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Buerger- und Gaesteinformation Bad Wurzach 14.09.2022

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Veranstaltungskalender

Veranstaltungskalender 15 Uhr Exkursion: Ökosystem Wald Leitung: Forstrevierleiter Bad Wurzach und Haidgau, Treff: MOOR EXTREM/Bad Wurzach Info, Anmeldung im NAZ bis Vortag 18 Uhr erford.: anmeldung@wurzacher-ried.de oder 07564 302-190, Teilnahme kostenlos, ca. 2,5 h 16 – 21 Uhr Street-Food-Festival: Schummeltag in Bad Wurzach, frisch vor Ort in aufwändig gestalteten Foodtrucks und Ständen, Klosterplatz, Eintritt frei! Samstag, 24. September 12 – 21 Uhr Street-Food-Festival: Schummeltag in Bad Wurzach, frisch vor Ort in aufwändig gestalteten Foodtrucks und Ständen, Klosterplatz, Eintritt frei! 13:30 Uhr Fahrten mit dem historischen Torfbähnle – Torfmuseum geöffnet, weitere Fahrten 14.30 und 15.30 Uhr, keine Vorreservierung möglich, Infos: 0151 50743888, vincon@torfbahn.de oder info@oberschwaebisches-torfmuseum.de, Heimatverein Wurzen, Treff: Oberschwäbisches Torfmuseum, Oberried 19:30 Uhr Konzert: Soulsisters Angele Live-Musik, Kaminlounge und Feelbar, feel- MOOR Gesundresort Bad Wurzach, 2 h, ohne Reservierung 20:30 Uhr Kabarett: Jakob Friedrich „I schaff mehr wie Du!“ Adler-Livebühne Dietmanns, Karten: 07564 91232 Sonntag, 25. September 8:30 Uhr Vogelbeobachtung am Rohrsee, Leitung: Georg Heine, NABU Wangen, Treff: Ortsmitte von Rohr am Rohrsee, Teilnahme kostenlos, Dauer 3 h 9:34 Uhr Moorbahn – Ausflugszug fährt ins Freizeitland, Streckenverlauf: Aulendorf – Bad Waldsee – Bad Wurzach und zurück. Abfahrt Bahnhof: 09:34, 11:34, 15:34 und 17:34 Uhr), kostenlose Fahrscheine mit Gästekarte in den Häusern/Bad Wurzach Info erhältlich! Fahrradmitnahme kostenlos. Maskenpflicht 10:30 Uhr Kurkonzert Musikkapelle Hauerz, Leitung: Hermann Schwarz, nur bei guter Witterung, im Musikpavillon beim Kurhaus, Dauer 1 h, Eintritt frei! 11 – 20 Uhr Street-Food-Festival: Schummeltag in Bad Wurzach, frisch vor Ort in aufwändig gestalteten Foodtrucks und Ständen, Klosterplatz, Eintritt frei! Seniorenspaziergang in die Umgebung von Bad Wurzach, Infos und Anmeldung: Wanderverein Bad Wurzach, Catrin Schneider, Tel. 07563 1802714 Seite 30 14 bis 17 Uhr Ausstellung: Ikonen von Pfarrer Otto Schmid und Hannelore Schwarz, Kapelle Leprosenhaus, Ravensburger Straße, Eintritt frei! 14 Uhr Führung durch die Kunstausstellung „Alltag hinter Stacheldraht“, Führung durch die Ausstellung mit Bildern von ehemaligen Internierten aus Jersey (Organisatorin: Gisela Rothenhäusler, Partnerschaftsverein Bad Wurzach) im Maria Rosengarten (2. OG), 07564 302-110 oder 2665. Montag, 26. September 14 Uhr Seniorentreff Wachhäusle Dienstag, 27. September 13:30 Uhr Dienstagswanderung Treff: Möwenbrunnen Kurhaus, Info: Hans Bainder, 07564 936688 14 Uhr Gesundheitsvortrag: Iss dich fit mit Genuss, Diätassistentin Sonja Stöferle, feel- MOOR Gesundresort, Konferenzraum Riedsee (Eingang Hotel), Dauer 1 h, kostenfrei, ohne Voranmeldung 14:30 Uhr Führung durch die Moorbadeabteilung, Exklusive Führung in Deutschlands modernster Moorbadeabteilung, Treff: Wartebereich Gesundheitszentrum 1. OG, feel- MOOR Gesundresort, 30 min, kostenfrei, ohne Voranmeldung 19 Uhr Abendlicher Stadtspaziergang Karten/Anmeldung bis Dienstag 17 Uhr: Bad Wurzach Info, 07564 302-150 oder service@ bad-wurzach.de, mind. 5 Pers., Trefft: Bad Wurzach Info, Kosten 2,50 Euro, 1,50 Euro Gästekarte, 1 h 20 Uhr Kreuzbundgruppe Bad Wurzach, Selbsthilfegruppe für Suchtkranke, Betroffene und Angehörige, z. B. Alkoholprobleme: 07358 92001 oder 0152 01986204, Gemeindehaus St. Maria (bei der Grundschule), Memminger Straße Mittwoch, 28. September 14 Uhr Gesundheitsvortrag: Stress lass nach, Psychologin Franziska Contag, feelMOOR Gesundresort, Konferenzraum Riedsee (Eingang Hotel), Dauer 1 h, kostenfrei, ohne Voranmeldung 14 Uhr Geführte Radtour für Gäste und Interessierte rund um Bad Wurzach, nur bei trockener Witterung, Getränke, wetterangepasste Kleidung, Treffpunkt: Bad Wurzach Info, kostenlos, Dauer 2,5 h 15 Uhr Führung im Uhrmachermuseum: Zeitgeschichten, Einblicke in und um das Uhrmacherhandwerk, für Gruppen (4 – 10 Pers.) auf Anfrage, Treffpunkt: Marktstr. 20, Eintritt frei, Dauer 1,5 h 15 Uhr Kinder-Naturschutz-Treff: Moorvipern, Mitarbeiter Naturschutzzentrum Wurzacher Ried, Kinder von 9 bis 11 Jahren, Treff: Naturschutzzentrum/MoorExtrem, kostenlos, Anmeldung bis Vortag 18 Uhr erforderlich: anmeldung@wurzacher-ried.de oder 07564 302-190 18:30 Uhr Gebet nach Taizé Ev. Kirche, keine Anmeldung erforderlich, Info Tel. 07564 3582 18 Uhr Online-Vortrag: Cannabis: Wie sinnvoll ist es in der Schmerzmedizin? Dr. Maximilian Köhler, Leitender Arzt des ambulanten Schmerzzentrums Murnau, QR-Code s. Veranstaltungshinweise Donnerstag, 29. September 7:55 Uhr Marktbus nach Bad Wurzach aus den Teilorten: Dietmanns, Hauerz, Seibranz und Gospoldshofen, Kosten: 2 Euro bzw. 3 Euro für Hin- und Rückfahrt 8 Uhr Wochenmarkt in der Breite, Bad Wurzach 14:30 Uhr Käsereiführung Schaukäserei Vogler, Gospoldshofen, kostenlos, keine Anmeldung, Dauer 45 min 18 Uhr Führung: Abendstimmung im Ried, Zur blauen Stunde ins Ried, Moorführer/in Naturschutzzentrum, Treff: MOOR EXTREM/ Bad Wurzach Info, Preis: 6 Euro, mit Gästekarte 5 Euro, Kinder 2 Euro, Familien 12 Euro, 2,5 h 18:30 oder 19.30 Uhr Neue Pilates-Kurse im feelMOOR, Zuschuss Krankenkasse möglich, 10 Termine (60 Min.) Anmeldung: feelMOOR- Therme Tel. 07564 304-2200 (Mo. – Fr. von 8 – 13 Uhr) oder therapieplanung@feelmoor.de 19:30 Uhr Tanz mit D´ Lauser Kurhaus am Kurpark, Saal, Eintritt 6 Euro bzw. 4,50 Euro mit Gästekarte Freitag, 30. September 14 Uhr Seniorentreff Wachhäusle 14 Uhr Gesundheitsvortrag: Essen mit Körper, Herz und Verstand, Diätassistentin Sonja Stöferle, feelMOOR Gesundresort, Konferenzraum Riedsee (Eingang Hotel), Dauer 1 h, kostenfrei, ohne Voranmeldung 14:30 Uhr Stadtführung Karten/Anmeldung bis Freitag 12 Uhr: Bad Wurzach Info, 07564 302-150, mind. 5 Pers., Preis: 3 Euro, Gästekarte 2 Euro, Treff: Bad Wurzach Info, 2 h

Ökumenische Kurseelsorge Ökumenische Kurseelsorge Pfn. Verena Engels-Reiniger Evangelische Kurseelsorge Bad Waldsee/Bad Wurzach Telefon: 07524 4094022 verena.engels-reiniger@elkw.de PR Raimund Miller Katholische Kurseelsorge Bad Wurzach Telefon: 07564 932933 raimund.miller@drs.de Sie wünschen ein persönliches Gespräch? Dann nehmen Sie gerne Kontakt auf (s.o.). Weitere Informationen und mehr, www.kurseelsorge-badwurzach.de Anonym? Liebe Leserin, lieber Leser, vor kurzem hörten meine Familie und ich einen Radiobeitrag, in dem es um Anonymität ging. Darin wurde erzählt, dass ein Mensch etwas tun wollte, oder getan hatte – ohne dabei erkannt zu werden. Anonym eben. Meine Tochter setzte hinter dieses Vorgehen ein großes, gedankliches Fragezeichen. Derart, dass Menschen doch zu dem stehen müssten, was sie tun. Etwas tun oder sagen und sich dabei verstecken, das sei unfair und gehe nicht. Stimmt, haben wir geantwortet – und zugleich gemerkt, dass das so leicht nicht ist. Aber, wieso eigentlich? Weil es von dem abhängt, worum es geht. Denn je nachdem, wie schwer oder leicht „etwas“ ist, fällt es schwerer oder leichter dazu zu stehen. Namentlich, also eben nicht a- nonym. Wenn es z.B. um (m)ein Leben geht, werden wir uns gut überlegen, ob wir offen zu etwas oder jemandem stehen (sollen). Denn dann wird es persönlich, ja sogar existentiell. Da will eine*r etwas zu einem Sachverhalt sagen, doch die andere Seite lässt sich nicht auf die Sache ein, sondern zielt direkt auf die Person. Aktuelles Beispiel: Eine türkische Sängerin witzelt auf einem Konzert im April über und mit ihrem Show-Kollegen. Es geht dabei um die Schule, die er besucht hat, und ob diese wirklich gut für ihn war. Das Verrückte daran: Es ist eine „Sache“ zwischen ihr und ihm. Ob dieser Scherz wirklich gelungen war, sei dahingestellt. Er wurde jedoch Monate später als Video weitergeleitet. Was dazu führte, dass die Sängerin angezeigt, sowie schließlich am 25. August verhaftet und unter Hausarrest gestellt wurde. Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es dabei sofort gegen ihre Person. Keine Frage danach, ob deren Witz in der Sache etwas Richtiges und Wichtiges getroffen hatte. Eigenartig ist, dass sich gerade das Gefühl in mir breitmacht, hier festhalten zu müssen, dass ich nicht auf die Türkei abziele. Es ist Zufall, dass ich in der Süddeutschen Zeitung darauf gestoßen bin; während ich diese Zeilen geschrieben habe. Mir geht es um die Sache. Um die Frage, ob ich mich (noch) trauen würde, öffentlich über einen Sachverhalt zu sprechen, wenn ich – als Konsequenz – dafür ins Gefängnis käme? Gleichzeitig habe ich Bilder (aus Deutschland) im Kopf, wo Menschen Politiker*innen auf für mich unvorstellbare Weise beschimpfen, ja niederbrüllen. Aus der Masse heraus und damit anonym. Unsachlich, aber dafür sehr persönlich, bishin zu Todesdrohungen. Das Erschreckende daran: Ihnen passiert – nichts. Wie kann das sein? Dort ein Mensch, der mit Namen für (s)eine Sache (ein)steht, deswegen persönlich angegriffen und weggesperrt wird. Hier namentlich unbekannte, anonyme Menschen, die schlicht nur gegen die Person(en) da vorne oder „oben“ wüten. Die Sache ist ihnen dabei egal. So z.B. geschehen beim Anliegen von Alfons Blum. Der damals 84-Jährige hatte im Mai 2020 eine Demonstration gegen die Corona-Auflagen besucht. Seit Wochen durfte er seine an Demenz erkrankte Frau nicht im Pflegeheim besuchen, er litt sehr darunter. Unter Tränen schilderte er einem Team von ARD-Extra seine Lage und wurde – vor laufender Kamera – von einem unbekannten Mann niedergebrüllt. Der Wüterich schrie Herrn Blum an, dass er die Kontrolle über sein Leben verloren habe, weil er das mache. Der ARD zuhören. Doch dieser widersprach: „Nein, absolut nicht. Man muss auch vernünftig bleiben.“ Mich erinnert das bisher Gesagte an Jesus und die Geschichte mit der sog. Ehebrecherin (Joh 8,1-11); sowie an seine eigene (Joh 19,1-15). – Da eine Frau, die für ihre Sünden „büßen“ soll, unabhängig von der Sache (um die es in Wirklichkeit gar nicht geht); was zumindest in der Jesusgeschichte von ihm mit Vernunft verhindert werden konnte. – Dort ein Mann, der ein wichtiges Anliegen hat und trotzdem niedergemacht wird. Herr Blum kam, Gott sei Dank, mit dem Schrecken davon. Jesus dagegen brachte das Toben der anonymen Menschenmenge ans Kreuz. Doch das ist nicht der eigentliche Grund seines Endes. Sondern, dass Jesus den Bereich der Anonymität verlassen hat. In Lukas 9,21 befiehlt er seinen Jünger*innen noch nachdrücklich niemandem zu sagen, wer er ist – nämlich der Messias, ja mehr noch, Gottes Sohn! D.h., er will anonym bleiben. Also unbenannt, ohne diesen Namen. Dreizehn Kapitel später bekennt er Farbe. Weil es sein muss. Für DIE „Sache“. Also uns! D.h. für alle Menschen die waren, sind und noch sein werden: »Ich bin es.« Der Sohn Gottes (Lk 22,70). Die Verbindung zwischen Gott und Mensch, Himmel und Erde. Damit ihr das Leben habt. In Fülle und in Ewigkeit (Joh 10,10 und 11,26). Aber was bedeutet das jetzt für uns? Insbesondere für alle, die mit dem Wort „Christ*in“ Jesu Namen tragen und folglich in diesem Sinn nicht mehr anonym sind?! – Dass wir zu dem stehen, was wir sagen oder schreiben. Namentlich. Und nicht anonyme Briefe schicken, wie kürzlich z.B. aus Rom geschehen. Denn so entsteht nur Verunsicherung sowie der Eindruck, wie ihn Bischof Felix Genn aus Münster formuliert hat: „Was ich bei einigen vermisse, ist die Bereitschaft, sich wirklich darauf einzulassen, … die Meinung des anderen zu retten. Wer nicht direkt miteinander kommuniziert, sondern … sehr kritisch über andere spricht, hat aus meiner Sicht wenig von Synodalität verstanden.“ Bischof Genn hat hier das Miteinander innerhalb der katholischen Kirche im Blick. Was er sagt, empfinde ich als stimmig. So sehr, dass ich denke, es kann ganz grundlegend gesagt werden: Wir sind als Menschen miteinander (= syn) auf dem Weg (= odos). Im Großen und Kleinen. Das funktioniert allerdings nur, wenn wir uns offen aufeinander einlassen und untereinander austauschen. Anonym ist das eher schwierig. – Gleichwohl weiß ich, dass Anonymität auch Schutz bedeutet. Für Viele(s) braucht es einen geschützten Raum. Weil Offenheit eben auch persönliche Angriffe zulässt, wo Mitgefühl und Interesse nötig wären. Diese Angst ist leider berechtigt und wem das widerfährt, bleibt lieber anonym. Das ist verständlich. Es gibt jedoch auch „Dinge“, da verstehe ich nicht, wieso sich eine*r hinter der Anonymität verbirgt; weil es keines Schutzes bedarf, da Niemandes Leben in Gefahr ist; die aber ein Miteinander schwermachen. So ähnlich wie in folgender Geschichte aus Paul Watzlawicks Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“: Ein Mann braucht einen Hammer, um ein Bild aufzuhängen. Der Nachbar hätte einen. Aber anstatt diesem sein Problem zu schildern, belässt der Mann es anonym und denkt sich alles Mögliche zusammen (was der andere wohl denken könnte). – Bis er innerlich explodiert, zu seinem Nachbarn stürmt, klingelt und ihn anschreit, als der öffnet: »Behalten Sie ihren Hammer, Sie Rüpel!« Deshalb will ich uns hiermit ermutigen, einzustimmen in das, was Clemens Bittlinger in seinem Lied „Aufstehn, aufeinander zugehn“ singt: Dass wir es wollen, „voneinander lernen, miteinander umzugehn. Aufstehn, aufeinander zugehn und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehn.“ Raimund Miller, Kurseelsorge Seite 31