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DIENSTLEISTUNG DR.

DIENSTLEISTUNG DR. JOACHIM BLÄSE IST NEUER LANDRAT DES OSTALBKREISES Emotionaler und beruflicher Höhepunkt Deutlicher kann eine Wahl zum Landrat wohl kaum ausfallen: 64 von 72 Stimmen entfielen am 30. Juni auf Dr. Joachim Bläse (52). Der Schwäbisch Gmünder trat am 12. September die Nachfolge von Klaus Pavel an. Thomas Ringhofer sprach für BUSINESS today mit ihm. Haben Sie im Vorfeld mit einem so deutlichen Wahlergebnis gerechnet? Dr. Joachim Bläse: Gehofft hatte ich auf ein gutes Ergebnis, dass es aber ein solches Wahlergebnis gibt, hatte ich mir nur erträumen können. Natürlich habe ich im Vorfeld der Wahl gespürt, dass fraktions- und raumschaftsübergreifend eine große Unterstützung vorhanden war. Das Ergebnis ist für mich ein absolutes Traumergebnis. 2015 war die Stelle des Landrats im Rems-Murr-Kreis vakant. Viele dachten damals, dass Sie sich bewerben würden, was aber nicht geschah. Was war jetzt anders? Durch mein Engagement im Remstal und meine guten Verbindungen zu vielen Akteuren im Rems-Murr-Kreis hatte man mich auch parteiübergreifend angesprochen, ob ich mir eine Kandidatur vorstellen könnte. Da ich der Auffassung bin, dass ein Landrat auch im eigenen Landkreis leben sollte, hätte das für mich aber in der Konsequenz bedeutet, dass ich mein Zuhause verlassen müsste. Dieses Mal musste ich mich nicht gegen meine Heimatstadt, sondern konnte mich für den Ostalbkreis entscheiden. Das Thema Gemeinschaft steht bei Ihnen weit oben. Wo sehen Sie die wichtigsten Herausforderungen in den kommenden Jahren? Gemeinschaft ist für mich etwas ganz Wichtiges und in der Gemeinschaft sehe ich auch tatsächlich große Chancen, die aktuellen, nicht ganz einfachen Herausforderungen anzugehen. In einer Gemeinschaft kann jeder an seinem Platz mit dazu beitragen, dass wir in eine gute Zukunft gehen. Dies betrifft die Gesell- schaft, die verschiedenen handelnden Akteure im Ostalbkreis, politisch auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, also auch den Kreistag. Die Veränderungen und Herausforderungen unseres Jahrzehnts sind tatsächlich von großer Bedeutung. Neben Demographie, Klimaschutz und Mobilität kommen Herausforderungen durch Zuwanderung, Inklusion sowie durch das Wegbrechen der gesellschaftlichen Mitte hinzu. Die allergrößte Herausforderung erleben wir aber aktuell im Bereich von Arbeit und Wirtschaft durch eine massive Absatzproblematik im Bereich der Automobilindustrie sowie im Zuge des enormen Strukturwandels durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz sowie Automatisierung. Sie gehörten seit 2004 dem Kreistag an und haben somit auch Anteil an der Erfolgsgeschichte des Ostalbkreises. Was hat diesen so stark gemacht? Für mich ist der Ostalbkreis ein Spiegelbild des Landes Baden-Württemberg. Er besteht aus drei Mittelzentren, vier Raumschaften sowie 42 Städten und Gemeinden. Unsere Erfolgsgeschichte war und muss es auch in Zukunft sein, dass wir alle, das heißt Wirtschaft, Hochschulen, Handwerk, Gesellschaft sowie Städte und Gemeinden, aktive Teile des Ostalbkreises sind und mit innovativen Ansätzen und mit Zuversicht (das Glas ist halb voll) die Herausforderungen angehen. Landrat Dr. Joachim Bläse. Bild: privat Zur Person Seit September Landrat des Ostalbkreises. 2002 bis 2020: Erster Bürgermeister von Schwäbisch Gmünd. 2004 bis 2020: Kreisrat, 2019/20 Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Ich habe mir zu meinem Amtsantritt zehn inhaltliche Programmpunkte gesetzt, die ich gerne angehen möchte – von Marketing über den Bereich Wirtschaft und Arbeit bis ins Soziale. In den ersten Wochen möchte ich aber zunächst schwerpunktmäßig meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die unterschiedlichen Bereiche der Landkreisverwaltung intensiver kennenlernen. Hier bin ich sehr zuversichtlich, denn ich habe schon in meiner Tätigkeit als Kreisrat erfahren, dass das Landratsamt über eine hochmotivierte und qualifizierte Belegschaft verfügt. Zudem gehe ich davon aus, dass mich in den ersten Wochen und Monaten die nach wie vor vorhandene Corona-Thematik stark beschäftigen wird. 30

HOHE AUSZEICHNUNG Bundesverdienstkreuz für Ex-Landrat Klaus Pavel „Es gibt in Baden-Württemberg wohl nur wenige Landräte, die ein so hohes Ansehen genießen wie Sie, lieber Herr Pavel“, würdigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Juli Klaus Pavel bei der Aushändigung des Bundesverdienstkreuzes in Stuttgart. Durch Arbeit, Bürgernähe, Gestaltungswille und ein hohes Maß an Humanität, Verlässlichkeit und Integrität habe sich Klaus Pavel im Laufe seiner 24-jährigen Amtszeit verdient gemacht, lobte der Ministerpräsident. Klaus Pavel übernahm 1996 das Amt des Landrats für den Ostalbkreis und schied nun am 11. September aus. Seine Amtszeit war geprägt durch viele Herausforderungen, wie die hohe Arbeitslosigkeit auf der Ostalb zu Beginn der Ära Pavel, die Energiewende oder auch die Unwetterkatastrophe auf der Ostalb im Jahr 2016. „Der Ostalbkreis heute und der Ostalbkreis in den 1990er Jahren – da liegen in vielen Bereichen Welten dazwischen“, betonte Kretschmann. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm Pavels Handeln in der Flüchtlingskrise, so der Ministerpräsident: „Als es um neue Standorte für die Erstaufnahme ging und die Wahl dabei auch auf Ellwangen fiel, hat Landrat Pavel inmitten einer zum Teil sehr aufgeheizten Stimmung und unter persönlichen Anfeindungen diese Entscheidung getroffen.“ NACHHALTIGE INNOVATIONEN FÜR MENSCH & UMWELT »Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!« www.zukunft-ostalb.de Seit über 20 Jahren bringt sich der Ostalbkreis mit seinen Kommunen, Hochschulen, Unternehmen und vielen weiteren Akteuren in die Strukturförderung der EU und des Landes Baden-Württemberg ein. Mit der Innovationsstrategie NiO – Nachhaltige Innovationen im Ostalbkreis – bewerben wir uns jetzt für eine neue Förderperiode. Erfahren Sie auf dieser Website mehr über Projekte, NiO-Botschafterinnen und NiO-Botschafter, Termine oder Aktionen. Seien Sie neugierig, machen Sie mit und werden auch Sie ein NIO-Netz.indd 1 14.04.20 13:54 Teil von NiO! ENTDECKEN WAS DAHINTER STECKT NIO-Netz.indd 1 14.04.20 13:54 31