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Buerger- und Gaesteinformation Bad Wurzach 11.11.2020

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Ökumenische

Ökumenische Kurseelsorge Ökumenische Kurseelsorge Seite 18 Pfn. Verena Engels-Reiniger Evangelische Kurseelsorge Telefon: PR Raimund Miller Katholische Kurseelsorge Bad Wurzach Telefon: Sie wünschen ein persönliches Gespräch? Dann nehmen Sie gerne Kontakt auf (s.o.). Weitere Informationen und mehr, www.kurseelsorge-badwurzach.de Sankt Martin – oder vom Grundsatz her anders leben Sankt Martin Wenn ich diesen Namen höre, denke ich an: den 11.11., die gleichnamige Gans, Lieder, eine besondere Atmosphäre, die Spannung bis es losgeht, das Anspiel; am Stadttor von Amiens, einen römischen Soldaten zu Pferd, der sein Schwert zieht, seinen Mantel teilt und damit einen armen Mitmenschen vor der Kälte schützt. Je mehr ich mich auf ihn einlasse, denke ich: an einen Menschen, dessen Vater ein führender Militär ist, der will, dass sein Sohn „dem Kriegsgott Mars gehörig“ lebt und der (ihn) deshalb „Martinus“ heißt; jemanden, der sein Schicksal annimmt und dem Kaiser 20 Jahre seines Lebens für dessen gepanzerte Reitertruppe gibt; jemanden, der ein Ziel hat, ihm treu bleibt und deshalb dem Kaiser sagt - „bis heute habe ich Dir als Soldat gedient; erlaube, dass ich in Zukunft für Gott streite… Ich bin [ab jetzt] ein Soldat Christi“ - und der kämpft nicht mit der Waffe. - in Pavia, Oberitalien; wird dann in Nordgallien und Germanien stationiert (Frankreich, BeNeLux und Deutschland); quittiert seinen Militärdienst in Worms (vgl. Zitat); errichtet des Abendlandes; wird zehn Jahre später in Tours zum Bischof ernannt; stirbt mit 81 Jah- wird nach Tours „entführt“ und dort drei Tage später unter großer Anteilnahme begraben. Wirkung V.a. beeindruckt mich, welche Wirkung Sankt Martin hat: Ein Weggefährte schreibt auf Grund dessen sein Leben auf. Über 1000 Jahre später wird diese Vita ins Deutsche übersetzt. Martin hat solch ein „Gewicht“, dass er zur Vorlage wird für andere Viten. Der Grund liegt darin, dass und wie er sich zu Christus bekannt und seinem Bekenntnis entsprechend gelebt hat. Das wird z.B. daran ersichtlich, sagt Historikerin Judith Rosen, dass er hat seinen mönchischen Lebensstil beibehalten und war sozusagen die fleischgewordene Herausforderung für manche seiner Mitbischöfe (die meist aus aristokratischem Haus kamen)“. Diese andere Art hat ihn zum Nationalheiligen und Schutzherrn der fränkisch-merowingischen Könige werden lassen. Sein Mantel, die Cappa, wurde zu deren Kronschatz und kleinen Kirchenräumen aufbewahrt. Die heißen seitdem Kapellen. Entsprechend geht auch der Begriff „Kaplan“ auf Martins Kappe (zurück) - die Bezeichnung für jene Geistlichen, die sie zu begleiten hatten. Name Apropos Name. Über achtzig Kirchen in Würt- özese trägt ihn. Die Kirche am Rottenburger Marktplatz ist ihm bereits geweiht gewesen. Als man sie zum Dom erhob, machte ihn das geschichte). In diesem Sinn: allen Martin(a) s - ob Einzelpersonen, oder gleich ganze Kirchengemeinden wie Eintürnenberg und Hauerz - alles Gute zum Namenstag und Gottes Segen! Insbesondere für dieses Jahr, in dem Vieles anders ist. Anders gut. Sankt Martin feiern wir diesmal unter an- ligen ganz nah. Denn er selbst war das von seiner Art. Vom Grundsatz her anders. Durch Christus. Als Christ*innen sollten (nicht nur) wir demnach auch anders sein und handeln: Diszipliniert, wie der Soldat Martin, zum Beispiel manche Vorgabe des Staates annehmen und aushalten. Im Wissen, dass Einiges zwar nur schwer zu (er)tragen ist, aber das Ziel ein gutes. Oder wie Martin sich zu Christus bekennen, d.h. die eigenen „Waffen“ stecken schließlich wie er teilen. Es lernen. Sich fragen - was teile ich? Egal ob virtuell oder materiell. Überlegen - wendet es konkrete Not? Ist das, was ich (mit)teilen will notwendig und dient damit der Gemeinschaft? - Oder will ich einfach nur mein (vielleicht auch berechtigtes) Anliegen loswerden und wäre dafür nicht ein privater Rahmen besser? Notwendig Martin nutzt seine Zeit entschieden für ers- gemeinfrei, aus Wikipedia: St. Martin und der Bettler, Pfarrkirche Eintürnenberg) zu sehen: „Ein Mensch leidet Not. Er braucht dringend Wärme. Mein Überwurf ist oben mit Schaffell gefüttert, besteht aus zwei Teilen und kann die Not wenden. Ich tue also das Notwendige. Ich halbiere, was ich habe und mache damit ganz, was mein Gegenüber nicht hat.“ Zentral daran ist: Martin plant es nicht. Er gerät unvermittelt in diese Lage und handelt aus dem heraus, was ihm sein Glaube an Christus zur Hand gegeben hat: Liebe und Hoffnung. Tun wir es ihm nach. Lassen wir uns an seinem Tag von ihm inspirieren. Gehen wir hoffnungs- und liebevoll in und durch die kommende Zeit. Achten wir auf das, was uns darin begegnet und versuchen wir zu ergänzen, was halb ist. Machen wir also das Notwendige – füreinander. Raimund Miller, Kurseelsorger

Naturschutzzentrum Wurzacher Ried Naturschutzzentrum Wurzacher Ried Naturschutzzentrum Wurzacher Ried Rosengarten 1 Bad Wurzach Telefon: Telefax: www.wurzacher-ried.de www.moorextrem.de Das Wurzacher Ried ist eines der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands. Sie können das Ried auf einem der zahlreichen Wanderwege erkunden. keine Veranstaltungen und Führungen im Naturschutzzentrum statt. Aktuelle Informa- wurzacher-ried.de. MOOR EXTREM und Wechselausstellung geschlossen Wandkalender „Wurzacher Ried 2021“ im Shop erhältlich zung von zahlreichen Sponsoren aus der Region einen großformatigen Wandkalender für das Jahr 2021 veröffentlicht. Die Naturaufnahmen aus dem Wurzacher Ried wurden von den Fotografen Thomas Hoppe, Bastian Kathan und Dr. Hans-Joachim Masur zur Verfügung gestellt. „Wir sind überzeugt, dass wir auch in der zinierende Impressionen aus dem Wurzacher Ried ausgewählt und einen wunderschönen Kalender geschaffen haben“, sagt Horst Weisser, Leiter des Naturschutzzentrums. Jedes Kalenderblatt enthält ein zur Jahreszeit passendes Motiv und eine Monatsübersicht mit den Feiertagen aus Baden-Württemberg. Der Kalender ist zum Preis von 25 Euro im Shop des Naturschutzzentrums Wurzacher Ried erhältlich. Öffnungszeiten Im Stadtgebiet Bad Wurzach liefert das Naturschutzzentrum den Kalender ohne Zusatzkosten aus. Bestellungen per Email bitte an natur- Mein breiter Schwanz, der heißt auch Kelle, mit ihr kann ich schwimmen und steuern ganz schnelle. Bei Gefahr, da klatsch ich aufs Wasser ganz laut, so dass meine Familie ganz zügig abhaut. Diese Kelle hat Schuppen wie ein Fisch, drum landete ich früher bei Mönchen am Tisch. Weil zur Fastenzeit Fleisch verboten war, doch zum Glück war der Biber-Fisch dann da. Mein Fell verarbeitete man zum Hut, der wärmte seinen Träger gut. Auch für mein Bibergeil wurde ich gejagt, als Medizin war das sehr gefragt. Auf einmal gab‘s keine Biber mehr, so mancher bedauerte dies dann sehr. Aber nun bin ich wieder zurück, für die Natur ist das großes Glück. Ich baue Dämme und Burgen aus Holz, als Burgherr bin ich richtig stolz. Den Eingang zur Burg leg ich unter Wasser an, weil ein Fuchs nun mal nicht tauchen kann. Im Winter fresse ich Knospen und Rinden, im und Pappeln, die schmecken am besten, nur notfalls muss ich auch mal Fichten testen. Ist ein Baum gefällt, bleibt er besser liegen, sonst muss ich den nächsten niederbiegen. gerne tut. Gefällt mir der schöne Apfelbaum, ist es vorbei mit dem Kuchentraum. Der See zu hoch, die Wiese zu nass, das führt bei so manchem bisweilen zu Hass. Doch im Wurzacher Ried bin ich gerne gesehen, durch mich ist schon manches Gute geschehen. Ich staue das Wasser, gestalte das Moor, viele weitere Tiere kommen dort vor. Nun geht hinaus in die Natur, und sucht am mal einen Biber, dann grämt euch nicht, erfreut euch lieber. Moor-Momente: Der hat Biss – das ist gewiss Die Erlebnisausstellung MOOR EXTREM und die Ausstellung „Schmetterlinge in Realität und Imagination“ im Gewölbegang von Maria Rosengarten sind wegen der Corona-Pandemie bis auf weiteres geschlossen. Der Shop des Naturschutzzentrums ist täglich geöffnet. Bitte beachten Sie gen. mich auch ganz einfach: Biber. Im Ried, da bin ich gern zu Haus, da lebe ich mich so richtig aus. Nachdem ich lange ausgerottet war, bin ich seit 20 Jahren nun wieder da. Ich bin das größte Nagetier, auf jeden Fall in manchmal noch ein bisschen mehr. Wach bin ich bei Dämmerung und in der Nacht, am Tag hingegen ruhe ich sacht. Schwimmen und Tauchen, das liebe ich sehr, doch Laufen an Land, das fällt mir recht schwer. Für ein Leben am Wasser bin ich gebaut, die Augen schützt beim Tauchen eine Haut. Auch Ohren und Nase kann ich verschließen, so das ist ganz besonders dicht, darum friere ich nach dem Tauchen nicht. Das Naturschutzzentrum präsentiert unter der Rubrik „Moor-Momente“ regelmäßig Span- - Rieds. Dabei werden Arten vorgestellt, die die Besucher aktuell im Ried antreffen können. Seite 19