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Biberach kommunal 08.06.2022

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2 | 8. Juni 2022

2 | 8. Juni 2022 BIBERACH KOMMUNAL Jahresbericht des Gutachterausschusses Biberach-Mitte Die Preise für Immobilien gehen weiter nach oben Der Gutachterausschuss Biberach– Mitte ist ein unabhängiges Gremium, das für Transparenz auf dem Grundstücksmarkt sorgen soll. Im Hauptausschuss hat Katharina Andrejew von der Geschäftsstelle die Zahlen für 2021 vorgestellt. Ein Ergebnis: Die Preise für Immobilien in Biberach steigen weiter. Der Gutachterausschuss Biberach– Mitte existiert seit 1. Januar 2021. In ihm vertreten sind die Städte Biberach und Bad Schussenried sowie die Gemeinden Attenweiler, Eberhardzell, Hochdorf, Ingoldingen, Maselheim, Mittelbiber ach, Ummendorf und Warthausen. Die Geschäftsstelle des Ausschusses informiert im Geschäftsbericht im Zweijahresrythmus über Immobilienumsätze, Preisentwicklungen auf dem Immobilienmarkt sowie über Durchschnittswerte von Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihen- und Doppelhäusern und Wohnungseigentum. Die Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses bildet die Grundlage für diesen Bericht. Hierzu würden für den Bereich der Stadt Biberach jährlich rund 400 bis 550 Kaufverträge ausgewertet und analysiert, erklärte Katharina Andrejew. Die Auswertung unterliege strengen Datenschutzauflagen. Wichtig sei, dass es sich bei den im Bericht angegebenen Immobilienwerten und den Bodenrichtwerten um Durchschnittswerte handle. Die Verkehrswertermittlung für ein Einzelobjekt erfordere in jedem Fall eine differenzierte und sachverständige Einzelfallbetrachtung unter Berücksichtigung aller wertbeeinflussenden Faktoren. Preisrückgang nicht in Sicht 2021 haben insgesamt 38 Sitzungen des Gutachterausschusses stattgefunden, davon 16 in Biberach und 22 im Verwaltungsraum. Dabei seien 76 Gutachten erstellt worden, so Andrejew. Die in den Gutachten ermittelten Verkehrswerte beliefen sich insgesamt auf 25,5 Millionen Euro. Im Jahresergebnis für 2021 stünden Einnahmen von 102 000 Euro Ausgaben von 85 000 Euro entgegen. Aufgrund der Grundsteuerreform stand bei den Bodenrichtwerten in der ersten Jahreshälfte 2022 außerplanmäßig die Erstellung der Bodenrichtwertkarten zum Stichtag 1. Januar 2022 im Vordergrund. Die Bodenrichtwerte müssen bis Juli 2022 beschlossen und über ein Internetportal des Landes für die Bürger einsehbar sein. Daher fand am 20. Mai 2022 die gemeinsame Sitzung des Gutachterausschusses statt, in der die in Teilausschüssen zuvor beratenen neuen Bodenrichtwerte für alle zehn Kommunen beschlossen wurden. Diese sind eine der Grundlagen für die neue Grundsteuerberechnung ab 2025. Der Grundstücksmarktbericht trage zur Transparenz auf dem Grundstücksmarkt bei und enthalte eine Vielzahl von Daten für Immobiliensachverständige sowie für am Immobilienmarkt Interessierte, so Andrejew weiter. Im Zweijahresrhythmus würden wertrelevante Daten wie Durchschnittspreise, Marktanpassungsfaktoren, Liegenschaftszinsen, Sachwertfaktoren und Bodenrichtwerte veröffentlicht. Die Kaufpreissammlung bilde die Grundlage für den Grundstücksmarktbericht. Die Kaufpreise für Wohneigentum (als Neubau) sind seit 2016 um 55 Prozent gestiegen, für einen Wiederverkauf sogar um 65 Prozent. Gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser sind in diesem Zeitraum im Wert um 62 Prozent gestiegen; Corona habe den Markt nochmals angeschoben, sagte Katharina Andrejew in der Sitzung, ein Rückgang der Preise für Immobilien sei nicht in Sicht. „Es geht weiterhin nach oben.“ Laut dem aktuellen Marktbericht 2021 für die Stadt Biberach verzeichnete die Geschäftsstelle im Vergleich mit 2019 folgende Tendenzen: 440 Kaufverträge (+ 16,7 Prozent); Kaufsumme 152 Millionen Euro (+ 22,5 Prozent); 168 Eigentumswohnungen wurden verkauft; der Kaufpreis für Neubauwohnungen liegt bei 4783 Euro/m2 Wohnfläche (+ 20 Prozent); der Kaufpreis für Gebrauchtwohnungen bei 2964 Euro/ m2 Wohnfläche (+ 24 Prozent). Der Liegenschaftszins beträgt 1,57 Prozent. Die Kaufpreisspanne für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser liegt im Mittel bei 498 132 Euro (+ 9 Prozent). Der Kaufpreise für Reihenhäuser bei 338 006 Euro (+ 25Prozent) und der für Doppelhäuser im Mittel bei 362 056 Euro (+ 26 Prozent). Landschaftsplan 2035 der Verwaltungsgemeinschaft Biberach Wichtig: Ausgleichsflächen, Grünzäsuren, Kaltluftbahnen Die Stadt wird im Gemeinsamen Ausschuss zustimmen, den Entwurf des Landschaftsplans der Verwaltungsgemeinschaft Biberach zur öffentlichen Auslegung zu billigen. Außerdem sollen aus dem Landschaftsplan ein Pool für Kompensationsflächen, die Grünzäsuren und die Kaltluftbahnen in den Flächennutzungsplan übernommen werden. Der Plan wurde im Bauausschuss vorgestellt. Der Landschaftsplan bildet die ökologische Grundlage für die Bauleitplanung, insbesondere den Flächennutzungsplan. Im Zuge der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes ist nach Bundesnaturschutzgesetz auch eine Fortschreibung des Landschaftsplanes erforderlich. Zum vorliegenden Entwurf soll eine Träger- und Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt werden, bevor der Landschaftsplan beschlossen wird. Der Gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Biberach hat in 2017 die Verfahren zur Fortschreibung von Landschaftsplan und Flächennutzungsplan eingeleitet. Bei der Aufstellung eines Flächennutzungsplans ist parallel die Fortschreibung des Landschaftsplanes erforderlich. Damit wurde das Büro Landschaftsökologie + Planung Bruns, Stotz und Gräßle Partnerschaft beauftragt. Die Landschaftsplanung hat die Aufgabe, die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege für den Verwaltungsraum zu konkretisieren und aufzuzeigen, welche Maßnahmen zur Verwirklichung dieser Ziele erforderlich sind. Ferner zeigt die Landschaftsplanung auf, wie sich Planungsabsichten auf Natur und Landschaft im Planungsraum auswirken können. Der Landschaftsplan hat eine gutachterliche Funktion für den Flächennutzungsplan und ist Grundlage für den erforderlichen Umweltbericht. Inhalte des Landschaftsplanes können zudem optional in den Flächennutzungsplan übernommen werden und so Behördenverbindlichkeit erlangen. Schutzgüter werden erhoben Der Landschaftsplan 2035 enthält folgende Themen: Eine Bestandanalyse mit einer umfassenden Erhebung zu den Schutzgütern Boden, Wasser, Klima und Luft, Pflanzen, Tiere und biologische Vielfalt, Landschaft und Erholung. Ferner Zielkonzepte und Leitbilder zur Kommunalen Landschaftsentwicklung sowie ein Handlungskonzept mit Maßnahmen. Die Ziele und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege müssen bei der Aufstellung von Bauleitplänen berücksichtigt werden. Daher schlägt die Verwaltung vor, folgende drei Themen des Landschaftsplanes in den Flächennutzungsplan zu übernehmen: einen Kompensationsflächenpool, Grünzäsuren und Kaltluftbahnen. Nach der Billigung des Landschaftsplanes durch den Gemeinsamen Ausschuss soll der Entwurf zeitlich parallel zum Flächennutzungsplan 2035 öffentlich ausgelegt werden. Die betroffenen Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange werden um Abgabe einer Stellungnahme gebeten. In diesem Landschaftsplan hätten Umwelt, Boden und Klima einen hohen Stellenwert, sagte Petra Romer-Aschenbrenner (CDU). Er sei Grundlage für verantwortungsvolle Planungen. Dass man den Pool für Kompensationsflächen, die Grünzäsuren und die Kaltluftbahnen in den Flächennutzungsplan übernehme, sei richtig, weil es einen praktischen Nutzen bringe. Wenn man die einzelnen Karten des Landschaftsplanes studiere, ahne man, „dass große Aufgaben vor uns liegen“, bemerkte Silvia Sonntag (Grüne). Sie ist überzeugt, dass die Offenlegung zu Diskussionen führen wird. Sie habe beim Studium der Pläne und Karten viel über die Entstehung der Landschaft erfahren, ließ Magdalena Bopp (FW) wissen; den Plan im Flächennutzungsplan zu berücksichtigen sei sinnvoll. Allerdings seien bei Erweiterungsbedarf von Betrieben Interessenkonflikte wohl unvermeidbar. Lutz Keil (SPD) erklärte, all die bisherigen Versäumnisse und Schäden an der Umwelt müsse man, wo es geht, künftig reduzieren, reparieren oder beseitigen. „Andererseits“ – das sieht auch Keil, „brauchen unsere Firmen Bauland zur Erweiterung.“ Die Stadt könne hier vieles nur noch gemeinsam mit den umliegenden Kommunen realisieren.

BIBERACH KOMMUNAL 8. Juni 2022 | 3 Planungswettbewerb um das neue Wohngebiet Hirschberg Weitere Vorgaben für die verbliebenen Büros Im Wettbewerb um die städtebauliche Gestaltung des künftigen Wohngebietes Hirschberg sind von den ursprünglich drei Büros wie geplant zwei für das weitere Verfahren ausgewählt worden: Hähnig & Gemmeke und Pesch & Partner. Sie werden jetzt weitere Lösungsansätze vorlegen, die zusätzliche Vorgaben erfüllen müssen. Das hat der Gemeinderat auf Empfehlung des Bauausschusses entschieden. Der Gemeinderat hatte beschlossen, die Qualität des neuen Baugebietes über einen Planungsworkshop sicherzustellen. Nach zwei von drei Kolloquien samt Bürgerbeteiligung hat das Expertengremium sich einstimmig für zwei der Büros ausgesprochen. Der Gemeinderat ist dieser Empfehlung nun gefolgt. Ein Vorteil des gewählten Planungsprozesses ist die Möglichkeit, soweit erforderlich, im Verfahrensverlauf Korrekturen an den ursprünglich festgelegten Planungsvorgaben vornehmen zu können. Unter dem Eindruck der Workshops und der vorliegenden Planentwürfe empfahl die Verwaltung folgende Ergänzungen und Änderungen an den Vorgaben vorzusehen: 1. Eine Berücksichtigung von Grundstücken für geförderten Wohnungsbau im Umfang von rund 15 Prozent der Wohneinheiten. 2. Es soll ein Standort Sperrungen Nach zwei von drei Kolloquien samt Bürgerbeteiligung hat das Expertengremium sich einstimmig für zwei der Büros ausgesprochen. Der Gemeinderat ist dieser Empfehlung nun gefolgt. Foto: BIKO für eine mögliche Heizzentrale Berücksichtigung finden, da sich für das Gebiet die Realisierung eines Nahwärmenetzes anbietet. 3. Bei kompakten Einfamilienhaustypen wie Reihenhäusern können die Stellplätze auch außerhalb des Grundstückes, aber nah am Haus angeordnet werden. Das Parken direkt an jeder Hauseinheit wäre nur mit einem sehr großen Flächenaufwand möglich und würde die Umsetzung solcher Haustypen stark einschränken. 4. Verzicht auf eine Notverbindung zwischen den Bauabschnitten oben und unten. Die Planungen haben nach Auskunft von Roman Adler gezeigt, dass die in den Planungsvorgaben geforderte Notdurchfahrt aufgrund des im Süden steil abfallenden Hanges nicht oder nur mit sehr großem Flächen- und Kostenaufwand umsetzbar wäre. Nach der Sommerpause werden die beiden ausgewählten Büros ihre Pläne nach einer erneuten Überarbeitungsphase dem Experten- und Beratergremium vorlegen. Die Öffentlichkeit wird über das Ergebnis des Expertengremiums informiert und anschließend vom Gemeinderat diskutiert und dann beschlossen, welcher der städtebaulichen Rahmenpläne weiter auszuarbeiten sein wird. Petra Romer-Aschenbrenner (CDU) empfahl, sich beim geförderten Wohnungsbau nicht auf die konkrete Prozentzahl festzulegen, sondern flexibel zu bleiben und je nach Bedarf zu entscheiden. Die zusätzlich geplante Heizzentrale finde die CDU gut. Wenn die Autos schon nicht direkt beim Haus parken könnten, dann müsse zumindest die räumliche Nähe gewährleistet sein und klare Eigentumsverhältnisse für die Parkplätze. Josef Weber war insgesamt zufrieden mit den Ergänzungen, stellt aber im Bauausschuss die Anträge, die Stellplatzverpflichtung pro Wohneinheit auf nur einen Stellplatz (statt 1,5) festzulegen und die Zahl der frei stehenden Einfamilienhäuser zu verringern, um möglichst viel erschwinglichen Wohnraum zu schaffen. Beide Anträge wurden mehrheitlich abgelehnt. Flavia Gutermann (FW) plädierte ebenso dafür, die Stellplätze unbedingt nah am Haus zu verorten. Günter Warth bekräftigte dies für die FDP. Die Zahl der Einfamilienhäuser verringern, möchte sie dagegen nicht: „Wir sehen doch eine gewaltige Nachfrage nach dem Einfamilienhaus“, so Warth. Am Mittelfeld Die Straße Am Mittelfeld in Rindenmoos ist am Donnerstag, 9., und Freitag, 10. Juni, auf Höhe der Hausnummer 12 für den Verkehr gesperrt. Grund für die Sperrung ist ein aufgestellter Autokran. Bachlangenstraße und Fliederweg Im Zuge der Straßensanierung der Bachlangenstraße erneuert die e.wa riss Netze ab Montag, 13. Juni, die Trinkwasserversorgungsleitung und teilweise die Hausanschlüsse in der Bachlangenstraße sowie im Fliederweg. Die Baumaßnahme dauert voraussichtlich bis zum 29. Juli und wird in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Je nach Wetterlage kann sich der Zeitraum etwas verschieben. Die Maßnahme betrifft zum einen den Bereich der Bachlangenstraße vom Fliederweg bis zum Eibenweg, zum anderen den Fliederweg von der Bachlangenstraße bis zur Höhe der Hausnummer 103 der Memminger Straße. Die Straßen müssen während des Bauzeitraums voll gesperrt werden. Außerhalb der Arbeitszeit ist eine Zufahrt zu den Grundstücken mit leichten Einschränkungen möglich. Am Blosenberg Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, verlegt die e.wa riss Netze ab Montag, 13. Juni, eine neue Trinkwasserleitung im Bereich „Am Blosenberg“ von Hausnummer 7 bis Hausnummer 11. Die Baumaßnahme dauert voraussichtlich bis zum 1. Juli. Je nach Wetterlage kann sich der Zeitraum etwas verschieben. Die Straße muss während des Bauzeitraums in diesem Bereich voll gesperrt werden. Außerhalb der Arbeitszeit ist eine Zufahrt zu den Grundstücken mit leichten Einschränkungen möglich. Eine Umleitung ist ausgeschildert. BIBERACH KOMMUNAL | Impressum Herausgeber: Große Kreisstadt Biberach an der Riß Verantwortlich: für den amtlichen Teil Oberbürgermeister Norbert Zeidler für den nicht amtlichen Teil die jeweiligen gesetzlichen Vertreter der mitteilenden Organisationen, Kirchen und Vereine Redaktion: Andrea Appel (Stadt Biberach) Telefon: 07351/51 299 Achim Zepp E-Mail: BiberachKommunal@Biberach-Riss.de Redaktionsschluss: 1 Woche vor Erscheinen, in der Regel mittwochs, 12 Uhr Druck, Anzeigen, Verteilung: Schwäbische Zeitung Biberach GmbH & Co. KG Verantwortlich für Anzeigen: Daniela Fimpel Anzeigenannahme Telefon: 07351/5002-15 E-Mail: anzeigen.biberach@schwaebische.de Zustellung; Reklamation Tel.: 07351/5002-44 BIBERACH KOMMUNAL erscheint wöchentlich in der Regel immer mittwochs und wird kostenlos an alle Haushalte der Stadt Biberach einschließlich der Teilorte Stafflangen, Ringschnait, Rißegg und Mettenberg verteilt. Die Inhalte der Seiten dieses Amtlichen Mit teilungsblattes wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten kann dennoch keine Garantie übernommen werden. Eine Haftung, insbesondere für materielle oder immaterielle Schäden oder Konsequenzen, die aus der Nutzung unseres Angebotes entstehen, ist ausgeschlossen, sofern nicht nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten vorlag. Die Redaktion von BIBERACH KOMMUNAL behält sich das Recht vor, zur Verfügung gestellte Manuskripte, Unterlagen, Bildmaterial, etc. zu bearbeiten. 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