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Biberach kommunal 03.08.2022

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2 | 3. August 2022

2 | 3. August 2022 BIBERACH KOMMUNAL Fortsetzung von Seite 1 mittlerweile in etlichen Farben und Modellen. Ineffiziente Leuchtmittel zu ersetzen, spart bares Geld. Ein Musterhaushalt mit zwei Personen spart nach Austausch der Leuchtmittel rund 270 kWh Strom. Tipp 3: Den Kühlschrank richtig nutzen Häufiges Öffnen und Offenstehenlassen des Kühlschranks verbraucht viel Strom. Foto: freepik Es ist ausreichend, seinen Kühlschrank auf 7 Grad Celsius einzustellen. Außerdem sollte häufiges Öffnen und langes Offenstehenlassen vermieden werden. Im schlechtesten Fall sind Kühlschränke und Kühlgeräte für ein Viertel des Energieverbrauchs im Haushalt verantwortlich. Die im Energielabel ausgewiesene Energieeffizienz gibt Aufschluss über den Stromverbrauch. Tipp 4: Strom sparen beim Kochen Wer beim Kochen oder Braten Töpfe und Pfannen mit Deckel nutzt, merkt dies schnell beim Stromverbrauch. Dadurch kann der Verbrauch um bis zu 50 Prozent reduziert werden, da die Garzeit verringert wird. Außerdem kann die Restwärme des Herds und Backofens genutzt werden. Ein Minimum der Gerichte muss in einen vorgeheizten Backofen. Meist reicht es aus, den Ofen erst anzuschalten, wenn die Pizza oder der Auflauf in den Ofen kommt. Weitere Tipps unter www.ewa-riss. de/de/Strom/Stromspartipps/. Zum Tod von Klaus Buchmann Kreativ, engagiert, geschätzt Nach längerer schwerer Krankheit ist Klaus Buchmann am 26. Juli im Alter von nur 55 Jahren verstorben. Buchmann war über 29 Jahre bei der Stadtverwaltung Biberach beschäftigt, davon 23 Jahre als Leiter des Kulturamtes. Klaus Buchmann wurde am 20. November 1966 in Rottweil geboren; er ist dort zur Schule gegangen und hat 1987 das Abitur abgelegt. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Diplom-Betriebswirt. Am 15. Oktober 1992, mit erst 25 Jahren, kam er nach Biberach als Leiter der Biberacher Stadthalle. Wegbegleiter erinnern sich, dass sich zu dieser Zeit ein Struktur- und Generationswandel des Kulturpublikums abgezeichnet hat, ein breiteres Publikum musste angesprochen werden, Veranstaltungsakquise war erforderlich. Gleichzeitig sollte der Fremdenverkehr aufgewertet werden. Der Betriebswirt Buchmann war hier mit seinem strategischen Geschick, spartenübergreifender Netzwerkarbeit und seiner vermittelnden Kommunikation ein Glücksgriff. Klaus Buchmann. Foto: BIKO Sieben Jahre später übernahm Klaus Buchmann folgerichtig die Leitung des Kulturamtes und damit die Verantwortung für fünf Sachgebiete: für die Veranstaltungen in den Hallen und für Technische Dienste, für den Tourismus mit Stadtmarketing, die Städtepartnerschaften und das Stadtarchiv; bis 2015 gehörte auch noch die Jugendarbeit zu seinem Aufgabenbereich. Klaus Buchmann war darüber hinaus Mitglied im Vorstand der Biberacher Filmfestspiele und engagierte sich maßgeblich in der Schützendirektion. In der Rottweiler Jazzszene groß geworden, pflegte Buchmann in Biberach den traditionellen Biberacher Jazzpreis, Wettbewerb Start-up BW zeichnet auch Biberach aus „Gründungsfreundliche Kommune“ Das Start-up BW Grü ndungsnetzwerk wä chst weiter: Zwö lf weitere Partnerinnen und Partner tragen ab sofort das Prädikat „Gründungsfreundliche Kommune 2022/2023“. Am 14. Juli wurden bei der L-Bank in Stuttgart die Wettbewerbsbeiträge präsentiert. Foto: O. H. Die Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Wirtschaftsfö rderungen prä sentierten ihre Konzepte und erste Umsetzungsergebnisse im Rahmen des Landeswettbewerbs „Start-up BW Local“ in der L-Bank in Stuttgart vor einer Jury. Damit gibt es insgesamt nun 92 grü ndungsfreundliche Kommunen im Land. Sechs kommunale und interkommunale Projekte lö sten zudem das Ticket fü r das Landesfinale des Wettbewerbs am 30. September auf dem Start-up BW Summit. Es zeigt sich gerade in den interkommunalen Projektansä tzen, wie wert- den er trotz Schwierigkeiten erfolgreich am Leben hielt. Mehr noch: Er wurde zu einem überregional geschätzten Aushängeschild der Stadt Biberach. Außerdem war Klaus Buchmann mitverantwortlich für neue, zeitgemäße Formate wie den Dance prix und den Volxmusik Grandprix. Bei allem, was er tat, wurde ihm Hingabe und nachhaltiges Engagement attestiert. Ralf Miller, der Erste Bürgermeister, bescheinigte ihm in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause große Kreativität und eine positive Umtriebigkeit. Der Kulturenthusiast Buchmann sei 1992 nach Biberach gekommen und habe die DNA Biberachs schnell aufgesogen. So war es ihm eine Herzensangelegenheit, noch wenige Tage vor seinem Tod am Schützenfestumzug mitzulaufen. Klaus Buchmann, so Miller, sei ein hochgeschätzter Kollege gewesen, fachlich sehr kompetent und über Jahrzehnte hin prägender Teil im Team des Kulturamtes. Er habe höchstes Ansehen genossen bei den Kolleginnen und Kollegen. Seinen Kampf mit der Krankheit miterleben zu müssen, sei schwer gewesen, sagte Miller. voll eine regionale Vernetzung und die Schaffung von zielgruppenorientierten Zusatzangeboten ist“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Präsentation. „Gerade im lä ndlichen Raum schaffen diese Angebote, die eine Kommune alleine nicht leisten kann.“ Bei den interkommunalen Ansätzen gehört auch der Landkreis Biberach zu den Ausgezeichneten und den Finalteilnehmern, und zwar mit den Stä dten Biberach, Laupheim, Riedlingen, mit der Hochschule Biberach, der Kreissparkasse Biberach, der IHK Ulm, mit dem Innovations- und Transferzentrum ITZ Plus Biberach und der Chancenkapitalfonds der Kreissparkasse (Finale). BIBERACH KOMMUNAL | Impressum Herausgeber: Große Kreisstadt Biberach an der Riß Verantwortlich: für den amtlichen Teil Oberbürgermeister Norbert Zeidler für den nicht amtlichen Teil die jeweiligen gesetzlichen Vertreter der mitteilenden Organisationen, Kirchen und Vereine Redaktion: Andrea Appel (Stadt Biberach) Telefon: 07351/51 299 Achim Zepp E-Mail: BiberachKommunal@Biberach-Riss.de Redaktionsschluss: 1 Woche vor Erscheinen, in der Regel mittwochs, 12 Uhr Druck, Anzeigen, Verteilung: Schwäbische Zeitung Biberach GmbH & Co. KG Verantwortlich für Anzeigen: Daniela Fimpel Anzeigenannahme Telefon: 07351/5002-15 E-Mail: anzeigen.biberach@schwaebische.de Zustellung; Reklamation Tel.: 07351/5002-44 BIBERACH KOMMUNAL erscheint wöchentlich in der Regel immer mittwochs und wird kostenlos an alle Haushalte der Stadt Biberach einschließlich der Teilorte Stafflangen, Ringschnait, Rißegg und Mettenberg verteilt. Die Inhalte der Seiten dieses Amtlichen Mit teilungsblattes wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten kann dennoch keine Garantie übernommen werden. Eine Haftung, insbesondere für materielle oder immaterielle Schäden oder Konsequenzen, die aus der Nutzung unseres Angebotes entstehen, ist ausgeschlossen, sofern nicht nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten vorlag. Die Redaktion von BIBERACH KOMMUNAL behält sich das Recht vor, zur Verfügung gestellte Manuskripte, Unterlagen, Bildmaterial, etc. zu bearbeiten. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht. Sämtliche Inhalte von BIBERACH KOMMUNAL sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverbreitung oder Verwendung jeder Art sind ohne vorherige Genehmigung nicht zulässig. Die Angebote in diesem Amtsblatt sind freibleibend.

BIBERACH KOMMUNAL 3. August 2022 | 3 Neuer Bebauungsplan für die Hermann-Volz-Straße Alle Fraktionen begrüßen die Nachverdichtung Der Gemeinderat hat nach Empfehlung des Bauausschusses einstimmig, den neuen Bebauungsplan für die Hermann-Volz-Straße beschlossen, und zwar etwas abgeändert aufgrund eingegangener Stellungnahmen. Der Gemeinderat hatte im September 2020 für den Bereich westlich der Hermann-Volz-Straße einen neuen Bebauungsplan beschlossen. Ziel ist es, die rechtlichen Voraussetzungen für eine Nachverdichtung des nur eingeschossig bebauten Bereichs zu schaffen. Dazu liegen der Verwaltung konkrete Anfragen vor – für Gewerbe und für Wohnen. Bürger und Träger öffentlicher Belange wurden in einem zweistufigen Verfahren beteiligt. Nach Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen sollten Bebauungsplan und örtliche Bauvorschriften jetzt als Satzungen beschlossen werden. Im Bebauungsplan wurde eine Regelung zur Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern ergänzt, wonach zum öffentlichen Gehweg ein Abstand von mindestens 2,5 Metern eingehalten werden muss. Dies dient sowohl der Freihaltung der Leitungstrassen als auch dem Ziel, eine Baumreihe zu definieren. Sobald der neue Bebauungsplan gültig ist, können die Gebäude in der Hermann-Volz-Straße, die alle einstöckig sind, um ein Stockwerk erhöht werden. Foto: BIKO Maßvolle Nachverdichtung Silvia Sonntag (Grüne) befürwortet diese Nachverdichtung für Wohnen und Gewerbe. Baugrund sei ein knappes Gut. Durch das zusätzliche zweite Geschoss könne man in einem Mischgebiet maßvoll nachverdichten. Die etwas größeren Abstandsflächen auf der Westseite seien sinnvoll, der geplante wasserdurchlässige Belag für die Stellplätze gut. Wie sich der Verkehr dort entwickle, müsse man sehen. Wichtig für ein Mischgebiet seien eben auch gegenseitige Rücksichtnahme. Für Flavia Gutermann (FW) sind alle Abwägungen zufriedenstellend beantwortet. Mehr Verkehr? Vermutlich ja, meinte sie, aber der bleibe im Rahmen des Tolerierbaren. Auch die SPD begrüßt die Nachverdichtung. Die Parkund Liefersituation dort sei heute schon schwierig, sagte Gabriele Kübler, deshalb müsse das Ordnungsamt künftig verstärkt kontrollieren. „Wir freuen uns, dass der Satzungsbeschluss so schnell ging. Das ist eine prima Sache. Eine gelungene Nachverdichtung“, bezog Petra Romer-Aschenbrenner für die CDU- Fraktion Stellung. Für Günter Warth (FDP) ist im Zusammenhang mit der Nachverdichtung in der Hermann-Volz- Straße, die er gutheißt, die Anbindung des Gebietes an das jenseits der Straße nach Reute liegende Wolfental wichtig. Fußgänger und Radfahrer müssten die Straße zu diesem Naherholungsgebiet ohne Gefahr überqueren können, was heute nicht der Fall sei. Christian Kuhlmann antwortete, diese Querung sei auch der Verwaltung an Anliegen: „Wir wollen uns darum kümmern und das Gespräch mit dem Regierungspräsidium suchen.“ Die Verkehrszahlen in der Hermann-Volz-Straße seien für ein Mischgebiet unproblematisch, sagte Kuhlmann. Wie viele Fahrzeuge dort genau verkehren, werde dem Gremium im Herbst nach Messungen nachgereicht. Neubau Kindertagesstätte Hirschberg Der Baupreis steigt um 1,5 Millionen Euro Der Neubau der Kindertagesstätte Hirschberg wird 1,5 Millionen Euro teurer als die Kostenschätzung. Dennoch hat der Gemeinderat der Vergabe an die Firma Fritschle aus Uttenweiler einstimmig zugestimmt. Die Kosten samt Erschließung, Planungskosten und Ausstattung liegen bei 9,1 statt 7,6 Millionen Euro. Der Gemeinderat hatte im Mai 2021 beschlossen, den Neubau der Kita Hirschberg als sechsgruppige Einrichtung schlüsselfertig zu vergeben. Zwischenzeitlich wurde der Bau europaweit ausgeschrieben. Drei Angebote wurden abgegeben; das günstigste Angebot habe eine Preissteigerung im erwartbaren Rahmen der Baupreisindexsteigerung der letzten anderthalb Jahre erbracht. Die tatsächliche Steigerung liege etwas unterhalb des statistisch erwartbaren Wertes (nämlich 19 Prozent statt 23), sagte Baubürgermeister Christian Kuhlmann im Gemeinderat. „Es ist ein Ergebnis, mit dem wir leben können“, meinte Kuhlmann. Die Firma Fritschle, die den Zuschlag bekam, hat einen Holzbau auf einem massiven Sockelgeschoss angeboten. Fritschle sei als zuverlässige und leistungsfähige Firma bekannt und baue aktuell die Erweiterung der Kita Sandgrabenstraße für die Stadt Biberach, sagte Kuhlmann. Und sie werde umgehend in die weitere Planung einsteigen. Daher solle die Vergabe noch vor der Sommerpause, erfolgen. Die Verlängerung der Zuschlagsfrist würde die Gefahr weiterer Preissteigerungen bergen. Ausreichend Stellplätze für das Personal Seine Grüne-Fraktion begrüße die schnelle Ausschreibung, sagte Rudolf Brüggemann; er wollte wissen, warum vom Vorentwurf bis zur Vergabe ein halbes Jahr mehr vergangen sei und welche Heizung man vorsehe. Außerdem kritisierte er die Stellplatzzahl von 25. Diese Zahl sei aus der Zeit gefallen, die Landesbauordnung schreibe deutlich weniger vor. „Schocken tut uns nichts mehr“, meinte Flavia Gutermann (FW) zu den Preissteigerungen. Es sei gut, dass man jetzt anfange zu bauen. Man müsse aber die Kosten genau im Blick behalten. Auch Gabriele Kübler (SPD) bemerkte, man gewöhne sich langsam an die Kostensteigerungen, „so schmerzhaft wie es ist“. „Wir sollten jetzt keine Verzögerung mehr erlauben.“ Auch Hildegard Ostermeyer (FDP) freute sich einerseits, dass rechtzeitig mit dem Bau der Kita begonnen wird, andererseits sei die Kostensteigerung sehr schmerzhaft. Sie wünscht sich eine Übersicht der Verwaltung, wo überall man bei Investitionen sparen könne. „Wir müssen zustimmen, weil wir die Kindergartenplätze dringend brauchen“, betonte auch Friedrich Kolesch (CDU). Er befürchtet, dass die 9,1 Millionen Euro Gesamtkosten noch nicht „das Ende der Fahnenstange sind“. Deshalb sei eine Kostenkontrolle sehr wichtig. „Wenn es so weitergeht mit den Kostensteigerungen, wird auch die reiche Stadt Biberach sich nicht mehr so viel leisten können.“ Deshalb müsse man klare Schwerpunkte setzen: Hochwasserschutz, Bildung und Betreuung, wichtige Infrastruktur. Zu den möglichen Einsparungen erklärte Christian Kuhlmann, man könne das Raumprogramm kritisch diskutieren und die Ausbaustandards. Allerdings da sei man bereits bei einem soliden mittleren Standard. Geheizt werde mit Luft-Wärme-Pumpe, es bestehe aber die Möglichkeit, das Gebäude später an das Nahwärmenetz anzuschließen. Auf den Vorhalt von Rudolf Brüggemann, 25 Stellplätze seien viel zu viel, meinte Erster Bürgermeister Ralf Miller: „Diese Vorgaben gehen völlig an der Realität vorbei.“