Aufrufe
vor 6 Monaten

Der Kisslegger 25.11.2020

  • Text
  • Dezember
  • Telefon
  • Advent
  • Kisslegg
  • Gemeinde
  • November
  • Gemeinderat
  • Immenried
  • Krattenmacher
  • Pouliguen
  • Kisslegger

Der

Der Kißlegger 4 Amtlicher Teil AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN Bekanntmachung zur Aufstellung des Bebauungsplanes und Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich Stolzenseeweg 2-4 KISSLEGG (ra) - Der Gemeinderat hat in öffentlicher Sitzung am 11.11.2020 beschlossen, für den Bereich Stolzenseeweg 2-4 (Flurstück Nr. 218) einen Bebauungsplan aufzustellen und den Flächennutzungsplan zu ändern. Der Planbereich ergibt sich aus nachstehendem Lageplan. Erlass einer Veränderungssperre für den Bereich Stolzenseeweg 2-4, Flurstück 218 KISSLEGG (ra) - Zur Sicherung des mit Beschluss vom 11.11.2020 eingeleiteten Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Stolzenseeweg 2-4 hat der Gemeinderat Kißlegg in gleicher öffentlicher Sitzung eine Veränderungssperre nach § 14 BauGB als Satzung beschlossen. Betroffen hiervon ist ausschließlich das Flurstück 218. Die Satzung über die Veränderungssperre tritt mit dieser Bekanntmachung in Kraft. Die Veränderungssperre kann während der üblichen Dienststunden beim Bürgermeisteramt Kißlegg, Dr.-Franz-Reich-Str. 2, EG, Zimmer 1, von Montag bis Freitag vormittags von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich donnerstags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr eingesehen werden. Jedermann kann die Veränderungssperre einsehen und über den Inhalt Auskunft verlangen. Die Veränderungssperre kann auch unter folgender Adresse im Internet eingesehen werden: http://www.kisslegg.de/index.php?id=320 Eine Verletzung der in § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 – 3 und Abs. 2 BauGB bezeichneten Verfahrens und Formvorschriften beim Zustandekommen der Satzung ist nach § 215 Abs. 1 Nr. 1 – 3 BauGB unbeachtlich, wenn die Verletzung nicht innerhalb von einem Jahr seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber der Gemeinde geltend gemacht worden ist. Bei der Geltendmachung ist der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, darzulegen. Nach § 4 Abs. 4 Gemeindeordnung für Baden-Württemberg in der Fassung vom 24.07.2000 (GBl. S. 582), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19.06.2018 (GBl. S. 221), gilt die Satzung - sofern sie unter der Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften der Gemeindeordnung oder aufgrund der Gemeindeordnung ergangenen Bestimmungen zustande gekommen sind - ein Jahr nach dieser Bekanntmachung als von Anfang an gültig zustande gekommen. Dies gilt nicht, wenn 1. die Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzung, die Genehmigung oder die Bekanntmachung der Satzungen verletzt worden sind, Ziele und Zwecke der Planung Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen mögliche, zukünftige Nutzungskonflikte vermieden und klare Bauvorschriften geschaffen werden. Der Bau der Bahnunterführung darf nicht beeinträchtigt werden. Es soll auch eine Neuordnung des Bereichs in Verbindung mit der Ausweisung eines Sanierungsgebietes erreicht werden. Bauleitpläne sind aufzustellen, sobald und soweit es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist. In diesem Fall ist für das Flst. 218 auch noch ein Planungsdefizit vorhanden, da es bisher nicht überplant ist bzw. der Flächennutzungsplan eine falsche Gebietsausweisung enthält. Der Flächennutzungsplan ist deshalb zu ändern bzw. im Wege der Berichtigung anzupassen. Mit der Überplanung sollen die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, welche eine Bebauung/Nutzung des Grundstückes konfliktfrei zulassen und gegebenenfalls eine Neuordnung des Bereiches nach Herstellung des Kreisverkehrsplatzes ermöglichen. Über die allgemeinen Ziele und Zwecke und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung wird zur gegebener Zeit eine Öffentlichkeitsbeteiligung stattfinden. Hierzu ergeht eine besondere Bekanntmachung. Kißlegg, den 25.11.2020, gez. Dieter Krattenmacher, Bürgermeister 2. der Bürgermeister dem Beschluss nach § 43 wegen Gesetzwidrigkeit widersprochen hat oder wenn vor Ablauf der in Satz 1 genannten Frist die Rechtsaufsichtsbehörde den Beschluss beanstandet hat oder die Verletzung der Verfahrens- oder Formvorschrift gegenüber der Gemeinde unter Bezeichnung des Sachverhaltes, der die Verletzung begründen soll, schriftlich geltend gemacht worden ist. Ist eine Verletzung nach Satz 2 Nr. 2 geltend gemacht worden, so kann auch nach Ablauf der in Satz 1 genannten Frist jedermann diese Verletzung geltend machen. Außerdem wird auf die Vorschriften des § 18 Abs. 2 Satz 2 und 3 BauGB über die Fälligkeit etwaiger Entschädigungsansprüche und des § 18 Abs. 3 BauGB über das Erlöschen von Entschädigungsansprüchen hingewiesen. Kißlegg, den 25.11.2020 gez. Dieter Krattenmacher Bürgermeister

5 Der Kißlegger Amtlicher Teil NACHRICHTEN Zum 150. Geburtstag des Künstlers Wilhelm Riedisser KISSLEGG (ra) - Kaum jemand dürfte gegen Ende der 1990er Jahre noch Kenntnis von Wilhelm Riedisser gehabt haben, als Max Scharpf und sein Sohn Dr. Hermann Scharpf 1997 in der „Schwäbischen Zeitung“ auf diesen in Kißlegg aufgewachsenen Künstler aufmerksam machten. Abformung der Wächterfigur im Schlosspark Kißlegg . Dr. Hermann Scharpf ist es auch zu verdanken, dass mittlerweile viele Einzelheiten über den Werdegang und mehrere, teilweise bis heute erhaltene Werke des zu seiner Zeit, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, hoch geschätzten jungen Bildhauers wieder bekannt geworden sind. Über Riedissers künstlerische Ausrichtung schreibt Dr. Scharpf, seine klassisch anmutenden Menschenbildnisse in Bronze und Marmor seien, der Tradition Hans von Marées und Adolf Hildebrands folgend, von klarem Aufbau und zurückhaltender Formbildung. Vor nunmehr genau 150 Jahren, am 21. November 1870, wurde Wilhelm Riedisser als Sohn eines Zimmermanns in Gebrazhofen geboren. 1874 zog die Familie nach Kißlegg, wo Wilhelm seine Kindheit und Jugend verbrachte. 1889 nahm er an der Königlichen Kunstakademie in München das Bildhauerstudium auf. Zwei Goldmedaillen als Auszeichnung der Akademie belegen seine künstlerische Begabung. Ein Reisestipendium ermöglichte ihm schließlich, die Kunst der Antike in Italien zu studieren. Zu einem vielbeachteten Frühwerk Riedissers zählt das Kriegerdenkmal in Maria-Thann anlässlich des deutsch-französischen Krieges 1870/71. Gräfin Sophie von Waldburg-Syrgenstein, wie Riedisser zeitweise in Kißlegg aufgewachsen, hat es 1894 gestiftet. Plastiken Riedissers finden sich heute in München, Leipzig, Frankfurt, Berlin, Potsdam und Graubünden. Ab 1915 lebte Wilhelm Riedisser in München, wo er 1933 unter ärmlichen Bedingungen verstarb. Mit dem Bronzenachguss der Plastik „Wächter“ kehrte der Künstler 2016 in seine Heimat Kißlegg zurück. Das Originalwerk findet sich im Vorgarten einer Villa am Berliner Wannsee. Der „Wächter“ war ursprünglich im Jahr 1913 Kaiser Wilhelm II. zum Kauf angeboten worden. Dieser entschied sich jedoch für eine weitere Plastik Riedissers, einen Hirtenknaben aus Marmor, der bis heute im Park von Sanssouci in Potsdam steht. Der Wächter gelangte so in Berliner Privatbesitz. Der gebürtige Kißlegger Dr. Hermann Scharpf, der Riedisser wiederentdeckt hat, erfuhr von der Skulptur und erhielt vom heutigen Eigentümer die Erlaubnis, eine Abformung von Figur und Sockel anzufertigen, um hieraus einen Bronzenachguss in Auftrag zu geben. Ein Initiativkreis um Scharpf, die Gemeinde Kißlegg und zahlreiche Sponsoren unterstützten die Anfertigung und Aufstellung des Kunstwerks im Kißlegger Schlosspark. (Quellen: Hermann Scharpf) Die geplante multimediale Respektive über den Künstler mit Dr. Hermann Scharpf musste leider abgesagt werden. Ausdrucksstarke Nahaufnahme. Foto: paddyschmitt.de Foto: paddyschmitt.de