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Biberach kommunal 25.05.2022

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2 | 25. Mai 2022

2 | 25. Mai 2022 BIBERACH KOMMUNAL Fortsetzung von Seite 1 mit Elternschaft und Schulleitung gegeben. Jetzt habe man eine Vorlage, die auf Daten und Fakten gründe, das sei gut bei einem Projekt dieses großen finanziellen Umfangs. Das Raumkonzept sei schlüssig, die Ökobilanz stimme, der Zuschuss komme aller Voraussicht nach. Seine Fraktion habe im Übrigen ein Schreiben der „Wildlinge“ des Pestalozzi-Gymnasiums, einer Unterstufen-AG, erhalten, mit der Bitte, einer Dachbegrünung der Schule. Er wünsche sich, dass man dieses Anliegen, wenn möglich, umsetze. Rudolf Brüggemann (Grüne) befand, mit der neuen fundierten Vorlage könne man einen Neubau ad acta legen. Es habe sich bestätigt, dass man richtig unterwegs sei. Umfassende CO 2 -Analysen wie hier geschehen, sollte man künftig auch bei anderen Projekten machen, empfahl er. Wichtig sei es auch, Barrierefreiheit in der Planung zu berücksichtigen und gute Bedingungen für die Schüler in der Bauphase einzuplanen, eventuell mit einer Containerlösung. Magdalena Bopp (FW) erinnerte, ihre Fraktion habe sich von Anfang an für die Sanierung ausgesprochen, weil die Lösung schneller zu realisieren und nachhaltiger sei, weil großzügige Flächen vorhanden seien und weil es für einen Neubau wohl keine Zuschüsse geben würde. Zudem wäre eine Auslagerung der gesamten Schule für die Zeit eines Neubaus sehr schwierig. Lutz Keil (SPD) bemerkte, mit dieser Entscheidung bewiesen Verwaltung und Gemeinderat politischen Mut. Die Entscheidung sei richtig, weil vernünftig. Die Schule habe ein wunderbares Raumangebot und ein Neubau wäre innerhalb des Bestandes schwierig zu platzieren. Außerdem sei die CO 2 -Bilanz überzeugend. „Es war ein sinnvoller Prozess, einen Neubau zu prüfen bei der Größenordnung der Kosten “, so Günter Warth (FDP). Schule sei eine Kernaufgabe der Stadt. Jetzt müsse man die Sanierung schnell vorantreiben. Zum Thema Dachbegrünung, das neben der CDU auch andere Fraktionen begrüßen würden, kündigte Baubürgermeister Christian Kuhlmann abschließend an, im Zuge der Planungen zu prüfen, ob dies möglich sei. Stadtmarketing Fazit der Biberacher Testfamilie(n) Wie berichtet, wurde im Rahmen des Stadtmarketingprozesses die Biberacher Innenstadt im April von zwölf ausgewählten Testfamilie(n) gründlich unter die Lupe genommen. Die Berichte wurden mittlerweile ausgewertet und fließen in die Innenstadtstudie ein, die die Stadt Biberach in Auftrag gegeben hat. Erster Bürgermeister Ralf Miller hat vor kurzem den Familien bei einem kleinen Empfang im Biberacher Rathaus für ihre engagierte Mitwirkung gedankt. Insgesamt gingen 50 Erfahrungsberichte mit unterschiedlichen Ansätzen bei der Verwaltung ein. „Die Berichte liefern interessante Ansatzpunkte, die zur Weiterentwicklung unserer Innenstadt beitragen werden,“ ist sich Ralf Miller sicher. „Uns war wichtig, von den Testfamilien einen Gesamteindruck zu unserer Innenstadt und zur Stadt insgesamt zu erhalten. Nun haben wir konkrete Rückmeldungen zu den Bereichen Angebot, Servicequalität, dem Preis-Leistungs- Verhältnis und der Erreichbarkeit inklusive der Parkplatzsituation“, erklärt Ralf Miller. Die Teilnehmenden unterschiedlichsten Alters, Wohnort und Familiengröße waren für vier Wochen als Innenstadtbotschafter unterwegs. Mehr als die Hälfte lobte die historische Altstadtkulisse, die mit ihren Fachwerkhäusern und kleinen Gassen eine schöne, heimelige Atmosphäre erzeuge. Der Kirchplatz zählt bei einigen Testfamilien zu einem der Lieblingsplätze, da er zum gemütlichen Verweilen einlade. Auch die Sauberkeit der Stadt wurde mehrfach genannt. Im Gegensatz dazu werden Bäume und Grünflächen, aber auch fehlende Sitzmöglichkeiten, insbesondere auf dem Marktplatz vermisst. Ebenso wurden die Themen Orientierung durch Innenstadtpläne und fehlende Kinderspielplätze in den Erfahrungsberichten aufgegriffen. Der Unverpacktladen in der Pfluggasse bietet die Möglichkeit zum nachhaltigen Einkaufen. Foto: BIKO Parkplatzsituation sehr gut und Wochenmarkt ist Pflichtprogramm Die Erreichbarkeit inklusive der Parkplatzsituation wurde generell als sehr gut gewertet. Parkplätze seien preisgünstig, in ausreichender Zahl vorhanden und gut auffindbar. Bei den städtischen Parkhäusern ist nach wie vor die kostenlose erste Stunde besonders beliebt, aber auch die Fahrradfahrer zeigen sich mit den Abstellmöglichkeiten in der Innenstadt zufrieden. Der Biberacher Wochenmarkt gehört bei vielen an beiden Markttagen zum Pflichtprogramm. Hier wird unter anderem das vielfältige Angebot mit frischen und regionalen Produkten geschätzt. Auch die große Auswahl an unterschiedlichen Imbissständen wird sehr gelobt. Alles in allem erzeugt der Wochenmarkt laut den Testfamilien in der Innenstadt eine einladende und sehr schöne Atmosphäre. Das Personal wird sowohl im Einzelhandel, in den gastronomischen Betrieben, als auch auf dem Wochenmarkt mehrfach positiv hervorgehoben und als überaus freundlich und hilfsbereit wahrgenommen. Es gibt aber auch Wünsche: Im gastronomischen Bereich beispielsweise mehr Außengastronomie, stillfreundliche Einrichtungen und Eltern-Kind-Cafés. Teilweise wird es als schwierig empfunden, gutbürgerliche Restaurants zu finden und Betriebe, die mittags oder nachmittags geöffnet haben. Der Biberacher Einzelhandel punktet mit seinem vielfältigen Angebot und zahlreichen inhabergeführten Geschäfte. Auch Secondhand Shops und die Möglichkeit zum nachhaltigen Einkaufen werden von einigen gerne angenommen. Vermisst werden zum Beispiel ein weiterer Drogeriemarkt und günstige Bekleidungsgeschäfte für die jüngere Generation. Alle Erfahrungsberichte können auf der städtischen Homepage nachgelesen werden. Wie geht es nun weiter? Die Testfamilien sind neben der Auftaktveranstaltung, dem Innstadtspaziergang, der Strategiewerkstatt und der Onlinebefragung ein Baustein der umfassenden Biberacher Innenstadtstudie. Diese wird dem Gemeinderat nach der Sommerpause vorgestellt. Dann sollen auch die Ergebnisse aus der großen Bürgerbeteiligungsaktion „Platz für alle“ ausgewertet sein und erste Handlungsempfehlungen unterbreitet werden können. BIBERACH KOMMUNAL | Impressum Herausgeber: Große Kreisstadt Biberach an der Riß Verantwortlich: für den amtlichen Teil Oberbürgermeister Norbert Zeidler für den nicht amtlichen Teil die jeweiligen gesetzlichen Vertreter der mitteilenden Organisationen, Kirchen und Vereine Redaktion: Andrea Appel (Stadt Biberach) Telefon: 07351/51 299 Achim Zepp E-Mail: BiberachKommunal@Biberach-Riss.de Redaktionsschluss: 1 Woche vor Erscheinen, in der Regel mittwochs, 12 Uhr Druck, Anzeigen, Verteilung: Schwäbische Zeitung Biberach GmbH & Co. KG Verantwortlich für Anzeigen: Daniela Fimpel Anzeigenannahme Telefon: 07351/5002-15 E-Mail: anzeigen.biberach@schwaebische.de Zustellung; Reklamation Tel.: 07351/5002-44 BIBERACH KOMMUNAL erscheint wöchentlich in der Regel immer mittwochs und wird kostenlos an alle Haushalte der Stadt Biberach einschließlich der Teilorte Stafflangen, Ringschnait, Rißegg und Mettenberg verteilt. Die Inhalte der Seiten dieses Amtlichen Mit teilungsblattes wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten kann dennoch keine Garantie übernommen werden. Eine Haftung, insbesondere für materielle oder immaterielle Schäden oder Konsequenzen, die aus der Nutzung unseres Angebotes entstehen, ist ausgeschlossen, sofern nicht nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten vorlag. Die Redaktion von BIBERACH KOMMUNAL behält sich das Recht vor, zur Verfügung gestellte Manuskripte, Unterlagen, Bildmaterial, etc. zu bearbeiten. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht. Sämtliche Inhalte von BIBERACH KOMMUNAL sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverbreitung oder Verwendung jeder Art sind ohne vorherige Genehmigung nicht zulässig. Die Angebote in diesem Amtsblatt sind freibleibend.

BIBERACH KOMMUNAL 25. Mai 2022 | 3 f Vergaberichtlinien für Geschosswohnungsbau im Taubenplätzle II Knackpunkt: Angemessener Verkaufspreis Nach Beratungen im Bau- und im Hauptausschuss hat der Gemeinderat den Vergabekriterien für die Grundstücke im Geschosswohnungsbau und für das Bauträgerprojekt „Nachhaltige Kettenhauszeilen“ im Baugebiet Taubenplätzle II zugestimmt. Knackpunkt war die Frage, wie man sicherstellen kann, dass die Bauträger am Ende ihre Neubauten zu angemessenen Preisen verkaufen. Im Wesentlichen soll bezahlbarer Wohnraum für möglichst viele Interessenten geschaffen werden. Allen Fraktionen war daran gelegen, dass seitens der Bauträger die Verkaufspreise nicht zu hoch werden und ein hohes Gebot für das Grundstück nicht ein gutes Konzept aushebeln kann. Letzteres hatte die CDU befürchtet und deshalb einen Antrag gestellt, der dies verhindern sollte. Neue Spielfläche für Kinder Ergebnis der Beratungen: Die Bewerbungen im Geschosswohnungsbau werden nach Konzeptqualität und Preis bewertet. 70 Prozent der erreichbaren Punkte sollen auf das Konzept und 30 Prozent auf den Angebotspreis (Gebot) entfallen. Die Bewerbungen für die Kettenhauszeilen werden nur nach Konzept bewertet. Die Beurteilungskriterien (wohnungspolitische, städtebauliche / architektonische und energetische /ökologische Vorgaben) wurden in diesem Zuge definiert und werden zur Ausschreibung bekannt gegeben. Die Vergabe an Bauträger bietet nach Ansicht der Verwaltung die Chance, den Bau der Kettenhäuser verstärkt in Richtung Nachhaltigkeit zu lenken. Dies ist bei einer Einzelvergabe an den privaten Bauherrn nur schwer umsetzbar. Diese Möglichkeit kann jetzt in diesem Gebiet ergriffen werden, ohne dabei die finanziellen Verhältnisse der Käufer zu überfordern. Spielplatz am Kesselplatz fertiggestellt Rund zweieinhalb Jahre nachdem der Gemeinderat die grundlegende Sanierung der alten Spielstelle am Kesselplatz beschlossen hat, wurde die neue Spielfläche nun fertiggestellt. Die Baumaßnahme war während der Corona-Pandemie mehrmals verschoben worden, um den Betreibern der umliegenden Cafés die Möglichkeit zu geben, ihre Außengastronomie zu erweitern. Ursprünglich hätte die kleine Spielfläche zwischen den Cafés auf dem Kesselplatz schon 2019 erneuert werden sollen, denn die alten Spielgeräte waren verschlissen und der Bereich insgesamt alles andere als attraktiv. Dann begann die Corona-Pandemie und auf Wunsch der angrenzenden Gastronomen wurde der Beginn der Umbauarbeiten mehrmals verschoben. Diese nutzten den dadurch zusätzlich zur Verfügung stehenden Platz für die Erweiterung ihrer Außengastronomie, um so einen Teil der Einbußen aus den Corona-Lockdowns zu kompensieren. Anfang Mai dieses Jahres starteten die Bauarbeiten am neuen Spielplatz, für den der Gemeinderat rund 40 000 Euro bereitgestellt hatte. Es wurden neue Spielgeräte angeschafft, die von größeren, kleineren und auch körperlich eingeschränkten Im Geschosswohnungsbau sind insgesamt 1000 Punkte erreichbar. Hiervon entfallen 700 auf das Konzept und 300 auf den Preis. Das höchste Angebot erhält 300 Punkte und somit 100 Prozent der erreichbaren Punkte. Die weiteren Angebote werden ins Verhältnis zum höchsten Preis gesetzt und erhalten die Punkte entsprechend diesem Verhältnis. Beispiel: Höchstes Gebot: 450 Euro/qm = 100 Prozent; zweithöchstes Gebot: 400 Euro/qm = 89 Prozent; niedrigstes Gebot 310 Euro/qm = 69 Prozent der Punkte. Damit bekäme das höchste Gebot 300 Punkte, das zweithöchste 267 und die niedrigste 207. Bei den nachhaltigen Kettenhauszeilen entscheidet rein die Konzeptqualität, maximal sind 700 Punkte zu erreichen: 300 für wohnungspolitische Vorgaben, 200 für städtebauliche und 200 für energetische. Foto: BIKO Kindern genutzt werden können, unter anderem eine Wackelwanne und eine Kleinkinderrutsche. Der Baum, der sich ursprünglich an dieser Stelle befand, wurde erhalten und auch die Sitzbank wurde wieder aufgestellt. Eine abendliche Nutzung der Spielfläche durch die Gastronomie ist leider nicht möglich, da durch Stuhl- und Tischbeine der weiche Fallschutzbelag des Spielplatzes beschädigt würde. Der Belag hebt den Spielbereich farblich hervor, damit die Fläche deutlich wahrnehmbar ist und Kinder dort sicher spielen können. Im Zuge der Umbaumaßnahme wurden vor dem Gebäude in der Schrannenstraße 10 fünf Fahrradbügel installiert. Sperrungen An der Steige Aufgrund von Bauarbeiten ist die Straße An der Steige voraussichtlich bis Ende Juli auf Höhe der Hausnummer 9 für den Verkehr gesperrt. Foto: BIKO Wechsel des Anbieters e.wa riss warnt vor dubiosen Anrufen Derzeit versuchen einige Billigstromanbieter mittels unerlaubter Telefonanrufe, Verbraucherinnen und Verbraucher zu einem Anbieterwechsel zu bewegen. Dabei geben sich die Anrufer zunächst als Service-Mitarbeiter der e.wa riss aus und erfragen persönliche Daten wie beispielsweise die Zählernummer. Im Anschluss erhält man per SMS oder E-Mail das neue Angebot mit der Bitte um Bestätigung. Das wahre Ziel dieser Anrufe ist stets der Wechsel des Strom- oder Gasanbieters. Diese Verträge sind häufig mit deutlich schlechteren Konditionen und langen Laufzeiten verbunden. Die e.wa riss rät deshalb zu erhöhter Aufmerksamkeit und bittet alle Kundinnen und Kunden, nicht voreilig persönliche Daten preiszugeben. Im Zweifel ist es immer sinnvoll, sich telefonisch unter 07351/3000-390 bei der e.wa riss zu melden. Die e.wa riss führt keine Haustürgeschäfte oder unerwünschte Telefonwerbung durch. Letzteres ist sogar gesetzlich untersagt. „Wenn wir unsere Kunden kontaktieren, erfragen wir keine persönlichen Daten. Bei Änderungen der Preise sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, unsere Kunden schriftlich zu informieren“, erklärt Paul-Vincent Abs, Geschäftsführer der e.wa riss „und sollten wir doch mal vor der Tür stehen, können sich unsere Mitarbeiter immer ausweisen.“ Der Energieversorger hat noch einen weiteren Tipp: Sollte jemand unfreiwillig einen neuen Vertrag abgeschlossen haben, kann er von seinem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen und somit vom Vertragsabschluss zurücktreten.