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Biberach kommunal 01.06.2022

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10 | 1. Juni 2022

10 | 1. Juni 2022 BIBERACH KOMMUNAL Biberach School of Architecture Geschichte und Theorie der Architektur Am Übergang von den Kulturen der Jäger und Sammler zu den Gemeinschaften aus bis zu Hunderten oder Tausenden von Menschen entstand: die Architektur. Denn als die Menschen im Überfluss lebten, schwere und sperrige Tontöpfe für ihre Vorräte formten und mit mehr Ballast reisten, ließen sie sich nieder und bildeten erste Ansiedlungen. Werkstattkonzert der Hochschule „The Tempest“ auf der Bühne Nach zwei Jahren coronabedingter Pause greift das Orchester der Hochschule Biberach (HBC) die Tradition des Werkstattkonzerts wieder auf, ein bekanntes Schauspiel mit Bühnenmusik und unter Einsatz von Playmobilfiguren zu präsentieren – kurzweilig, originell und zeitgemäß. Die Aufführung findet am Donnerstag, 2. Juni, um 19 Uhr in der Aula der Hochschule Biberach (Campus Stadt) statt. Zu Aufführung bringen die Künstlerinnen und Künstler in diesem Jahr „The Tempest“ von William Shakespeare, jedoch in etwas anderer Form als bei früheren Werkstattkonzerten. Denn viele Komponisten haben über die Jahrhunderte Musik zu diesem bekannten Werk geschrieben, was die Stückauswahl für das Orchester nicht einfacher macht. Deshalb haben sich die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Professor Klaus K. Weigele für ein Pasticcio entschieden, das Wo steht der Apfelbaum? Wer im Heute Architektur gestalten möchte, der muss diese Anfänge ebenso kennen wie die Entwicklung über die verschiedenen Epochen hinweg. „Die Architekturgeschichte bildet den Bezugsrahmen für die eigene Auffassung von Architektur“, sagt Ole W. Fischer, der an der School of Architecture der Hochschule Biberach (HBC) das Lehrgebiet Geschichte und Theorie der Architektur übernommen hat. Ole W. Fischer, geboren 1974, studierte Architektur an der Bauhaus Universität Weimar und der ETH Zürich. Lehrerfahrungen sammelte er an der ETH, an der TU Graz sowie in den USA. So hatte er eine Gastprofessur an der Universität Massachusetts Institute of Technology (MIT), Cambridge, inne und war zuletzt Associate Professor an der University of Utah, Salt Lake City, bevor er in den Studiengang Architektur der HBC berufen wurde. In seiner Dissertation untersuchte er die programmatischen Übertragungen der Philosophie Friedrich Nietzsches in Theorie und Werk Henry van de Veldes (2002–2008). An der HBC lehrt er im Bachelor- wie im Masterstudiengang Architektur. auf der musikdramatischen Grundlage der Bühnenmusik „The Tempest“ von Arthur Sullivan beruht und aus verschiedenen Epochen Werke mit ähnlicher Wirkung, aber von unterschiedlichen Komponisten vereint. So kommen Stücke von Henry Purcell, Tschaikowsky, Janá ek, Haydn, Smetana und weiteren zur Aufführung. Neben dem Orchester der HBC treten die Studierenden aus dem Theaterworkshop der HBC auf die Bühne; gemeinsam mit ihrem Dozenten Florian Stern, selbst Schauspieler und Regisseur, haben sie szenische Lesungen aus dem Stück „Der Sturm“ erarbeitet. Dieses Spiel rundet Michael Sommer ab, freier Autor und Dramaturg aus München und bekannt für sein unterhaltsam-verkürztes Programm zu klassischen Werken, die er zusammen mit seinem Ensemble aus Playmobil-Figuren aufführt. Die Aufführung ist öffentlich bei freiem Eintritt. Schräg hinter dem Komödienhaus Anlässlich des Internationalen Tags der Familie wurde in Biberach ein Familien-Apfelbaum gepflanzt. Wo genau dieser steht, war die Quizfrage bei einem Gewinnspiel des Lokalen Bündnisses Familie Biberach. Lösungsvorschläge konnten bis 31. Mai per E-Mail eingereicht werden. Aber wo steht das Bäumchen denn nun? Die Antwort: Auf der Grünfläche zwischen der Tiefgarageneinfahrt Museum und dem Komödienhaus. Tombola-Gewinner beim Museumsfest János darf in die Luft steigen Ein wichtiger Bestandteil des Museumsfestes, das vor Kurzem stattgefunden hat, ist die Tombola. Dank zahlreicher attraktiver großer und kleiner Spenden Biberacher Firmen und Institutionen, sind die Lose sehr begehrt, auch da nahezu jedes zweite Los gewinnt. Obwohl nur 1500 Besucher und damit nur etwa halb so viele wie vor Corona zum Fest kamen, waren gegen 14 Uhr alle Lose verkauft. Über den Hauptpreis, einen Freiflug über Biberach und Oberschwaben, der schon traditionell von der Firma Auto Peter gestiftet wurde, freut sich János Pek aus Biberach. Die Gesellschaft für Heimatpflege in Stadt und Kreis Biberach (GfH) hat ihre 120 Jahre alte Gründung mit einem Festakt in der Stadthalle Biberach gefeiert. Bei den Beiträgen wurde ein Bogen beschrieben vom ehemaligen Kunst- und Alterthumsverein, der das Biberacher Museum gründete und zahlreiche Exponate beschafft hat, bis hin zur heutigen GfH, die ihren Schwerpunkt in der Förderung von Veröffentlichungen, bei Veranstaltungen und den Kulturfahrten sieht. Der scheidende Vorsitzende Dr. Otmar Weigele erinnerte an die Gründung der Stiftung der GfH, die dem Verein die notwendige politische Unabhängigkeit sichere. Die Hauptrednerin, Prof. Annette Kehnel aus Mannheim, begeisterte mit einem Vortrag zum Thema Nachhaltigkeit und belegte ihre These, dass das Handwerkszeug zur Lösung der heutigen Krisen in unserer Geschichte zu finden ist. Der In dem Jugendleiter-Aufbaumodul der Kreisjugendringe Biberach und Ravensburg werden grundlegende und aufbauende Kenntnisse der Jugendarbeit wie Kinderschutz, Führungsstile in der Jugendarbeit, Medienpädagogik, Suchtprävention, Projektarbeit und Interkulturalität vermittelt. Das Aufbaumodul richtet sich an angehende oder bereits aktive ehrenamtliche Jugend- und Gruppenleiter aus Vereinen. Das Seminar findet am Samstag, Foto: Franz Hoffmann János Pek freut sich über den Gutschein für einen Segelflug über Biberach. Festakt der Gesellschaft für Heimatpflege 120 Jahre im Dienst der Geschichte Jugendleiter Aufbaumodul Michael Schieble, der neue Vorsitzende der GfH Biberach. Foto: B. Oswald neue Vorsitzende Dr. Michael Schieble (im Bild) führte durch eine abwechslungsreiche Veranstaltung, die vom Konzertchor Oberschwaben mit dem Dirigenten Gregor Simon und der Sopranistin Aline Ehrig-Metz mit den Werken von Justinus Heinrich Knecht bereichert wurde. Über Führungsstile und Suchtprävention 25., und Sonntag, 26. Juni, jeweils von 8.45 bis 19 Uhr in der Mensa am Schulzentrum in Bad Waldsee statt und kann auch besucht werden, wenn das Basismodul noch nicht absolviert wurde. Eine Anmeldung ist bis Montag, 13. Juni, unter www.jukinet.de möglich. Die Kosten für Ehrenamtliche, Schüler und Studenten betragen 60 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.kjr-biberach.de oder telefonisch beim Kreisjugendring Biberach unter 07351/3470746.

BIBERACH KOMMUNAL 1. Juni 2022 | 11 d „Ankommen 1945–1960“ Führungen durch die Sonderausstellung Das Museum Biberach zeigt momentan die Sonderausstellung „Ankommen 1945–1960“ zum Thema Flüchtlinge und Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist heute weit in den Hintergrund geraten, dass das zerstörte und geteilte Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 14 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen hat. Allein im kleinen Biberach waren es zwischen 1945 und 1960 fast 6000 Menschen bei 21 000 Einwohnern. Die meisten Neubürger kamen aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern, Deutschböhmen und den donauschwäbischen Gebieten. Die nächsten Führungen durch die Sonderausstellung finden am Donnerstag, 2. Juni, um 18 Uhr mit Frank Brunecker und am Sonntag, 5. Juni, um 11 Uhr mit Edeltraud Garlin statt. Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen kostet den Museumseintritt plus 1 Euro. Weitere Informationen zur Ausstellung sind unter www.museumbiberach.de/ausstellungen abrufbar. Brand der Ulmer-Tor-Straße nach dem Bombenangriff 1945, Öl auf Hartfaser von Fritz Cothen-Orla (Krefeld 1902– Ringschnait 1969), Biberach 1949. Pestalozzi-Gymnasium Preise für künstlerisches Arbeiten Beim Schülerwettbewerb „Die Deutschen und ihre Nachbarn im Osten“ haben 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen sechs und sieben des Pestalozzi-Gymnasiums (PG) erfolgreich teilgenommen und Preise kassiert. Unter dem Motto „Gemeinsam in Europa: Baden-Württemberg und Rumänien“ haben sie künstlerisch gearbeitet. Eines der künstlerischen Motive waren die Bigar-Wasserfälle in Rumänien, die -den Triberger Wasserfällen unter dem Stichwort „Tränen vergießen“ gegen- wurden. Die Legende des -übergestellt rumänischen Wasserfalls setzten die . Schülerinnen und Schüler ins Bild: Die . tragische Liebe zwischen einem Mäd- und dem Jungen Bigar, die erst im -chen . Tod ihre Erfüllung findet. r Das zweite Thema bezog sich auf den rumänischen „Exportschlager“ Dracula. Aufgabe war es, ein Fahndungs- r plakat für ihn zu gestalten und dabei PG-Schülerinnen und -Schüler der Klassen sechs und sieben nahmen erfolgreich am künstlerischen Teil des Schülerwettbewerbs „Die Deutschen und ihre Nachbarn im Osten“ teil. Foto: PG Biberach transsilvanische Elemente mit einzubeziehen. Der Kunsterzieher Winfried Engster konnte zusammen mit PG-Schulleiter Peter Junginger nun die Buchpreise übergeben. Zwei Schülerinnen erhielten zudem einen eintägigen Reisegutschein. Kinderwerkstatt Arbeiten mit Ton Am Samstag, 4. Juni, dreht sich in der Kinderwerkstatt im Museum alles um das Material Ton. Von 10.30 bis 12.30 Uhr können die Kinder den Ton kneten, drücken, klopfen und streichen, so dass nach und nach ein Fabelwesen oder ein Tier entsteht. Kinder zwischen fünf und zehn Jahren sind herzlich eingeladen. Aufgrund einer begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung unter der Telefonnummer 07351/51-331 oder per E-Mail an museum@biberach-riss.de gebeten. Wenn am Samstag noch Plätze frei sind, können Kinder auch spontan teilnehmen. Die Kosten pro Kind betragen 5 Euro. Kunstverein Biberach Skulpturen von Lucy Teasdale Der Kunstverein Biberach eröffnet am Freitag, 3. Juni, um 19.30 Uhr im Komödienhaus die Ausstellung „Lucy Teasdale – Tis time; descend“. Die 1984 in Birmingham, Großbritannien, geborene Künstlerin lebt seit 2006 in Berlin. Im Kunstverein stellt sie Skulpturen aus Acrylharz aus. Sie bewegen sich zwischen Erkennen und Vermuten, zwischen Aufbau und Zusammenbruch. Lucy Teasdale sagt, sie beschäftige sich oft mit der Frage: „Wie viel muss getan werden, damit ein Motiv erkannt werden kann? Wann hört der Ton oder das Acrylharz auf, ein formloser Klumpen zu sein? Zudem ergründe ich bildhauerische Probleme, zum Beispiel wie kann man Bewegung in eine Skulptur bringen?“ Zur Eröffnung am Freitag ist die Künstlerin anwesend. Dr. Uwe Degreif führt in die Ausstellung ein; sie läuft bis zum Sonntag, 3. Juli. Jump, Acrylharz, Holz, 2019