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Amtsblätter d.an.KURl

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14 | Kurort Stammgäste

14 | Kurort Stammgäste schwören auf Moor Vier oberschwäbische Heilbäder bilden den „Zweckverband Moorgewinnung Reicher Moos“ Bad Waldsee (sl) - Viele Stammgäste kommen seit Jahren immer wieder gerne nach Bad Waldsee, weil sie dank der Mooranwendungen eine Linderung ihrer Schmerzen erfahren. Auch in der neuen Saunalandschaft des Gesundheitszentrums Waldsee-Therme wird das „Schwarze Gold“ aus regionalem Abbau wieder eingesetzt. Gemeinsam mit mehreren Nachbarorten gehört die Kurstadt deshalb dem „Zweckverband Moorgewinnung Reicher Moos“ an und baut dort Moor ab. Aus der Taufe gehoben wurde dieser Zweckverband 1995. Ihm gehören neben Bad Waldsee die oberschwäbischen Kurorte Bad Buchau, Bad Schussenried und Bad Wurzach an. Der Verband hat das Reicher Moos vom Land gepachtet und darf dort Torf abbauen, der für Moorbäder und weitere Mooranwendungen in den jeweiligen Rehakliniken benötigt wird. Bad Schussenried gehört dem Verband zwar an, macht aber seit geraumer Zeit keine Moorbäder mehr. Bei der jüngsten Verbandsversammlung hat der Waldseer Bürgermeister Roland Weinschenk den Vorsitz an Alexandra Scherer übergeben. Die Bürgermeisterin aus Bad Waldseer Stammgäste schwören auf die Heilkraft des Moores, weil sie dabei eine Linderung ihrer Schmerzen erfahren. Das Moor zählt zu den beliebten regionalen Heilmitteln, die bei der „Moorzeremonie“ auch in der neuen Saunalandschaft der Waldsee-Therme Anwendung findet. Fotos (2): Rolf Schultes Wurzach wird dieses Amt drei Jahre lang innehaben. Zu ihrem Stellvertreter wurde der Bad Buchauer Bürgermeister Peter Diesch gewählt. Scherer dankte Weinschenk, der in Kürze seinen Ruhestand antritt, für sein ehrenamtliches Wirken in den vergangenen Jahren. Sie erinnerte an dessen Einsatz, den Moorabbau in die Fortschreibung des Regionalplans aufzunehmen, um den Moorabbau für die beteiligten Heilbäder langfristig zu sichern. Auch der Wirtschaftsplan 2020 wurde einstimmig gebilligt. Größter Ausgabeposten sind die Kosten für den Moorabbau, für den 16 700 Euro vorgesehen sind. Rund 7900 Euro werden für den Pachtzins benötigt, weitere 5000 Euro für die Verwaltung des Zweckverbands, die jetzt bei der Stadt Bad Wurzach angesiedelt ist. Zudem werden für die bereits erfolgte Verlängerung des Abbauweges im Reicher Moos 40 000 Euro fällig, die über einen Kredit finanziert werden. Diese Maßnahme wurde dabei teurer als geplant: Statt 68 600 Euro wird sie etwa 80 000 Euro kosten, wie bei der Versammlung zu vernehmen war. Dies sei der Tatsache geschuldet, dass der Untergrund auf den letzten Metern immer wasserhaltiger geworden war. Dadurch habe die Baufirma wesentlich mehr Kies und Wackersteine benötigt. „Nur dem Können und dem Geschick der Firma ist es dabei überhaupt zu verdanken, dass die Arbeiten nicht ganz gestoppt werden mussten“, lobte Geschäftsführer Alfons Diem. „Nun aber ist der Weg zu den neuen Abbauflächen frei.“ Der Zweckverband hatte bei der Festigung des Untergrunds nur natürliche Materialien zugelassen. „Dieser ökologisch unbedenkliche Ausbau ist unsere gemeinsame Verantwortung. Das hat unsere volle Unterstützung und daher tragen wir die höheren Kosten mit“, betonte der Schussenrieder Bürgermeister Achim Deinet. Die vier Kommunen finanzieren den Zweckverband über eine „Betriebskostenumlage“, deren Höhe sich nach der Menge Moor berechnet, die der jeweilige Kurort abnimmt. Bad Waldsee zahlt in diesem Jahr damit 9120 Euro, Bad Wurzach und Bad Buchau jeweils knapp 16 000 Euro und Bad Schussenried 2600 Euro.

Kurort | 15 „Bäderstraße“ - ein Erfolgsmodell Geschäftsstelle des Tourismusverbundes ab diesem Jahr turnusmäßig in Bad Grönenbach Bad Schussenried (kl) – Zur Übergabe der turnusmäßig wechselnden Geschäftsstelle der „Schwäbischen Bäderstraße“ haben sich die Tourismusdirektorinnen und -direktoren sowie die Bürgermeister der neun Partnerorte in Bad Schussenried getroffen. Seit mehr als 40 Jahren vermarkten die Kurorte Überlingen, Bad Saulgau, Bad Buchau, Bad Schussenried, Aulendorf, Bad Waldsee, Bad Wurzach, Bad Grönenbach und Bad Wörishofen ihre Gesundheits- und Urlaubsangebote gemeinsam. Der Sitz der Geschäftsstelle der „Schwäbischen Bäderstraße“ hat Anfang Januar nach drei Jahren von Baden-Württemberg nach Bayern gewechselt - in den Kurort Bad Grönenbach. Bürgermeister Achim Deinet aus Bad Schussenried bedankte sich beim jüngsten Treffen der Kurorte bei seinem Kollegen Peter Diesch aus Bad Buchau sowie bei Patricia Mattes und Elke Spielvogel für die geleistete Arbeit. „Seit mehr als 40 Jahren ist die ‘Schwäbische Bäderstraße‘ nun ein Erfolgsmodell. Die zahlreichen Gesundheitsangebote und Fachkliniken mit den kulturellen Veranstaltungen und unserer schönen Landschaft bringen Gäste in unsere Region und sichern unzählige Arbeitsplätze. Wir können stolz sein“, so Deinet. Die Bäderstraße als „innovative Tourismusregion“ biete eine große Attraktivität für alle Altersklassen. „Sie ist ein wertvolles Konzept“, erklärte Bernhard Kerler, Bürgermeister von Bad Grönenbach „Ich freue mich darauf, gemeinsam Die Tourismusdirektoren und Bürgermeister der neun Partnerorte in Bad Schussenried. Foto: Schwäbische Bäderstraße Bad Waldsee ist einer von insgesamt neun Kurorten, die sich auf einer Länge von 180 Kilometern entlang der „Schwäbischen Bäderstraße“ aufreihen. Fotos: Rolf Schultes mit Monika Stolarczyk die nächsten drei Jahre die sehr gute Arbeit unserer Vorgänger fortsetzen zu dürfen.“ Ende der 1970-er Jahre wurde dieser Tourismusverbund als Initiative gegen Fluglärm im Bereich von Heilbädern und Kurorten in den Grenzregionen zwischen Baden-Württemberg und Bayern ins Leben gerufen. Aus einer zunächst losen Interessengemeinschaft entwickelte sich rasch eine enge touristische Kooperation. Nur wenige Jahre später wurde die „Schwäbische Bäderstraße“ zu einem bis heute erfolgreich tätigen Vermarktungsinstrument. Auf einer Länge von 180 Kilometern erstrecken sich die neun Städte mit sieben Thermen, vier Kneippheilbädern und drei Moorbädern. Die reizvolle Landschaft und die unzähligen Sehenswürdigkeiten werden mit Hilfe des 250 Kilometer langen Bäderradweges erschlossen, der sowohl für Aktivreisende, als auch für gemütliche Radtouren bestens ausgestattet ist. Das Angebot erfreut sich bei Gästen aus aller Welt großer Beliebtheit und sorgt für beste Resonanz. Der erfreuliche Erfolg der „Schwäbischen Bäderstraße“ sei auch der intensiven Presse- und Medienarbeit sowie den verschiedensten Marketingstrategien zu verdanken. Neben dem gemeinsamen Magazin „Kraftquellen“ inklusive Faltkarte und der Broschüre zum Bäderradweg werde auch auf „Social-Media“-Kanälen wie „Facebook“ und „Instagram“ geworben. „Unsere Gäste bekommen so einen schönen Einblick in die Region und sind auch in der Ferne immer live bei uns an der ‘Schwäbischen Bäderstraße‘“, weiß Monika Stolarczyk, Leiterin der Kur- und Gästeinformation in Bad Grönenbach. Weitere Informationen zur „Schwäbischen Bäderstraße“ und ihren Tourismusangeboten unter www.schwaebische-baederstraße.de.