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Biberach kommunal 02.11.2022

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2 | 2. November 2022

2 | 2. November 2022 BIBERACH KOMMUNAL Zusage aus dem Regierungspräsidium Tübingen Endlich auch tagsüber Tempo 30 auf der Riedlinger Straße Bruno-Frey- Musikschule Bismarckring Aus dem Gemeinderat Mehr Geld für die Riß-Renaturierung Für die Schaffung einer Hochwasserrückhaltefläche im Zuge der Riß-Renaturierung hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung 149 000 Euro mehr bewilligt als bisher veranschlagt waren. Riedlinger Straße Stadthalle Theaterstr. Felsengartenstraße Saulgauer Str. Markplatz Kolpingstraße Waldseer Straße Das Land Baden-Württemberg hatte sich im Rahmen des Planungsprozesses bereit erklärt, im Zuge der Renaturierung der Riß für die Stadt Biberach nördlich der Haberhäuslebrücke eine Hochwasserrückhaltefläche anzulegen. Die Maßnahme wird in das Hochwasserschutzregister aufgenommen und ermöglicht es den Anliegern der Riß – insbesondere den Gewerbebetrieben – durch die Zahlung von entsprechenden Ausgleichsbeträgen dort Bauvorhaben zu realisieren. Ebenso verbessert die Maßnahme den Hochwasserschutz für die Grundstücke flussabwärts. Die roten Linien markieren die Bereiche mit ganztägigem Tempo 30, die blaue Linie den Bereich, in dem Tempo 30 von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens gilt. Grafik: BIKO Jetzt ist es so weit: Das Regierungspräsidium Tübingen hat Tempo 30 in der Riedlinger Straße und einigen weiteren Straßen der Innenstadt genehmigt. Der Gemeinderat zeigte sich damit zufrieden, nachdem das Prozedere über ein Jahr gedauert hatte, da Fachbüros die Lärmwerte, die erreicht werden müssen, um dort das Tempo reduzieren zu können, neu berechnen mussten. Es sind die vielen Lkws, die den Anwohnern in der Riedlinger Straße tagtäglich das Leben und Wohnen ziemlich schwer machen, vor allem, weil diese Fahrzeuge viel Lärm verursachen. Deshalb hat der Gemeinderat schon im Juli vergangenen Jahres entschieden, hier und in den anderen Straßen im Zuge der B 312 Tempo 30 einzuführen, eine Forderung, die sich auch aus dem Lärmaktionsplan der Stadt Biberach ergibt. Die zuständige Genehmigungsbehörde ist das Regierungspräsidium, das jetzt die Zusage erteilt hat. „Was lange währte, wird endlich umgesetzt“, sagte Oberbürgermeister Norbert Zeidler in der Gemeinderatssitzung. Im Einzelnen sind folgende Straßenzüge betroffen: • Auf dem Bismarckring gilt künftig zwischen dem Steigerlager und dem Bereich Aiden-Hotel nachts (22–6 Uhr) 30 km/h. • Im Straßenzug Riedlinger Straße /Felsengartenstraße / Saulgauer Straße/ Kolpingstraße galt bis dato bereits nachts 30 km/h. Dies wird nun auch tagsüber gelten. Mit anderen Worten lässt es sich wie folgt erklären: Stadteinwärts auf der Riedlinger Straße fahrend beginnt Tempo 30 ab der Höhe Pizzeria Peperoni und gilt dann am Hotel Kapuzinerhof sowie am Kundrath-Areal vorbei auf der Kolpingstraße, an der Hochschule vorbei, bis zur alten AOK / Agentur für Arbeit. Nachts gilt, wie bisher, Tempo 30 dann weiter auf der Waldseer Straße bis auf Höhe Polizei. • Stadteinwärts kommend von der Waldseer Straße gilt 30 km/h nun tagsüber ab der alten AOK / Agentur für Arbeit, wenn in die Kolpingstraße abgebogen wird, am Kundrath-Areal sowie am Parkdeck Stadthalle vorbei in Richtung Riedlinger Straße bis zur Pizzeria Peperoni. Lange Genehmigungsphase Durch die lange Genehmigungsphase und das wiederholte Verschieben der Renaturierung von Seiten des Landes sind die vor Jahren im eigentlichen Planungsprozess ermittelten Kosten, die auch Grundlage für die Haushaltsplanung waren, nicht mehr aktuell. Die außergewöhnlich hohen Baupreissteigerungen der letzten Monate kommen noch dazu. Nach Abschluss der Arbeiten betragen die Kosten für den Hochwasserschutz inklusive Baunebenkosten rund 200 000 Euro; das sind 149 000 mehr als veranschlagt. Diese Ausgaben sollen über folgende Deckungsvorschläge finanziert werden: 90 000 Euro aus dem Grünzug Talfeld Süd, weil der Spielplatz erst 2023 umgesetzt wird; 18 000 aus dem Kreisverkehr Hauderboschen; 15 000 aus dem Spielplatz Öschle und 26 000 aus der Sanierungsmaßnahme Private am Alten Postplatz, weil die Mittel dort für Private nicht mehr benötigt werden. BIBERACH KOMMUNAL | Impressum Herausgeber: Große Kreisstadt Biberach an der Riß Verantwortlich: für den amtlichen Teil Oberbürgermeister Norbert Zeidler für den nicht amtlichen Teil die jeweiligen gesetzlichen Vertreter der mitteilenden Organisationen, Kirchen und Vereine Redaktion: Andrea Appel (Stadt Biberach) Telefon: 07351/51 299 Achim Zepp E-Mail: BiberachKommunal@Biberach-Riss.de Redaktionsschluss: 1 Woche vor Erscheinen, in der Regel mittwochs, 12 Uhr Druck, Anzeigen, Verteilung: Schwäbische Zeitung Biberach GmbH & Co. KG Verantwortlich für Anzeigen: Daniela Fimpel Anzeigenannahme Telefon: 07351/5002-15 E-Mail: anzeigen.biberach@schwaebische.de Zustellung; Reklamation Tel.: 07351/5002-44 BIBERACH KOMMUNAL erscheint wöchentlich in der Regel immer mittwochs und wird kostenlos an alle Haushalte der Stadt Biberach einschließlich der Teilorte Stafflangen, Ringschnait, Rißegg und Mettenberg verteilt. 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BIBERACH KOMMUNAL 2. November 2022 | 3 Architekturbüro Hähnig und Gemmeke gewinnt den Planungswettbewerb für das Wohngebiet Hirschberg Jetzt ist der Gemeinderat am Zug Am Ende war es eine klare Entscheidung für das Architekturbüro Hähnig und Gemmeke. Nach insgesamt drei Kolloquien und der Diskussion von drei verschiedenen städtebaulichen Planungen ist das Büro aus Tübingen mit 7:1 Stimmen einer Fachjury als Sieger aus dem Planungswettbewerb für das neue Wohngebiet Hirschberg hervorgegangen. Jetzt muss der Gemeinderat diese Entscheidung absegnen, dann wird das Siegerbüro eine detaillierte Planung erstellen, die durchaus noch Änderungen enthalten kann. Das öffentliche Interesse an der Entscheidung, die in der Stadthalle verhandelt wurde, war praktisch null. Nach dem zweiten Kolloquium hatte es den Anschein, als wäre das Büro Pesch Partner aus Stuttgart favorisiert, weil hier die Vorgaben des Gemeinderates noch am ehesten erfüllt worden waren. Nach der zweiten Überplanung stellte sich allerdings heraus, dass das Büro Veränderungen zum eigenen Nachteil vorgenommen hatte: So wurde der Stellplatzschlüssel, anders als vorgegeben, von 1,5 auf 1,1 pro Wohneinheit reduziert. Und die Zahl der freistehenden Einfamilienhäuser blieb mit 30 unter den vorgegebenen 35. Die Gesamtzahl der Wohneinheiten wurde dafür nochmals erhöht auf 500 (bei Hähnig/Gemmeke sind es 363). Die Vorgabe für eine durchdachte Entwässerung des Wohngebietes wurde nach Ansicht des Gremiums bei Hähnig/ Gemmeke besser gelöst (weil dezentral). Pesch Partner wollten im Zentrum des Wohngebiets einen kleinen See anlegen, der als zentrales Retentionsbecken dienen sollte. Dass dies nicht unproblematisch ist, zeige der See im Wohngebiet Sandberg, erklärte Baubürgermeister Christian Kuhlmann. Letztendlich wurde beiden Planungen ein hohes Niveau bescheinigt. Das Neue – allerdings kontrovers Diskutierte – beim Siegerbüro war die Anlage von 34 freistehenden Einfamilienhäusern im Süden des Baugebietes nahe der Riedlinger Straße. Hier schieden sich die Geister der Experten: die einen sind überzeugt, dass der Lärm dort an der Straße mit Einfamilienhäusern leichter zu beseitigen sei, die anderen sprachen sich für Mehrfamilienhäuser dort aus, weil damit besserer Schallschutz geleistet werden könne. Der Plan zeigt drei städtebauliche Einheiten: ein Quartier im Norden, das über die Ziegelhausstraße erschlossen wird, eines in der Mitte, das bis an die Hangkante reicht, und ein südliches, erreichbar über die Riedlinger Straße, auf dem Einfamilienhäuser entstehen sollen. Quartier 1 und 2 sind durch einen Grünraum verbunden. Grafik: Architekturbüro Hähnig / Gemmeke Grundsätzliche Überlegungen des Siegerbüros Die städtebauliche Idee für das neue Wohngebiet auf dem Hirschberg zeichnet sich durch die Inszenierung eines ländlich-urbanen Stadtgefüges in der vorhandenen, topographisch attraktiven, aber auch anspruchsvollen Lage auf dem Hirschberg aus. Auf den vorhandenen drei Plateaus entstehen drei neue Nachbarschaften – zwei davon auf der Kuppe des Hirschbergs und eine kleinteilige Bebauung am Hirschwald entlang des Südhangs. Über deren Nachbarschaftsplätze und ein enges Wegenetz sind sie miteinander verknüpft. Zentrales Element des Entwurfs ist der attraktive Grünraum, der sich zwischen den Quartieren aufspannt. Der wertvolle Baumbestand entlang der Hangkante und im Herzen des Plangebiets prägt dieses und schafft einen großen Mehrwert für die Bewohner und die bestehenden Nachbarschaften. Er fungiert als grüne Lunge, stellt Retentionsund Verdunstungsflächen und bietet Raum für Erholung, Spiel und Sport. Auf den beiden oberen Plateaus gruppieren sich jeweils um einen Nachbarschaftsplatz Quartiersstrukturen, die aus einer Mischung unterschiedlicher Wohntypologien bestehen, das Miteinander fördern und Erschließungsflächen minimieren. Durch die Anbindung jedes einzelnen Quartiers an attraktive Freiräume entstehen durchgängig qualitätvolle Wohnlagen direkt am Grünen. Die Abfolge von öffentlichen, gemeinschaftlichen und privaten Räumen gliedert und stärkt die städtebauliche Struktur zusätzlich. Am Fuß des Hirschbergs auf der Südseite nahe der Riedlinger Straße fügen sich die gewünschten Einfamilienhäuser harmonisch in die bewaldete Hangkante ein. Gehölze bleiben erhalten, Lärm wird abgeschirmt und Privatheit geschaffen. Über drei Entwurfsphasen hinweg entwickelt, soll die Mischung aus vielfältigen Einfamilien- und Reihenhaustypologien, Stapelhäusern mit Maisonettewohnungen, Clusterhäusern, Sonderbausteinen und klassischen Mehrfamilienhäusern die Ansprüche an das Planungsgebiet widerspiegeln. Hirschberg-Rundweg Entlang der bewaldeten Hangkante entsteht ein durchgängiger neuer Hirschberg-Rundweg, der das Gebiet mit der umliegenden Landschaft und über den Gigelberg auch mit der Innenstadt Biberachs verbindet. In der Mitte des Gebiets werden die bestehenden Alleebäume erhalten, während der Straßenraum zurückgebaut wird. Es entsteht eine grüne, von motorisierter Erschließung freigehaltene Landschaftsfuge, die als Verbindung in die östlich angrenzenden Wohngebiete fungiert. Nördlich anschließend entsteht das zentrale Balkonplateau mit besonders hoher Aufenthaltsqualität. Hier wird die Idee des Wohnens unmittelbar am grünen Landschaftsraum besonders in Szene gesetzt. Entlang der Quartiere und Straßenräume wird ein kleinteiliges, dezentrales Retentionsnetz etabliert und dabei das Niederschlagswasser in großzügige, offene Flächen geleitet. Die Erschließung der oberen Plateaus erfolgt über die Ziegelhausstraße. Alle Gebäude sind mit dem Auto anfahrbar. Der ruhende Verkehr auf dem Hirschberg wird hauptsächlich über Tiefgaragen abgewickelt. Hierbei wird die Topografie genutzt, um diese sinnvoll zu erschließen. Im Bereich der Einfamilien- und Atriumhäuser werden die Tiefgaragen mit oberirdischen Parkplätzen am oder im Haus ergänzt. Ladestationen für E-Bikes, sowie Standorte für Lastenrad-Sharing und Car-Sharing sind an den Nachbarschaftsplätzen und an einer eigenen Energiezentrale vorgesehen. Weiteres Vorgehen In Kürze startet nochmals ein öffentliches Beteiligungsverfahren. Dabei können interessierte Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen zu den städtebaulichen Planungen erneut schriftlich einbringen. Diese werden aufgearbeitet und an den Gemeinderat weitergeleitet. Das Gremium entscheidet dann Anfang kommenden Jahres, ob es der Empfehlung der Fachjury folgt und das Architekturbüro Hähnig und Gemmeke beauftragt. Nähere Informationen zum Beteiligungsverfahren folgen.

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