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Isny Aktuell 03.03.2021

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Amtsblatt

Amtsblatt Isny Isny aktuell 3. März 2021 6 oder Flüchtlingsunterkünften Beratung und Information zum deutschen Bildungswesen an, leiten Krabbelgruppen oder Spielegruppen, bieten Hospitationen in den Kitas an, stehen aber auch Fachkräften mit Tat und Rat zur Seite. Sie sind Experten und Netzwerker zu verschiedenen Themen, wie Interkulturalität, Eingliederung, Übergänge oder Fallmanagement. Sara Finus-Hege ist die „Brückenbauerin“ in Isny. „In der Praxis bin ich zuständig für die Anmeldung in der Krippe oder dem Kindergarten, unterstütze beim Ausfüllen von Formularen und bei Antragstellungen auf Übernahme der Kosten“ erzählt sie. In Isny gibt es verschiedene frühpädagogische Angebote. Beispielsweise eine Krabbelgruppe. „Wir wollen Brücken bauen ins Elternhaus, wenn die Kleinen noch nicht in der Kita sind.“ Ebenso kommen allgemeine Fragen zu den einzelnen Einrichtungen bei ihr an. Sie ist oft als Unterstützung im Gespräch mit der Leitung oder pädagogischen Fachkräften dabei oder vermittelt als unparteiische Fachkraft. Informationen zum Übergang Krippe - Kindergarten oder Schule gibt es bei ihr ebenso, wie die Antworten auf Fragen nach weiterführenden Hilfen (z.B. Plätze für Integration, Inklusion, Logopädie, Ergotherapie…). Abgerundet wird das Tätigkeitsfeld „Brückenbauerin“ durch das Angebot von Hausbesuchen, Familienbesuchen und Fortbildungen für Erzieher und Erzieherinnen zum Thema Interkulturalität, kultursensibler Eingewöhnung oder seelischer Gesundheit von Kindern. Sara Finus-Hege ist zu erreichen unter kitaeinstieg.isny@t-online.de. AmtlicheBekanntmachungen

7 Isny aktuell 3. März 2021 Isny aktuell Der Bäcker Mayer startet Nachhaltigkeitswoche ISNY - In der Woche von Montag, 3. bis Sonntag, 14. März, verlangt der Bäcker Mayer Müllgebühren für den Wegwerf-Becher to go. Der „Bienenwachs Brotsack“ kann in allen Filialen und im Onlineshop gekauft werden. Müllgebühren Wegwerfbecher „Um das Bewusstsein zu schärfen und unseren umweltfreundlichen Mehrwegbecher RECUP mehr in den Fokus zu rücken, haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: In der Aktionswoche vom verlangen wir für den Wegwerf-Einwegbecher15 Cent Müllgebühren. Die Müllgebühren werden wir anschließend an den Umweltverein Nabu e.V. für das Projekt „Meere ohne Plastik“ spenden. Damit möchten wir auf unsere umweltschonende Kaffeebecher-Alternative von RECUP aufmerksam machen, so Seraphine Mayer-Wagner. Wie funktioniert das RECUP Pfandbecher System? Kaffee zum Mitnehmen im RECUP statt im Einwegbecher bestellen, 1 Euro Pfand hinterlegen, Kaffee unterwegs genießen, den leeren Becher deutschlandweit bei allen RECUP-Partnern zurückgeben und Pfand zurückbekommen. Alle RECUP- Ausgabestellen unter app.recup.de Bienenwachs Brotsack „Ab 8. März gibt es in allen Filialen unseren Bienenwachs Brotsack zu kaufen, den wir gemeinsam mit Susann Maurus von „Nature to Nature“ entworfen haben. Das handgemachte Naturprodukt aus dem Allgäu ist perfekt für die Aufbewahrung von Brot, Kleingebäck und Zopf“, betont Seraphine Mayer-Wagner. Jeder Brotsack wird mit Liebe in Handarbeit gefertigt. Er besteht aus 100 Prozent Bio-Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA), kontrolliert rückstandsfreiem Bienenwachs von heimischen Imkereien, Baumharz aus Österreich. Um m Krümel, Mehl- oder Zuckerreste im Bienenwachssack zu vermeiden, sollte man die Backwaren in der Papiertüte in den Brotsack packen. Der Brotsack kann auch zum Einfrieren verwendet werden. Bei guter Pflege ist der Brotsack mindestens ein Jahr verwendbar. Bienenwachs verpackt wasserdicht, lässt den Inhalt aber gleichzeitig atmen. Zudem haben Bienenwachs und Baumharz eine natürliche antibakterielle Wirkung – so bleiben Backwaren bis zu sechs Tage haltbar und frisch. Der Der Brotsack aus Bienenwachs Foto: privat Brotsack kann mit kaltem Wasser abgewaschen, bei Bedarf kann etwas Spülmittel ohne Alkohol verwendet werden. Top präparierte Loipen, top Landschaft, top Wetter ISNY (WS) - Für „individualsportlich aktive Personen“ gehört der Langlauf zu den wenigen noch erlaubten Möglichkeiten die die Bayrischen und Baden-Württembergischen Corona- Verordnungen zulassen. Langlaufen in der freien Natur sei erlaubt, alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes. Langlaufstadion mit daran anschließendem Loipennetz – die Weitläufigkeit erfüllt Corona-Auflagen. Viele Familien sind im Schnee unterwegs. Foto: Walter Schmid Es dürfe sich um keine geschlossenen Sportstätten handeln, an deren Zugänge sich Personen zwangsläufig häufen können. Umkleide- oder Sanitäreinrichtungen mit Zugang für mehrere Personen seien verboten. Die Laufrichtung auf der Loipe müsse vorgegeben sein um Begegnungen zu vermeiden. Wenn das Merkmal der Weitläufigkeit gegeben ist, sei der Individualsport Langlauf erlaubt. Liftanlagen bleiben dagegen geschlossen. Hauptamtsleiter Frank Reubold, zuständig für die Isnyer Sportstätten, ist froh, „dass wir ganz legal das Stadion mit dem weitläufigen Loipennetz von über 80 Kilometern Länge der Öffentlichkeit anbieten können.“ Es sei in den vergangenen Wochen gut frequentiert und dankbar angenommen worden. Von Seiten der Stadt habe man Schilder aufgestellt. Auf der Loipe soll mit Abstand gefahren werden, auf dem Parkplatz sei ein Mund-Nasenschutz-Maske zu tragen. „Nach unserer Beobachtung haben die Allermeisten darauf geachtet, dass sich keine Grüppchen bilden. In der Stadt seien viele positive Rückmeldungen für die professionell gespurten Loipen eingegangen, sogar einige ganz unerwartete Spenden. Weil das Loipennetz zum Teil auf Maierhöfener Gemarkung verläuft, sei die Entscheidung zur Öffnung mit deren Gemeindeverwaltung abgesprochen worden. „Wir sind doch auch froh, dass wir in so schwieriger Zeit mit unzähligen Einschränkungen, der Öffentlichkeit diese Alternative anbieten können“, gibt Bürgermeister Martin Schwarz den Standpunkt seines Gemeinderates wieder. Familie Gelfart aus Wangen macht an diesem wohl vorläufig letzten sonnigen Sonntag mit ihren beiden Kindern einen Tagesausflug nach Isny, weil der Schnee in Wangen nicht mehr ausreiche zum Loipenspuren. Die Mama gräbt mit den Kleinen eine Höhle in die Schneeschalte am Parkplatz. Der Papa befindet sich auf der Loipe. Mama besteht darauf, das er die Kinder übernimmt sobald er zurück ist, damit sie endlich auch loslegen kann. Lisa Stribig aus Markdorf, Mitglied der Triathlon WM-Mannschaft, befände sich normalerweise im Trainingscamp auf Mallorca. Weil das coronabedingt nicht möglich sei, habe sie ihren Mann zum Langlauf nach Isny begleitet: „Top präparierte Loipen, top Landschaft, top Wetter – wir kommen wieder.“ Daniela und Thomas Reger aus Tettnang finden die Disziplin auf der Piste beachtlich. „Weitgehend wird einander Platz gemacht. Abstände werden eingehalten. Ganz selbstverständlich gehören hier fünfjährige Kinder und 80-jährige Senioren auf der Loipe dazu. Wir erleben hier ein Familien-Langlaufstadion.“ Den Ehepaaren ist auch wichtig zu betonen, dass sie als Spende mehr als nur zwei Euro ins Kässle gesteckt haben, denn so ein Langlaufparadies koste und müsse erhalten bleiben. Eine Brasilianerin aus Sao Paolo und zwei zugezogene „Hiesige“ versuchen ihre ersten Versuche auf ihrer nagelneuen Langlauf-Ausrüstung. Einer der es ganz offensichtlich besser kann, versucht den Dreien beizustehen. „Wenn man nicht hinfällt ist es voll schön hier“, gibt die Südamerikanerin zu verstehen. „Echte Herausforderung“ Für Loipenwart Erhard Pferdt war dieser Winter bislang eine echte Herausforderung. Den vielen Schnee in wenigen Tagen im Januar so zu verdichten, dass der Langläufer nicht einbricht, da habe er mehrmals drüber müssen mit dem Pistenbully. Dann folgten vier Tage Regen mit extremem Tauwetter bis auf den Grund. Die Kette des Bully habe bereits die Grasnarbe erreicht. Ein Glück dass es dann richtig kalt geworden und die matschige Schneeschicht gefroren sei. Die vereiste Schneeschicht sei nötig gewesen als Grundlage für die folgenden 15 Zentimeter Pulverschnee, damit dieser nicht abgesoffen sei. „Das war meine Chance, nochmal eine ordentliche Loipe hinzukriegen.“ Die Schneeverwehungen hätten außerdem geholfen, die Maushaufen abzudecken. „Die Schneeverwehungen haben mich allerdings von morgens bis abends auf Trab gehalten. Ich hab' buchstäblich im Bully gelebt.“ Durch die sonnigen Tage und das weite Netz, „das die Leute auseinanderzieht“, seien die Langläufer wohl recht zufrieden gewesen. „Ich hab jedenfalls viele dankbare Rückmeldungen gekriegt und das tut mir dann auch gut“, gesteht der erfahrene Profi-Loipenwart.