Lehrern. Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, dass uns dieses Jahr noch mehr tolle Tagebücher erreicht haben als zuvor.“ Der Einsendeschluss für den Wettbewerb 2021 ist der 31. Oktober 2021. Zwei Landwirte starten Umweltprojekt – jeder kann mitmachen ISNY - Bauern sind zukunftsorientiert, denken wirtschaftlich und handeln umweltbewusst. Wenn sie Bernd Böck und Klaus Halder heißen, ist es damit aber nicht getan: Die beiden Landwirte aus Isny wollen auch andere für aktiven Umweltschutz begeistern – und stellen dazu eine Ackerfläche zur Verfügung. Statt Mais werden darauf im Sommer Wildblumen und Gräser für Bienen und andere Insekten wachsen. Mit ihrer Bestäubungsarbeit sind Bienen und Hummeln für die Kulturlandschaft unermesslich wichtig. Sie finden aber immer weniger geeignete Lebensräume. Beim Projekt „Unsere Bienenwiese“ können alle Naturbegeisterte aktiv werden und Patenschaften für das rettende Grün übernehmen. Je Quadratmeter „Bienenwiese“ kostet das Sponsoring fünf Euro. Davon gehen zwei Euro als Spende an eine gemeinnützige Organisation wie das Kinderhospiz Allgäu e. V. Drei Euro verbleiben bei den Organisatoren für Saatgut und Bewirtschaftung. Obendrein versprechen Böck und Halder, die so bis zum Muttertag am 9. Mai gesponserte Blumenwiese aus eigener Tasche zu verdoppeln, wenn bis Bernd Böck und Klaus Halder auf dem ehemaligen Maisacker. Foto: Keybach dahin mindestens ein Hektar Fläche über Paten zusammengekommen ist. Jetzt sind Privatpersonen, Schulen, Vereine und Firmen gefragt: Wer mindestens 200 Quadratmeter Blumenwiese sponsert, darf sogar seine eigene Werbung ins bienenfreundliche Grün stellen. Gestartet ist die Aktion zum kalendarischen Frühlingsbeginn am 21. März. Seither kann man auf der Internetseite www.unsere-bienenwiese.de sein Sponsoring direkt buchen und auch online bezahlen. Wer eine Patenschaft übernimmt, kann sich direkt eine Urkunde dazu ausdrucken und auch selbst bestimmen, an welche der vorgestellten Organisationen sein Spendenanteil fließen soll. Barzahlung ist auf dem Sennhof der Familie Halder in Isny möglich. Im Sommer wird dann an der L 318 zwischen dem Kreisverkehr der B 12 und dem Abzweig nach Kleinhaslach eine blühende Blumenwiese Wanderer, Radfahrer, Autofahrer und Bienen gleichermaßen erfreuen. Damit auch entfernter wohnende Wiesenpaten etwas von ihrer guten Tat haben, werden immer wieder Aufnahmen von der Blütenpracht ins Internet gestellt. Auch wenn dann noch lange nicht alles verblüht sein wird – am 3. Oktober wird es für alle Blüh-Paten eine kleine Feier an der Bienenwiese geben, mit Honig und anderen Erzeugnissen, die dem emsigen Treiben der Insekten zu verdanken sind. Wie wirtschaftlich bedeutsam die heimischen Insekten für unsere Kulturlandschaft und unsere Nahrungsmittel sind, haben Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart errechnet: Rund 3,8 Milliarden Euro müssten Erzeuger und Verbraucher in Deutschland Jahr für Jahr zusätzlich aufbringen, wenn Bienen, Hummeln und Co. für die Bestäubung der Pflanzen ausfallen würden. Damit es soweit nicht kommt, wollen die beiden Isnyer mit ihrem Crowdfunding auch Perspektiven für andere Landwirte aufzeigen. Dass der Verzicht auf den Maisanbau ein Verlustgeschäft werden könnte, fürchten sie nicht. „Wir sind sicher, dass sich viele umweltbewusste und naturliebende Allgäuer und Allgäu- Fans Paten für ein Stück Blumenwiese sein wollen. Mit nur fünf Euro ist schließlich jeder dabei“. Sie haben sich bewusst gegen eine Förderung des Projektes entschieden und möchten zeigen, dass eine direkte Kooperation zwischen Landwirten und Verbrauchern der beste Weg ist, gemeinsame Ziele zu erreichen. Mehr Infos unter www.unsere-bienenwiese.de sowie bei den beiden Organisatoren Klaus Halder und Bernd Böck, Tel. 0175 2970249, info@unsere-bienenwiese.de.

13 Isny aktuell 24. März 2021 Isny aktuell Neues Design, gleiche Qualität: Das Isnyer Tafelwasser ISNY – Seit kurzem ist das „Isnyer Tafelwasser“ der Brauerei Stolz in neuer Aufmachung erhältlich. In der 0,33 Liter Flasche, im Isny Design und mit gleichbleibender Qualität soll es ein Aushängeschild für die Stadt sein. Das Isnyer Tafelwasser wird seit über 30 Jahren von der Brauerei Stolz abgefüllt. Das reine, unbehandelte Stadtwasser, das nur mit Kohlensäure versetzt wird, ist sowohl bei Privatleuten als auch bei Gastronomie und Unternehmen in Isny und Neue Flasche, neues Etikett, gleiche Qualität. Katrin Mechler (links), Johannes Stolz (Mitte) und Hans Stolz (rechts) präsentieren das Isnyer Tafelwasser im neuen Design. Fotos: IMG/Brockhoff der Region beliebt. Gute Gründe für die Isny Marketing GmbH (IMG) das Wasser in die Palette der Isny Produkte aufzunehmen und ihm einen Isny-typischen Anstrich zu verleihen. „Lokal produziert und von hoher Qualität ist das Isnyer Tafelwasser schon lange eine Art Aushängeschild für Isny“, erklärt Katrin Mechler vom Büro für Stadtmarketing der IMG, die mit der Idee eines neuen Designs auf die Brauerei zugegangen ist. „Deswegen war es für uns so interessant, das Wasser nun auch äußerlich dem Isny Design anzupassen, um überall dort, wo es getrunken und angeboten wird, ein Stück Isny zu platzieren.“ Bereits Anfang 2020 verständigte sich die IMG mit der Brauerei auf die Neugestaltung des Etiketts. „Wir waren von der Idee begeistert, dass aus dem Wasser ein richtiges Isny Produkt werden würde“, freuen sich Hans und Johannes Stolz, die die Isnyer Brauerei gemeinsam führen. Erhältlich sollte das neue Tafelwasser eigentlich bereits zum Kinderfest im letzten Jahr sein, da man es den Isnyern beim 400-jährigen Jubiläum vorstellen wollte. Corona habe dem jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Nachdem das neue Etikett Ende 2020 dann fertig war und wir bereits mit der Abfüllung des Wassers in die neuen Flaschen begonnen haben, haben wir gemeinsam mit der IMG entschieden, mit dem Verkaufsstart nicht mehr länger zu warten“, erklärt Johannes Stolz. Seit Februar ist das Isnyer Tafelwasser nun in der 0,33 Liter Flasche in neuer Erscheinung bei der Brauerei Stolz erhältlich. Schwarz-weiß, klar und kantig Die Gestaltung des neuen Etiketts folgt dem weiterentwickelten Corporate Design der Stadt, mit dem die IMG ein einheitliches, typisches und unverwechselbares Bild der Stadt schaffen will: angelehnt an das von Otl Aicher für Isny geschaffene Erscheinungsbild, in schwarz-weiß, reduziert und mit klarer Struktur unterscheidet sich das neue Etikett deutlich vom bisherigen. Die neuen Flaschen sind außerdem eleganter als die bisherige eher bauchige Form der Halbliterflaschen. „Durch die Anwendung des Corporate Designs bei Isny-typischen Produkten, bei Werbemitteln und Marketinginstrumenten generell wollen wir Berührungspunkte mit Isny schaffen und Bürgern wie Gästen ein Gefühl für die Einheitlichkeit der Stadt vermitteln“, erklärt Mechler. Teil dessen sei nun auch das Tafelwasser. Angesprochen das Wasser zu bestellen und anzubieten, sind insbesondere Isnyer Firmen, Gastronomiebetriebe und Gastgeber. Als Ergänzung auf Getränkekarten, als Erfrischung in Konferenz- und Besprechungsräumen und als Angebot in Mini-Bars lasse sich mit dem Wasser bei Mitarbeitern, Partnern, Bürgern und Gästen ein positiver Überraschungseffekt erzielen, hofft Mechler. Das neue Isnyer Tafelwasser kann direkt bei der Brauerei Stolz bestellt werden: www.brauerei-stolz.de / Mail: info@stolz-isny.de / Tel: 07562 – 971130 THW sucht Freiwillige ISNY (sz) - Das Technische Hilfswerk (THW) sucht für das kommende Bundesfreiwilligendienstjahr ab 15. September Menschen jeden Alters. Das geht aus einer Pressemitteilung der Regionalstelle Biberach hervor: Egal ob Schulabsolventen, Menschen mitten im Leben, die sich neu orientieren möchten, oder Ruheständler – jeder könne beim THW etwas Neues kennenlernen und seine Erfahrungen mit einbringen. Die Freiwilligen werden in der Regionalstelle Biberach oder in einem der zehn Ortsverbände eingesetzt. Einer davon ist in Wangen beheimatet. Einsatzmöglichkeiten sind die Logistik, die Fahrzeugtechnik oder der Verwaltungsbereich. Das THW sei so vielfältig wie seine rund 80 000 ehrenamtlichen Helfer, die von Bundesfreiwilligendienstlern unterstützt werden, deren Jahr im THW eine abwechslungsreiche und sinnvolle Tätigkeit bedeute, eine spannende und lehrreiche Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen sowie die Möglichkeit, an verschiedenen Seminaren und Schulungen teilzunehmen und die THW-Grundausbildung zu durchlaufen. Die Interessierten sind bei einer Aufnahme sozialversichert, erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von zurzeit 452 Euro inklusive einen Verpflegungszuschuss und haben einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen. Wer weitere Fragen hat oder Informationen braucht, kann sich an die THW-Regionalstelle in Biberach per E-Mail wenden: poststelle.rst_biberach@thw.de Weltladen unterstützt Projekte ISNY - Im vergangenen Jahr hatten die Weltläden die Möglichkeit, den Mehrwertsteuer-Nachlass (Fairwertsteuer) nicht an die Kunden weiter zu geben, sondern ausgewählten Projekten zu Gute kommen zu lassen. Der Weltladen Isny hat den Fairwertsteuerbetrag von 450 Euro auf 600 Euro erhöht und an „Solomons’ Haven“, (ein sicherer Hafen) für missbrauchte und misshandelte Kinder in Kapstadt, im Stadteil Mitchell’s Plain, gespendet. „Solomons’ Haven“ ist eine Initiative der Familie Maria und Alec Solomons, die auf ihr eigenes Haus einen 2. Stock aufgesetzt haben, damit mehr Kinder Platz haben (insgesamt 21). Allen Kindern wollen sie ein Zuhause geben, Vertrauen und Sicherheit aufbauen, mit dem Ziel, einen Schulabschluss und möglichst auch eine Berufsausbildung machen zu können. Seit einigen Jahren gibt es eine Zusatzaufgabe, die in Corona-Zeiten von ganz besonderer Bedeutung ist: die Arbeit mit Senioren in der Form des Angebots einer Suppenküche und mit Schülern, die ein Frühstück bekommen. Dies wird im Auftrag der Stadt und mit Hilfe von Sponsoren durch geführt. Täglich werden Lebensmittel bei Supermärkten eingesammelt. Für die Einzelnen, die registriert sind, werden Tüten mit Namen hergerichtet. Über 200 stehen auf der Liste und es kommen immer neue Leute dazu. Die Zeit der absoluten Ausgangsperre ist sehr schwierig. Die engen Wohnverhältnisse ohne Schule sind sehr belastend. Dazu kommen Ängste durch Corona-Erkrankungen, Schießereien mit Verletzten in der Straße, Signale zunehmender Kriminalität. Die Spende des Weltladens Isny ist ein Zeichen der Hoffnung in der finanziell stark angespannten Situation in „Solomons’Haven“, so Luise Unfried.