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Ingenieur Michael

Ingenieur Michael Weißkopf stieg 2007 in die Geschäftsleitung des Ingenieurbüros Kummich & Weißkopf ein. ersten Azubi in der Firma, der zum Systemintegrator ausgebildet wird. „Das ist wirklich Neuland für uns“, meint der Geschäftsführer. Zu den Bereichen, die das Büro betreut, plant und deren Ausführung begleitet und prüft, gehören die Elektroinstallation und Lichttechnik, Daten-, Brand- und Gefahrenmeldetechnik. Die Kunden kommen aus der Industrie und Kommunen. Das Büro kann auf einen festen Kundenstamm zurückgreifen. „Die Quote liegt hier bei 80 bis 90 Prozent“, meint Weißkopf. In einigen Bereichen versucht das In- 16 Alles bewegt sich, alles ist im Fluss Text und Fotos: Martin Bauch Das Ingenieurbüro Kummich & Weißkopf in Bopfingen gehört zu den ersten Adressen wenn es um die Planung und Projektierung von Elektrotechnikinstallationen in Gebäuden und Anlagen geht Strom ist eine physikalische Erscheinung der Elektrizitätslehre und hat eine ganz spezifische Eigenschaft: Er befindet sich in einem ständigen Fluss. Und elektrische Ströme erzeugen Wärme. Übertragen auf die Person von Michael Weißkopf würden beide Eigenschaften zutreffen. Der Geschäftsführer des Ingenieurbüros Kummich & Weißkopf hat eine Leidenschaft fürs Laufen, also befindet sich in einem ständigen Fluss. Die Strecken, die Weißkopf zurücklegt, sind schweißtreibend, das erzeugt durch Wärme. Der Fachingenieur ist ein passionierter Langstreckenläufer. Schon mit 14 Jahren hat er seinen ersten Triathlon bestritten. „Seither hat mich dieses Fieber nie so richtig losgelassen“, gibt Weißkopf. Sein Beruf fordert den Elektroplaner in seiner ganzen Person. 1998 ist Michael Weißkopf als Planer und Projektleiter in das 1987 von Peter Kummich gegründete Büro eingetreten. 2007 stieg er in die Geschäftsleitung auf. Kummich zog sich 2014 aus der aktiven Geschäftsleitung zurück. Nun führt Weißkopf zusammen mit Thomas Schmidt, seinem Mitgesellschafter und Mitgeschäftsführer, das Büro mit mittlerweile 20 Mitarbeitern. „Als ich 2007 mit in die Geschäftsleitung einstieg, hatten wir noch neun Mitarbeiter. Trotz des großen Arbeitsanfalls bewahren wir ein Augenmaß bei der Einstellung neuer Mitarbeiter. Wir setzen dabei auf langfristige Mitarbeiterbindung“, so Weißkopf. Tatsächlich gibt es kaum Abgänge. Besonders stolz ist man auf den genieurbüro Vorreiter zu sein. Stichwort: BIM CAD. Der Begriff Building Information Modeling (BIM) beschreibt eine Methode der vernetzten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mit Hilfe von Software. Das projektierte Bauwerk ist als virtuelles Modell visualisiert, eine Art Computermodell wird geschaffen. Die Arbeit mit BIM senkt Projektrisiken, optimiert Zeitpläne und Ausgaben und führt zu einem besseren Ergebnis. „Wir müssen mit der digitalen Entwicklung Schritt halten und auch mal risikobereit sein. Aus den Erfahrungen lernt man aber“, so Weißkopf. Womit wir wieder beim Laufen wären. Auch hier sammelt der passionierte Langstreckenläufer Erfahrungen. „Die besten Ideen kommen mir oft beim Laufen“, schmunzelt Weißkopf. Aktuell sucht er nach einer neuen Herausforderung. „Vielleicht Kitzbühel, dort gibt es einen Langsstreckenmarathon über 160 Kilometer, der mich reizen würde“, so Weißkopf. Und wenn er mal nicht läuft? „Dann verbringe ich meine Zeit gerne mit meiner Familie, Reisen, neue Länder entdecken“. Und da wäre noch das Thema VfR Aalen. Seit Mitte dieses Jahres ist Weißkopf Präsidiumsmitglied beim Fußball-Regionalligisten und zuständig für den Bereich Sport. „Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema“, winkt Weißkopf lachend ab. Neben seinem Beruf ist Michael Weißkopf auch ein passionierter Läufer.

Das µ [mü] macht den feinen Unterschied Text und Fotos: Martin Bauch Links: Die IBS-Team. Oben: Philip Schmid und Oskar Schmid werten Messergebnisse aus. Das µ [mü]: Ein griechischer Buchstabe, der bei Messeinheiten für Mikro, also ein Millionstel steht. Das ist ziemlich klein. Ein µ ist also die Umschreibung für „ein ganz winziges bisschen“ Oder eben die Kurzform von Mikrometer. Die Firma IBS Quality GmbH aus Bopfingen ist das, was man beim Messen von Bauteilen kleinlich nennt. Und das ist ein großes Lob. Das Unternehmen ist Spezialist für industrielle Messtechnik. Der Schwerpunkt liegt in der präzisen geometrischen Messung von Bauteilen – Metallteile, Gussteile, Zahnräder oder Kunststoffteile. Und hier kann schon ein Mikrometer Abweichung von der Norm zu enormen Problemen führen. „Aktuell haben wir zum Beispiel ein Bauteil aus der Automobilindustrie zur Messung bei uns liegen. Es handelt sich um eine Türverkleidung. Die passt einfach nicht. Wir müssen nun feststellen, warum“, erzählt der Geschäftsführer und Gründer von IBS, Oskar Schmid. Die Spezialisten liefern dem Unternehmen nach der Messung ein detailliertes Messprotokoll, auf dessen Grundlage die technische Zeichnung mit den tatsächlichen Abmessungen verglichen werden kann. Gemessen wird auf viele Arten. Das taktile, also berührende Messen, ist eine davon: Eine Tastkugel fährt am Bauteil entlang, nimmt Messwerte auf und berechnet die wahre Geometrie des Bauteils. „Wir machen auf digitalem Wege das sichtbar, was mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist“, so Schmid. Eine weitere Möglichkeit ist die optische Messung mit einem 3D-Messmikroskop oder mittels eines Streifenlichtprojektors. Diese Methode misst so fein, dass schon die kleinsten Abweichungen sichtbar werden. „Selbst Laserschnitte sind nie ganz glatt“, verrät Schmid. Vor fünf Wochen ist das Unternehmen von Flochberg in sein neues Domizil im Industriegebiet Nord-Ost unmittelbar an der B29 umgezogen. Im neuen Gebäude befinden sich unter anderem moderne Büroräume. Das Kernstück des Unternehmens ist aber das Prüflabor. Die 225 Quadratmeter große Halle verfügt über keine konventionelle Klimaanlage. Vielmehr nutzt sie die Strahlungswärme. In ihren Wänden sind sowohl Heiz- als auch Kühlelemente verbaut. „Dies spart nicht nur Energie. Vielmehr ist diese Technik für uns wichtig, da hier keine Luftverwirbelungen entstehen und somit die Messungen beeinflussen könnten“, sagt Schmid. In der Halle steht auch eines der modernsten Koordinationsmessgeräte. Damit können große Bauteile mit einer Abmessung von drei mal vier mal zwei Metern vermessen werden. „Vor kurzem haben wir damit einen ganzen Motorblock für eine Diesellokomotive gemessen“, so der Geschäftsführer. An die Messhalle schließt ein Vorklima- Raum an. Dort werden die Teile langsam auf „Betriebstemperatur“ gebracht. 2005 gründete Geschäftsführer Oskar Schmid das Unternehmen. Zuerst firmierte es unter dem Namen „Ingenieurbüro Schmid“. Schmid führte das Büro zunächst alleine. In seinem eigenen Haus in Flochberg richtete Schmid ein Prüflabor für Koordinatenmesstechnik ein.14 Jahre später sind rund 30 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Zum Unternehmen gehören auch die Bereiche Qualitätsmanagement-Beratung für ISO 9001 und ISO 17025, Beratung und Dienstleistungen für Kalibrierlabore und Prüflabore sowie Beratungsleistungen im Bereich Datenschutzmanagement in ganz Deutschland. Seit mehreren Jahren verfügt das Unternehmen auch über die unbefristete Lizenz zur Arbeitnehmerüberlassung. Die Kunden kommen unter anderem aus der Automotive-Branche, dem Sondermaschinenbau, der Kunststofftechnik und dem Gießereibereich. 17