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SPECIAL SCHWÄBISCH

SPECIAL SCHWÄBISCH GMÜND Zwischen Himmel und Erde Schwäbisch Gmünd ist eine Stadt mit langjähriger Tradition, in der sich eine über 1200-jährige Geschichte auf einzigartige Weise mit der Zukunft verbindet. Wer sich bei einem Stadtrundgang auf die Spur kunsthistorischer Zeugnisse begibt, wird überrascht sein von den architektonischen Schätzen der ältesten Stauferstadt: Eine faszinierende Altstadt mit prächtigen Patrizierhäusern, die sechs heute noch erhaltenen Stadttürme, der begehbare Johannisturm, von dem man einen einzigartigen Ausblick genießen kann, einladende Plätze sowie zahlreiche Kloster- und Kirchenbauten wie zum Beispiel das Heilig-Kreuz-Münster oder die Johanniskirche sind nur einige der zahlreichen Highlights, die zu einer spannenden Entdeckungsreise einladen. Wer es sich in einem der vielen Straßencafés gemütlich gemacht hat, kann leicht erkennen, weshalb der Gmünder Marktplatz zu den schönsten in Süddeutschland zählt. Der historische Stadtkern mit seinen attraktiven Geschäften lädt zu einem Einkaufsbummel ein. Nicht vergessen werden darf das Congress-Centrum Stadtgarten Schwäbisch Gmünd (CCS), das zu den renommiertesten und leistungsfähigsten Veranstaltungs- und Kongressstandorten im Osten des Wirtschaftsraums Stuttgart zählt. www.schwaebisch-gmuend.de Bilder: Thomas Ringhofer 38

INTERVIEW MIT OB RICHARD ARNOLD „Wir erarbeiten Strategie 2030“ Oberbürgermeister Richard Arnold hat sich in diesem Jahr klar zu seiner Heimatstadt Schwäbisch Gmünd bekannt und sich gegen eine OB-Kandidatur für Stuttgart entschieden. Thomas Ringhofer sprach für BUSINESS today mit ihm. Bild: Ingrid Hertfelder Photography Die überaus positive Entwicklung Gmünds hängt sicherlich auch mit der Landesgartenschau 2014 und der Remstalschau 2019 zusammen. Wie wichtig waren die beiden Events für die Weiterentwicklung rund um das Programm nachhaltige Stadtentwicklung 2020? Richard Arnold: Beide Veranstaltungen haben sich auf jeden Fall auf die Stadtentwicklung positiv ausgewirkt. Der Motor für unsere Entwicklung wurde bereits 2010 gebaut, als man sich auf 2012, das Jubiläumsjahr 850 Jahre Stauferstadt Schwäbisch Gmünd, vorbereitete und das Projekt Staufersaga ins Leben rief. Die Saga mit ihrer Rückbesinnung auf die vielfältige Gemeinschaft und Kulturen der Staufer hat uns alle zusammengeschweißt, ob Jung oder Alt, Urgmünder oder Zugezogene. Auf dieses Fundament haben wir die Landesgartenschau aufgesetzt. Wir haben daraus ein emotionales Ereignis mit Beteiligung der Bevölkerung gemacht. Es war ehrlich gesagt nicht einfach, als verantwortliche Gartenschau GmbH loszulassen und den Bürgern als Guides oder an den Eingängen das Zepter zu übergeben. So etwas hatte es bisher noch bei keiner Landesgartenschau gegeben. Wir waren mutig und die ersten, die das so gemacht haben – und jetzt ziehen alle nach. Sie möchten die Einwohnerzahl von derzeit rund 62.000 auf 70.000 steigern. In welcher Zeit und wie wollen Sie dies unter Berücksichtigung von Wohnraum und Arbeitsplätzen erreichen? Als ich 2009 mein Amt angetreten habe, war Gmünd von 65.000 auf 58.000 Einwohner geschrumpft. Unsere Infrastruktur ist aber auf 70.000 Einwohner ausgelegt. Von mehr Einwohnern – mehr Familien oder Fachkräften – würden wir profitieren. Natürlich muss man das Thema Bauen und Wohnen in diesem Zusammenhang mit Augenmaß angehen. Gemeinsam mit den Gruppen „Lebenswerte Altstadt“ und „Transformationsrat“ erarbeitet die Stadt eine Strategie 2030. Wir müssen im Dialog mit Anwohnern wie aktuell beim Projekt „Wohnen in den Fehrle-Gärten“ einen Mix aus sozialem, bezahlbarem und hochpreisigem Wohnraum schaffen. Wie sehr hat die Corona-Pandemie aus Ihrer Sicht die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt beeinflusst? Corona hat alles sehr beeinflusst. Gaststätten, Handel, Volkshochschule oder wir als Stadt mussten und müssen alle Vorgaben der Landesregierung umsetzen. Aus meiner Sicht sind Lockerungen der richtige Weg. Nachdem in Österreich die Maskenpflicht entfiel, sind die Umsätze im Einzelhandel um 15 Prozent nach oben gegangen. Ich persönlich finde Einkaufen mit Maske auch unsexy. Aber wir wissen nicht, wie sich alles entwickelt, und ich schließe nicht aus, dass es in den kommenden Monaten wieder zu einer durchgängigen Maskenpflicht kommen kann. Als Hochschulstadt mit vielen Bildungseinrichtungen hat Schwäbisch Gmünd einen hohen Stellenwert. Was kann hier noch optimiert werden? Ganz wichtig ist für mich der Bereich Forschung. Hier sind die Arbeitsplätze von morgen. Ganz Ostwürttemberg muss sich hier besser aufstellen und in die Breite gehen. Wir müssen intensiver zusammenarbeiten und uns viel stärker darauf konzentrieren, Forschungsschwerpunkte zu erhalten. Ein tolles Beispiel ist die Zusammenarbeit der Hochschule Aalen und unserer Hochschule für Gestaltung mit dem Studiengang Internet der Dinge. Gefordert sind aber auch Betriebe und Einwohner. Letztlich muss die ganze Region, die am Tropf der Automobilhersteller hängt, umdenken und in neue Techniken wie beispielsweise Brennstoffzellen und Wasserstoff investieren. Bilder: Thomas Ringhofer 39