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daheim am Ipf - Mai 2022

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Lukas Niklas (links) und

Lukas Niklas (links) und Simon Wesselky aus Trochtelfingen betreiben einen „Hofladen“ im Kubus in Aalen. Ein Dorfladen in der Stadt 12 Zu Hause schmeckt’s am besten. Das sehen auch Simon Wesselky und Lukas Niklas aus Trochtelfingen so, die mit ihrem Online-Shop „Regional & Fair“ die besten Produkte aus Süddeutschland an einem Fleck verkaufen. Seit November vergangenen Jahres betreiben sie nun eine Filiale im Aalener Kubus – und sie haben vor, in der Stadt zu bleiben. „Wir erhalten viele Nachrichten von Menschen, die in ein anderes Bundesland gezogen sind und bei uns einkaufen, weil sie beispielsweise die sauren Kutteln von der Metzgerei Böhm vermissen“, sagt Lukas Niklas, Co-Gründer von „Regional & Fair“. Zusammen mit Simon Wesselky hat der 29-Jährige eine Plattform aufgebaut, die ein Liebesbrief an Süddeutschland sein soll. „Lediglich eine Wüste oder ein Meer haben wir nicht“, sagen die beiden. Sie selbst sind in Trochtelfingen aufgewachsen. Für ihr Konzept haben Wesselky und Niklas auf der „MAKE“-Messe vergangenen Jahres sogar den dritten Platz für die „beste innovative Geschäftsidee Ostwürttembergs“ belegt. Auch den Sonderpreis „beste Geschäftsidee Kontext Shopping Mall“ haben sie gewonnen, weswegen sie sechs Monate mietfrei im Aalener Kubus bleiben dürfen – und die Zusage für eine Verlängerung des Vertrags liegt bereits vor. Die Gründer könnten sich aber auch vorstellen, später auch in einer anderen Stadt eine Filiale zu öffnen. Der Dorfladen in der Stadt sei ein Konzept, welches sich auf jeden Fall bewähre. „Nach so kurzer Zeit wollen wir noch nicht von Stammkunden sprechen, aber viele Menschen kaufen regelmäßig in der Aalener Filiale ein“, so Wesselky. Die Familie des 20-Jährigen betreibt seit vielen Jahren einen Hofladen in Trochtelfingen, der weit über die Grenzen Bopfingens bekannt ist. Wie bei vielen Start-Ups entstand auch „Regional & Fair“ während des coronabedingten Lockdowns. Niklas, der aufgrund seines Berufes in der Industrie trotzdem lange arbeiten musste, stellte sich die Frage, wie man dennoch regional einkaufen könnte, da die meisten Dorfläden ja spätestens um 17 Uhr schließen würden. Der Gedanke war, einen Dorfladen zu digitalisieren und rund um die Uhr das Beste aus der Heimat anzubieten.

Die Produkte sollen hochwertig sein und in kleiner Stückzahl produziert werden. „Bei den Produkten muss das Gesamtpaket passen“, sagt Niklas. Vor allem müssen sie aber aus Baden-Württemberg oder Bayern stammen. Für „Regional & Fair“ beziehen die Unternehmer nur Lebensmittel von Herstellern, bei denen sie sich sicher sein können, dass „hinter geschlossenen Türen kein Schindluder getrieben wird“, so der 29-Jährige. Dafür würden sie auch die Produktionsstätten besuchen und viel mit den Herstellern reden. Wenn es um tierische 13