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TITELGESCHICHTE das

TITELGESCHICHTE das Dienstleistungsgewerbe oder der Handel nutzen verstärkt digitale Lösungen“, heißt es in der Auswertung der Umfrage. Besonders deutlich werde das Tempo bei der Produktivität. Die digitale Transformation erreichte mit 56 Indexpunkten und einem Plus von vier Zählern gegenüber dem Vorjahr einen neuen Höchststand. Beispiele sind verbesserte Arbeitsabläufe und Strukturen. Mobiles und flexibles Arbeiten erleichtern den Transfer von Arbeitsplätzen ins Homeoffice. Firmen bewerten ihren Digitalisierungsgrad mit einer Note von 2,9. Die Beziehung zu Kunden fragt nicht nach Lockdowns. Viele Firmen nutzen deshalb für den Kontakt digitale Kanäle und soziale Netzwerke. Dort vermarkten sie ihre Produkte und Services. Unternehmen kommunizieren so Angebote – und beraten per Video. Das scheine weitgehend gelungen: Der Indexwert für den Bereich Beziehung zu Kunden steigt im Vergleich zum Vorjahr um drei Punkte auf 58 Zähler. Viele Mittelständler hätten außerdem ihre Geschäftsmodelle mit digitalen Produkten weiterentwickelt. Hier steigt der Indexwert ebenfalls um drei Punkte auf 51. Konstant wichtig mit 68 Indexpunkten bleibe der Schutz und die Sicherheit von Daten. Klare Priorität bei Investitionen Die Corona-Krise zwinge zum Spagat zwischen Sparen und Investieren. Sinkender Umsatz und begrenzte Budgets führten zu klaren Prioritäten bei Investitionen. Dazu zählen mobile Endgeräte, Tools für Kommunikation und Kollaboration sowie VPN-Lösungen. Trotz Krise hätten 60 Prozent der Unternehmen an ihrem IT-Budget festgehalten. 18 Prozent der Unternehmen stellten ihre Investitionen dagegen zunächst zurück. Diese Unternehmen finden sich vor allem in stärker von der Krise betroffenen Branchen. Dazu zählen das Gastgewerbe sowie Kunst und Unterhaltung. Ebenso betroffen sind Technologien wie KI, Robotik, Augmented und Virtual Reality (AR/VR), aber auch generell die Digitale Innovationskultur und das Change Management. Top-Digitalisierer im Vorteil „Besonders deutlich wird der wirtschaftliche Nutzen bei den digitalen Spitzenreitern. Gemeint sind damit die zehn Prozent der Unternehmen mit dem höchsten Grad der Digitalisierung“, so die Telekom. 77 Prozent davon hätten schnell und flexibel auf die Krise reagiert. Der Wert steigt noch, wenn das Geschäftsmodell bereits vor Beginn der Pandemie weitestgehend digital war. 14

Anzeige EXPERTEN VON GEO DATA SPRECHEN ÜBER DIE DIGITALE ZUKUNFT „Die Infrastruktur ist höchst komplex verwoben“ Die Unternehmen GEO DATA und ZDE aus Westhausen sind Spezialisten für Breitbandausbau und Smart City Lösungen. Sie beschäftigen sich auf allen Ebenen mit konvergenten Netzen. Was genau das bedeutet, erklären Manuel Hommel, Prokurist, Bereichsleitung Beratung & Planung Netze bei GEO DATA und Wolfgang Weiß, Geschäftsführer des ZDE (Zentrum für Digitale Entwicklung). » Herr Hommel, GEO DATA konnte im Jubiläumsjahr 2020 und mit 30 Jahren Erfahrung inzwischen mehr als 500 Mio. Euro Fördermittel für digitale Zukunftsthemen für Kunden beantragen. Wie sehen Sie die Infrastruktur der Zukunft und was sind die kommenden Herausforderungen? Aus meiner Sicht kann die Infrastruktur der Zukunft mit folgenden Worten beschrieben werden: konvergent, digital, intelligent. Wir alle müssen uns von dem Gedanken klar getrennter Infrastrukturebenen verabschieden. Die Infrastruktur des 21. Jahrhunderts ist höchst komplex verwoben. Intelligente Energienetze ermöglichen dezentrale Energieerzeugung, -speicherung und -abgabe. Dies wird durch eine Verbindung der Energienetze mit Telekommunikationsnetzen aus Glasfaser möglich. Ebenso wachsen Mobilfunknetze sukzessive mit den Festnetzen zusammen und ermöglichen so höchstperformante Anwendungen wie autonomes Fahren. Sensoriknetze und 5G-Campusnetze werden unser Leben maßgeblich vereinfachen und dienen zum Beispiel zur Steuerung von Betriebsprozessen im industriellen Umfeld. Seit einigen Jahren beschäftigen wir uns mit allen Ebenen dieser konvergenten Netze und planen und bauen diese auf. Unsere Herausforderung als Infrastrukturdienstleister ist nun, dieser Komplexität Herr zu werden und unseren Kunden mit fachtechnischem Rat zur Seite zu stehen. Herr Weiß, der Digitale Zwilling ist sicher auch als Grundlage für Strategien und die konkrete Umsetzung von Projekten im Bereich Smart City relevant. Kann man heute schon sagen, ob Digitalisierung auch in anderen Bereichen hilft, effizienter zu werden und ergeben sich hier Anforderungen, etwa für unsere Unternehmen? Ganz klar: Der Digitale Zwilling eröffnet im Bereich Stadtentwicklung neue Dimensionen. Mit seiner Hilfe können wir Planungsprozesse optimieren und somit unsere Strategien auf ein wesentlich tragfähigeres Fundament stellen. Für die Industrie ergeben sich neue Standards durch den 5G-Rollout, genauer gesagt durch 5G-Campusnetze. Dabei reden wir nicht nur über Optimierung von bestehendem, sondern auch von gänzlich neuartigen Wertschöpfungsmöglichkeiten. Durch diese Neuerungen kommt dem Thema Weiterbildung sowohl in der Wirtschaft als auch in den Städten eine noch zentralere Bedeutung zu. Deshalb haben wir mit der ZDE-Akademie ein umfassendes Weiterbildungsangebot aufgebaut, das alle notwendigen Kompetenzen abdeckt. Herr Hommel und Herr Weiß, welchen Stellenwert haben Nachhaltigkeit und Verantwortung in diesen dynamischen Zeiten der Digitalisierung aus Ihrer Sicht für GEO DATA und ZDE? Unsere Unternehmenskultur fußt seit jeher vor allem auf Wertschätzung. Mit dieser Einstellung gewinnen wir Fachkräfte aus einem großen Einzugsgebiet und halten diese oft für sehr lange Zeit in den Unternehmen. Aspekte wie nachhaltige Gebäude, Energieeffizienz, moderne Arbeitsplätze oder ein vielseitiges betriebliches Gesundheitsmanagement sind für uns keine „Nice-to- Haves“, sondern harte Argumente der Arbeitgeberattraktivität. Damit leben wir den Mitarbeitenden die Art der Verantwortung vor, die wir uns sowohl betrieblich als auch gesellschaftlich wünschen. Zum Beispiel machen wir mit unserem Engagement für den eigenen Klimawald und eine von uns gesponserte Aussichtsplattform zur Vogel- und Naturbeobachtung Nachhaltigkeit aktiv erlebbar. 15