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Isny Aktuell 11.12.2019

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Amtsblatt

Amtsblatt Isny Isny aktuell 11. Dezember 2019 6 AmtlicheBekanntmachung IsnyRundschau Vier Gäste aus Sotkamo besuchen Isny Sotkamos Bürgermeister Mika Kilpeläinen (zweiter von links) ist mit (von links) Merja Ojalammi (Bildungsdirektorin), Hauptamtsleiter Sakari Seppänen und Tourismus-Managerin Kaisu Väänänen nach Isny gekommen. Die Partnerschaft zwischen der finnischen Stadt und Isny soll wiederbelebt werden. Unter anderem das Hackschnitzelheizwerk, ein Treffen mit Isnyer Schulleitern sowie ein Besuch der Tourist Information stand auf dem Programm. Eine Stadtführung und der Besuch der Schlossweihnacht waren obligatorisch. Text und Bild: Stadt Isny/Rau Isny tritt „Bündnis Landkreis Ravensburg Nazifrei“ bei ISNY - Alle vier Fraktionen des Gemeinderats der Stadt Isny, Freie Wähler, CDU, SPD und Bündnis90/die Grünen der Stadt Isny haben den Beitritt der Stadt zum „Bündnis Landkreis Ravensburg Nazifrei“ beantragt und mit der Stimme von Bürgermeister Rainer Magenreuter einstimmig in der Gemeinderatssitzung am 2. Dezember beschlossen. Gemeinsam mit den Ortsvorstehern und den Ortschaftsräten der Isnyer Ortschaften erklären sie: „Allen antidemokratischen Bestrebungen, insbesondere rassistischen, antisemitischen, nationalistischen, rechtsradikalen oder autoritär-intoleranten Einflussnahmen muss entschieden entgegengetreten werden. Insbesondere müssen entsprechende Gewalttaten und Übergriffe, sowie Rückzugsräume von der gesamten Gesellschaft verhindert und geächtet werden. Unsere Jugend soll erfahren, wie wir uns alle gemeinsam erfolgreich für Demokratie, Toleranz und Menschenrechte einsetzen können.“

7 Isny aktuell 11. Dezember 2019 Amtsblatt Isny Spurenstoffe beschäftigen den WAV Stadt Isny (rau) – Spurenstoffe werden die Kläranlagen in Zukunft noch intensiv beschäftigen. Der Wasserund Abwasserverband Untere Argen (WAV) ließ sich von Michael Brandt, Sachgebietsleiter Abwasser- und Gewässerschutz beim Landratsamt, in die umfangreiche Thematik einführen. „Wir als Bodensee-Einleiter müssen uns sensibilisieren“, erklärte Berthold Abt, der technische Verbandsleiter des WAV, warum er Brandt zu diesem Vortrag eingeladen hat. Die Kläranlage Unterried leitet über die Argen in den Bodensee ein. Aber was sind Spurenstoffe? Sie umfassen laut Brandt tausende von Verbindungen und die meisten sind vom Menschen selbst produziert. Industriechemikalien, Flammschutzmittel, Schwermetalle, Chlorierte Kohlenwasserstoffe, Arzneimittelwirkstoffe, Nahrungszusatzstoffe, Tenside und Weichmacher, Korrosionsschutzmittel, Pflanzenschutzmittel und Mikrokunststoffe. Und dann gibt es noch die Metabolite, sie entstehen, wenn diese Spurenstoffe untereinander reagieren und neue chemische Verbindungen eingehen. All diese Spurenstoffe werden beispielsweise im Bodenseewasser gefunden. Sie wirken sich auf Menschen und Tiere aus, machte der Fachmann klar, da lasse sich nichts wegdiskutieren. „Wir haben schon verweiblichte Fische und solche mit Leberschäden.“ Baden-Württemberg setze auf die Zwei- Säulen-Strategie: vermeiden und rausfiltern. Bei der Vermeidung gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten, es zählt auch das Konsumverhalten jedes Einzelnen. Das Bodenseeeinzugsgebiet ist besonders schützenswert, aufgrund seiner Funktion als Trinkwasserspeicher und wertvolles Ökosystem. In dem Gebiet befindet sich auch die Kläranlage in Unterried. Alle größeren Kläranlagen (mit mehr als 10.000 Einwohnergleichwerten (EW)) in diesem Bereich stehen im besonderen Fokus. Ziel ist es diese Anlagen mit einer Spurenstoffelimination auszustatten. Die Kläranlage des WAV in Unterried hat 40.000 EW. Derzeit setze das Ministerium „noch“ auf Freiwilligkeit. Brandt rät, nicht zu warten bis es Pflicht wird. „Bei Mikrokunststoffen sind wir dank der eingebauten Sandfilter schon gut aufgestellt“, betont Abt. Für die Elimination der meisten Spurenstoffe kommen drei Verfahren in Frage: oxidativ (mit Ozon), adsorptiv mit Aktivkohle (zwei Varianten) oder physikalisch (durch Ultrafiltration). Alle Verfahren haben Vor- und Nachteile, teuer sind sie allemal. Bisher gibt es vom Land pauschal 20 Prozent Förderung der Herstellungskosten, bei höheren Gebühren kann das bis zu 80 Prozent gehen. Das Kompetenzzentrum Spurenstoffe BW hat ermittelt, dass bei den Anlagen die bereits Spurenstoffelimination betreiben, die realen Kosten zu einer Erhöhung in der Größenordnung von 25 Cent/Kubikmeter der Abwassergebühr geführt haben. Je nach Verbrauch bedeutet das bis zu zehn Euro pro Person im Jahr. Hinzu kommt, dass der Energieverbrauch sehr hoch ist. Das ist etwas, was Bürgermeister Rainer Magenreuter umtreibt. „Diese Maßnahmen werden den Stromverbrauch, den wir in der Kläranlage optimiert haben, immens nach oben schnellen lassen. Das muss man in der gesamtökologischen Betrachtung einbeziehen.“ Grundsätzlich wisse man natürlich, dass Handlungsbedarf bestehe. Der WAV hat schon in der Vergangenheit Studien zu den Spurenstoffen in Auftrag gegeben. Aber es gibt neue Aspekte und neue Verfahrenstechnik, eine Neuauflage (Kosten ca. 10.000 Euro) wäre daher wünschenswert. „Damit wir für unsere Anlage wissen, woran wir sind“, sagte Abt. Das sahen auch die Verbandsräte so. Ski-AG: Grundschulkinder im Winter in Bewegung bringen Stadt Isny (rau) – Zum zweiten Mal startet Anfang Januar eine Ski-AG für Drittklässler an den Grundschulen in Isny und den Ortschaften. An der Felderhalde vermittelt Daniel Kremer den Kindern die Freude am Skifahren. Ein Skilift am Stadtrand, meist gute Schneeverhältnisse und ein sehr aktiver Wintersportverein – Isny bietet gute Voraussetzungen, um Kinder mit Wintersport vertraut zu machen. Aber nicht in allen Familien ist das Skifahren selbstverständlich. Die Grundschulen und der WSV Isny möchten gemeinsam das Skierlebnis für viele Kinder ermöglichen. Vergangenen Winter wurde auf Anregung des damaligen Grundschulrektors Harald Strittmatter die Ski-AG ins Leben gerufen. Die Stadt steht hinter diesem Angebot, weil es ein Anliegen ist, auch im Winter den Kindern ein Bewegungsangebot machen zu können, jene für Wintersport zu begeistern, die aus verschiedenen Gründen bisher keinen Zugang dazu hatten und nebenbei die Akzeptanz des Skilifts an der Felderhalde zu erhöhen. Kinder an den Wintersport heranzuführen liegt natürlich auch im Interesse des WSV, weshalb Maximilian Mechler und Daniel Kremer, beide Trainer beim WSV, ein Angebot ausgearbeitet haben. Ab der zweiten Januarwoche wird der Sportwissenschaftler und Skisprung- Trainer Daniel Kremer deshalb wieder 30 Kindern den Spaß am Wintersport vermitteln. Dafür ist er auf Minijob-Basis bei der Stadt angestellt. In zwei Gruppen wird an zwei Tagen pro Woche an der Felderhalde das Skifahren geübt. Voriges Die Kinder hatten in der Ski-AG vorigen Winter viel Spaß. Jahr war die Ski-AG ausgebucht und für die Kinder ein rundum gutes Erlebnis. „Da hat nie einer geheult und am Ende der Stunde sind sie immer mit einem Grinsen im Gesicht heim gegangen“, erinnert sich Kremer. Ziel sei nicht die Leistung, sondern Spaß haben und sich sicher auf Skiern bewegen zu können. Dazu gehört frei fahren und auch mal über eine kleine Schanze springen. Kremer hat die Erfahrung gemacht, dass Kinder, die sich das am Anfang nicht vorstellen konnte, am Ende lachend drübergefahren sind. Foto: Kremer Voraussetzung für die Teilnahme an der AG ist, dass die Kinder schon Grundkenntnisse im Skifahren oder besser noch, ein Skikurs – beispielsweise in den Weihnachtsferien - besucht haben. Denn es funktioniert nur, wenn alle ein ähnliches Niveau haben, die Ski-AG soll keinen Skikurs ersetzen. Vereinsmitglieder des WSV sind nicht zugelassen. Die Drittklässler, die mitmachen möchten, brauchen ansonsten nichts außer warmer Winterkleidung. Der einmalige Beitrag von 40 Euro beinhaltet das Skitraining, die Liftkarte und die komplette Ausrüstung (Skier, Stöcke, Helm und Schuhe), sofern das nicht vorhanden ist. Für Kinder aus Familien mit Isny-Pass (Sozialpass) ist die Ski-AG mit allem Drum und Dran umsonst. Damit möglichst viele Kinder die Chance haben, mitzumachen, unterstützen die Kooperationspartner der Familien-Lifte Isny, die Schnee Sport Schule, der WSV, sowie Outdoor und Sport als Ausrüster diese Ski-AG, teils mit Geldspenden. Kinder, die zur Ski-AG angemeldet sind, bekommen bei Skikursen von der Schnee Sport Schule vergünstigte Konditionen und einen garantierten Platz im Skikurs und für Kinder mit Sozialpass, ist der Skikurs sogar kostenlos. Bei der Ski-AG im letzten Winter gab es Kinder, deren Eltern nicht sicher waren, ob sie durchhalten. Aber diese Kinder wurden von Stunde zu Stunde besser und hatten immer mehr Freude am Skifahren, erinnert sich Kremer. Andere Kinder, die anfangs die Ausrüstung geliehen hatten, kamen beim dritten Mal schon mit der eigenen Ausrüstung. Besonders freut Kremer, dass sich bald schon Kinder selbst nachmittags zum Skifahren verabredet haben. „So haben wir uns das vorgestellt, dass die Ski-AG die Lust am Skifahren aber auch am Draußensein im Winter weckt“, sagt Maximilian Mechler. Die Ski-AG ist ab der zweiten bis zur elften Kalenderwoche immer montags und dienstags, in zwei Gruppen, jeweils von 14 bis 16 Uhr. Jede Gruppe hat 15 Teilnehmer. Die Eltern werden über die Schulen informiert, über die Schulen erfolgt auch die Anmeldung.