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Biberach kommunal 31.08.2022

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4 | 31. August 2022

4 | 31. August 2022 BIBERACH KOMMUNAL Fraktionen im Gemeinderat Neue Kindertagesstätte Hirschberg Trotz immenser Kostensteigerung wurde im Gemeinderat vor der Sommerpause der Vergabe für den Neubau der sechsgruppigen Kindertagesstätte Hirschberg zugestimmt. Die Firma Fritschle, die den Auftrag als Generalunternehmer nach europaweiter Ausschreibung und Eingang von drei Angeboten erhalten hat, möchte umgehend in die weitere Planung einsteigen. Deshalb wurde die Beschlussvorlage auch direkt im Gemeinderat beraten. Der nächste Bauausschuss tagt erst Ende September. Die Kosten lagen im Februar 2021 bei 7,6 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung weiterer Steigerungen rechnet die Firma Fritschle als Generalunternehmer nun mit Kosten von rund neun Millionen Euro. Die Firma Fritschle hat sich für einen Holzbau mit massivem Sockelgeschoss entschieden. Die Bauweise der anderen Anbieter unterschied sich nur unwesentlich. In der Fraktion wurde intensiv über die Beschlussvorlage diskutiert. Eine Kostensteigerung von 19 Prozent ist gewaltig. Allerdings sehen wir den Bedarf an Kita-Plätzen in Biberach und sehen keine andere Möglichkeit, als dem Beschluss zuzustimmen. Die nächste große Herausforderung wird es sein, genügend Personal für die sechsgruppige neue Einrichtung zu finden. Kontakt: Heike Ladel, E-Mail: heike. ladel@stadtrat-biberach.de Zeitenwende Pandemie, Inflation, Hitzerekord, Energieknappheit, Waldbrände, Hochwasserkatastrophe, Krieg, Fischsterben in der Oder: Apokalypse? Science Fiction? Zukunftsroman? Nein das sind einmal Abendnachrichten jetzt im August und das alles in Europa, vor unserer Haustür. Wir fahren in Urlaub (selbst den kann man umweltverträglicher gestalten), wir feiern und das ist auch gut so, denn wir dürfen den Mut und den Optimismus nicht verlieren. Das brauchen wir mehr denn je, um zu handeln, um zu tun, was schon lange dringend geboten ist. Mehr Grün in der Stadt und weniger Verkehr, keine neuen Straßen, neue Mobilität. Energie neu denken, einsparen. Schön wäre es, wenn wir diese und viele andere zukunftsweisende Projekte auf den Weg bringen könnten. Gerade bei uns wäre dies machbar. Wir haben im Gegensatz zu anderen Kommunen noch die finanziellen Mittel, um Projekte auf den Weg zu bringen. Nicht vergessen dürfen wir Mitbürger, die jetzt auch noch durch steigende Energiekosten und wachsende Inflation unverschuldet in finanzielle Schieflage kommen. Auch als Kommune gibt es da durchaus Spielraum, ihnen jetzt unter die Arme zu greifen. Denn jetzt sollte es ja wirklich der Letzte begriffen haben, dass akuter Handlungsbedarf besteht; die Zukunft, in der unsere Enkel auch noch ein lebenswertes Leben haben sollen, hat längst begonnen. Tragen wir das uns Mögliche dazu bei, wir haben es noch in der Hand. Heute und morgen, an jedem Ort, möge er auch noch so klein sein. Kontakt: Josef Weber, Telefon: 07351/ 8896, E-Mail: webers_jo@web.de Neubau Kita Hirschberg Auch wenn das Neubaugebiet Hirschberg noch nicht realisiert ist, soll trotzdem jetzt schon in diesem Gebiet eine Kindertagesstätte gebaut werden. Was auch richtig ist, denn der Kindergartenbedarfsplan hat eindeutig ergeben, dass rund um den Hirschberg zeitnah zahlreiche zusätzliche Kindergartenplätze benötigt werden. Außerdem soll nach der Meinung der Freien Wähler der Kindergarten schon fertig sein, wenn die ersten neuen Bewohner des Hirschbergs einziehen. Eine Wiederholung der Situation vom Baugebiet Hauderboschen, als die Kinder schon längst da waren, aber leider keine Kindertagesstätte, wollen wir vermeiden. Daher wurde 2021 beschlossen, eine 6-gruppige Einrichtung zu bauen, um jetzigen und zukünftigen Bedarfen gerecht zu werden. Der Bau wurde europaweit ausgeschrieben und brachte eine dank der Baupreissteigerungen in letzter Zeit erwartbare Preiserhöhung von 1,5 Mio € mit sich. Um weitere unliebsame Kostenüberraschungen wenigstens einzudämmen, wurde im Leistungsverzeichnis eine Gleitklausel zur Anpassung der Vergütung verbindlich vereinbart. So kann zumindest die Hälfte der Baupreisindexveränderung ausgeglichen werden. Die größte Herausforderung liegt aber noch im Finden von geeignetem Personal, denn ohne kann auch der schönste Kindergarten nicht betrieben werden. Wir hoffen, dass ein qualitätsvoller Neubau mit tollen Konzepten für viele Erzieherinnen einen attraktiven Arbeitsplatz darstellt. Kontakt: Flavia Gutermann, Tel. 12719, Mail: flavia@gutermann-bc.de Die Stadt braucht mehr Menschen, die für sie arbeiten! Hoffentlich haben sie sich gut erholt: die Menschen, die für uns bei der Stadt arbeiten. Sie tragen eine große Verantwortung: Eben hat der Gemeinderat ein anspruchsvolles Investitionsprogramm für die kommenden Jahre beschlossen. Da müssen sorgfältige Planungen und aufwendige lich, wenn Projekte geschoben werden müssen, weil es an Personal fehlt. Das passt nicht zu einer Stadt mit erfreulichem wirtschaftlichen Erfolg. Das passt auch nicht zu einer Stadt, die eine liebenswerte Heimat sein will, gerade für viele Neuankömmlinge. Diese haben ein Recht auf einen kompetenten öffentlichen Service. Bald beginnen die Haushaltsplanberatungen. Für uns als SPD ist Zuschussanträge erarbeitet werden. wichtig: Wer bei der Stadt arbeitet, soll Und das alles mit einer – was wir immer schon als Problem benannt haben – äußerst knappen Personaldecke. Es ist ja gut, dass aus der Kommunalpolitik Ideen zur Stadtentwicklung kommen. Und es gibt unbestritten „Problemzonen“, die nach Lösungen verlangen (Schulsanierungen, der ÖPNV, Hochwasserschutz, der Hirschberg und weiterer Wohnungsbau). Nicht nur für Gemeinderäte, auch für Bürgerinnen und Bürger ist es ärger- das unter guten Bedingungen können: Zeit haben für Sorgfalt, genügend Kolleginnen und Kollegen, um Lasten auf mehrere Schultern verteilen zu können, ein vertrauensvolles Klima am Arbeitsplatz. Wir wissen: Die Stadt ist eine gute Arbeitgeberin. Aber es braucht Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Verwaltung. Kontakt: Lutz Keil, E-Mail: Lutz.keil@ gmx.de Für die Beibehaltung der soliden Finanzsituation der Stadt Biberach Vor der können. Erheblich erschwert wurde Sommerpause die Entscheidung für uns durch die hat schmerzhafte Kostenerhöhung von der Gemeinderat sieben auf 8,5 Millionen Euro. So haben der schlüsselfertigen Vergabe für die sich die Baukosten für eine Kindergartengruppe im Lauf weniger Jahre um Kindertagesstätte Hirschberg trotz eine halbe Million erhöht. Die deutlich Bedenken zugestimmt. Richtig ist es, den Bau rechtzeitig zu beginnen, um gestiegenen Rohstoffpreise, die teuren Energie- und Personalkosten die notwendigen Betreuungsplätze haben das Vorhaben kostenmäßig in für das neu entstehende Wohngebiet Hirschberg pünktlich bereitstellen zu die Höhe getrieben. Es ist zu erwarten, dass auch die weiteren notwendigen Bauvorhaben der Stadt (zum Beispiel die Sanierung des Pestalozzi-Gymnasiums und der Mittelbergschule) eine ähnliche Tendenz aufweisen werden. Als FDP-Fraktion planen wir, bei den diesjährigen Haushaltsberatungen die Ausgaben genau zu prüfen. Wir wollen uns vorrangig auf die Finanzierung von Pflichtaufgaben der Kommunen konzentrieren. Die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt muss trotz schwieriger werdender Rahmenbedingungen auch in den nächsten Jahren gesichert sein. Die derzeit hohe Inflation und die unsichere Wirtschaftslage, beeinflusst durch den Ukrainekrieg, erfordern konsequentes Handeln bei den Kernaufgaben und Zurückhaltung bei der Finanzierung freiwilliger Leistungen. Ihre FDP-Fraktion – vernünftig, konsequent, verlässlich. Kontakt: Hildegard Ostermeyer, E-Mail: hilde. ostermeyer@gmail.com Für die Inhalte dieser Seite sind die jeweiligen Fraktionen und Fraktionsgemeinschaften verantwortlich.

BIBERACH KOMMUNAL 31. August 2022 | 5 Umgestaltung Wielandstraße und Umfeld Die Arbeiten sind im Zeitplan Bei einem Vororttermin besprachen die Vertreter der Verwaltung das weitere Vorgehen der Bauarbeiten im Bereich Wielandstraße – Consulentengasse. Erfreulich ist: Die Arbeiten sind im Zeitplan. Vertreter der Stadt und der beteiligten Firmen haben den weiteren Bauablauf besprochen. Wenn das Wetter, das für die Baustelle bisher sehr günstig war, weiter mitspielt und es keine weiteren Materialengpässe gibt, sollte die Maßnahme im November abgeschlossen werden können. Die Firma Grüner und Mühlschlegel aus Biberach ist mit den Bauarbeiten beauftragt. Seit dem Baubeginn am 14. März wurde bereits die Wielandstraße ausgebaut. Dort fehlen nur noch der bituminöse Feinbelag und Bäume, deren Pflanzung im Herbst vorgesehen ist. Mittlerweile wurden auch die ausstehenden Pflastersteine für den Fahrbahnbelag geliefert. Konkret ging es um Steine in dunklerer Farbe, die gefehlt hatten. Durch Steine in unterschiedlichen Farben sind Verschmutzungen weniger problematisch. Jetzt sind Pflastersteine in 18er Stärke für knapp 700 Quadratmeter Fahrbahnfläche vorhanden, die in circa zwei Wochen von einem fünf Mann starken Trupp verlegt werden. Zunächst sind die Randeinfassungen in der Consulentengasse und die Pflasterung an der Einmündung in die Weberberggasse an der Reihe, gefolgt vom Fahrbahnbereich vor dem Ochsenhauser Hof Richtung Consulentengasse und dem Asphalteinbau in der Consulentengasse. Gearbeitet wird in zwei Bauabschnitten, um die Anlieger möglichst wenig einzuschränken und die Geschäfte und Einrichtungen so gut wie möglich erreichbar zu halten. Die Durchfahrt vom Bismarckring zum Foto: BIKO Marktplatz ist weiterhin nicht möglich. Wie es mit dem Belag im direkten Umfeld des Ochsenhauser Hofs weitergeht, wird sich voraussichtlich erst im kommenden Jahr klären. Zuvor sind zwischen den Beteiligten verschiedene Fragen, insbesondere die Haftung, zu klären. So lange können keine Veränderungen vorgenommen werden. Serie Energiespartipps Teil 2: Energiesparen im Büro Stromsparen hat eine unmittelbare Auswirkung auf den eigenen Geldbeutel. Kleine Handgriffe erzielen manchmal eine große Wirkung. In einer Serie wollen wir in den nächsten Wochen Tipps geben, wie man Energie sparen kann. In Folge eins ging es um Energiesparen im Alltag und Haushalt. Heute Folge zwei: Energiesparen im Büro. Tipp 1: Netzschalter ziehen Wer längere Tage nicht im Büro ist, sollte den Netzschalter der elektronischen Geräte ziehen oder an Steckerleisten den Kippschalter umlegen, um Standby-Kosten zu reduzieren. Tipp 2: Tipps für die Büroküche Ebenso wie zu Hause ist es sinnvoll, den Geschirrspüler erst anzustellen, wenn dieser vollständig befüllt ist. Wer mitgebrachtes Essen in der Mikrowelle erwärmt, spart im Vergleich zum Herd viel Strom. Das macht das Energiesparen zum Kinderspiel. Tipp 3: Auf LED-Leuchtmittel setzen Wenn es draußen hell ist, reicht es meist aus, das Tageslicht am Arbeitsplatz zu nutzen. Bei einsetzender Dunkelheit oder wenig Licht von draußen, sollte man energiesparende Beleuchtung beziehungsweise LED-Leuchtmittel einsetzen. Halogen-Lampen sind typisch für Büroräume. Bei ständiger Ausleuchtung des Raumes ist es aber sinnvoll, diese durch LED-Beleuchtung auszutauschen. Tipp 4: Laptop statt PC Wer im Homeoffice arbeitet und einen Laptop nutzt, macht alles richtig. Denn Laptops verbrauchen viel weniger Energie als feststehende PCs. Die Stromkosten kann man also auch damit reduzieren. Tipp 5: Energiesparmodus nutzen Man sollte den Energiesparmodus oder Ruhezustand beim Computer nicht unterschätzen. Deshalb sollte man die Geräte entweder vollständig ausschalten oder den Stromsparmodus nutzen, wenn man den Arbeitsplatz verlässt. Man kann seinen Computer oder Laptop so einrichten, dass dieser nach spätestens 15 Minuten Inaktivität automatisch in den Energiesparmodus wechselt. Weitere Tipps finden sich unter www.ewa-riss.de/de/Strom/Stromspartipps/ Renaturierung der Riß Führungen über die Baustelle Seit Anfang Juni finden in Biberach rund um die Rißinsel die Bauarbeiten zur Renaturierung der Riß statt. Wer sich über den aktuellen Stand der Renaturierung informieren möchte, kann an einer kostenlosen Führung über die Baustelle mit dem Planungsbüro 365° freiraum + umwelt aus Überlingen teilnehmen. Der nächste Termin ist am Freitag, 9. September. Die Führung dauert circa 1,5 Stunden und startet um 17 Uhr. Treffpunkt ist die Haberhäuslebrücke. Im Rahmen der Renaturierungsmaßnahme wird die Riß ober- und unterhalb der Haberhäuslestraße aus ihrem bisher begradigten, mit Steinen befestigten Flusslauf befreit. Das Gewässer wird naturnah umgestaltet und ihm mehr Raum für seine natürliche, eigendynamische Entwicklung gegeben. Dadurch kann eine größere Artenvielfalt rund um die Riß entstehen. Dies gilt sowohl für Tiere und Pflanzen im Wasser als auch an Land. Foto: BIKO