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Isny Aktuell 09.02.2022

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Isny

Isny aktuell Isny aktuell 9. Februar 2022 16 WSV Isny gibt Langlaufstadion nicht aus der Hand ISNY (WS) - „Auch wenn wir Leutkirch, Niederwangen und Vogt mit ins Boot geholt haben, gibt der WSV Isny sein Langlaufzentrum nicht aus der Hand“, ist Nico Rudhart, Jochen Morgenrot und Erhard Pferdt ganz wichtig zu betonen. Zumal von den anderen Vereinen niemand daran interessiert sei, die mit der Beschneiung verbundenen Arbeiten zu übernehmen. Rudhart ist gemeinsam mit Morgenrot von Seiten des Wintersportvereins Isny (WSV) ehrenamtlich zuständig für die Betreuung der Beschneiungstechnik, Pferdt ist von Seiten der Stadt zuständig für die Schneeverteilung mit dem Pistenbully und für die Loipenspurung. Das Grundproblem müsse man heute niemand mehr erklären, versuchen die drei WSV-Techniker klarzustellen. „Klimaerwärmung, jedes Jahr kürzere Winter mit immer weniger Schnee. In der Folge setzen sich Wintersportler ins Auto, fahren in höher gelegene Regionen - um dort festzustellen, dass Pisten und Loipen völlig überfüllt sind und ihr geliebter Skisport außerdem fast unbezahlbar geworden ist.“ Im Rückblick schildert Nico Rudhart: Um dem Langlaufsport in Isny mehr Sicherheit zu garantieren, habe der WSV vor fast zwanzig Jahren schon zwei Schneekanonen angeschafft – damals noch ziemliche Stromfresser. Um den Langlauf weiter zu sichern, finanzierte die Stadt 2020 zwei moderne, hocheffiziente, energiesparende Schneelanzen, auch um ausprobieren zu können, ob die Kunstschneeerzeugung mittels Lanzentechnik die Zukunft des Langlaufstadions weiter sichern könnte, sowohl für den Profi- als auch für den Breitensport. „Mit den Schneelanzen haben wir beste Erfahrungen gemacht, weil energiesparender und im Aktionsradius, einschließlich Anpassung an die häufig wechselnde Windrichtung, wesentlich flexibler. Man müsse sich vorstellen, erklärt Rudhart weiter: Am späten Nachmittag kommen rund 50 Isnyer Kinder im Grundschulalter zum Training, je 20 Kinder aus den anderen befreundeten Vereinen dazu, weil in Isny eine Infrastruktur mit WC, Parkplatz, Flutlicht und zumindest ein Minimum an künstlicher Beschneiung und beste Loipenpflege bereits gegeben ist. Der zur Verfügung stehende Trainingsraum werde durch den „Einfall“ von Langläufern jeden Alters aus der Region zu eng, von den vorgeschriebenen Coronaabständen schon gar nicht zu reden. Um mehr Raum zu gewinnen durch die Mitnutzung der Waldloipe, wäre es nötig, die vier Schneemaschinen ständig zu versetzen zu den bereits vorhandenen insgesamt neun Wasser- und Strom- Zapfstellen – es wäre eine nicht zu stemmende Arbeit, temperaturabhängig, tagsüber oder auch nachts. Individuelles Training sei in Pandemiezeiten zwar erlaubt gewesen, durch Trainer gestützte Gruppen zu schulen verboten. „Den Langlauftrainern aus den Vereinen ist 2020 die Zuschauerrolle geblieben – und die Zeit im Gespräch kreativ zu werden, wie sie miteinander den Standort Isny erweitern und zukunftsfähiger machen könnten. Die vier Vereine seien sich einig geworden, einen Förderverein zu gründen um gemeinsam Nico Rudhart an einer der zwei noch vorhandenen Schneekanone mit Blick über das Langlaufstadion. Fotos: Walter Schmid fünf weitere Schneelanzen anschaffen zu können, damit alle bereits vorhandenen neun Zapfstellen für Wasser und Strom gleichzeitig oder abwechselnd mit fest installierten Lanzen genutzt werden können, so dass die Loipenstrecke fast verdoppelt werden kann. Die Stadtverwaltung habe das Projekt sowohl ideell als auch praktisch unterstützt durch die Zusicherung des Wassers aus einer ehemaligen Quellenfassung und der Übernahme der Stromkosten. Der Schweizer Lanzenhersteller Bächler sei ihnen optimal entgegengekommen, habe ihnen für eine Testphase fünf Schneelanzen zur Verfügung gestellt. „Und seit Ende 2021 testen wir nun mit dem wenigen Naturschnee und insgesamt neuen Schneemaschinen beste Loipen hinzukriegen.“ Die eisigen Temperaturen würden allerdings wesentlich zum Erfolg beitragen. Um guten, langlebigen Kunstschnee zu erzeugen benötige man mindestens vier Minusgrade oder kälter. „Seit Tagen beschneien wir nachts einige Stunden im Stadion, tagsüber im Schatten der Waldloipe, die neuerdings zweispurig zu befahren ist. Am frühen Morgen verteile Erhard Pferd den Kunstschnee mit dem Bully und präpariere die Loipe weltmeisterlich, freut sich Nico Rudhart. Um Missverständnisse zu vermeiden, stellt er klar: „Es ging uns darum, für uns selber den Langlaufstandort Isny zu verbessern, aber auch anderen daran teil zugeben, damit wir miteinander ein qualitativ hochwertiges Training am gemeinsamen Stützpunkt für alle anbieten zu können. Breitensport und Profi-Sport. Wenn dann von 100 Kindern im Grundschulalter, als Jugendliche noch zehn übrig sind und einige davon mit besonderem Talent an die Spitze streben, an Nachwuchs-Wettbewerben teilnehmen Nico Rudhart an einer hochmodernen Schneelanze mit doppeltem Verteilerkopf in Aktion im Schatten des Waldes. und in den deutschen Langlaufkader aufgenommen werden, dann sind wir stolz.“ Rudhart, Morgenrot und Pferdt, die drei Techniker des Stadions, verweisen auf die Isnyer Aushängeschilder Friedrich Moch und Amalie Hoffmann, die genau diese Karriereentwicklung hinter sich haben. Genießen und auspowern auf Loipe und Winterwanderwegen in Weitnau Kalte Wintertage und viel Sonne lassen die Weitnauer Loipe und die meist parallel laufenden Winterwanderwege im besten Zustand präsentieren. Der Weitnauer Loipenwart Werner Lingg kann auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen. Mit dieser Erfahrung im Rücken hat er mit dem Tourismusbüro Weitnau die Loipenstrecken und Winterwanderwege optimiert und damit erlebnisreicher gestaltet. Werner Lingg wohnt direkt an der Loipe und hat dadurch die Spur immer im Blick. Die Langläufer und Wanderer finden im Weitnauer Tal noch die Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Keine Staus, keine überfüllten Parkplätze und keine dichtgedrängten Langläufer und Wanderer. Die Einstiege in die Skating- und Klassisch- Spur sowie zu den Winterwanderwegen befinden sich am Skilift Weitnau und in Moos am Wanderparkplatz. Das Widdumstüble unterhalb des Skilifts bietet bei Liftbetrieb und an den Wochenenden genügend sonnige Plätze zum Ausspannen und zur Einkehr an. Ob gemütliches Plaudern auf Langlaufskiern oder sportliche junge Väter, alle fühlen sich auf der Loipe und auf den Winterwanderwegen in Weitnau wohl. Foto: Tourismusbüro Weitnau

17 Isny aktuell 9. Februar 2022 Isny aktuell Stadtkapelle Isny mit neu gewähltem Vorstand ISNY - Auf die von Corona geprägten Jahre 2020/2021 blickte die Vorstandschaft der Stadtkapelle Isny in ihrer nachgeholten Jahreshauptversammlung mit gemischten Gefühlen zurück. Dies kam in den Berichten von Vorstandssprecher Martin Käser und Schriftführer Franz Biggel-Blaschko deutlich zum Ausdruck, denn so gut wie alle musikalischen Vorhaben und Auftrittsmöglichkeiten, darunter die Frühjahrs- und Herbstkonzerte, die Sommerabendkonzerte im Kurpark oder die Musikfahrten in die Partnerstädte Flawil und Street, fielen den Coronabeschränkungen bzw. Lockdowns zum Opfer. Wenigsten die Stadtjugendkapelle bei einem Sommerabendkonzert, sowie die Stadtkapelle mit einer kleinen Besetzung beim ‘Kinderfest to Go‘, konnten musikalische Akzente setzen. Auch Dirigent Thomas Herz war mit der musikalischen Auslastung nicht zufrieden, versuchte aber unter Wahrung der Coronaeinschränkungen den Probebetrieb weitestgehend zu ermöglichen. So wurden Proben im Freien, in kleinen Besetzungen oder gar online angeboten, um die Stadtkapelle weiterhin auf Spielniveau zu halten. Dem wurde auch Rechnung getragen mit einem eingespielten Die neu gewählte Vorstandschaft der Stadtkapelle (v.l.): Thomas Herz, Anja Denzel, Torsten Denninger, Sabine Ladner, Alisa Heutmann, Martin Käser, Romina Beschler, Roland Denzel, Susi Kleck, Franz Biggel-Blaschko Foto: Stadtkapelle und auf You Tube gestellten Marsch, gedacht als musikalischer Neujahrsgruß an die Isnyer. Sorgen bereitet Herz der Nachwuchs an Jungbläsern, zumal durch die Corona- Pandemie die Ausbildung in den Bläserklassen unterbrochen wurde. Mit Corona-Beeinträchtigungen war auch der Dirigent Markus Radigk konfrontiert. Mit gelegentlichen Auftritten kleiner Teilensembles oder einem Challenge-Wettbewerb hat er versucht, den Kontakt und die Spielbereitschaft bei seiner Stadtjugendkapelle aufrecht zu erhalten. Trotz erschwerter Bedingungen konnte er D-Kurse durchführen und somit die Ausbildung der Jungmusiker erfolgreich vorantreiben. Infolge geringerer Ausgaben im Abrechnungsjahr, und dank zusätzlicher Unterstützung seitens der Stadt Isny, konnte die aufwendige Restauration der Fahne gestemmt werden und Kassier Korbinian Riedle somit einen ordentlichen Kassenbericht mit einem Plusbetrag vorlegen. Die neu gewählte Vorsitzende des Fördervereins Anne Maier informierte über geleistete Unterstützungen und durchgeführte Aktionen, insbesondere über die Verkaufsaktion beim verkaufsoffenen Sonntag. Dem schloss sich ein Grußwort von Hauptamtsleiter Frank Reubold seitens der Stadtverwaltung Isny an. Er dankte dem Vorstandsteam und der gesamten Vorstandschaft für ihren ehrenamtlichen Einsatz und ihre Bemühungen, in schwierigen Zeiten die Stadtkapelle zusammenzuhalten. Bei den anstehenden Wahlen wurde das Vorstandsteam um Martin Käser, Torsten Denninger und Susi Kleck in ihrem Amt bestätigt. Ebenso Schriftführer Franz Biggel- Blaschko, Inventarverwalter Roland Denzel und Beisitzerin Romina Beschler. Verabschiedet wurden aus beruflichen und privaten Gründen Kassier Korbinian Riedle und Jugendleiterin Ilena Riedle, sowie Cornelia Ohmayer, die der Vorstandschaft seit vielen Jahren überaus zuverlässig in unterschiedlichen Funktionen angehörte und deshalb eine besondere Würdigung verdient hat. Ihnen folgen Sabine Ladner als neue Kassiererin, Alisa Heutmann als Notenwartin, Maren Franz als Jugendleiterin und Anja Denzel als Beisitzerin. 20 Jahre Solarstrom am Lukasreutehof ISNY - Die PV-Anlage der Isnyer Solarstom GbR am Lukasreutehof erreichte zum Jahreswechsel das Ende der EEG- Förderung (Erneuerbare Energie Gesetz) und wurde damit eine sogenannte Ü20 Anlage. Jetzt wird ihr Strom in der Käsküche verwendet. Mitte 2001 hat die Isnyer Solarstrom GbR die erste Bürger-Solaranlage auf dem Dach des Lukasreutehofs installiert. Mit über 27kW Leistung war sie damals die größte PV-Anlage und ein Pilotprojekt in Isny, das die 20 Gesellschafter der GbR finanziert haben. Der damals ausgearbeitete Gesellschafts- und Dachnutzungsvertrag waren Blaupausen für mehrere danach errichtete Bürgeranlagen in Isny, Leutkirch und in anderen Orten. Entsprechend der Bedeutung für den Einstieg in die Erneuerbaren Energien wurde die Inbetriebnahme gebührend gefeiert. Bürgermeister Behrning, Pfarrer Ringwald (die ev. Kirchengemeinde, Hospitalstiftung hat das Dach kostenlos zur Verfügung gestellt) und Walter Göppel als Vertreter des Landrates sprachen damals Grußworte und die Stadtkapelle spielte für die zahlreichen Besucher. Nun hat die Anlage seit Inbetriebnahme Freuen sich über die weitere sinnvolle Nutzung der PV-Anlage auf dem Lukasreutehof (von links) Gerhard Stricker, Alexander Diet, Ulrich Haggenmüller, Eckhard Berger. Foto: Käsküche 513 000 kWh Strom erzeugt, was dem Jahresverbrauch von ca. 150 Haushalten entspricht und damit der Umwelt etwa 300 t CO2 erspart. Der Gesetzgeber hat für die Ü20-Anlagen zwei Möglichkeiten für den Weiterbetrieb vorgesehen. Die Anlage wird einfach weiter betrieben und der Netzbetreiber nimmt den Strom wie bisher ab, allerdings zu dem deutlich niedrigeren und variablen Börsenstrompreis abzüglich der Stromvermarktungskosten. Die andere Möglichkeit wäre der Umbau auf Eigenversorgung eventuell mit Erweiterung um eine Speicherbatterie, um möglichst viel PV- Strom selbst zu verbrauchen. Der nicht selbst verbrauchte Strom wird zum Börsenpreis eingespeist. Da für die Solarstrom GbR beide Möglichkeiten wirtschaftlich und technisch nicht realisierbar waren, wurde beschlossen die Anlage zu einem symbolischen Preis an die benachbarte Käsküche zum Weiterbetrieb zu übergeben. Wie Geschäftsführer Alexander Diet ausführt, hat die Käserei gerade im Sommer zur Zeit des höchsten Solarertrages einen großen Strombedarf für die Kühlanlagen, der zu einem erheblichen Teil mit Solarstrom gedeckt werden kann. Die Beteiligten sehen dies aus ökologischer und ökonomischer Sicht als Ideallösung an, wird damit doch in der Käsküche nun noch umweltfreundlicher mit grünem Strom produziert. NTA Isny freut sich über Luftreiniger Ende des vergangenen Jahres schaffte die Naturwissenschaftlich-Technische Akademie Isny (NTA) insgesamt acht Luftreinigungsgeräte an. „Hauptsächlich laufen sie in unseren Theorie- Lehrräumen“, wie Gesamtschulleiter Kurt Grillenberger in einer Pressemitteilung berichtet. „Dort halten sich die Schüler ja meist mehrere Stunden mit Maske auf und dort ist das Lüften eben auch eingeschränkt möglich.“ Um die knapp 300 Schüler und 30 Lehrkräfte der privaten Bildungseinrichtung mit insgesamt vier Berufskollegs optimal zu schützen, nahm die NTA eine Fördermaßnahme des Kultusministeriums an. 50 Prozent der Anschaffungskosten von insgesamt 18 000 Euro stemmte das Land, den Rest übernahm die Schule. Foto: NTA