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BUSINESS today | März 2022 - Ost

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DIENSTLEISTUNG INTERVIEW

DIENSTLEISTUNG INTERVIEW MIT THILORENTSCHLER 16 Weltmarktführer machen Ostwürttemberg stark Seit dem 1. Oktober 2021 vertritt Thilo Rentschler als IHK-Hauptgeschäftsführer die Belange der Firmen in Ostwürttemberg. Zuvor war der gelernte Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt Oberbürgermeister in Aalen. Er ist zudem seit 2019 Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik und Mitglied im Kreistag des Ostalbkreises. Im Interview spricht er über das, was die Region wirklich stark macht. LautThilo Rentschler beschäftigt sich die Region bereits intensiv mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Maschinellem Lernen, E-Commerce, 5G-Netzen und passenden IT-Systemen der Zukunft. 32

Waswar Ihrbislang größter Erfolg seit dem Amtsantritt bei der IHK? Thilo Rentschler: Sehr froh bin ich, dass es gelungen ist, die Zukunftsoffensive für die Region gemeinsam voranzubringen. Transformationsprozesse in der Wirtschaft wie der Gesellschaft brauchen einen langen Atem. Bereits als Oberbürgermeister habe ich daran mitgewirkt, die Initiative „Zukunft Ostwürttemberg“ auf den Wegzubringen, die nun federführend seit der Auftaktveranstaltung im November 2021 in Schwäbisch Gmünd durch die IHK Ostwürttemberg vorangetrieben wird. Darin werden sechs Themenfelder bearbeitet, um die Region und ihre Unternehmen für den Wandel fit zu machen. Dabei geht es darum, die Transformationsprozesse Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischer Wandel aktiv zu gestalten. Zwischen März und Mai 2022 werden in Workshops Ideen gesammelt und aufbereitet –und das alles gemeinsam mit der kommunalen Familie und vor allem mit ganz vielen Unternehmern aus der Region. Auf diese engagierte Beteiligung bin ich stolz. Welches sind die drei wichtigsten Punkte der Initiative „Zukunft Ostwürttemberg“? Zunächst ist da der ganz enge Schulterschluss aller maßgeblichen Akteure vor Ort: Nicht nur die erwähnten Unternehmen und die Landkreise und Kommunen bringen sich aktiv mit ein, sondern auch Südwestmetall, IG Metall, der Regionalverband, die regionale Wirtschaftsfördergesellschaft, die Agentur für Arbeit sowie alle vier Hochschulen arbeiten die Themen mit auf. Wichtig ist zudem, dass die Initiative aus der Region heraus aktiv geworden ist – getreu dem Motto: Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner! Eine schlagkräftige Region wie Ostwürttemberg kann durch eine abgestimmte Strategie und gute Lösungen Gehör in Stuttgart, Berlin und Brüssel erhalten. Die nun gestartete Zukunftsoffensive steht in einer Reihe mit den 1995 und 2005 für Ostwürttemberg aufgelegten Zukunftsinitiativen. Wichtig ist jetzt, dass wir im Gegensatz zu früher aus einer starken Position heraus agieren. Damals wardie Region wirtschaftlich betrachtet in Baden-Württemberg eher Schlusslicht. Heute wollen wir rechtzeitig die Weichen stellen, damit die Region gestärkt aus den Umwälzungen der Weltwirtschaft hervorgeht. Daraus erwächst wirtschaftliche Prosperität für die Zukunft. Wie möchten Siedas Thema Digitalisierung in Ostwürttemberg angehen? Anfang Februar 2022 wurden alle Themen zur Digitalisierung bei Veranstaltungen innerhalb der Digitalwoche Ostwürttemberg an fünf Tagen in den Großen Kreisstädten bzw.anden Standorten unserer drei Digital Hubs der Region vorgestellt und diskutiert. Die bereits etablierten Digitalisierungszentren Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd initiierten herausragende Workshops sowieVorträge und haben die Themen in die Betriebe getragen. Ergo: In der Region beschäftigt man sich bereits intensiv mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Maschinellem Lernen, E- Commerce, 5G-Netzen und passenden IT-Systemen der Zukunft. Was wir erreichen wollen, ist das Hineintragen der Digitalisierungsthemen auch in kleinere und mittlere Betriebe. Die IHK Ostwürttemberg hat zudem einen eigenen Digitalisierungsausschuss etabliert, der ebenfalls Hilfestellungen für Firmen organisiert, sie berät und neue Entwicklungen diskutiert. Wasmacht Ostwürttemberg wirtschaftlich stark? Erstens 16 starke Weltmarktführer und dazu eine Vielzahl starker, inder Regel inhabergeführter KMUs. Zweitens vier sich ergänzende Hochschulen in Aalen (HTW), Heidenheim (DHBW) und Schwäbisch Gmünd (PH, HfG) sind die Treiber für Forschung und Entwicklung. Drittens: Die hohe Innovationskraft unter anderem durch die vielen Patentanmeldungen und durch eine quicklebendige Start-up-Szene für Unternehmensgründungen. Was die Region gemeinsam antreibt: Nachhaltigkeit &Klimaschutz Infrastruktur, Mobilität, Energiewende Technologie &Innovation Start-up &Geschäftsmodelle Beschäftigung &Qualifizierung Standortmarketing und -entwicklung ZUKUNFT OSTWÜRTTEMBERG 6Workshops arbeiten diese Leitthemen auf. Anmeldung unter: www.zukunft-ostwuerttemberg.de Wir unternehmen Zukunft. 33