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Die Riffinger Hidde –

Die Riffinger Hidde – der Ort, wo Generationen zusammenfinden 14 Text und Fotos: Martin Bauch In einem kleinen Dorf wie Riffingen wird Gemeinschaft noch großgeschrieben. Egal, ob Groß oder Klein, Alt oder Jung, jeder hat seine Stärken und kann diese in einer Gemeinschaft einbringen. Genau das dachte sich eine kleine Gruppe von Riffingern. Etwas Besonderes, etwas Großartiges sollte es sein – die Riffinger „Hidde“ entstand. Nachdem auf dem Grundstück von Josef Wörle die Unterriffinger Hütte jahrelang leer stand, war es an der Zeit, diese wieder aufleben zu lassen. Eine kleine Gruppe von Gleichaltrigen, „übernahm“ schließlich die Hütte und verbrachten dort ihre Freizeit. Natürlich sprach sich der Jugendtreff schnell im Dorf herum. Die Gemeinschaft wuchs von Jahr zu Jahr. Und so gingen diese Jahre an der Hütte nicht spurlos vorbei. Die „Familie“ beschloss ihren Jugendtreff wieder auf Vordermann zu bringen. Die ursprüngliche Hütte, wurde um einen Anbau für die Lagerung von Holz erweitert. Dann folgte der Umbau des Außenbereichs. Der Parkplatz wurde, aufgrund der gestiegenen Mobilität der Mitglieder, vergrößert und der direkte Bereich vor der Hütte neu angelegt. Hierbei wurde eine Möglichkeit geschaffen, die gemeinsame Zeit am Lagerfeuer zu verbringen. „Hilfe annehmen und Hilfe leisten ist einer unserer wichtigsten Vorsätze, die die Gemeinschaft und deren Zusammenhalt stärkt“, sagt Lukas Pfeilmeier, „Kappo“ der Mitglieder der Riffinger Hidde. „Selbstverständlich beteiligen wir uns am allgemeinen Dorfleben und übernehmen den einen oder anderen Dienst, etwa am Riffinger Kinderfest. Mit unserem Fackellauf oder einer Schatzsuche im Rahmen des Riffinger Kinderferienprogramms begeisterten wir Kinder und Eltern gleichermaßen“, so Pfeilmeier. In den letzten Jahren, kamen immer mehr Jugendliche aus Riffingen und Umgebung in die Riffinger Hütte. Dies nahm die Gemeinschaft zum Anlass, einen Verein zu gründen. „Natürlich ging dies nicht von heute auf morgen, war ja klar“, erzählt Pfeilmeier. Keiner von den Initiatoren hatte je- mals einen Verein gegründet, geschweige denn geführt. Die Gruppe musste sich erstmal in die Thematik einfinden. Rat und Tat waren da sehr willkommen. Schlussendlich fühlte man sich bereit das Abenteuer einzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Am 1. Oktober 2018 fand die Gründungsversammlung der Riffinger Hidde statt. 33 Gründungsmitglieder traten dem Verein bei und wählten acht Vorstandsmitglieder aus ihren Reihen. Ein Jahr später zählt der Verein bereits 45 aktive Mitglieder, worauf die Gemeinschaft sehr stolz ist. Da in Riffingen schon immer gerne gefeiert wurde, nahm der junge Verein dies zum Anlass, in diesem Jahr ein Fest für Jung, Alt und natürlich für das ganze Dorf auf die Beine zu stellen. Aber was heißt eigentlich Jung und Alt? „Wir feiern an zwei Tagen ein generationenübergreifendes Fest mit vielen DJs und bekannten Bands aus der Region, einem Festgottesdienst und richtiger, handgemachter Blasmusik“, versprechen die Organisatoren der Riffinger Hidde. Und was die Jugend aus Riffingen verspricht, dass hält sich auch. Übrigens: Das Fest war ein supertoller Erfolg mit Wiederholungsoption. Weitere Informationen über die Riffinger Hidde und das rege Vereinsleben finden Interessierte auf deren Facebookseite.

Jung pflegt historisch Johanna Fuchs ist seit über einem halben Jahr die neue Stadtarchivarin von Bopfingen. Text und Fotos: Martin Bauch Johanna Fuchs ist seit über einem halben Jahr die neue Stadtarchivarin von Bopfingen. 2017 hat sie ihr Studium Denkmalpflege Master of Arts abgeschlossen und arbeitete zuletzt bei der Stiftung Internationale Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg als Personalleiterin und Assistenz der Geschäftsführung. Ihre Schwerpunkte sind die Denkmalpflege, die klassische Archäologie sowie die Geschichte der römischen und griechischen Antike. In ihrer Funktion als Stadtarchivarin ist Johanna Fuchs auch automatisch Leiterin der örtlichen Geschäftsstelle der Volkshochschule Ostalb – und das alles in ihren noch jungen Jahren. So verstaubt auch viele Akten in ihrem neuen Tätigkeitsfeld im Rathaus von Bopfingen sein mögen, mit Johanna Fuchs weht ein spürbar frischer Wind im Stadtarchiv. Eine ihrer ersten Aufgaben wird sein: „Eine neue Systematik für das Bopfinger Stadtarchiv zu erarbeiten“, so Fuchs. Was nichts anderes heißt, als Akten, Unterlagen, Bilder, Bücher, historische Dokumente und vieles mehr zu sichten, zu erfassen, zu dokumentieren – und wiederzufinden. Das digitale Zeitalter soll ihr dabei helfen. Aber trotz aller lichtschnellen Datenverarbeitungsprozesse, wird dies wohl eine Lebensaufgabe werden. „Und eine Detektivarbeit“, meint Fuchs. Dies bekommt die Stadtarchivarin bereits in ihrem neuen Tagesgeschäft im Rathaus von Bopfingen zu spüren. „Die häufigste Arbeit, die mir in meinem Bereich begegnet, ist die Hilfestellung bei Familienforschungen“, erzählt Fuchs. Sogar aus Amerika kommen die Anfragen dazu. Was die Forschung betrifft, befasst sich Fuchs gerade aktuell mit der Geschichte der ehemaligen Reichsstadt Bopfingen. „Dazu gibt es eine gute Quellenlage. Diese Forschung hilft mir dabei, die Stadt Bopfingen näher kennenzulernen“, so Fuchs. Weitere Recherchen betreibt die Stadtarchivarin zur Geschichte des Marktbrunnens, der im nächsten Jahr sein Jubiläum feiert und zur Geschichte der SPD Bopfingen, die auch schon 100 Jahre zählt. „Ich hatte schon immer eine Affinität zur Geschichte. Geschichte ist meine große Leidenschaft“, verrät Fuchs. Ihre Hobbies sind die Fotografie, hier insbesondere Portraits von Menschen und das nähen, wo sie bereits ein gewisses Geschick entwickelt hat. Zu ihren Lieblingsbüchern zählen unter anderem die Trilogie von „Herr der Ringe“. Die Mongolei fasziniert Johanna Fuchs aufgrund ihrer weiten Steppen und wäre einer der Orte die sie gerne einmal besuchen möchte. Und wer die antike Geschichte Roms und Griechenland so intensiv studiert hat wie Johanna Fuchs, den zieht es automatisch an die realen Orte dieser südeuropäischen Länder. 15