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Amtsblätter 29.05.2020

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Freizeittipps:

Freizeittipps: Überraschungen hinter jeder Ecke Text und Fotos: Martin Bauch 14 „Das Wandern ist des Müllers Lust“ heißt es in der ersten Zeile eines Gedichtes des deutschen Dichters Wilhelm Müller, das dieser 1821 unter dem Titel „Wanderschaft“ als Teil einer Gedichtsammlung, veröffentlichte. Mit Mühlen und wandern haben auch unsere beiden Freizeittipps zu tun. Wer rund um Bopfingen wandern möchte, für den ist der Mühlenund Fernwanderweg eine gute Wahl. Der Mühlenwanderweg Eger wurde 1996 durch den Rieser Mühlenverein im Zusammenwirken mit den Städten Bopfingen und Nördlingen eröffnet. Er führt von der Egerquelle in Bopfingen-Aufhausen vorbei an der ehemaligen Reichsstadt Bopfingen über das romantische Röhrbachtal in den kreisrunden, gut 25 Kilometer breiten Meteoritenkrater, dem Nördlinger Ries, und weiter nach Nördlingen. Für unseren Freizeittipp picken wir uns gezielt zwei besondere Stationen auf diesem Mühlenwanderweg heraus. Unser erstes Ziel führt uns an den Beginn des Mühlenwanderwegs zum Eger-Ursprung bei Aufhausen. Die Eger ist ein kleiner Nebenfluss der Wörnitz mit einer Länge von 37 Kilometern. Die Egerquelle entspringt etwa einen Kilometer westlich von Aufhausen am Fuß des Tiersteins, einem markanten Felsgestein. Der Quellbereich wurde zu einem Quelltrichter aufgestaut und wird von mehreren Linden beschattet. Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Durchschnittlich fließen etwa 50 bis 55 Liter Wasser pro Sekunde in den Quelltrichter. Die noch junge Eger fließt von dort in östlicher Richtung am Ipf vorbei durch Bopfingen und tritt schon wenig unterhalb der Kleinstadt in die sehr flache und offene Landschaft des Nördlinger Rieses ein. Auf ihrem Weg in die Wörnitz umfließt der Fluss auch einen Teil der Nördlinger Stadtmauer. Um zur Egerquelle zu gelangen, steuert man mit dem Auto den kleinen Wanderparkplatz gleich neben den Holzwerken Ladenburger an. Von dort führt ein kleiner, geschotterter Wanderweg zur Egerquelle, die man nach 850 Metern erreicht. Bei dieser Kurzstrecke steht also nicht das Wandern im Vordergrund, sondern das Entdecken eines ganz besonderen Ortes in wunder-

schöner, wildromantischer Umgebung. Von der Egerquelle aus hat man auch die Möglichkeit, weitere Wanderwege unter die Füße zu nehmen, um die dortige wunderschöne Natur zu entdecken – ein bisschen Kondition natürlich vorausgesetzt. Die Egerquelle entspringt etwa einen Kilometer westlich von Aufhausen am Fuß des Tiersteins, einem markantenFelsgestein. Karten und Hinweisschilder führen den Wanderer. Zurück am Wanderparkplatz von Aufhausen hat man nun die Wahl, entweder nach Oberdorf, unserem nächsten Ziel, zu fahren oder dorthin auf dem gut ausgeschilderten Mühlenwanderweg zu laufen. Oberdorf, der Nachbarort von Aufhausen, liegt ungefähr zwei Kilometer in östlicher Richtung, direkt am Fuß des Ipf. Wer zu Fuß nach Oberdorf wandert, kann unterwegs so einiges entdecken. Die Straßennamen oder die Bezeichnung der Weiler, wie die Obere Schlägweidmühle oder Baiermühle, zeugen noch heute von der historischen Bedeutung, als Mühlen noch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region waren. Der künstlich angelegte Mühlenkanal bei Oberdorf zum Beispiel diente dazu, das Wasser der Eger in seiner Höhe zu regulieren und direkt an die Mühlenräder zu bringen. Schuh Kauffmann ✆ (0 73 62) 96 24 24 Oberdorf selbst ist von Kanälen durchzogen. Und genau das macht den Reiz eines Rundgangs durch den Ort aus. An fast jeder Ecke gibt es etwas Interessantes zu entdecken. Unterwegs bieten sich dem Wanderer überraschende Ansichten, die man so, mitten in Oberdorf, nicht erwartet hätte. Kleine 15