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Amtsblätter 14.05.2021

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„Unser Vorteil ist die

„Unser Vorteil ist die persönliche Empfehlung“ Christiane Köhn-Ladenburger vom Bopfinger Bücher- und Handelsregal hat mit dem Online-Vertrieb beste Erfahrungen gemacht Text: Ansgar König / Foto: privat „regional, charmant, digital, vor Ort“ - so bewirbt das Bopfinger Bücher- und Handelsregal in der Hauptstraße 45 seinen Online-Shop. Für Geschäftsführerin Christiane Köhn-Ladenburger steckt in diesem Spruch alles, was notwendig ist, um den Shop zu charakterisieren. „Unser Vorteil ist der persönliche Kontakt“, sagt sie nicht ohne Stolz. Seit der Öffnung 2013 ist das Bücher- und Handelsregal auch online aktiv. „Uns war schon damals klar, dass hier, auf dem Land, nur die Kombination von Ladengeschäft und Online-Präsenz möglich und sinnvoll ist“, sagt Köhn-Ladenburger. 22 Zunächst betrieb das Handelsregal nur eine Homepage – www. buch-fan.de – im vergangenen Jahr ist eine zweite hinzugekommen: www.cult-n-soul.de. „Mit der Buchseite allein konnten wir nicht unser gesamtes Angebot präsentieren. Neben dem Büchershop bieten wir ja auch Weine, Feinkost, Yogamatten, Geschenkartikel und vieles mehr an“, gibt Christiane Köhn-Ladenburger als Grund an. Blogs mit aktuellen Themen begleiten das Angebot auf den Websites. Im Buchshop, so fährt sie fort, gebe es ein Angebot für alle Wünsche: Bücher aus Papier, E-Books, Hörbücher, auch zum Runterladen – für jeden Geschmack ist etwas dabei. „Man braucht keinen Kindle“, sagt sie, „es geht auch ohne.“ Von Anfang an war „click & collect“, also online bestellen und im Laden abholen, im Programm. Dieser Weg des Verkaufs habe in Corona-Zeiten zugenommen. „Viele Kunden stöbern gerne am Abend im Angebot – das hat zugenommen“, blickt Köhn-Ladenburger auf die vergangenen Monate zurück. Seit gut einem Jahr bietet sie für ihre Online-Shops auch einen Lieferdienst an. Kunden, und die kommen vor allem aus der Region, können sich ihre Bestellungen auch per Post nach Hause liefern lassen. „Dank der Zusammenarbeit mit unserem Großhändler libri sind wir in der Lage, innerhalb von 24 Stunden auszuliefern – fast wie die Apotheken“, freut sie sich. Trotzdem: „Wir brauchen unser Ladengeschäft: als Treffpunkt, als Begegnungsstätte. Wir möchten nicht darauf verzichten“, fasst die Geschäftsführerin ihre Erfahrungen zusammen. „Was uns von Anbietern wie etwa Amazon unterscheidet, das ist der persönliche Kontakt. Wer Fragen hat, kann fragen, wir beraten sehr persönlich“, bringt sie die Vorteile des lokalen Konzepts auf den Punkt. Ja, bestätigt sie, die Entwicklung hin zu mehr Onlinehandel hätte es auch ohne Corona gegeben, aber die Pandemie hat die Digitalisierung – wie auch in vielen anderen Branchen – forciert. Natürlich sei es aufwendiger, Bücher und andere Produkte online anzubieten, aber das sei ein Aufwand, der sich lohnt. Die Websites müssen genauso wie die Auftritte in sozialen Medien ständig gepflegt werden. Was allerdings digital nicht möglich ist, dass erkennt auch das Bücher- und Handelsregal. So musste zum Beispiel die Veranstaltungsreihe „LiteraTOUR“ 2020 ausfallen. Seit 2017 sind die Buchhändlerinnen bei der „LiteraTOUR“ zwei Wochen in den Sommerferien unterwegs in Schulen und Kindergärten, auf dem Marktplatz oder in Jugendtreffs. Wenigstens gibt es den beliebten „Literatursalon“ online. „Wir wollten hier im Laden ein Café einrichten, unsere vielen Veranstaltungen wie etwa Lesungen: Wir tun alles, was digital möglich ist, aber den direkten Kontakt, das Gespräch, kann das nicht ersetzen.“

Simon Wesselky (links) und Lukas Niklas haben einen Onlineshop für regionale Produkte gegründet. Online-Supermarkt mit Produkten aus der Nachbarschaft Text: Mark-André Masuch / Foto: privat Simon Wesselky und Lukas Niklas mögen Regionales und kaufen gerne in der Nachbarschaft ein. Ein Problem, das den beiden Trochtelfingern immer wieder begegnete: Viele Anbieter verfügen zwar über tolle Produkte, sind aber außerhalb ihrer Gemeinde kaum bekannt. So kam den Freunden die Idee, das Angebot zahlreicher Anbieter im süddeutschen Raum in einem Onlineshop zu bündeln. „Regional & Fair made in Süddeutschland“ war geboren und ist seit Januar am Markt. Das Konzept hinter dem Shop ist nicht neu, das Angebot ist es laut Wesselky schon. Mit der Plattform wolle man es dem Endverbraucher erleichtern, regionale Produkte zu kaufen. Viele Hersteller hätten nur eingeschränkte Öffnungszeiten oder Onlineshops mit nur wenigen Produkten, sagt der Gründer. Auf der Website regional-fair.eu können nun aber die Waren vieler verschiedener Hofläden und Manufakturen in einem Bestellvorgang erworben werden. Wichtig ist den Freunden die Transparenz. Bei jedem Produkt kann der Kunde nachlesen, woher und von welchem Betrieb es stammt. Darunter sind Produzenten aus ganz Baden-Württemberg und Bayern. Sie hätten sich regional nicht zu sehr einschränken wollen, damit der Shop eine möglichst große Vielfalt regionaler Waren anbieten könne, betont Wesselky. Es gehe vor allem darum, kleinere Hersteller zu bewerben. Wichtig ist beiden Geschäftspartnern in jedem Fall, dass die Preise nicht höher sind als direkt bei den Herstellern. Derzeit werden im Shop etwa 250 Produkte von 23 Lieferanten vertrieben. Bisher beschränkt sich das Angebot auf haltbare Waren, wie Wurst, Spirituosen und Säfte, sowie Non-Food-Artikel, wie Seifen, Grillzangen und Flaschenöffner. Doch das soll, wenn es nach Simon Wesselky und Lukas Niklas geht, nicht so bleiben. Der Plan: In naher Zukunft soll es auch frische Produkte im Shop geben. Obst und Gemüse zum Beispiel. So sollen Kunden irgendwann ihren gesamten Wocheneinkauf über den Shop abwickeln können. Abholen kann man die Ware allerdings auch – im Hofladen von Simon Wesselkys Eltern, der auch als Firmensitz von „Regional & Fair made in Süddeutschland“ fungiert. 23