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GESUND INT ERVIEW Talia

GESUND INT ERVIEW Talia Christa Oberbacher, Heilpraktikerin auf dem Gebiet der Psychotherapie aus Lindau, beantwortet ebenfalls Fragen zum Thema Krisen. Sie beleuchtet, wer besonders anfällig für Krisen ist und welche am häufigsten vorkommen. Gibt es einen Unterschied in der Krisenbewältigung bei Frauen und Männern? Dass Frauen und Männer unterschiedliche Wahrnehmungen und Lösungsstrategien für Probleme haben, ist unbestritten. Davon unabhängig halte ich es für wichtig zu verstehen, dass Krisen unsere ganze Person erfassen können. D.h. die Auswirkungen erleben wir sowohl körperlich und seelisch, als auch kognitiv und in unserem Verhalten. Z.B. können in solchen Zeiten Symptome wie Kopf- und Magenprobleme auftreten. Wir fühlen uns freud- und antriebslos oder gehetzt. Die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit lässt vorübergehend nach und wir ziehen uns zurück oder halten es kaum zu Hause aus. All das sind normale Begleiterscheinungen in der Krisenbewältigung bei Männern und Frauen. Welches sind die häufigsten Krisen? Krisen bestehen per Definition aus unerwünschten Ereignissen, die wir nicht vorhergesehen und für die wir keinen Plan haben. Einige Krisen werden fast alle einmal erleben, wie den Tod eines Familienangehörigen. Auch eine Scheidung kann eine schwere Krise auslösen. Der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Gesundheit zählen zu den häufigsten Krisen, ebenso wie unerfüllte Lebenspläne (ungewollte Kinderlosigkeit). Eine Krise zu erleben, wie aktuell durch die Pandemie ausgelöst, ist dagegen zum Glück eine Ausnahme. Gibt es Altersgruppen, die besonders anfällig für Krisen sind und können auch Kinder in Krisen kommen? Krisen können in jedem Alter auftreten. In Lebensphasen, die von Veränderungen begleitet sind, z.B. Kindheit, Pubertät, Renteneintritt, können uns Krisen schwerer treffen. Die Fähigkeit Krisen zu überstehen, ist dann durch weitere Herausforderungen weniger stark, wir sind verletzlicher. Wie Kinder Krisen erleben, wird u.a. beeinflusst durch ihre Verwundbarkeit und ihre psychische Widerstandsfähigkeit. Kinder, die ein stabiles, liebevolles Umfeld haben, verfügen über eine große Resilienz. Auch der Selbstwert spielt eine große Rolle. www.therapie-beratung-coaching.de U Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. Patrick Frei Dr. med. Martin Kraemer in Berufsausübungsgemeinschaft Seit dem 01.07.2021 neu in unserem Team Dr. med. Patrick Suntheim Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Facharzt für Chirurgie Spezielle Unfallchirurgie Dr. med. Patrick Suntheim ist zusammen mit Dr. med. Martin Kraemer als Orthopäde und Unfallchirurg im Bereich der Endoprothetik und als D-Arzt tätig. Unser Kooperationspartner für stationäre und ambulante Operationen: Das Leistungsspektrum unserer Praxis: konservative Orthopädie Unfallchirurgie Endoprothetik an Schulter, Hüfte und Knie Minimalinvasive Eingriffe an Schulter, Hüfte und Knie Schul-, Wege- und Arbeitsunfälle www.praxis-frei-kraemer.de Gesundheitszentrum Wangen Siemensstraße 12 88239 Wangen Telefon +49 (0) 7522 / 93130 ANZEIGE 30 | aktiv Sommer 2021

EIN LEBEN IN BALANCE HEISST EIN LEBEN IN BEWEGUNG GESUND Balance halten bedeutet, fortlaufend in Bewegung befindliche Teilsysteme in ein dynamisches Gleichgewicht zu bringen. Ein Leben in Balance ist demnach ein Leben in Bewegung. Folgerichtig liegt die Chance zur Überwindung jedweder Dysbalance, also jedweder (Lebens-) Krise, unter anderem im sich bewegen. YOGA kann hier sehr hilfreich sein. Es handelt sich um eine Technik, die vor über zweitausend Jahren in Indien entwickelt wurde, um im Einklang mit sich selbst zu leben. Yoga legt den Fokus des eigenen Bewusstseins von außen nach innen. Durch viele Balance-Übungen lernt man, sich auf sich selbst und den Atem zu konzentrieren. Die dadurch entstehende Entspannung ist wichtig in einer aufreibenden Zeit. PILATES ist eine sanfte, aber überaus wirkungsvolle Trainingsmethode für den Körper und auch den Geist - ein systematisches Körpertraining, erfunden und entwickelt von Joseph H. Pilates. Einzelne Muskeln oder Muskelpartien werden ganz gezielt aktiviert, entspannt oder gedehnt. Besonderes Augenmerk gilt der Körpermitte. Das Training der Tiefenmuskulatur im Becken und in der Taille verbessert die Beweglichkeit. LAUFEN ist bestens geeignet, um Stress abzubauen. Es lenkt von den Problemen des Alltags oder der Krise ab. Die extra Portion Sauerstoff im Blut regt die Kreativität an. Das ist gut, um Probleme zu lösen und neue Ideen zu entwickeln. Wissenschaftlich belegt ist, dass beim Laufen Endorphine und Serotonin im Körper ausgeschüttet werden. Das löst Glücksgefühle aus. Buchtipp „Stark durch Krisen: Von der Kunst, nicht den Kopf zu verlieren“ von Marc Wallert. In seinem Buch erklärt er effektive Strategien für den privaten und beruflichen Alltag, mit denen man stark durch Krisen kommen und sogar werden kann. Zum Inhalt: Zusammen mit 20 weiteren Geiseln wurde Marc Wallert im Jahre 2000 von Terroristen auf eine philippinische Insel verschleppt und dort für 140 Tage im Dschungel gefangen gehalten. 20 Jahre später erzählt er von Überlebensstrategien und davon, was er aus dieser Erfahrung gelernt hat. Der Dschungel hat ihn nicht kaputt gemacht, doch der Alltag danach hat ihn in einen Burn-out getrieben. Um das zu verstehen, hat er sich auf Spurensuche begeben und sich dabei auf die entscheidenden Momente konzentriert – die Krisen. ANZEIGE aktiv Sommer 2021 | 31