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8 SCHRITT FÜR SCHRITT

8 SCHRITT FÜR SCHRITT ZU MEHR WOHNBEHAGLICHKEIT Was Sie jetzt noch vor dem Winter tun können (djd). In älteren Häusern ist der Winter nicht immer angenehm. Kalte Böden, kühle Wände oder Zugluft wecken den Wunsch nach mehr Wohnbehaglichkeit. Welche Raumtemperatur als angenehm empfunden wird, ist subjektiv. Was viele nicht wissen: Behaglichkeit hängt nicht nur von der objektiv messbaren Lufttemperatur ab, sondern auch von der Oberflächentemperatur von Wand, Boden und Decke. Schlecht gedämmte Außenwände oder Kellerdecken kühlen aus und strahlen Kälte ab. Gut gedämmte Bauteile dagegen geben im Winter Wärme nach innen ab und halten im Sommer die Hitze draußen. Wir beschreiben, welche Maßnahmen mit überschaubarem Aufwand große Wirkung erzielen. WÄRMEVERLUSTE IM DACHGESCHOSS eindämmen Dämmung des Speicherbodens, also der obersten Geschossdecke, bietet sich an, wenn das Dach nicht oder nur unzureichend 1.Die gedämmt ist und der Dachraum nicht zu Wohnzwecken ausgebaut werden soll. Mit einem Mindestwärmeschutz nach Energieeinsparverordnung (EnEV) lassen sich Bauschäden verhindern sowie Tauwasser und Schimmel vermeiden. Sehr gut geeignet sind vorgefertigte Dämmplatten, die bereits mit einer Trittschicht versehen sind. Handwerklich Geübte können diese auch selbst verlegen. Der PU- Hochleistungsdämmstoff mit Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS 023 schneidet beim Wärmeschutz besser ab als herkömmliche Werkstoffe. Das zahlt sich aus, wenn man eine KfW-Förderung beantragen will. Für den geforderten U-Wert von 0,14 W/(m2 K) genügt hier bereits eine 16 Zentimeter dicke PU-Dämmung. Mehr Infos zu PU-Dämmstoffen unter www. ivpu.de. Klarer Vorteil für die Sanierung im Innenbereich: Die PU-Dämmschicht fällt deutlich schlanker aus als bei anderen Dämmstoffen. Sie kostet daher nicht mehr Raum als unbedingt erforderlich und sorgt dafür, dass im Dachboden genügend Kopffreiheit erhalten bleibt. 2. 3. Schutz gegen KALTE FÜSSE VON UNTEN Ein schlanker Aufbau bietet auch Vorteile, wenn man die Kellerdecke von unten dämmen will. Den von der KfW geforderten U-Wert von 0,25 W/(m2 K) erreicht man bereits mit einer Dämmdicke von 10 Zentimetern, wenn PU-Elemente mit der niedrigen WLS 023 eingesetzt werden. Für Selbermacher ideal sind Dämmelemente, die auf der Sichtseite bereits eine aufkaschierte Gipskartonoder Dekorplatte besitzen. Sie können direkt verklebt oder von unten mit Krallen an die Kellerdecke geschraubt werden. Investitionszuschuss nutzen und BARES GELD BEKOMMEN Die Dämmung von Dachboden oder Kellerdecke wird als Einzelmaßnahme von der KfW mit einem "Investitionszuschuss" gefördert, wenn bei der Planung ein Energieberater hinzugezogen wird. Besser und schlanker dämmen zahlt sich also aus. Qualifizierte Energieberater findet man unter www.energie-effizienz-experten.de.

9 ÖKO-BAUSTOFFE: WERTBESTÄNDIG UND FÖRDERFÄHIG WOHNGESUND UND NACHHALTIG ZU BAUEN UND ZU RENOVIEREN LOHNT SICH Fördermöglichkeiten für geprüft nachhaltige Bauprodukte Bauen und Renovieren mit nachhaltigen Baustoffen muss nicht unbedingt teurer sein als mit konventionellen Materialien. Im Gegenteil, es gibt sogar eine Reihe von Fördermöglichkeiten zum Beispiel für Werkstoffe und Materialien, die mit dem natureplus-Zeichen zertifiziert sind. Etliche deutsche Kommunen fördern etwa die Dämmung des Gebäudes mit entsprechend nachhaltigen Werkstoffen. Und bei der Nutzung der Neubauund Modernisierungsprogramme der KfW sind nachwachsende, nachhaltige Dämmstoffe ebenfalls über Zuschüsse oder günstige Kredite finanzierbar. Mehr Informationen und eine ausführliche Liste mit regionalen Förderprogrammen gibt es unter www. natureplus.org, Menüpunkt Service – Förderprogramme. Weil wohngesunde und ökologisch errichtete Gebäude einen besseren Wert besitzen, machen auch einige Kreditinstitute günstige Zinsangebote vom Einsatz von Bauprodukten abhängig, die das natureplus-Zeichen tragen dürfen. Nachhaltige, umweltverträgliche und wohngesunde Baumaterialien schaffen echte Mehrwerte, wenn es um den Neubau oder die Renovierung von Wohnhäusern und Wohnungen geht. Zum einen wirken sie sich positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner aus. Zum anderen schonen sie zum Beispiel durch den Einsatz nachwachsender statt fossiler Rohstoffe die Ressourcen unseres Planeten. Und drittens sind hochwertige, gesunde Baumaterialien auch ein wichtiger Faktor für den Wiederverkaufswert einer Immobilie. Strenge Kontrollkriterien über den gesamten Lebenszyklus Geprüft werden für das Zeichen nicht nur die Produkte selbst, sondern auch ihr gesamter Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitung und den Einbau bis hin zur Nutzung im Haus und zu einem späteren Rückbau. Drei Faktoren sind dabei als Mindestanforderung besonders relevant: Der Klimaschutz, die Wohngesundheit und die Nachhaltigkeit. So muss die Herstellung der Bauprodukte umweltverträglich und energieeffizient erfolgen und dem Klimaschutz dienen. Soziale Verantwortung spielt ebenso eine Rolle wie die Wiederverwertbarkeit der Produkte. Im Einsatz dürfen die Bauprodukte weder Umwelt noch die menschliche Gesundheit durch Schadstoffe belasten, besonders die Wohngesundheit in den Innenräumen muss sichergestellt sein. Und nicht zuletzt dürfen nur überwiegend nachwachsende oder reichlich vorhandene mineralische Rohstoffe verarbeitet werden, die aus nachhaltigen Quellen stammen. • • • • • • •