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Der Kisslegger 27.01.2021

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Der Kißlegger 10 Evangelische Kirchengemeinde Kißlegg Gottesdienste und Informationen ab dem 27. Januar Sonntag, 31. Januar (Letzter Sonntag nach Epiphanias) Herzliche Einladung zum Gottesdienst um 9.30 Uhr, den Pfarrer Glaser mit uns feiert. Wochenspruch: „Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ (Jesaja 60, 2) Sonntag, 07. Februar (Sexagesimä – 2. Sonntag vor der Fastenzeit) Herzliche Einladung zum Gottesdienst um 9.30 Uhr, den Pfarrer Glaser mit uns feiert. Wochenspruch: „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.“ (Hebräer 3, 15) Die Gruppen und Kreise können zur Zeit noch nicht stattfinden. Bürozeiten: Mittwoch und Freitag von 9-11.30 Uhr (Bitte beachten: Wenn möglich, nehmen Sie mit dem Pfarrbüro bitte per E-Mail oder telefonisch Kontakt auf. Im Pfarrbüro gelten Hygieneregeln, die Sie an der Eingangstür finden.) Gemeindeleben in Corona-Zeiten Nun werden also die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus bis Mitte Februar verlängert. Seit fast einem Jahr schon bestimmt die Pandemie unser öffentliches Leben und damit auch das Leben in der Kirchengemeinde. Das verlangt uns allen sehr viel Geduld ab, aber es geht darum, Leben zu schützen. Für die Kirchengemeinde gilt deshalb weiter, dass alle unsere Gruppen derzeit nicht stattfinden können und das Gemeindehaus geschlossen ist. Auch die Kinderkirche und der Konfirmandenunterricht pausieren, bis ein regulärer Schulbetrieb wieder möglich ist. Leider kann auch die ökumenische Bibelwoche in diesem Jahr nicht stattfinden – zumindest nicht in der gewohnten Form. Sie finden aber auf unserer Homepage eine Bibelarbeit zum diesjährigen Thema: „Begegnungen mit Jesus im Lukasevangelium“. Pfarrer Glaser stellt auch seine Predigten regelmäßig auf der Homepage ein oder schickt Sie Ihnen auf Wunsch auch per Mail zu. Auch der Kirchengemeinderat hat im Januar nicht als Präsenzsitzung getagt, sondern sich über E-Mails beraten. Obwohl das Gemeindeleben ruht, müssen ja trotzdem Entscheidungen getroffen werden, z. B. zur Kirchenrenovierung oder zur Umsetzung des Pfarrplans 2024 (- darüber finden Sie auch einen Artikel im neuen Gemeindebrief, der Anfang Februar erscheint). Wenn Sie gerne einen Besuch von Pfarrer Glaser hätten oder einfach einmal reden möchten, rufen Sie bitte im Pfarramt an oder schicken Sie eine Mail. Unsere Gottesdienste dürfen – Gott sei Dank! – weiter stattfinden. Wir bitten Sie, auch in der Kirche auf die Abstandsregel zu achten und einen medizinischen Mundschutz (OP- oder FFP2-Maske) zu tragen. Außerdem müssen sich alle Gottesdienstbesucher weiter registrieren. Vielen Dank für Ihr Verständnis! Ich grüße Sie mit Worten des Apostels Paulus (Römer 5,5): „Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ Pfarrer Friedemann Glaser „Nicht(s) vergessen – gut vorbereitet für die letzte Reise“ Unter diesem Titel ist eine Broschüre der Evangelischen Landeskirche und der Diakonie Württemberg erschienen, die als Hilfe gedacht ist, sich mit der eigenen Sterblichkeit, mit der Vorbereitung auf den Tod und mit Fragen der Bestattung auseinanderzusetzen. Wir legen diese Broschüre in der Kirche aus. Sie kann gerne nach dem Gottesdienst mitgenommen werden. Vielleicht ist ja die Corona-Zeit mit ihren eingeschränkten Begegnungsmöglichkeiten und weniger Terminen eine gute Gelegenheit, sich einmal mit diesen Fragen zu beschäftigen. Außerdem liegen in der Kirche auch Berichte zur Herbsttagung der Landessynode mit dem Jahresbericht 2020 des Landesbischofs zum Mitnehmen auf. Vesperkirche unterwegs: Corona macht arm – finanziell und emotional Die Gesundheit von Bürgern zu schützen ist seit März oberste Priorität. Absolut zurecht. Und trotzdem bezieht sich die Gesundheit eines Menschen nicht nur auf das körperliche Wohlbefinden, sondern auch auf die psychische Verfassung. Was machen denn monatelange Kontaktbeschränkungen und ein unsicherer Arbeitsmarkt mit uns? Stefanie Giselbrecht ist in der Sozialberatung der Diakonie Oberschwaben Allgäu Bodensee tätig und begleitet Personen in Ravensburg und Wangen. „Corona betrifft Personen im Landkreis ganz unterschiedlich“, erzählt sie. Insbesondere bei Senioren würden die kleinen und doch so wichtigen Nebenjobs wegfallen. „Ein Mann arbeitet im Sommer immer am Kiosk im Strandbad. So hat er Kontakt mit anderen Menschen, eine sinnvolle Aufgabe und ein zusätzliches Einkommen für die geringe Rente. Das ist dieses Jahr alles ausgefallen.“ Eine junge Frau mit zwei kleinen Kindern steht vor der Wohnungslosigkeit. Sie war mehrere Monate in Kurzarbeit und konnte ihre Miete nicht mehr bezahlen. Jetzt wird ihr angedroht, die Wohnung räumen zu müssen. Eine kleinere und günstigere Wohnung findet sie nicht, der Markt ist leer. „Natürlich löst das Ängste, Überforderung und Hoffnungslosigkeit aus“, berichtet Giselbrecht. Auch die Vereinsamung vieler älterer Menschen sieht sie. Der Kontakt zur Familie und zu Nachbarn ist nur eingeschränkt möglich, die regelmäßigen Treffen am Stammtisch finden nicht mehr statt, die Nachbarschaftshilfe wurde ebenfalls reduziert. Dem will die Vesperkirche entgegentreten. Zumindest im Veranstaltungszeitraum werden in Leutkirch (vom 17. Januar – 30. Januar), Ravensburg und Wilhelmsdorf (vom 31. Januar – 13. Februar) kostenlose Vesperpakete bereitgestellt. Begegnung ist über Telefongespräche und Brieffreundschaften möglich. Ein Zeichen auf Zeit, das ausstrahlen soll: Hoffnung machen, dass keiner allein ist. Die Vesperkirche ist ein rein spendenfinanziertes Projekt und wird gemeinsam von der Diakonie Oberschwaben Allgäu Bodensee und der Johannes-Ziegler- Stiftung, der Stiftung der Zieglerschen, veranstaltet. Mehr Informationen zur Vesperkirche gibt es unter www.vesperkirche-unterwegs.de Neue Bibelübersetzung: Die BasisBibel jetzt mit Altem und Neuem Testement Während seines erzwungenen Aufenthaltes auf der Wartburg nach dem Wormser Reichstag 1521 übersetzte Martin Luther das Neue Testament in knapp 10 Wochen ins Deutsche. 1534 lag dann eine Übersetzung der ganzen Bibel in deutscher Sprache vor. Die Lutherbibel wurde im Jahr 2017 grundlegend revidiert und erschien zum 500. Reformationsjubiläum neu. Jetzt am 21. Januar 2021 – also 500 Jahre nach Luthers Übersetzung des Neuen Testaments - erscheint die BasisBibel in ihrer vollständigen Ausgabe mit Altem und Neuem Testament. Sie ist eine neue Bibelübersetzung, die sich in besonderer Weise durch ihre Verständlichkeit und Zuverlässigkeit auszeichnet. Kurze Sätze, eine klare, prägnante Sprache und ihr einzigartiges Design sind die Markenzeichen der BasisBibel. Zusätzliche Erklärungen von Begriffen und Sachverhalten erleichtern das Verständnis der biblischen Texte. Die BasisBibel ist dadurch einfach zu lesen und gut zu verstehen. Sie eignet sich besonders auch für die Lesegewohnheiten der Jugendlichen, weshalb wir sie in Zukunft auch im Konfirmandenunterricht einsetzen werden. Die BasisBibel ist eine neue Übersetzung aus den hebräischen, aramäischen und griechischen Urtexten. Ihre sprachliche Struktur folgt dem Gebot der Einfachheit. Die Sätze in der BasisBibel sind in der Regel nicht länger als 16 Wörter und umfassen einen Haupt- und maximal einen Nebensatz. Alle Informationen eines Satzes sind klar gegliedert und linear angeordnet. Dadurch gibt es zum Beispiel keine komplizierten Schachtelsätze. Begriffe, die für die Sprache der Bibel zentral sind, deren Verständnis heute aber nicht mehr vorausgesetzt werden kann, werden nicht wie in vielen anderen modernen Übersetzungen im Bibeltext umschrieben. Ausdrücke wie „Gnade“, „Messias“ oder „Reich Gottes“ werden farblich hervorgehoben und in einem zusätzlichen Kurztext am Seitenrand präzise und verständlich erläutert. Die sprachliche Klarheit spiegelt sich auch in ihrem lesefreundlichen Schriftbild wider. Die BasisBibel gibt es in zwei Layout-Varianten: Die Komfort-Ausgabe setzt die klare Gliederung der Sätze auch im Schriftbild um und gibt jede Sinneinheit auf einer eigenen Zeile wieder. Der Inhalt ist dadurch einfacher zu lesen und schneller zu erfassen. In der Kompakt- Ausgabe ist der Text dagegen einspaltig gesetzt wie in einem Roman. Das Layout entspricht dem natürlichen Lesefluss und sorgt für einen reduzierten Umfang. Die BasisBibel ist die erste Bibelübersetzung, die das durch Computer und Internet veränderte Medienverhalten berücksichtigt. Das Neue Testament der Basis- Bibel ist seit 2010 im Handel. Seit 2012 liegen auch die Psalmen in der neuen Übersetzung vor. Zusätzlich gibt es eine „Auslese“ mit insgesamt 40 zentralen Texten der Bibel. Bereits über 200 000 Mal wurde die BasisBibel in ihren Teilausgaben verkauft. Die BasisBibel mit dem Neuen Testament und den Psalmen gibt es bisher als gedrucktes Buch, in der Reihe „bibeldigital“, als Hörbuch sowie kostenlos im Internet und in der App Die- Bibel.de für Smartphones und Tablets.

11 Der Kißlegger Aus Kißlegg 52 Einsätze im Jahr 2020 – eine tolle Bilanz der ehrenamtlichen Johanniter Kißlegg Großartiges Ehrenamt (das Bild wurde vor der Corona-Pandemie aufgenommen). Foto: Johanniter KISSLEGG (dk) - Das Jahr 2020 war auch für Johanniter Kißlegg kein normales Jahr. Die wöchentlichen Übungsabende, der beliebte Sanitätsdienst auf dem Southside Festival, aber auch die gemeinsamen Fortbildungen fanden nicht oder via Videokonferenz statt. Dennoch gab es wichtige Aufgaben, die zu erledigen waren: Material, Fahrzeuge und medizinische Geräte mussten gecheckt und einsatzklar gehalten werden. Darüber hinaus stellten die ehrenamtlichen Helfer auf Veranstaltungen den Sanitätsdienst und waren zudem auch bei zahlreichen Helfer-vor-Ort-Einsätzen und Einsätzen der Schnelleinsatzgruppe gefordert. Diese sind ein sehr wichtiger Bestandteil der ehrenamtlichen Tätigkeiten. Bei Helfer-vor-Ort- Einsätzen (HvO) werden ehrenamtliche Helfer mit geeigneter medizinischer Qualifikation zu kritischen Einsatzsituationen von der Intergierten Leitstelle Bodensee-Oberschwaben über Melder alarmiert. Zu diesen Einsätzen fahren sie mit ihrem privaten Auto, ausgestattet mit Sanitätsrucksack. Ihre Aufgabe dort ist primär die Erstversorgung der Patienten, die Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen und Überbrückung der Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Helfer vor Ort werden beispielsweise bei Kreislaufstillständen alarmiert, oder wenn sich der Kißlegger Rettungswagen beim Absetzen des Notrufes bereits auf einem anderen Einsatz befindet. In diesem Fall soll die Zeit bis zum Eintreffen des nächstgelegenen Rettungswagens überbrückt werden, sodass sichergestellt werden kann, dass im Notfall innerhalb kürzester Zeit eine sachgemäße Erstversorgung der betroffenen Personen gewährleistet werden kann. Im Jahr 2020 waren 41 HvO-Einsätze in Kißlegg und Teilorten Kißleggs zu verzeichnen. Eine Alarmierung der Schnelleinsatzgruppe (SEG) erfolgt beispielsweise bei Bränden und größeren Schadenslagen. Hier besteht die Aufgabe darin, die Feuerwehr im Einsatz vor Ort medizinisch abzusichern. Je nach Größenordnung waren die Johanniter in Kißlegg und Umgebung pro Einsatz bis zu 10 Stunden vor Ort. Diese Einsätze treten – zum Glück – verhältnismäßig selten ein. 2020 waren es elf SEG-Einsätze. Corona hat die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer stark beeinflusst. Ein Highlight ist in jedem Jahr der Sanitätsdienst auf dem Southside-Festival gemeinsam mit den Johannitern aus Ravensburg, Friedrichshafen, Singen, Stuttgart und Freiburg. Das Festival fand aufgrund der bekannten Situation nicht statt. Auch die gemeinsamen wöchentlichen Übungsabende auf der Wache Kißlegg konnten nicht wie gewohnt abgehalten werden, deshalb haben die Helfer ihre Bereitschaftsabende kreativ umgesetzt und kurzerhand durch Videokonferenzen ersetzt. Die Corona-Pandemie hat die Ehrenamtlichen aber auch vor neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt. So führten sie am 24.12.2020 die allgemeine Corona-Schnelltestaktion, die vom Land Baden-Württemberg iniziiert wurde, am Strandbad Kißlegg gemeinsam mit dem THW Wangen durch. Die kurzfristige Planung und Organisation stellte alle vor neue Herausforderungen, die allerdings mit viel Teamgeist und super Zusammenarbeit sehr gut gelöst wurden. Auch die nächste Aufgabe steht bereits an. Die Johanniter Kißlegg unterstützen im Kreisimpfzentrum in der Oberschwabenhalle Ravensburg und bei den mobilen Corona-Impfungen, die zum Bespiel in Alten- und Pflegeheimen stattfinden. Die ehrenamtlichen Helfer der Johanniter, als auch anderer Hilfsorganisationen tragen somit dazu bei, eine flächendeckende Corona-Impfung zu ermöglichen. „Die Leistung, die die Helfer auch in diesem Jahr, das komplett anders war als bisher, erbracht haben, ist außergewöhnlich. Wir wissen, dass wir uns auch in so ungewohnten und schweren Zeiten jederzeit auf einander verlassen können“, freut sich Sandra Müller, Bereitschaftsführerin in Kißlegg. „Die Johanniter sind für uns alle nicht nur ein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung. Für den Einsatz, die Treue und Kameradschaft ein großes Dankeschön!“ Interessierte können sich jederzeit bei Sandra Müller (sandra.mueller2@johanniter.de) oder Andreas Buck (andreas.buck@johanniter.de) melden. Die Bereitschaftsabende finden normalerweise donnerstags von 19-21 Uhr auf der Wache in Kißlegg statt. Da diese momentan nicht vor Ort stattfinden können, dürfen Interessierte gerne online bei den Videokonferenz-Übungs- und Fortbildungsabenden „vorbeischauen“, nach dem Motto: „Helden bitte melden“!