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Amtsblätter d.an.KURl

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8 | Kurseelsorge Ein

8 | Kurseelsorge Ein wenig echte Adventsstimmung Pfarrer Wolfgang Bertl über das Wunder der Weihnachtsgeschichte Wolfgang Bertl ist Pfarrer in Bad Waldsee Liebe Leserinnen und Leser, kaum aus dem Sommerurlaub zurück, standen sie schon in den Baumärkten: Grün glitzernde Kitschhirsche und Schoko-Weihnachtsmänner. Stollen wurden ebenfalls gesichtet. Wenn uns auch der ganze Weihnachtsrummel auf die Nerven geht, so muss doch etwas dran sein an diesem Weihnachtsfest, dass es uns immer noch den Geldbeutel öffnet. Denn wenn die ganze Weihnachtsdekoration nichts einbrächte, dann würde keine Handelskette auch nur eine müde Mark dafür ausgeben. Was also ist das Geheimnis der Weihnachtszeit? Ich denke, so geheim ist es eigentlich gar nicht. Die Weihnachtszeit erinnert uns an etwas, das wir verloren haben. Als Kinder hatten wir es meist noch, aber je älter wir wurden, desto mehr ist es uns abhandengekommen. Und was wir verloren haben, das ist das Lebensgefühl, das wir heute als „kindlich“ bezeichnen. Als Kinder fühlten wir uns meist noch geborgen in dieser Welt, wir konnten noch staunen über Kleinigkeiten. Wir hatten noch eine Ahnung, dass diese ganze Welt voller Wunder ist, und wir sehnten uns danach, alles zu entdecken. Lange Jahre war es für mich das größte, wenn meine Mutter mir in der Adventszeit abends Weihnachtsgeschichten erzählte und dabei Orangen für mich schälte. Bis heute sind Kinder noch ganz gebannt, wenn sie die Weihnachtsgeschichte hören - die Geschichte, wie Gott selbst auf diese Welt gekommen ist, um sie zu erlösen. Als wir erwachsen wurden, da haben wir gelernt, dass solche Gefühle „sentimental“ sind und einen nicht weiterbringen. Den Kopf muss man benützen, wenn man es zu etwas bringen will. Aber was unserer Gesellschaft fehlt, das ist vor allem Wärme und Geborgenheit. Auch die Kirchen haben sich zu lange darauf konzentriert, allen zu erklären, was es mit dem Glauben auf sich hat. Was dabei zu kurz gekommen ist, das ist das Gefühl. Gefühle - noch dazu religiöse - waren geradezu verpönt. Wer sich aber auf den Glauben einlässt, der will ja auch etwas erleben dabei, er will Gott begegnen. Die Gefühle, die mit der Advents- und Weihnachtszeit verbunden sind, sollten nicht nur als Gefühlsduselei verunglimpft werden. Wenn ich mich nicht für meine „Sentimentalität“ schäme, dann können solche Gefühle sogar ein Anfang sein. Sie können uns dazu bewegen, mehr davon haben zu wollen, nicht nur an Heiligabend. Es könnte der Anfang einer abenteuerlichen Suche nach sich selbst und nach Gott sein. Und die Weihnachtsgeschichte gibt uns ja auch schon einen entscheidenden Hinweis, wo wir mit dieser Suche anfangen könnten. Da ist ja dieses Kind in der Krippe, in dem die Hoffnung für die ganze Welt verborgen ist. Dieser Anfang lohnt sich, wie ungezählte Menschen seit 2000 Jahren erfahren haben. Dieses Wunder der Weihnacht lässt sich nicht einmal durch Konsumterror ganz verdrängen. Und deswegen gehen wir als Waldseer Kirchengemeinden am zweiten Advent mitten rein zu einem ruhigen Gottesdienst vor dem Rathaus - für ein wenig echte Adventsstimmung! Ihr Pfarrer Wolfgang Bertl Das Wunder der Weihnachtsgeschichte rührt die Menschen alle Jahre wieder auf‘s Neue an. Foto: Rolf Schultes Gottesdienstzeiten: Kath. Pfarrkirche St. Peter: Eucharistiefeier: Samstag, 19 Uhr; Sonntag, 9:30 Uhr und 11 Uhr; Rosenkranz: Sonntag, 17:30 Uhr Ev. Kirche (Burghalde): Sonntag, 9:30 Uhr Abendmahl jeden 3. Sonntag im Monat Ökum. Gottesdienste: Samstag: 17:00 Uhr, Maximilianbad (Kapelle); 19:00 Uhr, Klinik im Hofgarten (Säulenhalle); 19:00 Uhr Waldsee-Therme (Vortragsraum) ___________________________ Programm Kur- & Reha-Seelsorge: Montag: 16:30 Uhr Sinnvoll leben, Maximilianbad (Kapelle); 19:30 Uhr Meditation, Therme (Vortagsraum); 20:00 Uhr, Vortrag, Therme (Vortragsraum). Dienstag: 16:30 Uhr, Sinnvoll leben, Mayenbad (M1); 19:30 Uhr Meditation, Hofgarten (Säulenhalle); 20:00 Uhr Vortrag, Hofgarten (Säulenhalle). Mittwoch: 16:30 Uhr Sinnvoll leben, Hofgarten (Säulenhalle); 19:30 Uhr, Meditation, Maximilianbad (Kapelle); 20:00 Uhr Vortrag, Maximilianbad (Kapelle). ___________________________ Die Kur- und Reha-Seelsorger: Katholisch: Egon Wieland Kur- & Reha-Seelsorge Telefon 07524/4041-12 egonwieland@kurseelsorge-bw.de www.kurseelsorge-bw.de Klosterhof 1 (Eingang 4) 88339 Bad Waldsee Evangelisch: Pfarrerin Verena Engels Finkenweg 9 88339 Bad Waldsee Telefon 07524/40940 – 22 Mail: Verena.Engels@elkw.de Telefax 07564/948786

Kur & Kultur| 9 Kabarett und Musik-Comedy Erstes Halbjahresprogramm 2020 der Kleinkunstreihe „Kultur am See“ mit sieben Veranstaltungen Bad Waldsee – Das erste Halbjahresprogramm 2020 von „Kultur am See” bietet im Haus am Stadtsee sieben Veranstaltungen aus Kabarett und Musik-Comedy. Verpflichtet haben die Macher von „Spektrum K” dafür unter anderem Uli Boettcher und Bernd Kohlhepp sowie Luise Kinseher und Han‘s Klaffl. KURLAND-Redakteurin Sabine Ziegler berichtet. Den Auftakt macht am 17. Januar Stefan Waghubinger mit seinem Programm „Jetzt hätten die guten Tage kommen können“. In seinem dritten Soloprogramm hat es der Kabarettist ganz nach oben geschafft - auf den Dachboden seiner Garage, wo er von seiner Kindheit eingeholt wird. Weiter geht‘s am 1. Februar mit dem Duo Uli Boettcher/ Bernd Kohlhepp und dem Improtheater „Denn sie wissen (noch) nicht was sie tun“. Die beiden lassen sich live Ferienfotos und SMS zusenden und verwenden sie sinnentstellt für Fachvorträge oder erdachte Biografien. Jeder Akteur für sich alleine ist schon ein Garant für beste Unterhaltung - im Doppelpack sind sie laut Veranstalter „unschlagbar“. „Nachschlag! Eh ich es vergesse…“ lautet der Titel des neuen Programms von Han‘s Klaffl, der am 27. Februar wieder zu Gast in der Kurstadt ist. Der Chemiker Philipp Weber befasst sich in „Durst - Warten auf Merlot“ kabarettistisch mit der Trinkkultur. Foto: Inka Meyer Die beiden Vollblutmusikerinnen Julia Gámez Martín und Ariane Müller von „Suchtpotenzial“ präsentieren in Bad Waldsee ihr neues Bühnenprogramm „Eskalatiooon“. Foto: Torsten Goltz ehemalige Lehrer und „Staatskabarettist auf Lebenszeit“ ist mit vier Programmen auf Tour und beweist: Seneca irrt. Und zwar gewaltig! Es gibt nämlich Menschen, die nicht nur für das Leben, sondern auch für die Schule lernen. Ja sogar nur für die Schule, weil Leben und Schule für sie identisch sind. „Eskalatiooon“ lautet das Programm des Musikkabarett-Duos „Suchtpotenzial“, das am 21. März präsentiert wird. Nach ihrem preisgekrönten Debüt-Programm „100 Vol% Alko Pop“ legen die Vollblutmusikerinnen Julia Gámez Martín und Ariane Müller darin nach. Die bayerische Kabarettistin Luise Kinseher gastiert mit „Mamma Mia Bavaria“ am 4. April. Ihr Programm beschäftigt sich mit einer Frage globalen Ausmaßes: Welche Bedeutung hat Bayern vom Weltraum aus betrachtet? Und welche Bedeutung hat das für die Welt? Am 23. Mai zeigt Philipp Weber sein Kabarettprogramm „Durst - Warten auf Merlot“. Darin bringt er Klarheit in die trüben Gewässer deutscher Trinkkultur. Der studierte Chemiker und Biologe ist Deutschlands radikalster Verbraucherschützer und hat sich mit „Leib und Leber“ ihrem Wohl verschrieben. Der Macher des Programms „Futter - streng verdaulich“ widmet sich nun den flüssigen Gaumenfreuden. Den Schlusspunkt setzt am 19. Juni die Gruppe „iNtrmzzo“ mit der A-Cappella-Show „On the Road Again“. Das Publikum erwartet „beeindruckendes Beatboxing, groovige Songs und klassische Balladen, kombiniert mit einer absurden Comedy Show, inszeniert von Europas innovativster A-Cappella Band aus den Niederlanden“. Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr im Haus am Stadtsee. Einzelkarten gibt‘s im Vorverkauf ab 10. Dezember und Abos ab 3. Dezember bei der Tourist- Information Bad Waldsee unter Telefon 07524/941342, touristinfo@bad-waldsee. de oder an der Abendkasse. Weitere Infos unter www.kultur-am-see.de.