Aufrufe
vor 7 Monaten

Amtsblätter ss.ne.Busi

  • Text
  • Unternehmen
  • Blockchain
  • Maier
  • Region
  • Heidenheim
  • Sensoren
  • Deutschland
  • Zukunft
  • Beyersdorff
  • Krise

DIENSTLEISTUNG BÜRO DER

DIENSTLEISTUNG BÜRO DER ZUKUNFT Mix zwischen Arbeit in der Firma und zu Hause Das Homeoffice wird auch über die Corona-Krise hinaus an Bedeutung gewinnen und in vielen deutschen Unternehmen zur neuen Normalität werden. Dieses Fazit zieht das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) in Ludwigshafen, warnt allerdings davor, komplett auf Anwesenheit im Firmen-Büro zu verzichten. Nico Rose, Professor für Wirtschaftspsychologie an der International School oft Management (ISM) in Dortmund, rechnet damit, dass es künftig einen Mix aus Homeoffice und Anwesenheit im Betrieb kommen wird. Von Siegfried Großkopf Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Arbeit in Berufen, die am Rechner von statten gehen, nicht unbedingt im Büro erledigt werden muss. Das Homeoffice hat während der Krise gut funktioniert. „Viele Firmen werden sich überlegen, wie sie angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage Flächen sparen und damit Kosten reduzieren können“, sagt Forscher Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Denn: Büros sind ein Kostenfaktor – nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Arbeitnehmer, denn diese können in „Heimarbeit“ die An- und Abfahrt dorthin sparen und für die Umwelt etwas tun. Ökonomen schätzen, dass die Corona-Krise ein Katalysator für mobiles Arbeiten werden könnte. Neue Balance Im Jahr 2018 arbeiteten etwa 14,8 Millionen Menschen in Deutschland in Büros. Fast jeder zweite Bürobeschäftigte (rund 46 Prozent) arbeitete 2017/18 zumindest gelegentlich von zuhause aus. Seit 2006 ist der Anteil derjenigen, die häufig oder gelegentlich im Homeoffice arbeiteten, um 8,8 Prozent gestiegen. Und es könnten mehr werden. Voigtländer glaubt, dass sich die Arbeit nicht komplett nach Hause verlegen wird, vielmehr sieht er in der Zukunft eine neue Balance zwischen der Arbeit im Büro und der zu Hause. Für das Stimmungsbild im Land haben die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts rund 500 Unternehmen gefragt. Danach haben 42 Prozent bereits beschlossen, die Möglichkeiten, von zuhause aus zu arbeiten, nach der Krise auszuweiten. Ein ebenso großer Anteil ist zwar noch unentschlossen, zurück zu weniger Homeoffice will aber kaum ein Unternehmen. Fast 90 Prozent sind zu der Erkenntnis gelangt, in ihrer Firma sei mehr Homeoffice möglich, ohne Nachteile befürchten zu müssen. Fast ebenso viele sind zudem der Ansicht, den Wunsch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von zuhause aus arbeiten zu wollen, künftig nicht mehr so einfach ablehnen zu können. Bei der ifm Electronic GmbH in Tettnang befanden sich 80 Prozent der Mitarbeiter im Homeoffice. Das Unternehmen mit über 7300 Beschäftigten in 95 Ländern ist Weltmarktführer für Sensortechnik für die Industrie 4.0 und verlagerte quasi über Nacht die Arbeit an die heimischen Schreibtische. Für die Kollegen, die ihren Dienst zuvor ausschließlich vor Ort verrichteten, schaffte das Familienunternehmen 200 neue Laptops an. Mitarbeiter an Wohnorten mit unzureichender IT-Infrastruktur wurden mit mobilen Acces Points versorgt. Es gebe Bedarf für Nachbesserungen am Homeoffice insgesamt, sagt Studienleiterin Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut. Am häufigsten genannt wird eine fehlende Strategie gegen sogenannte Entgrenzungserscheinungen – die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit (Corona-Krise, Kinderbetreuung, Homeschooling, Berufstätigkeit) verschwimme im Homeoffice bei vielen. Zudem fehle es bei der „Führung auf Distanz“ an Routine bei verantwortlichen Führungskräften. Auch technische Mängel machten die Unternehmen aus. Vor allem wurden Schwierigkeiten beklagt, Dokumente elektronisch signieren zu können. Dass Homeoffice nicht in allen Branchen ein Thema sein kann, ist klar. Wer in der Werkshalle schraubt, den Lkw lenkt, in Krankenhaus, Kita und Schule mit Menschen arbeitet oder mit Bus und Müllwagen unterwegs ist, kann seinen Beruf nicht von zuhause aus ausüben. Da ist noch viel Kreativität gefragt – etwa gesparte Pendelei der einen in weniger Arbeitszeit der anderen zu verrechnen –, einschließlich den in der Krise als Helden Beklatschten mehr als nur Anerkennung zukommen zu lassen. In der Handwerkskammer Ulm weiß man, dass die Handwerksunternehmer ihre Mitarbeiter unter besonderem Schutz im Haus behalten haben. Eine Trennung wie bei der Büroarbeit war nicht möglich, da in vielen Handwerks- Branchen die Mitarbeiter raus zu den Kunden müssen. 28

Nicht rund um die Uhr Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will Arbeitnehmer im Homeoffi ce besser schützen – vor allem vor überlangen Arbeitszeiten. „Wir müssen darüber reden, welchen Rechtsrahmen wir für mobiles Arbeiten brauchen“, sagt er und: „Aufpassen müssen wir, dass es nicht zu einer Entgrenzung von Arbeit, zur Verfügbarkeit rund um die Uhr führt und Arbeitsschutz ausgehöhlt wird.“ Nach einer Studie der DAK-Gesundheit haben viele Arbeitnehmer im Zuge der Corona-Krise Gefallen am Homeoffi ce gefunden. 76,9 Prozent der Beschäftigten, die erst seither regelmäßig von der eigenen Wohnung aus arbeiten, wollen diese Arbeitsform auch in Zukunft zumindest zum Teil beibehalten. Anzeige IQUNIT IT GMBH IT-Expertenwissen ist gefragt Die IQunit IT GmbH wurde im Januar 2019 mit dem Ziel gegründet, Schulungen und Workshops für IT-Experten und Entscheider, sowie zugeschnittene Beratungspakete rund um IT Themen anzubieten. Laut einer Pressemeldung zu einer Studie vom Digitalverband Bitkom vom November 2019 gibt es 124.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Unbesetzte IT-Stellen kosten Umsatz, belasten die Innovationsfähigkeit, bremsen die nötige digitale Transformation. Vier von zehn Unternehmen geben an, dass die fachliche Qualifikation der Bewerber mangelhaft ist. Um dem zu begegnen, forciert die Bitkom-Studie mehr reizvolle Bildungsangebote, die schnell aktuelles Wissen vermitteln. Personal soll effizient mit notwendigem Wissen weiterqualifiziert werden. Genau dieses bieten die Geschäftsführer der IQunit IT GmbH aus Ulm an: Schulungen für IT-Mitarbeiter, Verantwortliche, Softwareentwickler in Form von Kursen und Workshops. Der Anspruch dabei ist, dass viel Erfahrungswissen vermittelt wird. Die Trainings werden speziell für MitarbeiterInnen von mittleren und großen Unternehmen oder Behörden entwickelt. Daneben bietet IQunit strategische Beratung zu zukunftsorientierter IT an. Wir leiten und begleiten bei den komplexen Herausforderungen, die Digitalisierung und Technologisierung an Geschäftsprozesse, Organisationen und Kultur des Unternehmens stellen. IQunit IT GmbH Münchner Straße 15 | 89073 Ulm Telefon 07319 53495-0 info@iqunit.com | www.iqunit.com KONTAKT 29