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Manfred Liebhardt ist

Manfred Liebhardt ist von Anfang an dabei beim Bopfinger Rathaus-Adventskalender. 18 Ein Bild für den Bopfinger Rathaus-Adventskalender? - Ehrensache! Seit 2015 erstrahlt das historische Bopfinger Rathaus im vorweihnachtlichen Glanz - als überdimensionaler Adventskalender. Manfred Liebhardt, Hobbykünstler und -maler aus Oberdorf, ist von Anfang an mit dabei und malt diesmal bereits sein fünftes Bild für den stimmungsvollen Rathaus- Adventskalender. „Unser historisches Rathaus hat genau 24 Fenster. Man könnte fast glauben, die damaligen Ratsherren und der Erbauer des Rathauses hätten sich was dabei gedacht“, meint Bürgermeister Gunter Bühler scherzhaft. Auf der Suche nach 24 Künstlerinnen und Künstlern, die mit ihren Bildern und Werken, dem Rathaus-Adventskalender das besondere Flair verpassen sollten, fand Bürgermeister Bühler auch bei Manfred Text und Fotos: Martin Bauch Liebhardt ein offenes Ohr. Der Reiz, an etwas Großem teilhaben zu können, lockte den Künstler schon sehr. Vor allem muss sich Liebhardt bei der Gestaltung seines Bildes einer ganz anderen Technik bedienen, als er es eigentlichen gewohnt ist. Manfred Liebhardt kommt von der Aquarellmalerei, einer Technik, die für diesen Zweck völlig ungeeignet ist. „Die Kunstwerke sind über Wochen Wind und Wetter ausgesetzt. Das ist die besondere Herausforderung an diesem Projekt“, meint der Künstler. Für das Rathausbild steigt Liebhardt kurzerhand auf Acryl oder Öl um. Am besten seien Dispersionsfarben, wie sie auch beim Streichen von Hauswänden verwendet werden, geeignet. Die Gestaltung der großen Fenster, was gleichbedeutend mit einer großen Leinwand ist, liegen Liebhardt am besten. Dieses Jahr heißt das Motto „Stille Nacht“. Liebhardt ist schon gespannt, was seine Mitkünstler auf die Leinwand zaubern. Er selbst hat schon eine Vorstellung – ohne jetzt schon viel verraten zu wollen. „Es wird auf jeden Fall keine Krippenszene werden“, meint Liebhardt. Seit über 30 Jahren malt Manfred Liebhardt in seiner Freizeit. Seit der gelernte Konditor und Bäckermeister in Ruhestand ist, noch viel öfter. Sein Atelier hat er im Keller, in einem großen Raum, eingerichtet. An den Wänden hängen zig Bilder die Liebhardt in dieser Zeit gemalt hat, darunter auch viele in Öl. „Das waren meine Anfänge, bis ich meine Vorliebe für Aquarelle entdeckt habe“, so Liebhardt. Das Besondere an Aquarellen, so Liebhardt, ist ihre Einzigartigkeit. „Sie bleiben, egal wie oft man versucht ein Motiv zu kopieren, immer ein Unikat. Die Art, wie die Farben ineinander verlaufen ist immer anders“, sagt der Künstler.

Weit über 1000 Bilder hat Manfred Liebhardt bereits gemalt, die er in großen Schubläden, nach Motiven sortiert, aufbewahrt. Am liebsten malt er alte Gebäude („wegen ihres Charmes“) und Blumen („auch wegen ihres Charmes“). Dabei hat er seine ganz eigene Maltechnik entwickelt und ausgearbeitet. Einen „echten Liebhardt“ macht sein Grazie und Farbintensität aus. In der Auswahl und Menge seines „Maler-Werkzeugs“ ist Liebhardt sehr sparsam. „Lieber einen Pinsel, dann aber bitte auch einen g’scheiten“, empfiehlt der Künstler. Seine handgefertigten Pinsel bestehen aus den Haaren eines roten Nerz. Mit einem Pinsel bekommt Liebhardt sowohl einen hauchfeinen als auch einen dicken Strich hin. Und auch bei den Farben macht er keine Kompromisse und verzichtet auf Experimente neue Farbmischungen ausprobieren zu müssen. „Warum sollte ich. Was funktioniert das funktioniert eben“, meint Liebhardt. Für sein Rathausbild packt Liebhardt aber wieder seine Acrylfarben aus. Und noch eines packt ihn: das vorweihnachtliche Fieber. Das braucht er nämlich, um die richtige Stimmung ins Bild zu packen. Apropos packen und backen: ersteres macht er für seinen Lieben für unter den Weihnachtsbaum. Und beim Backen muss man dem Bäckermeister auch nichts vorsagen. Seine Weihnachtsguatsla werden im Kreise der Familie gerne genascht. 19