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Berufswahl 2021

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Bloß keine Panik! So klappt es mit dem Traumberuf

Sonderveröffentlichung

Sonderveröffentlichung 4 BERUFSWAHL 2021 Sag für immer: „Aufschieberitis ade!“ Jeder kennt es, dringende Aufgaben, die eigentlich erledigt werden sollten, aber der Antrieb diese anzugehen, fehlt. Das erzeugt oft Ärger. Ob es sich um die wöchentliche Sporteinheit dreht, um das Erledigen der längst überfälligen Steuererklärung oder das Aufräumen der chaotischen Garage, es gibt viele unliebsame Tätigkeiten in unserem Alltag, die zwar erledigt werden müssen, aber zu denen wir aus verschiedensten Gründen keinen Antrieb, dafür aber reichlich Gründe dagegen und Ablenkung zu anderem hin finden. Die meisten Menschen haben diese „Aufschieberitis“ mehr oder weniger ausgeprägt in Ihrem Leben. Nur zwei Prozent der Bevölkerung geben an nie aufzuschieben. Von den Betroffenen und vom Umfeld wird dies oft als Faulheit oder Willensschwäche angesehen, dabei handelt es sich, wenn es im begrenzten Umfang stattfindet, um ein normales Verhalten. Solange diese „Aufschieberitis“ im normalpsychischen Bereich stattfindet, das heißt nicht Teil einer (psychischen) Erkrankung ist, können diese sieben Tipps, kombiniert mit etwas Selbstdisziplin, Abhilfe schaffen: Ein guter Start ist die halbe Miete! Wenn ich an einem Tag eine Aufgabe in Angriff nehmen möchte, empfiehlt es sich, diesen entspannt zu beginnen. Wenn ich ausgeschlafen bin und mit einer für mich angenehmen Tätigkeit in den Tag starte, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass mir auch meine restlichen Vorhaben am Tag leichter gelingen werden. Ziele klar definieren und planen! Die gewünschten zu erreichenden Ziele sollten gründlich überlegt und schriftlich festgehalten werden. Und zwar klar definiert, das heißt statt dem schwammigen Ziel „lernen“ ist eine genauer abgesteckte Aufgabe wie „Kapitel xyz durcharbeiten“ effektiver. Die einzelnen Ziele sollten in einem Tages- oder Wochenplan schriftlich festgehalten und Immer noch beim Prokrastinieren? Mit diesen Tipps die Aufschieberitis für immer loswerden. aufgehängt werden, damit diese präsent sind und es auch bleiben. Größere Aufgaben erfolgreich strukturieren! Langfristige Ziele erscheinen deutlich machbarer, wenn sie in kleine, übersichtliche Segmente unterteilt werden. Wöchentlich mehrere Stunden an festgelegten Tagen, das verhindert, dass langfristige Projekte als unüberwindlicher Berg vor uns stehen. Dies gibt Struktur, Übersicht und damit Sicherheit, dass die Aufgabe bewältigt werden kann. Keine Ablenkung! Nicht zu unterschätzen sind „Saboteure“ bei der Aufgabe, allen voran das Handy. Möchte man produktiv arbeiten, empfiehlt es sich, bei ausgeschaltetem, besser außer Sichtweite gelegtem Handy dies zu tun. Auch andere Ablenkungen wie Musik, ein laufender Fernseher oder unnütz auf dem Schreibtisch stehende Dinge wirken sich kontraproduktiv aus. Ist dies alles beseitigt ist eine fokussierte und schnelle Umsetzung der Aufgabe leichter möglich. Helfer suchen! Wenn es mir hilft Aufgaben gemeinsam anzugehen, warum sich nicht von außen Helfer suchen? Eine wöchentliche Laufrunde oder ein gemeinsam erarbeitetes Referat hat zusätzlich den Vorteil, dass soziale Kontakte gepflegt werden und ein Gemeinschaftsgefühl entsteht. Zudem wirkt die Erfahrung nach Hilfe zu fragen und diese dann auch zu bekommen, sehr stärkend und gibt Vertrauen. Manche Dinge muss man nicht zwingend alleine bewältigen, um sie als Erfolgserlebnis verbuchen zu können. Innere Widerstände herausfinden! Falls es schwierig ist die Aufgaben überhaupt zu planen oder einen Anfang zu finden, empfiehlt es sich, herauszufinden, warum dies so ist. Möchte ich die Aufgabe überhaupt erledigen? Fühle ich mich vielleicht überfordert? Brauche ich von außen Unterstützung? Warum kann ich keine Disziplin aufbringen, mich selbst motivieren? Innere Widerstände können durchaus eine starke Schwelle sein, die beachtet werden und denen sich ggf. zugewandt werden sollte. Denn wie oben beschrieben, kann die Prokrastination auch eine Begleiterscheinung einer psychischen Störung sein, die dann professionell behandelt werden sollte. Die „Aufschieberitis“ kommt unter anderem Der richtige Zeitpunkt ist jetzt! Besser etwas aktiv anpacken, anstatt es aufzuschieben. FOTOS: COLOURBOX bei Depressionen, Angststörungen und ADHS vor und ist Teil einer ernsthaften Erkrankung, die nicht mehr mit „faul“ oder „unmotiviert sein“ zu tun hat, sondern bei der der Betroffene Unterstützung durch Therapie und ggf. Medikamente benötigt. Sich selbst belohnen! Ein außerordentlich wichtiger Punkt hier noch als Abschluss. Wenn ich eine Aufgabe erledigt habe, dann belohne ich mich dafür. Dies kann durch eine für mich angenehme Tätigkeit sein, ein Wunsch, den ich mir bisher verkniffen habe zu erfüllen oder eine bewusste Wertschätzung meiner eigenen Leistung: ich klopfe mir selbst auf die Schulter und erkenne meine Leistung an. Dieses Eigenlob ist für zukünftige Projekte wichtig und fördert den Selbstwert. Zusätzlich zu dieser kurzen Zusammenfassung gibt es ein reichhaltiges Angebot an Ratgebern in Form von Büchern und Videos, in denen man im normalpsychischen Bereich gute Strategien zur Aufgabenbewältigung lernen kann. Wenn sich dieses Verhaltensmuster allerdings hartnäckig hält empfiehlt sich ein Gespräch mit einem professionellen Gegenüber in Form von Beratung oder eines Arztbesuches. Denn die Gefahr, dass ansonsten aus einer primären Störung wie z.B. einer unerkannten Depression, noch sekundär ein Leidensdruck entsteht, weil deswegen Aufgaben nicht erledigt werden könnten, ist relativ hoch. Und sobald die „Aufschieberitis“ schädliche Ausmaße im privaten, beruflichen oder akademischen Lebensbereich annimmt, ist es ratsam, sich Hilfe zu suchen und dies eben nicht auch noch aufzuschieben. Ich wünsche gutes Gelingen bei der Umsetzung meiner sieben Tipps, Kathrin Haußmann Psychotherapeutin (HPG) Weiß wie man die Aufschieberitis erfolgreich „bekämpft“: Kathrin Haußmann. FOTO: FIRST FLOOR STUDIO

Sonderveröffentlichung BERUFSWAHL 2021 5 Kaum zu glauben – Diese Jobs gibt’s wirklich An Familienfesten wird einem doch meist immer die gleiche Frage gestellt: „Weißt du schon, was du später einmal machen willst?. Dass Berufe wie Feuerwehrmann, Arzt oder Prinzessin mittlerweile nur müde Kindheitserinnerungen wecken ist auch klar. Doch meist ist es gar nicht so einfach den passenden Job zu finden. Wir haben äußerst skurille Berufe zusammengestellt, vielleicht ist der passende dabei ... Glückskeks- Autor Wer sich schon immer gefragt hat, wer hinter den tiefen Weisheiten in Glückskeksen steckt, der kann sich nun selbst daran probieren. Der weltweit größte Hersteller von Glückskeksen, Woton Food, sucht in regelmäßigen Abständen talentierte Schreiberlinge die, die Datenbank mit neuen Sprüchen füllen. Für diese Tätigkeit gibt es bis zu 75 000 Euro im Jahr auf die Kralle Auf dem Sofa bequem machen, dem Hersteller ein Feedback geben, fertig! FOTO: COULORBOX Möbel-Tester Couch-Potatoes aufgepasst! Als professioneller Möbel-Tester gibt es bis zu 31 000 Euro Jahresgehalt. Alles was man dafür tun muss: Bei einem beliebigen Möbelhersteller bewerben, es sich auf dem Mölbelstück bequem machen und dem jeweiligen Hersteller ein kurzes Feedback geben. Professioneller Legokünstler Nochmal Kind sein? - Kein Problem! Mit dem Bauen von Lego-Modellen sein Geld verdienen hat auf jeden Fall Traumjobpotenzial. Doch der Weg dorthin ist steinig. Nur wenige Legokünstler werden von Lego zum „Lego Certified Professional Builder“ ernannt. Es warten nicht nur eine Menge Ruhm und Ehre, sondern auch interessante Auträge: Die offiziellen Lego-Baumeister entwerfen und gestalten Modelle für verschiedene Veranstaltungen und Unternehmen. Mit Lego spielen - der Traum jedes Erwachsenen. FOTO: DPA Golfballtaucher Nach dem Abschlag kann es jedem Profi-Golfer passieren, dass der Ball versehentlich im Wasser versinkt anstatt ins Loch zu rollen. Da Golfbälle nicht unbedingt billig sind, lohnt es sich auf jeden Fall einen professionellen Taucher zu beschäftigen. Dieser Beruf findet in Deutschland keinen besonderen Zuspruch. In den USA hingegegen reißt man sich in großen Country-Clubs um die Golfballtaucher. Man kann bis zu 65 Euro in der Stunde verdienen. Wasserrutschen-Tester Damit sich Urlauber unbedenklich vergnügen und Spaß haben können, muss es jemanden geben, der die riesigen Wasserrutschen in den Hotels vorab ganz genau unter die Lupe nimmt. Dabei kann es bis zu 34 000 Euro im Jahr oben drauf geben. Aber nicht nur das: Bei diesem Traumjob kommt man auch noch in die verschiedensten Urlaubsorte, wie Mallorca, Ägypten oder die Türkei. Spaß haben, sich austoben und Geld verdienen. FOTO: DPA Schlussmacher Wenn das mit der Liebe mal nicht mehr so läuft und die Beziehung kaputt ist, man aber nicht den Mut hat diese selbst zu beenden, treten die Schlussmacher auf den Plan. Mit viel Feingefühl und Gelassenheit beenden sie das ganze Spektakel. Offenbar erhält eine Berliner Agentur bis zu vier Anfragen an einem Tag. Für diese unliebsame Aufgabe erhält man zwischen 30 und 65 Euro. Der Preis richtet sich danach, ob die Beziehung persönlich oder per Post beendet werden soll. Shout-Coach Schreien mag zwar einfach klingen, ist es aber nicht. Schreien will und muss gelernt sein. Deshalb lehrt der Shout- Coach seinen Schülern wie sie ihre Stimmme als Heavy-Metal-Sänger einsetzen können. Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt bei der Atmung sowie der Technik. Nach dieser Ausbildung steht der Metal- Karriere nichts mehr im Wege. Schreien lernen und ab auf die Bühne. FOTO: DPA Kokosnuss- Sicherheitsbeauftragter Damit die Gäste einen unvergesslichen, aber vor allem unversehrten Urlaub erleben, beschäftigen einige Hotels mittlerweile einen Sicherheitsbeauftragten der besonderen Art. Er ist den ganzen Tag damit beschäftigt dafür zu sorgen, dass keinem Urlauber eine Kokosnuss auf den Kopf fällt. Um das sicher zu stellen, klettert er mehrmals am Tag den ganzen Palmenbestand hoch und kontrolliert ob bei den Früchten Absturzgefahr besteht. Ist das der Fall entfernt er die besagte Kokosnuss und bringt sie sicher auf den Boden. Professioneller Schlangesteher Dieser Tage steht man wirklich überall in einer Warteschlange - total ätzend. Eine neue Berufsgruppe schlägt aus diesem nerv- und zeittötenden Angelegenheit Kapital. Als professioneller Schlangesteher bist du über das Internet buchbar und stehst dir für andere Leute die Beine in den Bauch. Lust in einer Schlange zu stehen?- Dann los.. FOTO: DPA Apfel-Etikettierer Jeder kennt den kleinen Aufkleber auf dem Lieblingsapfel. Doch wie kommt der überhaupt dahin? - Ganz einfach, von Hand! Diesen Beruf nennt man Apfel-Etikettierer Warm-Upper Auch schonmal über die Zuschauer in Fernsehsendungen gewundert, die immer aller beste Laune sind und nur darauf warten endlich zu klatschen oder in schalendes Gelächter auszubrechen? Ja? - Das sind sogenannte „Warm-Upper“. Sie sorgen bereits vor Beginn der Sendung dafür, dass die Zuschauer gut drauf sind. Sie erzählen beispielsweise Witze, machen Spiele oder üben den richtigen Applaus mt dem Publikum. „Warm-Upper“ machen Stimmung im Studio. FOTO: DPA Bahn-Stopfer In Japen wird viel Wert auf Pünktlichkeit gelegt. Deshalb gilt das japanische Zugsystem als das pünklichste der Welt. Um diesem Ruf alle Ehre zu erweisen, weisen am Bahnhof sogenannte „Bahn-Stopfer“ den Reisenden und Pendlern den Weg in die Waggons. Das heißt: So lange quetschen bis der Abteil randvoll ist. Klärwerktaucher Klärbecken müssen regelmäßig kontrolliert werden. Um sie nicht trocken legen zu müssen, kommen sogennante Klärwerktaucher zum Einsatz. Für diese Arbeit wird eine spezielle Ausrüstung, sowie jahrelange Erfahrung benötigt. Da das Abwasser meist bakteriell verunreinigt ist, sind ein dichter Taucheranzug sowie ein Helm überlebensnotwenig. In kompletter Dunkelheit orientiert sich der Taucher durch Abtasten und Funkktontakt zu den Teammitgliedern außerhalb des Wassers. RED