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Isny Aktuell 07.04.2021

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Amtsblatt Isny Isny aktuell 7. April 2021 6 Claus Fehr hätte ein rauschendes Abschiedsfest verdient Stadt Isny (rau) – Bauamtsleiter Claus Fehr arbeitet seit 1. Januar 2021 nicht mehr im Rathaus Isny. Zum 31. März endete offiziell seine Tätigkeit für die Stadt. Wegen Corona konnte er nur in kleiner Runde und mit Abstand in den Ruhestand verabschiedet werden. Die „Entlassungsurkunde“ erhielt er abends in der Gemeinderatssitzung. „Claus, du hättest ein rauschendes Abschiedsfest verdient“, bescheinigt ihm Bürgermeister Rainer Magenreuter, man könne ihm gar nicht genug danken. Aber auch wenn es eine kleine Feierstunde war, so verlief sie doch umso herzlicher, ein wenig wehmütig aber auch humorvoll. So wie es zu Claus Fehr passt, der bei allen Herausforderungen seinen Humor nie und seine Beherrschung seltenst verlor. Zahlreiche Anekdoten aus seinen knapp vier Jahrzehnten im Isnyer Rathaus beleuchten ein abwechslungsreiches, herausforderndes, oftmals auch kräfte- und nervenzehrendes Arbeitsleben, das dennoch immer wieder amüsante Momente mit sich brachte. „Ohne Claus Fehr gäbe es keine Umgehungstraße und hätte es keine Bau- und Gewerbegebiete in den letzten Jahrzehnten gegeben“, zählt Bürgermeister Magenreuter einige große Projekte auf. Es seien mehrere 100 Mio. Euro von ihm für die Stadt verhandelt worden, immer gut und meist erfolgreich. Das zeige, welche Bedeutung sein Job gehabt habe. „Du hast die Stadtentwicklung maßgeblich vorangetrieben.“ Und dabei habe er ihn immer als offenen, freundlichen und bestens informierten Kollegen erlebt. Vier Bürgermeister hat Fehr erlebt, Hubert Benk, Dr. Christof Eichert, Manfred Behrning und Rainer Magenreuter. Ihm habe es als neuem Bürgermeister sehr gut getan, so einen erfahrenen Kollegen zu haben, bekennt dieser. „Ich hatte eine super Zeit mit dir.“ Der Leiter des Fachbereichs III, Claus Fehr (vorne mit Geschenk) wurde in kleiner Runde verabschiedet: (von links) Kämmerer Werner Sing, Personalratsvorsitzende Silvia Kahl, Bürgermeister Rainer Magenreuter, seine Nachfolgerin als Fachgebietsleiterin Katharina Haug, Frank Reubold (Leitung Fachbereich II), Sachgebietsleiterin Diana Hanser. Fotos: Stadt Isny/Rau Claus Fehr hat am 1. Mai 1983 im Rathaus Isny angefangen, damals gab es noch eine Bahnlinie nach Kempten. Zuvor war er nach zwei Jahren als Zeitsoldat bei der Bundeswehr und der Ausbildung zum gehobenen Dienst in der Allgemeinen Finanzverwaltung Baden- Württemberg, ab 1982 in der Oberfinanzdirektion Stuttgart. Es zog ihn jedoch wieder nach Oberschwaben oder ins Allgäu und so bewarb er sich in Isny als Leiter des Liegenschaftsamtes. 2005 folgte zusätzlich die Leitung des Bauamts und nach einer Umstrukturierung wurde er Leiter des Fachbereichs III, Bauen, Immobilien, Wirtschaft. Wirtschaftsförderer war deshalb einer der Wirkungsbereiche von Claus Fehr. Er pflegte stets enge Kontakte zu den Isnyer Betrieben, war bestens vernetzt und setzte sich auch auf diesem Gebiet erfolgreich für die Entwicklung der Stadt ein. Wie Fehr erzählt, erfuhr er im Bewerbungsgespräch, dass es keiner der Vorgänger länger als zwei Jahre ausgehalten habe. Dass er es jetzt 38 Jahre „ausgehalten“ hat, spricht für Fehrs Durchhaltevermögen aber auch dafür, dass er genau der richtige Mann an der richtigen Stelle war. Eine Präsentation im Gemeinderat bei der dortigen Verabschiedungszeremonie zeigt, wie sehr Fehr Isny geprägt hat. Schulhäuser – ob Erweiterung der Grund- und Hauptschule, Renovierung des Gymnasiums oder der Neubau der Realschule (durch die Gebrüder Immler) - haben ihn ständig begleitet. Das letzte große Schulbauprojekt, der Neubau der Verbundschule, kann er nicht mehr selber abschließen. Grunderwerb, ob für Straßen oder Wohn- und Gewerbegebiete, verhandelte er erfolgreich, selbst in aussichtslos scheinenden Fällen. Deutlich erinnert er sich noch an die knappe Abstimmung für die Fußgängerzone Wassertorstraße. Dass das Stadttor von Peter Zumthor beim Bürgerentscheid abgelehnt wurde, bedauert er bis heute. Drei Bürgerentscheide in Isny hat er an entscheidender Stelle erlebt. Dass in Isny früh auf Erneuerbare Energien und Klimaschutz gesetzt wurde, ist ihm mit zu verdanken und dass Isny auf Anhieb den „eea“ in Gold erwarb, daran hat er großen Anteil. Ganz nebenbei organisierte er auch noch zehn Jahre lang bis 2006 das Isnyer Kinder- und Heimatfest. Zu den ganz großen Projekten zählen sicher neben der Entwicklung von Wohnund Gewerbegebieten, die B12-Umfahrung, für die lange gekämpft werden musste, und zuletzt die Sanierung der Südlichen Altstadt einschließlich Umbau des Hallgebäudes. Die Baufortschritte am Marktplatz darf er nächstes Jahr als Spaziergänger verfolgen. „Claus Fehr hat nie auf die Arbeitszeiten geschaut, er stand auch am Wochenende und abends zur Verfügung – zeigte einfach ein riesiges Engagement“, betont Bürgermeister Magenreuter bei der abendlichen Urkundenübergabe im Gemeinderat. „Viele Entwicklungen in Isny tragen seine Handschrift.“ Stehend klatscht der Gemeinderat Beifall. Und Claus Fehr sagt zum Abschied aus voller Überzeugung: „Ich würde heute alles wieder so machen: Mich bei der Stadt Isny bewerben, mich über die Stelle freuen und Jahrzehnte hier bleiben.“ Bürgermeister Rainer Magenreuter überreicht Claus Fehr die Entlassungsurkunde. Zusammenarbeit von gegenseitigem Respekt geprägt Stadt Isny – Im Namen des gesamten Gemeinderats sprach stellvertretende Bürgermeisterin Sibylle Lenz die Laudatio auf Claus Fehr bei der Verabschiedung in den Ruhestand. „Unser Verhältnis war immer von Respekt geprägt“, sagte sie mit Blick auf die Zusammenarbeit zwischen dem Gemeinderat und ihm. Seine Loyalität habe sie immer beeindruckt und „wenn Sie sich ärgerten, musste man schon genau hinsehen, um es zu erkennen“. Sie habe den scheidenden Bauamtsleiter im Team mit Bürgermeister Manfred Behrning, Hauptamtsleiter Oskar Längst, Bürgermeister Rainer Magenreuter und Sibylle Lenz überreicht Claus Fehr einen Geschenkkorb des Gemeinderats. Foto: Stadt Isny Hauptamtsleiter Frank Reubold erlebt – und man habe den Eindruck gehabt, „alle Teams passten einfach“. In diesen Teams habe er sich in vielen Stunden und mit viel persönlichem Engagement für die Stadt und deren Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Claus Fehr habe so unendlich viel für diese Stadt geleistet, sowohl als Leiter des Bauamts als auch als Wirtschaftsförderer. Und dabei habe er den Gemeinderat immer mitgenommen, informiert und man habe sich auf ihn verlassen können. Nun könne er sich zurücklehnen, lächeln, wenn er von brenzligen Situationen höre, sich aber auch mal laut aufregen und schimpfen, wenn er Entscheidungen nicht nachvollziehen könne, scherzte Sibylle Lenz. Die große Abschiedsparty, die er verdient habe, werde nachgefeiert, sobald es möglich sei. Am Ende überreichte sie ihm einen Geschenkkorb und sagte: „Danke, lieber Herr Fehr, dass Sie immer für uns da waren.“

7 Isny aktuell 7. April 2021 Isny aktuell Virtueller Tag der offenen Türe bei der nta ISNY - Den Tag der offenen Türe bietet die Naturwissenschaftlich-Technische Akademie (nta) Isny in diesem Jahr am 17. April aus gegebenem Anlass in virtueller Form via Videokonferenz an. Interessenten besuchen die Webseite der nta (www.nta-isny.de) und melden sich dort vorab an. Anschließend erhalten sie den Link zu einer halben Stunde Konferenzzeit. Installiert werden muss dafür nichts, eine Verbindung zum Internet reicht aus. Ein Lehrer oder eine Lehrerin der gewählten Fachrichtung leitet die Videokonferenz und beantwortet die Fragen der Teilnehmenden zu den unterschiedlichen Ausbildungsbereichen sowie zur Möglichkeit, parallel die Fachhochschulreife zu erwerben. Die nta bietet Schülerinnen und Schülern mit mittlerem Bildungsabschluss vier staatlich anerkannte, zukunftsträchtige Berufskollegs im MINT-Bereich und damit Berufschancen in hochtechnologischen naturwissenschaftlichen Berufen. Normalerweise lädt die nta Isny im März Schülerinnen und Schüler, Eltern und Interessierte ein, um in den Räumen der nta mehr über die einzelnen Ausbildungsgänge zu erfahren. Zu den Ausbildungsberufen der Zukunft gehören Assistentinnen und Assistenten in den Bereichen Chemie (CTA), Biotechnologie (BioTA), Pharmazie/Apotheke (PTA) und Informations- und Kommunikationstechnik (AIK/ITA). Anmeldung per Mail Auf der Webseite der nta (www.nta-isny.de) finden Interessenten einen Anmeldebutton. Über das Anmeldeformular können das Zeitfenster am Vor- oder Nachmittag sowie die gewünschte Fachrichtung ausgewählt und die Daten übermittelt werden. Ein paar Tage nach Absenden der Anmeldung kommt eine Antwortmail mit dem Link zur halbstündigen Videokonferenz und der genauen Uhrzeit. Für die Teilnahme an der Videokonferenz muss kein Programm installiert werden, eine Internetverbindung ist ausreichend. Der Link ist nur für die Konferenz am 17. April gültig. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, ob sie mit Bild und Ton oder nur mit Ton präsent sein möchten. Jede Fachrichtung der nta ist von einer Lehrerin oder einem Lehrer vertreten, der die Videokonferenz leitet und alle Fragen der Teilnehmenden live beantwortet. Sonderkonditionen für alle vier Berufskollegs Seit dem September 2020 wird für die Ausbildung bei der nta Isny kein Schulgeld erhoben. „Wir sind uns der schwierigen Situation bewusst, in der Unternehmen, Arbeitnehmer aber auch Schulabgänger sich gerade befinden. Deshalb wollen wir unseren Beitrag leisten, um den Schülerinnen und Schülern die Chance auf eine Ausbildung mit Perspektive zu geben“, erklärt Karl Maier, Geschäftsführer der nta gGmbH. Denn nach wie vor herrsche in der Industrie ein hoher Bedarf an Fachkräften. Spezialisten mit einer naturwissenschaftlich-technischen Ausbildung haben große Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt. Über die Naturwissenschaftlich- Technische Akademie Isny Die traditionsreiche Naturwissenschaftlich-Technische Akademie Isny (nta) ist eine der renommiertesten privaten Bildungseinrichtungen in Deutschland und wurde 1945 gegründet. Zum Leitungsteam gehören Professoren der verschiedenen Fachrichtungen. Schülerinnen und Schüler mit einem mittleren Bildungsabschluss haben hier die Möglichkeit, vier staatlich anerkannte Berufskollegs sowie einen Vorbereitungskurs zu besuchen. Begleitend können sie die Fachhochschulreife für Baden-Württemberg erwerben und sich damit für eine akademische Laufbahn qualifizieren. Ausgebildet werden Assistentinnen und Assistenten in den Bereichen Chemie (CTA), Biotechnologie (BioTA), Pharmazie/Apotheke (PTA) und Informationsund Kommunikationstechnik (AIK/ITA). Die Ausbildung dauert zwei Jahre (PTA zweieinhalb Jahre). Durchschnittlich erwerben parallel 300 Schülerinnen und Schüler an der nta ihre Berufsqualifikation, rund ein Drittel davon mit der Zusatzqualifikation Fachhochschulreife. Zum Campus der nta in Isny gehören eine eigene Bibliothek, eine Mensa sowie Wohnheime. Videokonferenz zu Ausbildungsberufen mit Zukunft Fotos: nta “Hosianna” – Auch das Saxophon jubiliert Der Abendgottesdienst zum Palmsonntag wurde in der Neutrauchburger Kirche umrahmt von wunderbaren Saxophon-Klängen des Leutkircher Musikers Christian Segmehl. Schon beim ersten Stück, dem Tango von Piazzolla, hörte man das großartige Können des bekannten Künstlers mit Auftritten in ganz Deutschland – vor der Pandemie. Mit virtuosen Stücken von Bach, Cockroft u.a. Komponisten begleitete Segmehl die von Pastoralreferentin Jeanette Krimmer geleitete Feier. Es ging um Jesus und seinen glorreichen Einzug in Jerusalem, der den Menschen Hoffnung gab, die Hosianna jubelten. Christian Segmehl gab dieser Freude mit seinem Alt-Saxophon wahrlich Ausdruck und ließ sein Instrument in allen Facetten jubilieren. Viel Beifall kam aus den gut besetzten Reihen. Palmen wurden gesegnet und konnten mitgenommen werden. Text/Foto: Carmen Notz