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Biberach kommunal 29.06.2022

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6 | 29. Juni 2022

6 | 29. Juni 2022 BIBERACH KOMMUNAL vhs-Kurstipps In folgenden Kursen gibt es noch freie Plätze: Sonntag, 3. Juli Pétanque-Boule-Spieltag Unter der Leitung von Rolf Wetzel wird von 14 bis 16 Uhr auf dem Gigelberg Pétanque-Boule gespielt. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Beginn: Mittwoch, 6. Juli Hybrid: Wirbelsäulen- und Entspannungsgymnastik Bei dem vierteiligen Kurs, jweils mittwochs von 8.30 bis 9.30 Uhr, wird viel in die Aufrichtung trainiert sowie Kraft und Beweglichkeit gefördert. Die Teilnahme ist vor Ort in der vhs, aber auch über Zoom möglich. Donnerstag, 7. Juli Online: Videokonferenz mit Zoom In dem Onlineseminar von 19 bis 20.30 Uhr lernen die Teilnehmenden, wie sie mit Zoom eigene Meetings erstellen, planen und abhalten können. Sie erhalten einen Überblick zu den Programmfunktionen und Möglichkeiten, die dort zur Verfügung stehen. Freitag, 8. Juli Waldwanderung Im Rahmen der Reihe „Lebensfreude erhalten – aktiv bleiben!“ findet von 15 bis 17 Uhr eine gemütliche Waldwanderung statt. Der ehemalige Forstdirektor Hans Beck geht dabei auf die Geschichte des Biberacher Waldes, die moderne Waldwirtschaft und aktuelle Herausforderungen ein. Treffpunkt: Parkplatz am Burrenwald. Professionelle Diagramme in Excel Von 18.30 bis 21.30 Uhr geht es um die Erstellung und Formatierung unterschiedlicher Diagrammtypen sowie die Anpassung von Diagrammstrukturen in Excel. Samstag, 9. Juli Achtsamkeit in der Fotografie – Wege zur inneren Ruhe Wie kann man durch Fotografie zur häufig erwünschten inneren Ruhe kommen? Dieser Frage wird im Workshop von 10 bis 17 Uhr durch Bildbetrachtung und Bildbesprechung nachgegangen. Anschließend werden die neuen Erkenntnisse in fotografischen Übungen umgesetzt. vhs: Grünräume erleben Der Stadtgarten Heiterer Abend mit Gunther Dahinten „Schützen lebt!“ Unter dem Titel „Schützen lebt“ präsentiert Gunther Dahinten am Freitag, 15. Juli, um 19 Uhr in der vhs, Raum 25, eine bunte Mischung an Texten, Gedichten und Anekdoten zum Schützenfest. Juli bedeutet Schützen-Feeling. In einer heiteren Stunde unter dem Motto „Schützen lebt“ möchte Gunther Dahinten alle Interessierten auf das bevorstehende Fest einstimmen, sozusagen ein kleines Schützenfest im Kopf und im Herzen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer dürfen sich auf unterhaltsame Texte freuen, die Gunther Dahinten zusammengetragen hat und in bester Schützenlaune vorträgt. Sie kommen auch aus dem schönen Erinnern. So wird zum Beispiel davon die Rede sein, dass es Foto: BIKO Die Grünräume in Biberach laden immer wieder zum Entdecken ein. Am Mittwoch, 6. Juli, von 17 bis 19 Uhr führen Stadtgärtner Ralf Mutschinski und Jürgen Kley vom Stadtplanungsamt durch den Stadtgarten. Bei einem Spaziergang lernen die Teilnehmenden die historische Entwicklung und das Gestaltungskonzept des Stadtgartens kennen. Dabei werden auch die Konzeption und Pflanzenarten der Wechselanpflanzung und an öffentlichen Gebäuden sowie die Stauden und Gehölzanpflanzungen vorgestellt. Treffpunkt ist am Haupteingang der vhs. Die Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung aber erforderlich. vor 25 Jahren ein Maienschützen gab, dass vor 50 Jahren das Frauenberufliche Gymnasium mit seinem neuen Fanfarenzug antrat, dass vor 75 Jahren das Fest nach dem Weltkrieg wieder seinen Aufschwung nahm und dass die Trommler des Wieland-Gymnasiums mit einem „Hundertjährigen“ ins Blickfeld rücken. Gedichte und Anekdoten, zum Beispiel übers Milzle und das Bier, werden nicht fehlen, auch nicht neue Strophen vom Nachtwächter. Die Teilnahme kostet 8 Euro. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich. Das Schützenfest findet in diesem Jahr vom 15. bis 24. Juli statt. Alle Informationen rund um das Schützenfest, beispielsweise zu den einzelnen Veranstaltungen, finden sich unter www. biberacher-schuetzenfest.com. vhs Biberach Einführung in „The Peacemakers“ Das Musikwerk „The Peacemakers“ von Karl Jenkins ist Thema eines Vortrags von Ralf Klotz am Dienstag, 12. Juli, um 19 Uhr in der vhs, Raum 25. Von der allumfassenden Kraft der Musik ist immer wieder die Rede – und wenn es heute einen Komponisten gibt, der mit seinen monumentalen und ausdrucksstarken Klangvisionen tatsächlich Menschen aller Kontinente, Länder und Kulturen in seinen Bann zieht, dann ist es Karl Jenkins. Seit einigen Jahren beschäftigt sich der Klangmagier aus Wales vor allem mit sakralen Projekten, die sich über Religionsgrenzen hinwegsetzen und die versöhnenden Kräfte der Menschen heraufbeschwören. So auch im Oratorium „The Peacemakers“. Es ist eine Hommage an Menschen, die sich für den Frieden eingesetzt haben. Überwiegend reflektiert es große, globale Friedensstifter des 20. Jahrhunderts wie Mahatma Gandhi, Dalai Lama, Martin Luther King und Nelson Mandela. Ralf Klotz, Kirchenmusiker an der Stadtpfarrkirche St. Martin, führt in die Hintergründe, Textzusammenstellung und Musik dieses monumentalen, immer populärer werdenden Musikwerkes ein. Der Abend wird illustriert mit Klangbeispielen und Chorausschnitten. Die Teilnahme kostet 8 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich. Zusammen in Zusammen in Vielfalt Programm vhs Biberach Februar 2022 bis Juli 2022 Einfach mehr Wissen Programm vhs Biberach Februar 2022 bis Juli 2022 Einfach mehr Wissen Vielfalt lt Anmeldung unter www.vhsbiberach.de oder per E-Mail an vhs@biberach-riss.de. Telefonisch montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr und mittwochs durchgehend bis 18 Uhr unter Telefon 07351/51-338. Wer im vielfältigen Kursangebot der vhs stöbern möchte, findet das aktuelle Programmheft online unter www.vhs-biberach.de. Zudem liegt das Programmheft ausgedruckt in der Stadt aus.

BIBERACH KOMMUNAL 29. Juni 2022 | 7 Ministerin Theresa Schopper informiert sich über das Pilotprojekt von vhs Biberach und Laupheim „Ein Booster für die Digitalisierung auf dem Land“ Die Digitalisierung im ländlichen Raum bietet große Chancen. Aber sie funktioniert anders als in Metropolen: Sie ist aufwendiger, braucht mehr Personal, mehr Strukturen und mehr Geld zur Finanzierung. In genau diese Richtung stößt eine Weiterbildungsoffensive der Landesregierung: „Die digitale vhs im ländlichen Raum“. Damit werden seit September 2021 (bis September 2022) vier digitale Pilotprojekte gefördert – mit im Boot: eine Kooperation zwischen den Volkshochschulen Biberach und Laupheim. Jetzt hat sich Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) vor Ort ein Bild gemacht – und sie war sichtlich beeindruckt. „Kein Übel ohne Nutzen“, sagte Oberbürgermeister Norbert Zeidler bei seiner Begrüßung der Ministerin in den Räumen der Biberacher vhs: Die Corona-Pandemie habe die Umsetzung von Digitalstrategien an Schulen und Volkshochschulen beschleunigt. Dieses Projekt sei bundesweit einmalig und biete den beiden Kooperationspartnern – vhs Biberach und vhs Laupheim – große Chancen. Und man werde dankenswerterweise opulent gefördert vom Land mit 180 000 Euro plus 34 000 Euro für die notwendige Hardware. Zwischen den beiden Volkshochschulen gibt es seit Längerem eine Kooperation. Durch die Pandemie sei diese Zusammenarbeit weiter ausgebaut worden, sagte Effi Holland, die Leiterin der vhs Biberach, insbesondere das digitale Angebot in einem Pilotverbund. Das Projekt strahle aus in die gesamte Region Donau- Iller, die im Westen bis Riedlingen und im Osten bis ins IIlertal reiche und damit rund 520 000 Einwohner und Einwohnerinnen erfasse. Von den 2021 angebotenen Kursen seien 45 Prozent digital gelaufen (komplett online oder hybrid, also gemischt), erklärte Effi Holland – anfangs, zugegebenermaßen noch teilweise improvisiert, inzwischen weitgehend professionell. Eingeschlossen in das Digitalkonzept sind auch Kooperationen mit Seniorenvereinigungen. Dabei ging es um die Nutzung von Zoom für Senioren, um Einzelberatungen durch PC-Trainer, Vorträge und Kurse, teils hybrid, teils gestreamt in den Räumen der Senioreneinrichtungen. Auch die Vernetzung mit weiteren Akteuren etwa bei der aktuell laufenden „Woche der Artenvielfalt“ mit dem BUND, dem Nabu und dem Schwäbischen Albverein sei gelungen. Christian Walz, der Seniorenbeauftragte Bei ihrem Besuch in der Volkshochschule Biberach besichtigte Ministerin Theresa Schopper auch das Film- und Tonstudio der vhs, in dem Onlineveranstaltungen aufgezeichnet und gestreamt werden, und einen Kurs für Erstorientierung ukrainischer Mütter und ihrer Kinder, in dem Grundlagen in Deutsch gelernt werden sollen (Bild unten). Auf dem Bild (von links im Vordergrund): Oberbürgermeister Norbert Zeidler, Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger, Ministerin Theresa Schopper, Sabine Zolper, die Leiterin der vhs Laupheim, und Effi Holland, Leiterin der Biberacher vhs, die das Filmstudio vorstellt. Fotos: BIKO der Stadt, lobte diese Zusammenarbeit. Gerade alte Menschen und Menschen mit Behinderung, die während Corona stark unter Vereinsamung gelitten hätten, bräuchten Zugang zu solchen Angeboten und Hilfe bei der Umsetzung. Das sei eine große Chance der Teilhabe für diese benachteiligten Gruppen. Wesentlich sei jetzt, dass diese Strukturen bestehen blieben. Sabine Zolper, die Leiterin der vhs Laupheim, widmete sich dem Thema „Integration und Deutschkurse“, garniert mit einer Live-Video-Schaltung in einen Deutschsprachkurs an der vhs-Laupheim. Sabine Zolper ließ wissen, viele Zugewanderte, die seit Jahren hier auf dem Land lebten, hätten bisher keinen Zugang zu Onlinekursen gehabt, und der schlechte Busverkehr mache es für diese Menschen schlicht unmöglich, Kurse in einer vhs zu besuchen. Hier könnten digitale Angebote Abhilfe schaffen. „Es geht um den Aufbau virtueller Klassenzimmer und hybrider Kursgestaltung“, sagte Zolper. Dass das Bundesamt für Migration seit 1. März genau diese digitalen Sprachkurse nicht mehr erlaube, sei falsch. Hier werde der ländliche Raum einfach vergessen. Sie appellierte an die Ministerin und den anwesenden Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger, hier ihren Möglichkeiten entsprechend gegenzusteuern. „Das Digitalisierungsprojekt ist eine große Chance für den ländlichen Raum“, betonte Zolper. „Gestärkt aus der Krise“ Ministerin Schopper sagte, die Volkshochschulen hätten schwer unter Corona gelitten. Dieses Projekt, eines von vier im gesamten Land, biete die Chance für die Volkshochschulen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Die Pandemie sei der Booster für die Digitalisierung gewesen. Corona habe Schnelligkeit und Dynamik verstärkt. Und gerade im ländlichen Raum sei die Digitalisierung immens wichtig und damit die Vernetzung und die Kooperationen, weil man auf diesem Weg eine wesentlich größere Reichweite habe. Mit dieser Offensive schlage man ein neues Kapitel der vhs-Arbeit auf. Tobias Diemer, der Direktor des vhs-Verbandes Baden-Württemberg, meinte, das Projekt zeige, dass man heute einen großen Schritt weiter sei in Bezug auf die Digitalisierung des ländlichen Raumes. Man erreiche dadurch mehr und neue Personen. Jetzt gelte es, das Aufgebaute zu verstetigen. Er hoffe, dass es weitere Förderung über den Projektzeitraum hinaus gebe. Zentrale Aufgabengebiete für den Projektfortgang sind jetzt: die Weiterentwicklung der digital/hybriden Angebote; der Aufbau von Digitalisierungsnetzwerken mit weiteren Partnern; die Qualifizierung der Bevölkerung für die digitale Teilhabe, das heißt, persönliche Ansprache und Betreuung, die Zusammenstellung eines mobilen Teams mit Digitalmentoren, die „über die Dörfer reisen“ und vor Ort qualifizieren; die Unterstützung durch individuellen Support (via Zoom, Telefonhotline). Schließlich die weitere Vernetzung mit den ländlichen Volkshochschulen der Region (Alb-Donau-Kreis, Illertal, Riedlingen, Ehingen, Schelklingen-Blaubeuren-Laichingen) und die Übertragung der modellhaften Strukturen auf die gesamte Region. Der Mehrwert dieser Digitalisierung sei letztendlich die Gewinnung neuer Zielgruppen im ländlichen Raum für die Volkshochschulen und die Vermittlung digitaler Kompetenzen, bemerkte Effi Holland abschließend.