Aufrufe
vor 1 Jahr

Amtsblätter ..WA

  • Text
  • Hohenstadt
  • Alpakas
  • Musikverein
  • Ulsch
  • Tiere
  • Schule
  • Taschen
  • Sunjo
  • Familie
  • Grundschule
  • Www.bitzilla.de

SV LAUBACH Kaffeesorte,

SV LAUBACH Kaffeesorte, „Schlamper-Mäppchen“ aus Studentenfutter-Tüten. Auch für einen „Guggen“-Musiker hat sie schon eine Tasche genäht: extra groß, damit das Häs‘ für den Faschings-Umzug reinpasst. „Nähen ist mein Hobby“, erklärt Gertrud Waidmann. Aber sie näht vor allem für den „guten Zweck“ im Verein. Die Taschen verkauft sie auf Märkten, beim Schlachtfest oder beim Mittsommerfest oder beim Tag der Regionen. Und den Erlös bekommt die Jugend: die Jugendschützen des SV Laubach, der 2009 sein 100. Jubiläum feierte. Und die etwa 20 Aktiven in der Jugend sind nicht nur ein „guter Haufen“, wie die Leiterin erzählt, sie sind auch ganz schön erfolgreich mit Luftgewehr und Luftpistole. Bis hinauf in die Landesmeisterschaft. Was die Jugendleiterin am Sportschießen so faszinierend findet, ist die Konzentration, die gefordert ist. Bei 40 Schuss im Wettkampf geht es um jeden einzelnen Schuss. Da ist auch Ausdauer angesagt. Trotzdem, erklärt Gertrud Waidmann, kann man mit diesem Sport „richtig runterfahren“ nach dem Alltag. Und Jugendlichen bekomme es sehr gut, wenn sie sich auf etwas konzentrieren müssten, sie sind dann auch in der Schule aufmerksamer: „Wir bekommen sehr positive Rückmeldungen der Eltern.“ Wie viele der schicken, poppigen oder schlicht witzigen Taschen sie schon genäht hat, weiß Gertrud Waidmann nicht: Sie hat nicht mitgezählt. • «Upcycling» Schicke Taschen für die Jugendarbeit TEXT UND FOTOS: MARKUS LEHMANN Aus alten Tüten werden schicke Taschen. Gertrud Waidmann näht sie mit Geschick zusammen. Den Verkaufserlös bekommt die Jugend des Schützenvereins Laubach. Die erste Tasche nähte sie aus „Capri Sonne“-Tüten für die Tochter. Vor zehn Jahren hatte Gertrud Waidmann, Jugendleiterin des Schützenvereins Laubach, diese Tüten-Taschen in der Schule gesehen. „Das kann ich auch“, sagte sie sich und machte bei den Abtsgmünder Landfrauen einen Nähkurs. Dort hat sie das Nähen verfeinert. Die Taschen näht sie aus Kaffee-Packungen, Safttüten, Katzen- und Hundefutter-Verpackungen – alles auf einer ganz normalen Nähmaschine. Die Tüten werden mit Polyesterfaden zweimal vernäht und so zu Taschen zusammenfügt. Auf Märkten näht sie die Taschen auch zusammen, zu Demonstrationszwecken. Es sei erstaunlich, wie Kinder dann solange der ratternden Nähmaschine zugucken, bis die Tasche fertig ist. Über den Nachschub an Tüten kann sie nicht klagen: Mittlerweile ist so eine Art Recycling-Netzwerk entstanden. Beziehungsweise „Upcycling“ – weil aus einem Abfallprodukt etwas Neues, Praktisches entsteht. Immer wieder findet Gertrud Waidmann gesammelte Tüten vor ihrem Haus für Nachschub oder sie bekommt es im Schützenhaus. Die hübschen Taschen haben sich schon lange herumgesprochen in und um Abtsgmünd. Waidmann näht sogar auf Bestellung, etwa individuelle Taschen aus Zigarrenverpackungen, die Umhängetasche aus der bevorzugten 16 17