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Biberach kommunal 29.06.2022

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14 | 29. Juni 2022

14 | 29. Juni 2022 BIBERACH KOMMUNAL Streiflichter aus der Geschichte Biberachs Der Maler Anton Braith (Biberach 1836–1905) Anton Braith, „Selbstbildnis Anton Braith“, 1892, Staatsgalerie Stuttgart „Anton Braith, geboren den 2ten September 1836 zu Biberach in Württemberg, Sohn eines Landmannes, besuchte ich die Elementarschule und Zeichnungsschule daselbst; mein erster Lehrer im Zeichnen war der dort lebende Genremaler Johann Baptist Pflug. 1851 bezog ich die Kunstschule in Stuttgart, 1860 ging ich zu weiterer Ausbildung nach München, wo ich mich selbständig ganz der Thiermalerei widmete und allein die Natur zu meinem Vorbilde nahm. Bei der damals herrschenden realistischen Richtung der Schule Pilotys wirkte deren Einfluß günstig auf mich, obgleich ich nie Schüler desselben wurde. Ich wählte München zu meinem ständigen Aufenthalt, machte Reisen nach Paris, London, Rom, Neapel, Sicilien, Norddeutschland, Tirol, der Schweiz u.a. Meine Bilder befinden sich meistens in England und Amerika, in deutschen Gallerien, der Nationalgalerie in Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, Wiesbaden. Erhielt Auszeichnungen, große goldene Ehrenmedaille München Internationale Ausstellung 1869, kleine goldene Medaille Düsseldorf, Wien etc. etc. und Ritter des Friedrichs-Ordens I. Classe Württemberg. München, den 26. November 1888. Anton Braith.“ So lautet seine kurze Selbstbiografie. Der Vater Anton Braith (1799–1881) war Tagelöhner und Bürger Birkenhards, seine Mutter Marianne geb. Härle (1805–1880) stammte aus Warthausen; sie heirateten 1829 in Birkenhard, wo die Familie zunächst auch lebte, bis der Vater dann 1847 in Bergerhausen Verwalter eines kleinen Gutes wurde. Zwar ist Braith – als viertes von neun Kindern – in Biberach geboren; doch das Bürgerrecht konnte der Vater wegen der hohen Kosten nicht erwerben. In Birkenhard lebte der kleine Anton dann von frühester Kindheit an mit Tieren, die er genau beobachtete und zeichnete. Der Überlieferung nach sollen Pflug beim Krämer Braiths Zeichnungen auf Einwickelpapier aufgefallen sein; er gestattete daraufhin dem Buben, bei ihm zu arbeiten und am Zeichenunterricht teilzunehmen. Auf Empfehlung Pflugs konnte er 1851 die Stuttgarter Kunstschule besuchen. Als er mangels ausreichender Unterstützung 1854 vor Hunger zusammenbrach, kaufte ihm Königin Olga zu einem hohen Preis das Bild „Die Heuernte“ ab, das heute dem Museum gehört. 1860 ging er dann mit dem Maler Albert Kappis nach München, wo er – angeregt durch die Malerei Carl Theodors von Piloty – zu einer realistischen Malerei fand. Regelmäßige Sommeraufenthalte, so in Aresing, Corona-Testmöglichkeiten in Biberach Ort Anmeldung/Weitere Informationen Testzentrum-FS, Freiburger Straße 41 https://www.testzentrum-fs.de/, vor Ort MDK Testzentrum, Zeppelinring 45 https://biberach-schnell-test.de/, Tel. 0152 23146027 MB Medica Testzentrum Café Berlin: Waldseer Str. 3; Drive-In: Parkplatz Jordanbad https://www.schnelltest-praxisbc.de/, Tel. 0157 37915608, vor Ort Testzentrum-MS, Memminger Straße 71 (Parkplatz Freibad) https://www.test zentrum-ms.com, Tel. 07351 8025177, vor Ort Testzentrum Sana Klinikum, Marie-Curie- Straße 4 www.testzentren-mvz.de, vor Ort Testzentrum am Markt, Hindenburgstraße 12 https://www.test zentrum-am-markt.de, Tel. 07351 4740002 Testzentrum Bibercenter, Hubertus-Liebrecht-Str. 44 https://www.testzentrum-bibercenter. de/, Tel. 0151 24646250, vor Ort Teststation Falk-Test, Rollinstraße 19 https://falk-test.de/corona-schnelltest- biberach/, vor Ort Testzentrum-Rißegg, Rißegger Straße 106 www.testzentrum-rissegg.de, Tel. 017681364578, vor Ort Teststation Berufsschulzentrum, Leipzigstraße 11 https://schnelltest.drk-bc.de/; ab 1. Juli geschlossen Es besteht keine Garantie auf Vollständigkeit. Weitere Informationen finden sich unter www.biberach-riss.de/schnelltest und können der aktuellen Tagespresse entnommen werden. Brannenburg und auf der Fraueninsel im Chiemsee, führten ihn zur Freilichtmalerei. Bei seiner Reise nach Paris mit seinen Malerfreunden Christian Mali, Albert Kappis und Carl Ebert entdeckte er 1867 die Bilder des französischen Tier- und Landschaftsmalers Constant Trojon (1810–1865) für sich. Durch Ausstellungen und Verkäufe zu Vermögen gekommen, konnte er schon 1870 zusammen mit seinem Lebenspartner, dem Maler Christian Mali (1832–1906), in der Landwehrstraße 46 die im Zweiten Weltkrieg zerstörte „Schwabenburg“ erbauen, in der sie Landsleuten kostenlos Ateliers zur Verfügung stellten. 1875 erwarb Braith ein Haus in Biberach, 1891 erhielt er die Biberacher Ehrenbürgerwürde. Seit den 70er Jahren galt Braith als der führende deutsche Tiermaler. „Braith erlangte durch seine Weidelandschaften, die er hauptsächlich mit Kühen, Ziegen und Schafen bevölkerte, große Aufmerksamkeit. Das realistische, möglichst natürlich wirkende Tierstück, häufig bei Gewitterhimmel oder dramatischen Wetterverhältnissen, wurde seine Spezialität. Starke Lichtakzente und eine bewegte und pastose Pinselstruktur sind für ihn charakteristisch. Studienreisen in Deutschland, nach London, Paris, in die Schweiz, nach Südtirol und mehrmals nach Italien erweiterten den Motivkreis seiner Tierbilder und hellten seine Palette auf, ohne dass er zu impressionistischen Lösungen vorgedrungen wäre.“ Als sich 1892 die Münchener Künstlerschaft spaltete, blieb er so der herkömmlichen Künstlergenossenschaft treu. In seinem Testament vermachte Braith 1904 der Stadt Biberach, die auch seinen gesamten künstlerischen Nachlass und seine Kunstsammlung erhielt, 10 000 Mark für ein Museum und 5000 Mark für ein Grabdenkmal. Eine Biberacher Kommission übernahm nach Braiths Tod am 3. Januar 1905 670 Ölbilder und Ölskizzen, 64 Ölgemälde anderer Künstler, 52 Skizzenbücher und zehn Mappen mit über 1000 Handzeichnungen, dazu die Einrichtung seines Münchener Ateliers. Von Christian Mali, Rudolf Epp und Friedrich Ortlieb eingerichtet, konnte das Braith-Museum bereits 1906 eröffnet werden. Auf Initiative Kommerzienrats Gustav Baurs überließ auch Christian Mali der Stadt neben seinem künstlerischen Nachlass und seinen Sammlungen – insgesamt 270 Bilder von ihm selber, 226 Ölbilder anderer Künstler, 43 Ölgemälde von Braith, 454 Ölskizzen, 300 Skizzen auf loser Leinwand, 48 Skizzenbücher und 17 Mappen mit Handzeichnungen und Aquarellen von ihm, Braith, seinem Schwager Pieter Francis Peters, Carl Ebert und anderen Freunden – seine drei Ateliers, 60 000 Mark für die Einrichtung eines Mali-Museums in Zusammenhang mit dem Braith-Museum und 5000 Mark für sein Grabmal. Am 26. Dezember 1908 konnte das nunmehrige Braith- Mali-Museum übergeben werden; das Braith-Mali-Denkmal wurde am 1. Oktober 1910 eingeweiht. „Heute stellen die Biberacher Braith-Mali-Ateliers eine kunst- und kulturgeschichtliche Rarität ersten Ranges dar. Zudem sind sie die einzigen, welche die versunkene Salonwelt der Ateliermalerei des 19. Jahrhunderts stimmig repräsentieren können.“ Dr. Kurt Diemer Impfangebot im Berufsschulzentrum In Biberach kann man sich in der Paul-Heckmann-Kreissporthalle des Berufsschulzentrums (BSZ), Leipzigstraße 11, gegen COVID-19 impfen lassen. Der Impfstützpunkt ist dienstags und freitags jeweils von 17 bis 20 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung zur Impfung ist nicht erforderlich. Mitgebracht werden sollte der Personalausweis und falls vorhanden ein Impfpass.

BIBERACH KOMMUNAL 29. Juni 2022 | 15 Die Woche im Überblick DATUM ZEIT ORT, TREFFPUNKT VERANSTALTUNG Do, 30. Juni 17 Uhr Rathaus, Ratssaal Sitzung des Bauausschusses Do, 30. Juni 17 Uhr Online Digitaler Beratungsabend zu Studienangeboten, Hochschule Biberach Do, 30. Juni 18 Uhr Museum Sonderausstellung „Ankommen 1945–1960“, Führung mit Manfred Wilhelm Fr, 1. Juli 14 Uhr Sennhofsaal Fundsachenversteigerung Fr, 1. Juli 21 Uhr Wieland-Park „Wieland-Park-Serenade“, Konzert mit Stadtkapelle Biberach und Harmonikaorchester Fr, 1. Juli 19.30 Uhr Spitalhof „Sing & Swing“, Chorisma und „Friends Connection“, Open-Air-Konzert Sa, 2. Juli 10 / 11 / 12 Uhr Viehmarktplatz / Schadenhof Spaß am Samstag, Männerchor Frohsinn und „Rocking Biber“ Sa, 2. Juli 10.30 Uhr Museum / Museumsinnenhof „Mit Speckstein arbeiten“, Kinderwerkstatt Sa, 2. Juli 13.30 Uhr Spielplatz Valenceallee, Mittelberg „Ein Recht auf Spiel für Jung und Alt“, Kooperation Biberspiele Sa, 2. Juli 13.30 Uhr Abenteuerspielplatz „Biberburg“ Familiensamstag Sa, 2. Juli 14 Uhr Museum, Spitalhof Historischer Stadtrundgang, Stadtführung mit Ina Billwiller Sa, 2. Juli 19.30 Uhr Spitalhof „Sing & Swing“, Chorisma und „Friends Connection“, Open-Air-Konzert So, 3. Juli 10.30 Uhr Stadtteilhaus Gaisental Stadtteilfest der Stadtteile Gaisental, Weißes Bild und Fünf Linden So, 3. Juli 11 Uhr Museum Sonderausstellung „Ankommen 1945–1960“, Führung mit Manfred Wilhelm So, 3. Juli 14 Uhr Wieland-Park Wieland-Café, Freiluftcafé von „Bürger für Bürger“, nur bei trockener Witterung So, 3. Juli 14 Uhr Museum, Spitalhof Historischer Stadtrundgang, Stadtführung mit Horst Gutermann So, 3. Juli 15 Uhr Museum Sonderausstellung „Ankommen 1945–1960“, Führung mit Claudia Manall So, 3. Juli 17 Uhr St.-Martins-Kirche Jahreskonzert, St.-Martins-Chorknaben Mo, 4. Juli 14 Uhr Rot-Kreuz-Zentrum Blut spenden Mo, 4. Juli 17 Uhr Rathaus, Ratssaal Sitzung des Hauptausschusses Di, 5. Juli 14 Uhr Rot-Kreuz-Zentrum Blut spenden Di, 5. Juli 19.30 Uhr Gemeindezentrum St. Martin Ukraine-Krieg und die Rolle der Kirchen, Vortrag Mi, 6. Juli 14 Uhr Museum, Spitalhof Historischer Stadtrundgang, Stadtführung mit Esther Jäggle Spaß am Samstag Männerchor Frohsinn und „Rocking Biber“ Nach einem weiteren gelungenen Veranstaltungstag der Reihe „Spaß am Samstag“ können sich alle am Samstag, 2. Juli, auf ein neues unterhaltsames Programm freuen. Jeweils um 10, 11 und 12 Uhr treten der Männerchor Frohsinn auf dem Viehmarktplatz und die Rock-‘n‘-Roll-Tanzsportgruppe „Rocking Biber“ auf dem Schadenhof auf. Der Männerchor Frohsinn ist nicht nur der einzige reine Männerchor in Biberach, sondern auch der älteste Verein der Stadt, der heute noch existiert. Ihre Musik ist jedoch keinesfalls altmodisch, die Männer sorgen mit aktuellen Hits und kleineren Show- und Tanzeinlagen für Unterhaltung für Jung und Alt. Die Rock-‘n‘-Roll-Tanzsportgruppe „Rocking Biber“ der TG zeigt eine Show aus verschiedensten Elementen des Rock-‘n‘- Roll-Tanzes. Der Rock-‘n‘-Roll-Tanz ist eine perfekte Kombination aus Fitness und Kraftsport zu fetziger Musik. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe „Spaß am Samstag – Kultur in der Innenstadt“ sind unter www.kulturkalender-biberach.de unter dem Reiter „Veranstaltungsreihen“ zu finden. Der Männerchor Frohsinn sorgt mit aktuellen Hits für Unterhaltung. Foto: Männerchor Frohsinn Die Rock-‘n‘-Roll-Tanzsportgruppe „Rocking Biber“. Foto: Marc-Raffael Fedelini Stadtteilhaus Gaisental Spiel und Spaß beim Stadtteilfest In diesem Jahr veranstaltet das Stadtteilhaus Gaisental wieder das Stadtteilfest der Stadtteile Gaisental, Weißes Bild und Fünf Linden. Das Fest beginnt am Sonntag, 3. Juli, um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Stadtteilhaus Gaisental, Banatstraße 34 und geht mit einem bunten Programm und leckerem Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen weiter. Spiel und Spaß für Groß und Klein bieten über den Tag verteilt eine Hüpfburg, das Spielmobil, ein Klettertisch, Ponyreiten, ein Breakdance-Workshop, Bastelangebote, Luftballons und die Aufführungen verschiedener Gruppen. Auftreten werden, die Shaking Legs, der Chor der Gaisental-Grundschule und der Frauenchor der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Enden wird das Stadtteilfest gegen 17 Uhr. Kuchenspenden für das Buffet sind gerne willkommen. Weitere Informationen zum Fest gibt es unter Telefon 07351/301122.