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daheim am Ipf - Mai 2022

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Die letzte Restaurierung

Die letzte Restaurierung lag über 40 Jahre zurück und es hatte sich viel Staub und Schmutz abgelagert. Zu seinem Geburtstag erstrahlt der Altar aber nun wieder in vollem Glanz. Die Experten haben unter anderem die Holzfiguren im Altarschrein genauer untersucht und mit einer Infrarotkamera Entwürfe und Skizzen unter der äußersten Farbschicht der Bilder sichtbar gemacht. Zudem konnte herausgefunden werden, dass die Predella wesentlich früher als der Rest des Altars entstand. Eine Analyse der Baumringe ergab, dass das verarbeitete Holz bereits zwischen 1390 und 1440 geschlagen wurde. Weitere Erkenntnisse aus den Untersuchungen zur Herstellung und Geschichte des Altars sollen der Öffentlichkeit im Laufe des Jubiläumsjahres bei einer Reihe von Veranstaltungen präsentiert werden. Für Pfarrer Steffen Schmid ist neben der kunsthistorischen aber besonders auch die theologische Bedeutung des Altars interessant. Der Altar sei nicht nur einfach schön. Im Laufe des Jubiläumsjahres solle auch auf die Theologie des Altars aufmerksam gemacht werden. Die religiöse Aussage des Altars habe sich im Laufe der Zeit selbstverständlich geändert, da auch die Frömmigkeit der Menschen heute eine andere sei. Es gehe darum, zu erschließen, was der Altar heute zu sagen hat. Eine Funktion des Altars sieht Schmid darin, die wahrgenommene grausame Realität und die Herrlichkeit Gottes zusammenzubringen. Dies geschehe durch den Kontrast zwischen den Bildern auf der Außen- und Innenseite der Flügel. Die evangelische Stadtkirche Sankt Blasius steht jeden Tag Besuchern offen. Veranstaltungen rund um den Herlin-Altar sollen im Jubiläumsjahr unter anderem im Rahmen der Bopfinger Heimattage und der Rieser Kulturtage stattfinden und werden im Stadt-Anzeiger und der Tagespresse angekündigt. Wer den Altar besichtigt, der kann auch noch viele weitere interessante Objekte in der evangelischen Stadtkirche finden. Gleich neben dem Herlin-Altar steht ein Sakramentshäuschen aus dem 16. Jahrhundert. Und auch die Außenmauer der Kirche birgt eine kleine Rarität. Auf einem Stein nahe dem Eingang findet sich eine Darstellung der römisch-keltischen Pferdegottheit Epona. Der Stein stammt vermutlich aus einem römischen Pferdestall und ist fast 2000 Jahre alt. Text und Fotos: Mario May Hinter den Eisengittern der Predella war früher die Reliquie des Heiligen Blasius verwahrt. pfegen - und kenpflege 25 Jahre 1996 – 2021 SOZ I A L STAT ION Brigitte Munz Büro Büro (0 (0 73 73 62) 62) 95 9561 6156 56 Keltenstr. 22 73441 Bopfingen-Oberdorf Wir sind Ihre Hosenspezialisten! 6 wir pfegen Alten- und Krankenpflege Unsere Patienten sind bei uns bestens versorgt! Bewertung vom Medizinischen Kontrolldienst. • Betreuung nach Krankenhausaufenthalt • Urlaubs-Verhinderungspflege • Ambulante Demenzbetreuung • Tagesessenbelieferung SOZ I A L STAT ION Brigitte Munz Büro (0 73 62) 95 61 56 Jetzt in Ihrem Bopfingen ...alle Größen ...alle Längen viele Farben Nürnberger Straße 9

Balderns neues Feuerwehrhaus ist ein Schmuckstück Mit dem Neubau und dem Einzug im März haben sich die aktuell 19 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Baldern selbst ihren größten Wunsch erfüllt: Ein modernes und zeitgemäßes Feuerwehrhaus, in dessen Garage auch ihr aktuelles Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) passt. Obwohl das alte Feuerwehrhaus, ein umgebautes, ehemaliges Molkereigebäude, in keinster Weise den Vorschriften und Richtlinien des baden-württembergischen Feuerwehrwesens entsprach, war der Umstand, dass das neue Feuerwehrfahrzeug nicht in die Garage passte, der auslösende Faktor, dass die Balderner Feuerwehr endlich ihr neues Haus bekamen. Zwar sprang Ortsvorsteher Andreas Hahn in die Bresche und baute kurzfristig einen Stadel für das zu große Feuerwehrfahrzeug um, aber die Balderner nutzten die Gunst der Stunde, um endlich ein neues Feuerwehrhaus zu bekommen. „Ein neues Feuerwehrhaus war schon längst überfällig, da das alte in keiner Weise auch nur geringsten Anforderungen entsprach. Es gab keine Duschen, nur einen Umkleideraum und die Toiletten waren im benachbarten ehemaligen Rathaus“, erinnert sich Abteilungskommandant Johannes Hahn „Als dann auch der alte Kommandant nicht mehr weiter machen wollte, stand kurzfristig sogar die Auflösung unserer Feuerwehr in Baldern im Raum.“ Dass es nicht so weit kam, lag dann an Hahn. „Ja, und auf einmal war ich dann Kommandant.“ Ein junger, neuer Kommandant und dazu die Zusage, endlich ein neues Feuerwehrhaus zu bekommen, setzte in Baldern fast ungekannte Energien frei. „Zu Beginn und beim Rohbau haben im Schnitt sieben bis acht Leute, Feuerwehrkameraden aber auch Balderner Bürger geholfen. Zeitweise waren sogar bis zu 15 Helfer auf der Baustelle. Da wir möglichst viele Gewerke selbst ausführten, hat sich dann aber der Innenausbau etwas verzögert. Neben den vielen coronabedingten Auflagen und Vorschriften haben aber auch nicht erwartete bürokratische Hürden den Bau kräftig verzögert. Deshalb konnten wir den straffen Zeitplan nicht einhalten und sind erst letztes Jahr eingezogen“, so Johannes Hahn. Angesprochen auf eine offizielle Einweihung antwortet er: „Die ursprüngliche Idee war, dass wir diese zusammen mit unserem traditionellen Feuerwehrfest im Herbst feiern. Stand heute ist, dass die Feier in einem kleinen Rahmen stattfinden soll. Vielleicht ergänzen wir das Ganze noch um einen Tag der offenen Tür, bei dem sich die Mitbürger und die Kameraden der rumliegenden Wehren ein 7