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Biberach kommunal 31.08.2022

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8 | 31. August 2022

8 | 31. August 2022 BIBERACH KOMMUNAL In der Stadtbücherei Werden uns Roboter ersetzen? Die Deutsche Rentenversicherung informiert Die häufigsten Rentenirrtümer Dieser Frage wird Frank Raumel, Leiter der Stadtbücherei, anhand der beiden humanoiden Roboter der Stadtbücherei nachgehen. Er stellt die zwei Roboter in ihrer technischen und kommunikativen Funktionsweise vor und erläutert die Einsatzbereiche im Medien- und Informationszentrum in einer einstündigen Präsentation. Die Zuhörenden können den Bibliotheksroboter LibRo testen und erste Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz sammeln. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 7. September, um 17 Uhr in der Lernwerkstatt der Stadtbücherei statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist unter Telefon 07351/51-498 erforderlich. Lesefrühförderung Auswahl geeigneter Bücher Frühkindliche Leseförderung beginnt bereits im Babyalter und trägt wesentlich zur sprachlichen Entwicklung bei. Wichtig ist dabei, die Bücher mit allen Sinnen zu begreifen, damit die Grundlage für Lesefreude entsteht und damit mehr Bildungschancen von Anfang an geschaffen werden. Mit der Veranstaltungsreihe „Die Buchentdecker“ informiert die Stadtbücherei mit unterschiedlichen Themen darüber, wie Leseförderung gelingen kann. Am Freitag, 9. September, um 10 Uhr dreht sich im vierten und letzten Teil der Reihe alles rund um die Auswahl geeigneter Bücher. Die Teilnehmenden können sich dabei einen Überblick über die Vorlieben der verschiedenen Altersgruppen verschaffen. Dual Career Netzwerk Frank Raumel präsentiert die beiden humanoiden Roboter. Foto: BIKO Die Veranstaltung richtet sich an Eltern und Großeltern mit Kleinkindern von ein bis drei Jahre. Die Teilnahme ist kostenfrei und auch dann möglich, wenn die ersten drei Teile nicht besucht wurden. Eine Anmeldung ist bei der Stadtbücherei unter Telefon 07351/51-498 erforderlich. Neue Netzwerkpartner aus Biberach Foto: BIKO Sie sind unverwüstlich wie Unkraut und ansteckend wie Schnupfen: Eine Reihe von falschen Aussagen zum Thema Rente machen unter Nachbarn und Kollegen immer wieder die Runde. Die Deutsche Rentenversicherung Baden- Württemberg hat sie unter dem Stichwort „Die häufigsten Rentenirrtümer“ zusammengestellt. Hier der erste von zwei Teilen der kurzen Serie. „Die letzten Jahre vor der Rente sind besonders wichtig!“ Das wird oft behauptet, ist aber falsch. Die Rentenhöhe berechnet sich aus allen bis zum Rentenbeginn zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten. Dabei werden die letzten Jahre genauso behandelt wie die anderen Beitragsjahre auch. „Rente bekomme ich erst, wenn ich 15 Jahre eingezahlt habe!“ Diese Behauptung stimmt nicht. Richtig ist: Seit 1984 ist eine Mindestversicherungszeit von nur fünf Jahren für eine Regelaltersrente erforderlich. Hierauf werden neben Beitragszeiten, zu denen auch Kindererziehungszeiten zählen, auch Ersatzzeiten und Zeiten aus einem Versorgungsausgleich, einem Rentensplitting und anteilig aus einer geringfügigen versicherungsfreien Beschäftigung (Mini-Job) angerechnet. „Ehemänner haben keinen Anspruch auf Hinterbliebenenrente“ Diese Behauptung hält sich hartnäckig, ist aber grundsätzlich falsch. Richtig ist: Seit der Reform des Hinterbliebenenrechts im Jahr 1986 sind Frauen und Männer in der Rentenversicherung gleichberechtigt. Wie hoch die Witwerrente ausfällt, hängt von dem Heiratsdatum, dem Alter des Hinterbliebenen sowie von dessen eigenem Einkommen ab. Insbesondere die Einkommensanrechnung führt jedoch in vielen Fällen dazu, dass es zu keinem Auszahlungsbetrag kommt. „Wenn ich 45 Jahre eingezahlt habe, kann ich sofort abschlagsfrei in Rente gehen!“ Diese Auffassung ist nicht richtig. Wer 45 Jahre Beiträge gezahlt hat, kann nicht sofort ohne Abzüge in Rente gehen. Ausschlaggebend für den Rentenbeginn ohne Abschläge ist das Geburtsjahr des Versicherten, denn die Altersrente für besonders langjährig Versicherte steigt stufenweise von 63 Jahre auf 65 Jahre an. „Alle müssen bis 67 Jahre arbeiten“ Das wird häufig behauptet, ist aber falsch. Richtig ist: Erst ab Geburtsjahrgang 1964 muss man grundsätzlich bis 67 Jahre arbeiten. Bei den Geburtsjahrgängen 1947 bis 1963 wird die Regelaltersgrenze stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Neben der Regelaltersrente gibt es noch andere Altersrenten, die man zwar vorzeitig, aber zum Teil mit entsprechenden Abschlägen beantragen kann. „Die Abschläge für eine vorzeitige Altersrente enden, wenn ich die Regelaltersgrenze erreicht habe“ heißt es häufig, stimmt aber nicht: Abschläge für eine Rente, die man vor der Regelaltersgrenze bezieht, gelten lebenslang und auch bei anschließend gezahlten Hinterbliebenenrenten. Dies gilt auch für die Abschläge bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Weitere Informationen gibt es bei der städtischen Rentenstelle telefonisch unter 07351/51549 oder 51208 sowie per E-Mail an rentenstelle@biberach-riss.de Boehringer Ingelheim Pharma, Gustav Gerster, Handtmann, Liebherr-Components Biberach, die Vollmer Werke und die Stadt Biberach sind die neuen Netzwerkpartner des Dual Career Netzwerk Schwabens (DCNS). Ziel ist die berufliche Vermittlung mitziehender Partnerinnen und Partner von Fach- und Führungskräften in der Region. Zudem hat das Netzwerk ein Logo erhalten. Im Januar 2022 hatten die Hochschulen Neu-Ulm, Biberach, Kempten und Ulm sowie die Universität Ulm das Dual Career Netzwerk Schwaben gegründet. Durch die Zusammenarbeit lassen sich die Serviceleistungen rund um die berufliche Vermittlung mitziehender Partnerinnen und Partnern von Professorinnen und Professoren sowie Fachund Führungskräften in der Region künftig effizienter gestalten. Interessierte Institutionen und Unternehmen können sich dem Netzwerk kostenfrei anschließen. Für weitere Informationen steht die DCNS-Koordinatorin Stephanie Bühren, Email stephanie.buehren@ hnu.de, gerne zur Verfügung. Im Abdera 70er-Party und Open-Air Im Abdera startet das Herbstprogramm am Freitag, 9. September, mit einer 70er/80er-Party. Da gilt es, richtig abzutanzen zum Sound der 70er- und 80er- Jahre mit DJ André. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 6 Euro, ermäßigt, 4 Euro. Los geht es ab 21 Uhr. Am Samstag, 10. September, ist Free Flow Open Air. Die Free-Flow-Crew lädt zum großen Open-Air auf dem PG-Nordhof, im Liliengarten und im Abdera. Verschiedenste Live-Acts und DJs, Essen- und Getränkestände laden zu einem wundervollen Tag zum Abschied der Festivalsaison. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 20 Euro, im Vorverkauf 16 Euro. Los geht es ab 17 Uhr. Weitere Informationen sind unter www.abdera-bc.de abrufbar.

BIBERACH KOMMUNAL 31. August 2022 | 9 Wieland-Gymnasium stellt im Museum aus „Rettet nicht nur das Honigbrot!“ Die bunte Welt der Falter Sommerferienprogramm In der Naturkundeabteilung des Museums können Kinder die bunte Welt der Falter erkunden. Anschließend können sie ihren Favoriten naturgetreu selbst aus Fimo gestalten. Für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Kosten: 3 Euro pro Kind. Termin: Donnerstag, 8. September von 14 bis 16 Uhr. Foto: BIKO Die Ausstellung „Rettet nicht nur das Honigbrot!“ zeigt Werke von Schülerinnen und Schülern der Klassen 8C und D des WG. Foto: BIKO Im Rahmen der Bildungspartnerschaft Schule-Museum ist die Ausstellung „Rettet nicht nur das Honigbrot!“ des Wieland-Gymnasiums noch bis 9. Oktober im Museum zu sehen. Die Ausstellung zeigt Werke von Schülerinnen und Schülern aus dem Profil Bildende Kunst (BK- Profil) der Klassen 8C und D und macht gemeinsame Bildungsarbeit sichtbar. Die Ausstellung in der Abteilung Naturkunde kreist um die Themen Artensterben und Klimakrise. Das Umweltprojekt startete im November 2021. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8C und D, BK-Profil, und ihre Lehrerin Salla Kuhmo-Winkler besuchten die damalige Sonderausstellung „Bienen & Co“ im Museum. Sie tauchten in die bunte und artenreiche Welt der Insekten ein. Sie erwarben Wissen und nahmen die Insekten zeichnerisch genau unter die Lupe. Das Artensterben stimmte die Schülerinnen und Schüler nachdenklich. Eine intensive Auseinandersetzung wurde angestoßen und in den Unterricht überführt. In den folgenden Monaten wurden künstlerische Techniken und Ausdrucksformen anhand der Themen Artenschutz und Klimaschutz umgesetzt. Auch inhaltlich wurde weitergearbeitet, beispielsweise erhielt die Klasse Besuch Museum vom NABU Biberach. Das wachsende Wissen um die Krisen ließ bei den Schülerinnen und Schülern die Frage aufkommen: Was können wir für die Insekten tun? Und was hat das Ganze mit Bildender Kunst zu tun? Aus Zeichnungen entstanden Radierungen. Überlebensgroße Malereien von Lebensmitteln, welche von der Insektenbestäubung abhängig sind, wurden erstellt. Auf dem Marktplatz wurde eine Performance umgesetzt. Flyer und Sticker begleiteten diese Kunstaktion. Auch Seedbombs wurden hergestellt und ausgeworfen. Das alles ist noch nicht genug. Denn für die Klasse war nun klar: Sie wollen Einfluss nehmen auf die Dinge, die in ihrer Macht liegen. Die Schülerinnen und Schüler änderten ihr Verhalten. Daher stellten sie Commitments für drei Wochen auf, denn nach 21 Tagen bildet sich eine neue Gewohnheit. Das Ergebnis wurde im Juli in einer Performance im Museum unter dem Motto „Politischer Fruchtsalat“ präsentiert. Mit der Ausstellung „Rettet nicht nur das Honigbrot!“ gelangt das Projekt nun an den Ort seines Ursprungs, das Museum, zurück. Weitere Informationen über die Ausstellung sind unter www.museum-biberach. de/ausstellungen abrufbar. Führungen durch die Sonderausstellung Das Museum Biberach zeigt momentan die Sonderausstellung „Ankommen 1945–1960“ zum Thema Flüchtlinge und Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Ausstellung will das Gefühl der Ausgrenzung nachvollziehbar machen, wie es Tausende Flüchtlinge und Vertriebene in Biberach in den 1950er-Jahren empfunden haben. Mit privaten Erinnerungsstücken und Großfotos aus dem Biberacher Stadtbild soll der Besucher einen Einblick in das damalige Leben bekommen. Hörstationen mit Originalaussagen von Flüchtlingen und Vertriebenen sowie zeitgenössische Filmausschnitte steigern die Eindringlichkeit der Darstellung. Die nächsten Führungen sind am Donnerstag, 1. September, um 18 Uhr mit Ina Billwiller und am Sonntag, 4. September, um 11 Uhr mit Claudia Manall und um 15 Uhr mit Ina Billwiller. ITZ Plus: Laborausrüstung der Hochschule EU fördert mit weiteren 800 000 Euro Das Innovations- und Technologietransferzentrum Plus (ITZ Plus) erhält zusätzlichen Aufwind aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, die als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie finanziert sind. Ein Antrag der Hochschule Biberach (HBC) im Förderprogram REACT-EU wurde bewilligt und so fließen weitere rund 800 000 Euro in die Erstausstattung der Hochschulforschungsbereiche im Transfergebäude ITZ Plus. Zuvor war es der HBC bereits gelungen, Haushaltsmittel in gleicher Höhe im aktuellen Hochschulfinanzierungsvertrag (HoFV II) sicherzustellen. „Unsere Verhandlungen mit der Landesregierung waren erfolgreich und machen deutlich, dass das Land hinter dem Biberacher Standort steht“, sagt Kanzler Thomas Schwäble. Mit den Geldern könnten insbesondere die technisch sehr anspruchsvollen Labore für Biotechnologie und Energie ausgestattet werden, die die Hochschule in dem Gebäude nutzen wird. Das Gebäude, das derzeit im Industriegebiet Aspach entsteht, und Anfang kommenden Jahres in Betrieb geht, soll „als Innovationsmotor für die Region fungieren und Technologietransfer in die regionale Wirtschaft sicherstellen“, erläutert der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft ITZ Plus, Nikolaus Hertle. Dabei kommt der HBC als Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) eine zentrale Rolle zu. Die Flächen werden künftig für Forschungszwecke und Kooperationsprojekte von Wirtschaft und Wissenschaft genutzt. In der Gebäude- und Energietechnik wird unter anderem untersucht, wie Supermärkte energieeffizient betrieben werden können; dafür wird das Transferzentrum mit einem Modellsupermarkt und einer Umweltsimulationskammer ausgestattet sowie einem Labor für Gleichstromanwendungen in der Industrie. Auch das Gebäude selbst wird als Forschungsobjekt betrachtet. Weiterhin erhalten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultät Biotechnologie eine Ausstattung auf dem aktuellen technischen Stand, etwa einen modernen Gaschromatograph zur Analyse von chemischen Substanzen sowie eine Parallelfermentationsanlage, in der Säugerzellen zur Entwicklung von Biopharmazeutika kultiviert werden. Den Betrieb des Transferzentrums hat die dafür gegründete Betreibergesellschaft übernommen, an der die Stadt 90 Prozentanteile hält. Das Team rund um Geschäftsführer Hertle wird Unternehmen dabei begleiten, passgenaue Lösungen für Zukunftsfragen zu finden, die Globalisierung, Digitalisierung und der zwingende Wandel zu nachhaltigen Produkten für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in allen Bereichen der Industrie mit sich bringen. Gemeinsam mit der Gründerinitiative der Hochschule soll zudem Gründern und Startups das notwendige Rüstzeug für die Umsetzung ihrer Geschäftsideen an die Hand gegeben werden. Beide Zielgruppen – Unternehmen wie Gründungswillige – finden im ITZ Plus und damit in unmittelbarer Nähe zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Hochschule Räumlichkeiten. „So stellen wir den Transfer aus der Forschung in die Anwendung auf kürzestem Weg sicher“, so der Geschäftsführer. Am Campus Aspach der Hochschule Biberach entsteht das ITZ Plus. Foto: HBC