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Biberach kommunal 02.11.2022

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14 | 2. November 2022

14 | 2. November 2022 BIBERACH KOMMUNAL Streiflichter aus der Geschichte Biberachs Die Pfarrei geht wohl ins siebte Jahrhundert zurück Nach Ausweis ihres Martinspatroziniums ist die Pfarrei Biberach wohl eine fränkische Gründung des 7. Jahrhunderts. Für ein hohes Alter spricht zudem der ausgedehnte Pfarrsprengel; er umfasste neben Biberach selber Bergerhausen, Rißegg, Rindenmoos, Geradsweiler bei Reute und vier Höfe in Birkenhard; ebenso könnten anfänglich Mittelbiberach, Oberdorf und Reute nach Biberach eingepfarrt gewesen sein. Um 1500 bezog die Pfarrei Biberach den Groß- (Korn-) und Klein- (Garten-) Zehnten von Biberach, Bergerhausen, Rißegg, Rindenmoos, Geradsweiler, Schönenbuch, Oberdorf bei Mittelbiberach und der „Leite“ bei Rindenmoos; in Birkendorf musste sie den Zehnten mit der Universität Freiburg teilen, der die Pfarrei Warthausen inkorporiert war, während ihr in Birkenhard die Hälfte des Großzehnten abzüglich je 30 Garben Korn und Hafer zustanden, die ihr die Universität voraushatte. In Mittelbiberach erhielt die Pfarrei Biberach den Groß- und Kleinzehnten von sechs Höfen, die im Oberdorfer Zehnt lagen, und ein Viertel der Zehnten des Pfarrguts und des Maierhofs. Jedes zehntpflichtige Haus hatte außerdem einen Gartenpfennig und den Leibpfennig zu geben, je einen vom Mann und einen von der Frau; in Biberach selbst zahlten jedoch beide zusammen nur einen Pfennig. In Schönenbuch, Mittelbiberach und Oberdorf gehörte der Leibpfennig der Pfarrei Mittelbiberach, in Birkendorf mit Ausnahme von drei Häusern der Pfarrei Warthausen. Zudem waren für jedes Lamm oder Kalb ein Pfennig und für ein Fohlen vier Pfennig zu entrichten. Falls der Zehnt verkauft wurde, hatte der Käufer unter anderem so viel Hennen abzuliefern, wie er Malter schuldig war, konnte jedoch ein Huhn gegen fünf Pfennig Hühnergeld ablösen. Schließlich hatte die Pfarrei noch Einnahmen aus den Pfarrgütern in Rißegg und aus Äckern und Wiesen in Biberach, Bergerhausen, Rißegg, Mittelbiberach und Oberdorf. Die Überschüsse aus den Erträgen der Pfarrei – im Durchschnitt der Jahre 1517 bis 1526 betrugen bei 1328 Pfund Heller Einnahmen die Ausgaben 1191 Pfund Heller – beanspruchte das Kloster Eberbach. Der Pfarrvikar musste sich mit einem äußerst dürftigen Einkommen begnügen, und die Helfer Ulrich übergibt einem Boten eine Schriftrolle. Das Wappen zeigt den Doppelhaken, das Wappen der Ministerialenfamilie von Schmalegg, in schwarz auf gold. Zwischen 1305 und 1315. Quelle: http://digi.ub.uni-heidelberg.de klagten, sie könnten sich nur schwarzes raues Brot leisten. Mit dem Kauf des Pfarrsatzes im Jahre 1564 durch das Spital ging mit allen Rechten und Einnahmen auch das Patronat an die Stadt über; seit 1591 verwalteten sie eine besondere städtische Amtung, die Pfarrpflege. Erster Biberacher Pfarrer Das Patronat, das Recht, den Pfarrer zu benennen und diesen dem Bischof zur Ernennung vorzuschlagen, gehörten ursprünglich den Staufern als den Herren der Stadt und gelangte mit ihr an das Reich. Als erster Biberacher Pfarrer erscheint 1265 Schenk Ulrich von Winterstetten (um 1225 bis nach 1280), ein Enkel Konrads von Winterstetten, der als Vertrauter Kaiser Friedrichs II. Statthalter von Schwaben war. Domherr in Augsburg, war er zugleich einer der wichtigsten Vertreter des nachklassischen Minnesangs. Der jeweilige Pfarrer versah die Pfarrei aber nicht in Person, sondern besoldete für die Seelsorge in der Stadt einen Pfarrvikar. Dies belegt auch 1275 das Konstanzer Zehntbuch für die Einziehung eines Kreuzzugszehnts, das festhielt: „Die Stelle des Vikars dort gilt acht Mark über die Pfarrstelle hinaus“. 1278 werden so als Zeugen eines Schiedsspruchs vor der Biberacher Kirche drei Priester genannt: der Vizepleban (Pfarrvikar) Al., sein „Socius“ (Helfer) H. und ein Herr Al. Begehrte Pfründe Als reiche Pfarrei war Biberach für Günstlinge der Könige und den oberschwäbischen Adel eine begehrte Pfründe, so auch für den späteren Brixener Bischof Landulf von Mailand († 1300/01). Wann Landulf die Pfarrei Biberach bekam, ist unbekannt. Da Landulf Kaplan und Arzt König Rudolfs von Habsburg († 1291) und später Leibarzt seines Nachfolgers König Adolf von Nassau († 1298) war, lässt sich nicht sagen, von welchem der beiden Könige er die Pfarrei erhielt. 1295 ernannte ihn Papst Bonifaz VIII. zum Bischof von Brixen und erlaubte ihm ein Jahr später, seine ihm auf die Dauer von vier Jahren weiter überlassenen Pfründen, Propsteien in Worms und Weilburg, ein Kanonikat zu Worms und die Pfarrei Biberach, anschließend nach seinem Gutdünken geeigneten Personen zu verleihen. 1299 war er in Konstanz Zeuge einer Urkundenbestätigung durch König Albrecht I. Der Überlieferung nach wurde er 1300/01 von Vasallen ermordet. 1322 war Marquard von Schellenberg Pfarrer, 1331 Magister Berthold von Tuttlingen, „des römischen Kaisers Schreiber“, der sich bei Kaiser Ludwig von Bayern, an dessen Hofe er 1322 bis 1327 Registrator und seit 1331 Notar war, großen Ansehens erfreute. Nach der Schenkung des Patronats im Jahre 1339 an Eberbach durch Ludwig den Bayern und der Übereignung der Pfarrei durch Papst Clemens VI. im Jahr 1349, dauerte es noch ein ganzes Jahrzehnt, bis das Kloster unbestritten im Besitz der Pfarrei war. 1342 quittierten Ulrich von Königsegg und sein Sohn, der Biberacher Pfarrer Anselm, dem Kloster den Empfang von 180 Mark Silber, für die ihnen Ludwig der Bayer die Pfarrei verpfändet hatte, und von 190 Gulden für eine Scheuer, die zur Pfarrei gehörte. Doch erst 1359 verzichtete Anselm von Königsegg endgültig auf alle seine Rechte an der Pfarrei, ebenso auch der von Karl IV. ernannte Buchauer Kanoniker Bertold von Greifenstein. Und zwischen 1366, dem Jahr der Fertigstellung des Dachwerks, und 1369 wird auch der Neubau der Stadtpfarrkirche geweiht worden sein: 1369 ist als Patrozinium erstmals „Unser Frauen und St. Martin“ belegt. Dr. Kurt Diemer

BIBERACH KOMMUNAL 2. November 2022 | 15 Die Woche im Überblick DATUM ZEIT ORT, TREFFPUNKT VERANSTALTUNG Do, 3. November 14 Uhr Ochsenhauser Hof Reparaturhilfe, Bürger für Bürger Do, 3. November 17 Uhr Haupteingang Rathaus Hoch hinaus – Gigelturm-Führung, Stadtführung mit Axel Griessmann Do, 3. November 18 Uhr kath. Spitalkirche Maria 2.0, Donnerstagsgebet Fr, 4. November 10 Uhr Museum Coden und Programmieren, Forscherwerkstatt Fr, 4. November 15 Uhr Ochsenhauser Hof „Der Wald der Zukunft“, Bildvortrag Sa, 5. November 9 Uhr vhs Schenktag, Tauschring „Nimm und Gib“ Sa, 5. November 9 Uhr Turn- und Festhalle Stafflangen Shoppen für einen guten Zweck, Musikverein Stafflangen und Winterstettendorf Sa, 5. November 10.30 Uhr Museum Entdeckungstour durchs Museum, Kinderwerkstatt Sa, 5. November 14 Uhr Spitalhof, Museum Historischer Stadtrundgang, Stadtführung mit Bernd Otto So, 6. November 11 Uhr Rösslesaal, Bergerhausen Metzelsuppe, Musikverein Bergerhausen So, 6. November 11 Uhr Ochsenhauser Hof Tag der offenen Tür mit Hausführungen So, 6. November 13 Uhr Innenstadt Verkaufsoffener Sonntag So, 6. November 14 Uhr Spitalhof, Museum „Reformation in Biberach“, Stadtführung mit Markus Pflug So, 6. November 16.30 Uhr St. Martin „Glorify Jesus“, Belcanto, Gospelkonzert Mo, 7. November 14 Uhr Rot-Kreuz-Zentrum Blut spenden Di, 8. November 14 Uhr Rot-Kreuz-Zentrum Blut spenden Mi, 9. November 19 Uhr Friedenskirche „Pensées – Gedanken“, „Unsere Würde tanzt“, Kultureller Abend klein. stark. solidarisch. Heim vorteil Die Biberacher Geschäfte haben geöffnet! Attraktive Innenstadt Kurze Wege beim Einkaufen Für Ihre Sicherheit ist gesorgt 1. Stunde kostenlos Parken in den Tiefgaragen Nutzen Sie Ihren Heimvorteil ! Ihre Einkaufsstadt Eine gemeinsame Initiative der Stadt Biberach, des örtlichen Handels und der Dienstleister. Wieland-Zitat der Woche „Unsere Vergnügungen werden desto feiner, edler und sittlicher, je mehr die Musen Antheil daran haben.“ Geschichte des Agathon (1766) Herbstlicher Einkaufsbummel Verkaufsoffener Sonntag Am Sonntag, 6. November, haben die Biberacher Einzelhandelsgeschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet und laden ein zum herbstlichen Einkaufsbummel. Der Marktplatz und die vielen Straßen und Gässchen mit ihren historischen Häusern bilden die stimmungsvolle Kulisse, um einzukaufen, sich in einem der vielen Fachgeschäfte über die aktuellen Trends beraten zu lassen, ein Tässchen Kaffee zu genießen oder vielleicht schon jetzt nach dem einen oder anderen Weihnachtsgeschenk Ausschau zu halten. Wer das Stadtleben einfach nur auf sich wirken lassen will, der setzt sich in eines der vielen gemütlichen Cafés oder Lokale, die es rund um die Altstadt und in den Seitenstraßen gibt. Rund um den Marktplatz gibt es jahreszeitliches zum Essen und Trinken. Die Biberacher Einzelhändler wollen an diesem Tag mit ihrer Stärke, der individuellen Beratung, punkten und speziell auf die Wünsche der Kunden eingehen. Für einen Besuch sprechen auch die gute Erreichbarkeit der Biberacher Innenstadt und die kurzen Wege. Service und Dienstleistung werden in Biberach großgeschrieben. Hier treffen die Kunden den Geschäftsinhaber meist noch persönlich im Laden an. Die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäften kennen die Wünsche und Vorstellungen ihrer Kunden. Kompetente Beratung lautet die Devise. Wer einmal da war und die familiäre, persönliche Atmosphäre kennengelernt hat, kommt gerne wieder. Das Besondere an Biberach sind nicht nur die großen, leistungsfähigen Geschäfte in zentraler Lage, sondern auch die vielen Fachgeschäfte mit einem speziellen Sortiment und mit persönlicher Beratung, bunt verteilt in und rund um die Altstadt. Tiefgaragen und Parkdecks befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Altstadt und sind zudem auch noch preisgünstig. Auf dem Gigelberg ist das Parken sogar kostenlos. Von dort sind es nur zehn Minuten Fußweg in die Altstadt. Am Sonntag, 6. November, laden die Biberacher Einzelhandelsgeschäfte zum Bummeln ein. Foto: Bernd Kathe

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