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aktiv Magazin - Winter 2021 - Nord/West

GESUND Bewegung im

GESUND Bewegung im Winter ist wichtig, aber nicht immer gefahrlos. Ob ein Bänderriss beim Ausrutschen auf vereistem Weg oder ein gebrochener Arm beim Schlittschuhlaufen – die Verletzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Noch verheerender als dieses Risiko wäre es allerdings, erst gar nicht vor die Tür zu gehen. Dass viele Verletzungsfolgen gut behandelt werdenkönnen oder gar von alleine heilen, zeigen diese Erfahrungsberichte. Von Stefanie Rebhan DER Bob ZERMALMTE FAST DEN DAUMEN Der 16-jährige Jannik Rösler aus Uhldingen-Mühlhofen hat bis heute keine Scheu vor dem Bobfahren im Winter, obwohl es ihm auch hätte vergehen können. Denn: Mit etwa neun Jahren hatte er an einem kleinen Lift bei Heiligenberg einen Unfall mit seinem blauen Lenkbob. Das betroffene Körperteil war zwar nicht groß, die Auswirkungen aber durchaus unangenehm. „Ich wollte bremsen und habe es dann irgendwie geschafft, über meinen Daumen zu fahren. Meine Mutter kam dann auch gleich angerannt, als ich unten in einer Art Zaun landete und heulte“, sagt Jannik Rösler. DIE LEHRERIN MUSSTE FÜR DEN VERLETZTEN SCHREIBEN Von der Kinderärztin ging es sofort zum Röntgen zu einem Unfallarzt. Der rechte Daumen war angebrochen, eine Gipsschiene musste her. Sechs Wochen lang konnte der Junge kaum mehr etwas mit rechts machen. Eines war ihm besonders unangenehm: „Unsere Klassenlehrerin hat die Arbeiten für mich geschrieben – ich konnte ja keinen Stift mehr halten. Ich musste ihr sagen, was sie hinschreiben sollte. Immerhin waren das die einzigen Klausuren, die ich je ohne Rechtschreibfehler abgegeben habe.“ Nach sechs Wochen wurde die Schiene abgenommen und die Übungen begannen. So oft wie möglich mussten am Tag alle Finger an einer Hand den Daumen berühren. Er musste erst wieder lernen, den Daumen überhaupt zu bewegen. Letztlich ging jedoch alles gut, das Fingerglied heilte wie es sollte und Jannik zieht nun bald wieder mit seinem Bob los. Der hat die Jahre bis heute überdauert. 20 | aktiv Winter 2021

GESUND Skifahrer KOLLIDIEREN MIT 80 KM/H Arnd Römer aus Unteruhldingen am Bodensee ist Skifahrer aus Leidenschaft. Mit zehn Jahren hat er angefangen und verbrachte seither viele, viele Wochen seines Lebens auf der Piste. Heute fährt er oft mit seiner Familie – allesamt skibegeistert – in die Berge, oder mit einer Gruppe Freunde. Das tat er auch vor zwei Jahren, als er mit neun Skikollegen in den Dolomiten unterwegs war. „Wir befuhren Mitte Dezember, also in der Vorsaison, wunderschöne Pisten. Daher war wenig los“, erzählt er. Er fuhr mit ein wenig Abstand hinter den anderen, recht zügig ging es mit rund 80 Stundenkilometern talwärts. Plötzlich kam ein fremder Skifahrer von der Seite angeschossen. Abschrecken von den Ereignissen lässt er sich nicht, zumal er durch Corona die vergangenen beiden Jahre nicht auf seine Skikosten kam. Noch diesen November möchte er nach Sölden auf das erste Ski-Opening, Mitte Dezember wieder in die Dolomiten und einmal noch mit der Familie in die Berge. In Zukunft wird Arnd Römer allerdings noch genauer auf seine Mitmenschen auf der Piste achten, denn man weiß ja nie … „Ich habe ihn nicht gesehen, spürte nur den Aufprall“, so der 57-Jährige, und weiter: „ich saß 50 Meter weiter im Schnee und konnte mich nicht mehr daran erinnern, wo ich war und warum. Es war eine kurzzeitige Amnesie und wirklich ein mieses Gefühl.“ Der andere Skifahrer hockte ein paar Meter entfernt, hielt seinen in zwei Teile zerbrochenen Helm in der Hand und versuchte immer und immer wieder, ihn zusammenzufügen. Die beiden Wintersportler waren mit den Köpfen aneinandergeprallt – erst einen Tag zuvor hatte Arnd Römer noch einen neuen Helm gekauft. Und das war gut so. GEBROCHENE RIPPEN UND GEHIRNERSCHÜTTERUNG Ein Krankenwagen brachte den fremden Skifahrer, der sich noch bei Arnd Römer entschuldigte und seinen Fehler zugab, in die nächste Klinik. Römer: „Für mich war das dann in Ordnung, wir haben keine Adressen ausgetauscht oder ähnliches.“ Der Arzt konstatierte dem Uhldinger am darauffolgenden Tag ein paar gebrochene Rippen und eine starke Gehirnerschütterung. Viel tun konnte man nicht. Ruhe halten war das Gebot der Stunde. Nach zwei Wochen war Arnd Römer so gut wie wiederhergestellt. „Ich habe mir beim Skifahren auch schon den Daumen und das Schlüsselbein gebrochen, ich bin also ohnehin leiderprobt“, sagt er und zwinkert. Das ELVeS® Radial® Laserverfahren lässt Krampfadern verschwinden Lasertherapie für gesunde und schöne Beine Kurze Behandlungsdauer Schmerzarmer Nachbehandlungsverlauf Keine Narbenbildung Schnelle Wiederaufnahme normaler Aktivitäten Exzellente medizinische und kosmetische Ergebnisse Die ELVeS® Radial® Krampfadertherapie gibt es auch in Ihrer Nähe: Informieren Sie sich auch auf www.info-krampfader.de Infotelefon: 01805 / 010276 (14 Cent/Minute aus dem dt. Festnetz) Dr. Armando Munteanu · Facharzt für Chirurgie, Phlebologie und Proktologie Blaustein Klinik · Erhard-Grözinger-Str. 102 89134 Blaustein · Tel.: 0731 / 9535 - 0 info@blausteinpraxis.de ANZEIGE aktiv Winter 2021 | 21