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Buerger- und Gaesteinformation Bad Wurzach 14.04.2021

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Naturschutzzentrum

Naturschutzzentrum Wurzacher Ried Naturschutzzentrum Wurzacher Ried Naturschutzzentrum Wurzacher Ried Rosengarten 1 88410 Bad Wurzach Telefon: 07564 302190 Telefax: 07564 3023190 naturschutzzentrum@wurzacher-ried.de www.wurzacher-ried.de www.moorextrem.de Das Wurzacher Ried ist eines der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands. Sie können das Ried auf einem der zahlreichen Wanderwege erkunden. keine Veranstaltungen und Führungen im Naturschutzzentrum statt. Aktuelle Informa- wurzacher-ried.de. MOOR EXTREM, Wechselausstellung und NAZ-Shop Die Erlebnisausstellung MOOR EXTREM, die Ausstellung „Airlines – Vogelspuren in der Luft“ und der NAZ-Shop sind wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen. Bei einer 7-Tage-Inzidenz im Lk. RV dauerhaft unter 100 ist eine Öffnung mit „Click & Meet“ möglich. Aktuelle Infos unter www.wurzacher-ried.de. Erreichbarkeit Naturschutzzentrum Die NAZ-Büros sind per E-Mail und Telefon erreichbar. Erreichbarkeit Sekretariat: Mo. bis Do., 8 - 17 Uhr, Fr., 8 - 12 Uhr, E-Mail naturschutzzentrum@wurzacher-ried.de oder Telefon 07564/302190. Seite 14 Moor-Erlebnis-Rucksack: Erkundet das Ried auf eigene Faust! Mit dem Moor-Erlebnis-Rucksack können Familie erlebnisreiche Stunden in der Natur verbringen und auf eigene Faust das Wurzacher Ried erkunden. Ausgestattet mit einem roten Rucksack, in dem sich allerlei nützliche Uten- binde, Spiegel sowie die Routenbeschreibung, starten die Familien die Erlebnistour am NAZ. An elf Stationen können die kleinen Entdecker experimentieren, rätseln und Aufgaben lösen. Wer am Ende das Lösungswort gefunden hat, darf eine kleine Überraschung im NAZ abholen. Die Leihgebühr beträgt 10 Euro inkl. einem Forscherheft. Terminvereinbarung für die Rucksack-Tour im NAZ-Sekretariat, Mo. bis Do., 8 - 17 Uhr, Fr., 8 - 12 Uhr, E-Mail naturschutzzentrum@wurzacher-ried.de oder Telefon 07564 / 302-190. Die Tour kann täglich zu den Öffnungszeiten des NAZ-Sekretariats unternommen werden. Aktuelle Infos unter www.wurzacher-ried.de. Moor-Momente: Bläuling in Grün Es grünt so grün, wenn im Wurzacher Ried nun jeden Tag mehr die Blätter sprießen. Da muss man schon ganz genau hinschauen, um einen winzig kleinen, grünen Schmetterling zwi- Mit einer Flügelspannweite von 25 Millimetern ist der Grüne Zipfelfalter gerade mal so groß wie ein Fingerglied eines Erwachsenen. Da er seine Flügel mit der grasgrünen Unterseite im Sitzen fast stets geschlossen hält, ist er im umgebenden Blätterwerk perfekt getarnt. Die braune Oberseite ist auch dann kaum zu erkennen, wenn er mit schnellen Flü- auf der Suche nach nektarreichen Blüten verschiedener Beeren-Sträucher. Die leuchtend grüne Unterseite hingegen blitzt im Sonnen- in winzig kleine Zipfel ausgezogen. Die Fühler sind schwarz-weiß geringelt, was den Grünen Zipfelfalter trotz seiner Färbung als Vertreter der Schmetterlingsfamilie der Bläulinge ausweist. Die Art ist in Deutschland weit verbreitet und winzige Falter im vergangenen Jahr erregt, als er zum Schmetterling des Jahres gewählt wurde. Seine Nominierung sollte auf die besorgniserregende Tatsache aufmerksam machen, dass inzwischen selbst diejenigen Arten zunehmend bedroht sind, die keine besonderen Ansprüche an ihre Lebensräume und ist der Grüne Zipfelfalter in den Hochmooren dort, wo Rauschbeeren oder Heidelbeeren wachsen. Sie sind hier die Lieblingsspeise der Zipfelfalter-Raupen. Das Weibchen legt die grünlichen Eier dicht bei den Blütenknospen fast nur an Blüten und unreifen Früchten und machen sich erst in fortgeschrittenem Stadium auch über Blätter her. Als einzige Art der heimischen Zipfelfalter überwintert der Grüne Zipfelfalter nicht als Ei, sondern als Puppe, die braun und ebenfalls gut getarnt auf der Erde liegt. Und wäre das nicht schon außergewöhnlich genug, kann die Puppe bei Gefahr sogar zirpende Töne erzeugen. Im nächsten Frühjahr kann sie sich dann rasch zum Falter entwickeln, so dass die Schmetterlinge bereits ab März zu beobachten sind. Um so zeitig im Jahr möglichst viele Sonnenstrahlen abzubekommen, richten die sitzenden Tiere zum Aufwärmen die Unterseite der Flügel genau rechtwinklig zur Sonne aus. Übrigens: Früher wurde die Art Brombeerzipfelfalter genannt, ein irreführender Name, denn bisher wurden zugt in Bereichen mit Rauschbeeren und Heidelbeeren nach dem Bläuling in leuchtendem Grün. Zum Foto: Gut getarnt ist halb überlebt: Der Grüne Zipfelfalter ist im umgebenden Blattwerk nur bei genauem Hinsehen zu entdecken. (Foto: NAZ)

Ökumenische Kurseelsorge Ökumenische Kurseelsorge Pfn. Verena Engels-Reiniger Evangelische Kurseelsorge Bad Waldsee/Bad Wurzach Telefon: 07524 4094022 verena.engels-reiniger@elkw.de PR Raimund Miller Katholische Kurseelsorge Bad Wurzach Telefon: 07564 932933 raimund.miller@drs.de Sie wünschen ein persönliches Gespräch? Dann nehmen Sie gerne Kontakt auf (s.o.). Weitere Informationen und mehr, www.kurseelsorge-badwurzach.de ...und mach das Leben frei! Schön war’s zu Ostern! Sonnenschein lockte hinaus ins Freie, strahlte mit den Blumen um die Wette. Doch dann hat der Winter das Heft wieder an sich gerissen: Eis und Schnee, brrr! Schon klar, es ist April. Und die Wetterkapriolen passen zur allgemeinen Pandemielage, zum ständigen Hin und her, Auf und ab bei Infektionsraten, Inzidenzen und Lockdown- Beschlüssen – ach, man hat es so satt! Krass der Gegensatz zu dem, was jetzt dran ist: Frühjahr – da geht doch alles auf! Ostern – da öffnet sich’s zum Leben! Überall sprießt frisches Grün hervor, Blüten drängen ans Licht. Doch wir sind immer noch festgehalten unter der Geißel Corona und unterm Lockdown. Was der alles anrichtet! Schon jetzt große Schäden für viele. Ja, wer hätte sich bis März 2020 vorstellen können, dass menschliche Nähe, sozusagen „Präsenz-Kontakte“, einmal so zum Problem werden?! Unser Zusammenleben dermaßen eingeschränkt, behindert, blockiert würde?! Und inzwischen müssen wir erkennen:‘ Noch lang nicht vorbei, das mit Covid! Ok, es gibt auch selbstgewählte Verschlossenheit: maybe aus Arroganz, meist jedoch zum Selbstschutz. Wenn aber erzwungen, macht sie uns schwer zu schaffen. Ist jemand in sein Schneckenhaus eingeschlossen, kommst du von außen nicht an ihn ran. Und er leidet ebenfalls, weil er nicht aus sich herauskann. – Oder man ist sich selbst verschlossen, hat keinen Zugang zu eigenen tiefen Gefühlen. Die innere Energie, die Quellen von Lebensmut und Lebensfreude sind quasi unter Verschluss. Wie dringst du wieder zu ihnen durch?‘ Hier im Bild die Schnecke „unter Verschluss“: Wenn es Winter wird, verkriecht sie sich im Boden und verschließt ihr Haus mit einem Deckel aus Kalk. So schützt sie sich vor dem Tod durch Frost. Als Kind fand ich mal ein solches Schneckenhaus. „Und da ist wirklich die Schnecke drin?!“ Neugierig hab ich am Deckel gekratzt und gedrückt, wollte an das Tier heran. „Lass! Sie kommt von selbst heraus, wenn‘s Zeit für sie ist.“ Hieß also für mich Lernen, dass das Lassen und Gewaltsam aufmachen: keine Lösung Warten, die Geduld, ganz wichtig sind. Und dass zwischen Gewalt und Kraft ein wesentlicher Unterschied besteht! – Tatsächlich braucht es nur Frühling zu werden warm und licht, damit die Schnecke wieder hervorkriecht. Doch wie genau geht der Deckel auf? Das wüsste ich gern! Jedenfalls haben‘s schon die Leute im Mittelalter wundersam gefunden. Deshalb ist auf Bildern mit der Passion und Kreuzigung manchmal eine Weinbergschnecke dargestellt als Andeutung für das Grab und die Auferstehung Jesu. Wobei es bei ihm ein Mords Stein war, der die Grabhöhle verschloss. Insofern eigentlich sinnlos, dass am dritten Tag die Frauen sich in der Frühe auf den Weg dorthin machten. Sie wollten ja direkt zu Jesus, seinen Leib einbalsamieren. Also in allernächsten Kontakt mit ihm kommen. Erst auf dem Weg fiel ihnen der schwere Stein ein: Der machte das doch unmöglich! Merkwürdig, dass sie trotzdem weitergingen, ohne Aussicht auf Lösung des Problems. Und dann war da was aufgegangen... Es zog sie offenbar so stark hin zu Jesus, der sie in ein neues Leben hineingezogen, sie voll bejaht und gewürdigt hatte. Jesus zu begegnen war gleichzeitig irritierend und faszinierend. Konfrontation und Trost. Freiheit und Mut teilte er mit, Freude, Wärme, Leben mit Sinn: Sie mussten da einfach hin! Irgendwie würde sich ein Weg auftun. Noch lange nicht vorbei, das mit Ostern! Möglicherweise, im Dunkeln, bei Nacht. Unauffällig ohne Lärm, abseits der Öffentlichkeit. Es kann zwischen uns Menschen, ja, in uns geschehen, was man seither Auferstehung nennt. Damals ist Jesus seinen Leuten mitten im Leben neu begegnet. Wie es allerdings genau zuging, mit dem Stein und überhaupt, bleibt Geheimnis. Aber verheißungsvoll... Warum nicht die Botschaft und den Frühling dazu als Beleg nehmen, dass es etwas wie „Himmelsschlüssel“ gibt? Dass sich immer wieder was öffnet, das hermetisch verschlossen schien. Meist verborgen, leise, unspektakulär. Oft ganz ohne unser Zutun: Ein Ausweg. Eine neue Möglichkeit. Ein Brückenschlag zur Verständigung... Frohe österliche Freudenzeit! Ihre Verena Engels-Reiniger Kurseelsorge Seite 15